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Der Bürgerkrieg wird im Fußballstadion geprobt
#11
Nicht , dass man diesen Abschiedsbrief erst sehr viel später fand und nicht mal bei Betreffendem daheim.
Das Ziel vor Augen!
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#12
...also darüber weis ich jetzt nichts. Auf jeden Fall kann ich die Abgründe, in denen sich der Junge befand, gut nachvollziehen. Er kotzt sich über die bescheuerte Konsumgesellschaft aus und hat auch schon erkannt, dass Geburt, Schule, Arbeit Tod nicht der Sinn des Lebens sein können. Allerdings hat er auch keinen Ausweg mehr gesehen... sonst hätte er sich ja auch nicht die Kugel gegeben...
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#13
Cessante causa cessat effectus
Das Ziel vor Augen!
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#14
Paris, 23.11. 2006

Rassistische Randale: Polizist erschießt Fan

Ein französischer Polizist hat einen Fußball-Fan des Erstligisten Paris St. Germain bei massiven Auseinandersetzungen mit rassistischem Hintergrund nach dem Uefa-Pokalspiel gegen Hapoel Tel Aviv (2:4) erschossen. Einen zweiten Anhänger verletzte er schwer.

Nach Angaben der Polizei wollte der Beamte am Donnerstag abend einem Fan des israelischen Vereins zu Hilfe kommen, der von etwa 150 gewaltbereiten PSG-Anhängern bedroht wurde. Als der schwarze Polizist seinerseits - auch wegen seiner Hautfarbe - angegriffen wurde, versuchte er zuerst, sich mit Tränengas zu verteidigen und griff dann zu seiner Waffe. Ein Schuß traf einen 24jährigen PSG-Anhänger tödlich. Ein 26 Jahre alter Fan wurde schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht. Polizeigewerkschaften sprachen von „legitimer Selbstverteidigung“.

Der Todesschütze ist inzwischen in Polizeigewahrsam. Auch von acht Pariser Hooligans, die noch am Abend festgenommen worden waren, hielt die Polizei am Freitag noch fünf wegen „rassistischer und antisemitischer Beleidigungen“ fest, teilte die Pariser Polizeipräfektur mit.
Tue was immer ich will!
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#15
10. Februar 2007

SCHWERE AUSSCHREITUNGEN

Leipzig-Fans gehen auf Polizisten los

Rauchbomben, Feuerwerkskörper, fliegende Pflastersteine: Erneut ist es in Ostdeutschland zu schweren Ausschreitungen bei einem Fußballspiel gekommen. Rund 200 gewaltbereite Anhänger leisteten sich mit der Polizei nach der Partie Lokomotive Leipzig gegen Erzgebirge Aue II eine Straßenschlacht.

Leipzig - Aufgebrachte Lokomotive-Fans gingen kurz nach Spielschluss auf die vor dem Bruno-Plache-Stadion stationierten Polizisten los. Diese gerieten schnell in Unterzahl und konnten die Angreifer erst mit Hilfe von weiteren Einsatzkräften an eine nahe gelegene Kreuzung vertreiben.

Dort allerdings begannen die Fans, die zuvor eine 0:3-Niederlage ihres Teams im Viertelfinale des Sachsenpokals gegen Aue II erlebt hatten, die Polizisten mit Pflastersteinen und Holzbrettern zu beschmeißen. Außerdem flogen Metallstangen und Flaschen.

Die Situation eskalierte, als die Lok-Anhänger Rauchbomben und Feuerwerkskörper Richtung Polizei warfen und mehrere Mülltonnen in Brand steckten. Die Beamten reagierten und schmissen die Rauchbomben zurück zu den Fans.

Erst nach 20 Minuten konnten die Einsatzkräfte die Situation beruhigen. Einer Reiterstaffel der Polizei gelang es, den harten Kern der Rowdies Richtung Völkerschlacht-Denkmal zu vertreiben. Die rund 300 mitgereisten Auer Anhänger wurden mit einem Sonderbus Richtung Hauptbahnhof eskortiert.

Bereits während der Partie hatte die Polizei eingreifen müssen. Kurz nach Beginn der zweiten Hälfte beim Spielstand von 0:1 versuchten beide Lager aufeinander loszugehen, es flogen Rauchbomben und Feuerwerkskörper zwischen den Gruppierungen. Wie SPIEGEL ONLINE erfuhr, skandierten die Lok-Fans "Juden Aue" in Richtung Gästeblock. Die Partie musste für knapp eine Viertelstunde unterbrochen werden.

Die Ausschreitungen sind die neuesten in einer Serie von Problemen mit Fußball-Fans. Der DFB überlegt, zukünftig keine Fußballspiele mehr in Sachsen austragen zu lassen bzw. sogar den Verein Lokomotive Leipzig aufzulösen.



Zwanziger droht mit Spielstopp im Osten

Die Worte waren so deutlich wie düster: Er sei wegen der Ausschreitungen in Leipzig für die Absetzung der nächsten Spiele in Sachsen, sagt DFB-Präsident Zwanziger. Er sprach von einer "Gefechtslage" - und kann sich Stadien vorstellen, in denen kein Fußball mehr gespielt wird.

Frankfurt am Main - "Ich würde die Spiele als Zeichen der Solidarität mit den Polizeibeamten absetzen", sagte Zwanziger auf einer Pressekonferenz am Nachmittag in der DFB-Zentrale. Die Presseanfragen an den Präsidenten hatten wegen der Ausschreitungen in Leipzig derartige Ausmaße angenommen, dass Zwanziger kurzfristig eine PK ansetzte. Der sehr aufgebracht wirkende Verbandschef fand deutliche Worte: "Die Beamten sind unsere Freunde, die anderen sind unsere Feinde - damit die Gefechtslage klargestellt ist."

Wenn es den Vereinen nicht gelinge, radikale Gruppen von anderen zu trennen, "dann wird es dort keinen Fußball mehr geben".

Dass die verheerende Randale in Italien, bei denen ein Polizist getötet worden war, Einfluss auf die Hooligans in Leipzig gehabt haben könnte, hält Zwanziger für möglich. Eine Teilschuld sehe er daher auch beim DFB. "Nach den Verhältnissen in Italien hätten wir vielleicht damit rechnen müssen, dass einige aus der Hooligan-Szene die Chance suchen und der Weltöffentlichkeit deutlich machen wollen, dass die deutschen Hooligans nicht schlechter sind als die italienischen", sagte er.
Entweder man findet einen Weg oder man schafft einen Weg!
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#16
Die Sächsische Zeitung schrieb dazu gestern:

Erschreckende Jagdszenen, Schüsse und zahlreiche Verletzte:

Nachdem mehrfach unterbrochenen Viertelfinalspiel um den Sachsenpokal zwischen Bezirksligist 1.FC Lok Leipzig und Landesligist FC Erzgebirge Aue II. (0:3) griffen gewaltbereite Anhänger der Gastgebermannschaft beim Abmarsch in unmittelbarer Stadionnähe die Polzeibeamten an. Rund 800 Chaoten stürmten auf die Sicherheitskräfte los, warfen mit Pflastersteinen oder Betonteilen. Insgesamt wurden 36 Polizisten sowie 6 Zivilpersonen verletzt und 21 Fahrzeuge beschädigt. Ein Zivilbeamter mußte in akuter Notlage sogar einen Warnschuß abgeben. Zudem wurden Scheiben an zahlreichen Gebäuden zerstört mit einem Gesamtschaden von etwa 12000 Euro. Fünf mutmaßliche Gewalttäter im Alter von 19 bis 30 Jahren mussten die Nacht in Polizeizellen verbringen. Die Leipziger Staatsanwaltschaft ermittelt unter anderem wegen Landesfriedensbruch. Sie sah aber davon ab, beim Amtsgericht Haftbefahele zu beantragen.Am maroden Bruno-Blache-Stadion spielten sich unbeschreibliche Gewaltszenen ab.Zwei Unbekannte rissen unter anderem die Tür eines Polizeiautos auf, ein darin sitzender Beamter wurde mit einer Schreckschusspistole beschossen.

"Er fürchtete um sein Leben, konnte nicht wissen, daß es eine Schreckschusswaffe war", sagte Polizeirat Mario Luda. Es handelte sich um einen aufgestzten Schuss, der Beamte erlitt ein Hämatom am Oberschenkel.Nach Ausbruch der Gewalttätigkeiten griff zudem eine größere Anzahl von Hooligans zwei Zivilbeamte der Polzei an.

Als ein Zivilbeamter durch körperliche Attacken erneut zu Fall kam, wurde er so bedrängt, daß er akute Lebensgefahr für sich befürchtete und einen Warnschuss abgab."Die Gewaltbereitschaft der Anhänger des 1. FC Lok wurde offensichtlich durch einige Personen koordineirt", hieß es in einer Pressemitteilung der Polizei. Sachsens Innenminister Albrecht Buttolo (CDU) forderte gestern "deutlichere Signale".

Er werde mit der Polizei und den Ministerien für Justiz, Sport und Soziales erörtern, was die Politik tun könne. Das Problem habe nunmehr eine neue Qualität bekommen."Ich werde keine italienischen Verhältnisse in und um die sächsichen Stadien zulassen."
Lebe für Deine Ideale!
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#17
aus DER SPIEGEL:

DRESDNER KRAWALLE am 27./28. Oktober 07

Zwei Tage lang hielten gewalttätige Fußballfans die Sicherheitskräfte in Dresden in Atem - für ein Spiel der dritten und eines der fünften Liga. 1500 Polizisten waren im Einsatz, 229 Anhänger wurden in Gewahrsam genommen, Randale gab es trotzdem.

Plötzlich geht alles ganz schnell: Polizeisirenen heulen auf, hektisch laufen Beamte in schwarzen Uniformen und martialischer Schutzkleidung über die vierspurige Fahrbahn. Links und rechts stehen Straßenbahnen still. Nichts geht mehr. Kahlrasierte Jugendliche mit Hass in der Stimme und ausgestreckten Armen grölen: "Juden Berlin". Dann ertönt ein ohrenbetäubender Knall, Flaschen fliegen, Menschen rennen durcheinander, einige stürmen in das Bahnhofsgebäude. Wieder rückt die Polizei an, rennt direkt zwischen die rivalisierenden Gruppen. Mittendrin schütteln verstörte Bahngäste den Kopf, Eltern eilen mit ihren Kindern zurück in das Bahnhofsgebäude.

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KRAWALLWOCHENENDE: MIT DEM STEIN IN DER HAND

So sah es am Samstag um 16.30 Uhr am Dresdner Hauptbahnhof aus. 45 Minuten nach der Regionalliga-Partie zwischen Dynamo Dresden und dem 1. FC Union Berlin (0:1) wollten rund 250 Dynamo-Fans auf Biegen und Brechen eine Schlacht mit den verfeindeten Anhängern des Hauptstadtclubs anzetteln. 1500 Beamte aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und von der Bundespolizei, zwei Polizeihubschrauber sowie Dutzende Einsatzfahrzeuge, die als Blechbarriere zwischen den Fangruppen dienten, verhinderten ein Aufeinandertreffen.

Am Sonntag ging es weiter, jagten sich wieder Fans und Polizei. Den Anlass bot dieses Mal die Landesligapartie zwischen Dynamos zweiter Mannschaft und Lok Leipzig. Weil unterklassige Fußballspiele gerade in Leipzig und Dresden regelmäßig solche kostspieligen und brandgefährlichen Szenarien provozieren, stellt sich die Frage, ob es überhaupt noch vertretbar ist, solche Partien durchzuführen.

"Natürlich ist so ein Polizeiaufwand für ein Landesliga-Spiel unverhältnismäßig", sagte Markus Hendel, Sicherheitsbeauftragter von Dynamo Dresden, heute zu SPIEGEL ONLINE. Angesichts der dauerhaft prekären Lage war er allerdings vor allem erleichtert, dass die Polizei nur vergleichsweise wenige Ausschreitungen zuließ. "Wir müssen weiter viel präventive Fanarbeit leisten, um irgendwann wieder den Fokus auf den sportlichen Teil zu verlagern", so Hendel. Es wird ein sehr, sehr weiter Weg werden.

Denn bei den Dresdner Anhängern, die am Samstag am Bahnhof auf Randale aus waren, dürfte jegliche "präventive Fanarbeit" sinnlos sein. Sie sind nur enttäuscht darüber, dass an diesem Tag, wie einer sagt, "nichts geht". So löst sich der Dresdner Mob, in dem sich halstätowierte Rechtsradikale ebenso fanden wie kampfbereite Frauen im Jogginganzug und dick vermummte Teenies, frustriert auf. Schließlich hatte man mit den Berlinern noch einige Rechnungen offen. Die aus alten DDR-Zeiten beispielsweise - denn die alten Rivalitäten taugen als vorgeschobene Rechtfertigung für Gewalt unter Ostclubs immer noch. Selbst in der fünften Liga.

Vor dem heutigen Landesliga-Derby zwischen Dynamo II und Lok Leipzig (das Spiel endete 2:0) hatten sich die gewaltbereiten Fans beider Lager schon vorher angeheizt. Dresdner Anhänger beschmierten das Vereinsgraffiti am Leipziger Bruno-Plache-Stadion. Die Zahlen 28.10. und ein großes Kreuz sollten kein Zweifel daran lassen, was Leipziger Fans heute in Dresden erwartete. Die Leipziger wiederum verewigten sich an den historischen Flutlichtmasten sowie an den Cateringständen im Dresdner Stadion mit Lok-Schriftzügen. Seit Tagen kursierten im Internet zudem martialische Videos: Collagen von früheren Straßenschlachten wurden dabei mit Kampfansagen für den heutigen Tag angereichert.

Die Leipziger zeigten sich von ihrer geschmacklosesten Seite und entwarfen Plakate, auf denen die Stadt Dresden im Jahr 1945 in Kriegstrümmern zu sehen ist. Eine Siegesgöttin mit Lok-Fahne in der Hand posiert darüber. Der Slogan lautet: "Auf nach Dresden". In zahlreichen Diskussionsforen im Internet überschlugen sich daraufhin die Drohungen aus beiden Lagern. Vielleicht war das der Grund, dass der sächsische Fußballverband im Vorfeld beschloss, lieber keine Fernsehkameras für das Fünftliga-Derby ins Stadion zu lassen. Schließlich interessierten sich die Sender ja auch sonst nicht für solche Spiele. Nach einigen Protesten durfte zumindest der MDR drehen.

"Für Toleranz und Integration" warb an diesem Spieltag der Deutsche Fußball-Bund und ließ Plastikbanner mit dem edlen Motto in den Stadien der oberen Ligen anbringen. Angesichts der programmierten Randale an Wochenenden wie diesem erscheinen solche frommen, in der Frankfurter Verbandszentrale erdachten, Appelle als Bekenntnis zur Hilflosigkeit.

Die nächsten Randalen beim unterklassigen Fußball sind bereits am kommenden Mittwoch zu befürchten. Dann trifft Dresdens Regionalligamannschaft im Sachsenpokal auf Sachsen Leipzigs zweite Mannschaft. Die Polizei kommt mit einem Großaufgebot. Die Randalierer auch. Es ist also wie immer.
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#18
Beide Seiten spulen sich gegenseitig hoch. Das ist so üblich und so gewollt. Man benötigt einige gewaltbereite Rädelsführer (die zumeist in Diensten der Behörden stehen), um irgendwann auf Knopfdruck das Fanal zu zünden. Das was man selbst machen sollte ist: Beobachten und seine Schlüsse rechtzeitig ziehen, um dann zur gegebenen Zeit das Weite zu suchen.

Siehe auch: http://www.pagan-forum.de/index.php?showtopic=24391

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#19
Zitat:Das was man selbst machen sollte ist: Beobachten und seine Schlüsse rechtzeitig ziehen, um dann zur gegebenen Zeit das Weite zu suchen.

An welchen untrüglichen Signalen wird die "gegebene Zeit" wohl zu erkennen sein?
"Wer die Wahrheit sagt, braucht ein schnelles Pferd."
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#20
Zitat:(Anuscha @ 29.10.2007 - 16:50) Das was man selbst machen sollte ist: Beobachten und seine Schlüsse rechtzeitig ziehen, um dann zur gegebenen Zeit das Weite zu suchen. An welchen untrüglichen Signalen wird die "gegebene Zeit" wohl zu erkennen sein?

... wenn Leute, die Du heute als "Normalos" bezeichnen würdest, plötzlich da mitmachen und wie wildgewordene Hyänen auf Personen und Dinge losgehen, die sie gestern noch nicht gekümmert haben. Dann ist der "Schalter" umgelegt. Spätestens dann sollte man verschwinden und das Schlachtfeld erst dann wieder besuchen, wenn die Leichen bereits vergammeln.
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