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Die China-Grippe
#1
Arzt behauptet: Corona nur ein Hype-Virus

   
Der ehemalige Bundestagsabgeordnete Dr. Wolfgang Wodarg

Der Lungenarzt und Gesundheitsexperte Dr. Wolfgang Wodarg kritisiert die Corona-Maßnahmen der Politik. Es gibt überhaupt keinen Grund zur Panik, sagt er und vermißt eine wissenschaftliche Debatte. Statistisch erleben wir einen normalen Grippewinter, so der langjährige SPD-Bundestagsabgeordnete.

Nicht validierte Tests aus Berlin liefern falsche Ergebnisse zu Corona. Infektionen, also Tests, werden verfrüht mit Kausalitäten in Verbindung gebracht.

Mehr noch: Durch die Panikmache, betrieben durch Politik und Medien, erstehe so ein riesiger Schaden, daß es Dr. Wodarg begrüßen würde, wenn Rechtsanwälte endlich diesen Irrsinn stoppen würden und jene, die dies zu verantworten haben, zur Rechenschaft ziehen. Die Menschen werden durch fahrlässiges Verhalten geschädigt. „Das ist eine Sache, die kann man privat nicht tolerieren und darf sie auch im öffentlichen Leben nicht tolerieren.“

Wodarg fordert einen Untersuchungsausschuss. Das was hier passiere, sei unverantwortlich, so die unmißverständliche Analyse des renommierten Wissenschaftlers.

Hier der Querverweis zur Frontal21-Sendung: https://www.zdf.de/politik/frontal-21/frontal-21-vom-10-maerz-2020-100.html vom 10. März mit Aussagen von Dr. Wodarg. Seither wurden solche kritischen Stimmen systematisch zum Schweigen gebracht.

Von der WHO wird diese Panik mitgetragen, wenn nicht gar befeuert. Aktuell wird die Angst der Bürger dazu genützt, deren Geldbeutel zu öffnen.

Das Robert-Koch-Institut, das die aktuelle Panik ebenfalls mitträgt, veröffentlichte im vergangenen Jahr die Zahlen der Grippewelle 2017/2018. An dieser sind nach Schätzungen des Instituts rund 25.100 Menschen in Deutschland gestorben und wurde als einer der stärksten Grippewellen der vergangenen 30 Jahre eingestuft.

Entweder man findet einen Weg oder man schafft einen Weg!
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#2
(16.03.12020, 20:50)Cleopatra schrieb: https://www.pagan-forum.de/Thema-Tagespolitik?pid=55967#pid55967War heute kurz im Supermarkt bei uns in der Kleinstadt, da hing an den Kassen ein Schild, man möge doch aufgrund der aktuellen Situation möglichst nicht mit Bargeld zahlen, sondern mit Karte… Nachtigall, ick hör dir trapsen...

Tatsächlich kann man die Anti-Bargeld Propaganda hier trapsen hören. Selbst die China-Grippe wird dafür hergenommen. Wenn es wirklich so wäre: Was ist dann mit den Einkaufswagen, die jeder anfaßt? Was ist mit der EC-Karte, die ebenfalls von Hand zu Hand geht? Was ist mit der Tastatur, über welche die Nummer eingetippt wird?

Und könnte man in Zeiten der China-Grippe nicht auch auf Fluggies, Werbezeitungen und Rabbatt-Karten verzichten? Nicht nur im Laden, sondern auch im Briefkasten? Denn die Werbezettel quillen nach wie vor über an allen Orten. Wer diese Zettel wohl schon alles in den Händen hatte? Und die Postfrau und der Paketdienst müssen es austragen > und sind durch solche Werbepost-Sendungen bestimmt erhöht gefährdet.

Also das hat alles keine Füße und keine Hände. Aber Hauptsache man warnt uns vor dem bösen Bargeld.
Sei!
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#3
Anderer Meinung ist Lothar Wieler, Präsident des Robert-Koch-Instituts. Er geht davon aus, dass die Übertragung des Virus über Banknoten gering sei. Zudem betont er, dass die zuvor erwähnte Studie hauptsächlich die Überlebensdauer der Viren untersuchte, nicht die Infektionsgefahr.

„Die Übertragung über Banknoten hat keine besondere Bedeutung. Das Virus werde per Tröpfchen übertragen“, sagt Wieler.

Auch Jens Weidmann, Präsident der Deutschen Bundesbank, sagte in einem Interview mit „ntv“, dass ihm kein Fall bekannt sei, bei dem der Coronavirus über Bargeld übertragen worden sei.
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#4
Großbritannien will Coronavirus mithilfe der Herdenimmunität bekämpfen – und lehnt Shutdown ab

Alte Menschen und solche mit schwachem Immunsystem sind in Großbritannien zur Selbstisolation aufgerufen. Bei gesunden Bürgern nimmt die Regierung eine Infektion mit dem Coronavirus jedoch bewusst in Kauf – um so schnellstmöglich Herdenimmunität herzustellen.

Anders als in den meisten kontinentaleuropäischen Staaten will Großbritannien die Ausbreitung des Coronavirus nicht durch eine weitgehende Stilllegung des sozialen Lebens bremsen (Stand 15. März). Stattdessen will die Downing Street mithilfe des Konzepts der Herdenimmunität eine Art Gewöhnungseffekt bei einer kritischen Masse von Bürgern herbeiführen, die in weiterer Folge verhindern könne, dass neuerliche Wellen Platz greifen. Auf diese Weise soll sich auch der Schaden für die Wirtschaft des Landes minimieren.

„Briten zu retten, ist die Priorität“, schreibt die „Sun“ in Anbetracht der Pandemie-Krise, die auch die Insel erfasst hat. „Aber es ist auch dringlich, die Geschäftswelt vor dem Coronavirus zu retten.“

Wie die „Süddeutsche“ berichtet, sei dies auch bewusst so ausgestaltet. Die Regierung will im Einklang mit dem Konzept des obersten medizinischen Beraters der Regierung, Chris Whitty, Ansteckungen nicht verhindern, sondern eine flächendeckende Immunisierung erreichen. Der wissenschaftliche Experte im Dienste des Kabinetts, Patrick Vallance, weist darauf hin, dass die Gefahr einer Übertragung in dem Maße sinke, wie der Grad der Immunisierung nach erfolgter Infektion steige. Würden mindestens 60 Prozent der Bevölkerung mit dem Virus infiziert gewesen und wieder genesen sein, wäre das Risiko einer neuerlichen Welle im Winter geringer.
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#5
US-Regierung will Bargeld an Bürger verschicken

US-Finanzminister: "Wir wollen unverzüglich Schecks verschicken. Amerikaner brauchen jetzt Cash, und damit meine ich in den nächsten zwei Wochen.“

Die US-Regierung will Bargeld an die Bürger verschicken. „Wir wollen unverzüglich Schecks verschicken. Amerikaner brauchen jetzt Cash, und damit meine ich in den nächsten zwei Wochen“, sagte US-Finanzminister Stephen Mnuchin in einer Pressekonferenz.

Wie hoch diese Schecks sein werden, werde gerade noch ermittelt. „Die Einkaufsmärkte sollten auf jeden Fall offen bleiben. Amerikaner brauchen Zugang zu ihrem Geld.


Mnuchin indicated that the president’s preference for a payroll tax holiday — a six- to eight-month process — would take too long to put money into Americans’ pockets.

“The president has instructed me we have to do this now. So this is now,” Mnuchin said. “This is stuff that needs to be done now. The president has instructed me that this is no fault to American workers. For medical reasons, we are shutting down parts of this economy, and we are going to use all the tools we have.”

https://www.politico.com/news/2020/03/17/coronavirus-government-payments-checks-133994

Violetta glaubt: Trump ist ein Bargeld-Fan.


(16.03.12020, 20:50)Cleopatra schrieb: https://www.pagan-forum.de/Thema-Tagespolitik?pid=55967#pid55967War heute kurz im Supermarkt bei uns in der Kleinstadt, da hing an den Kassen ein Schild, man möge doch aufgrund der aktuellen Situation möglichst nicht mit Bargeld zahlen, sondern mit Karte… Nachtigall, ick hör dir trapsen...

(17.03.12020, 12:57)Violetta schrieb: https://www.pagan-forum.de/Thema-Die-China-Grippe?pid=55970#pid55970Tatsächlich kann man die Anti-Bargeld Propaganda hier trapsen hören. Selbst die China-Grippe wird dafür hergenommen. Wenn es wirklich so wäre: Was ist dann mit den Einkaufswagen, die jeder anfaßt? Was ist mit der EC-Karte, die ebenfalls von Hand zu Hand geht? Was ist mit der Tastatur, über welche die Nummer eingetippt wird?

Und könnte man in Zeiten der China-Grippe nicht auch auf Fluggies, Werbezeitungen und Rabbatt-Karten verzichten? Nicht nur im Laden, sondern auch im Briefkasten? Denn die Werbezettel quillen nach wie vor über an allen Orten. Wer diese Zettel wohl schon alles in den Händen hatte? Und die Postfrau und der Paketdienst müssen es austragen > und sind durch solche Werbepost-Sendungen bestimmt erhöht gefährdet.

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#6
   
Ein schwacher Verstand ist wie ein Mikroskop, das Kleinigkeiten vergrößert und große Dinge nicht erfaßt.
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#7
Ab nächster Woche treten in Großbritannien Sondergesetze im Kampf gegen den Coronavirus in Kraft. Die Notgesetze sollen bis zu zwei Jahre gelten.

Die britische Regierung plant weitreichende Sondergesetze im Kampf gegen das Coronavirus. Ein auf der Website der Regierung veröffentlichter Gesetzentwurf sieht unter anderem vor, dass Polizisten künftig Menschen wegen des Verdachts auf eine Coronavirus-Infektion festnehmen und zum Test zwingen können.

Gerichte sollen per Video-Schaltung verhandeln können. Die Grenzschutzbehörden sollen Flughäfen und andere Verkehrsknotenpunkte schließen können, wenn das Personal zur Gewährleistung der Sicherheit nicht ausreicht.

Das Coronavirus-Notgesetz werde nur eingesetzt, wenn es „absolut notwendig ist“, versicherte Gesundheitsminister Matt Hancock. Es gebe der Regierung „die Befugnisse, die sie braucht, um Leben zu schützen“.

Die britische Regierung war wegen ihrer zögerlichen Reaktion auf die Corona-Pandemie kritisiert worden. Inzwischen riet sie den Bürgern schließlich zur häuslichen Isolation, zu Heimarbeit und dem Verzicht auf Massenveranstaltungen.
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#8
Interessant:

Der Fußballklubbesitzer und Unternehmer DIETMAR HOPP kündigte einen IMPFSTOFF an.
Seine Biotech-Firma, das Tübinger Pharmaunternehmen Curevac, ist dabei diesen zu entwickeln, und im Frühsommer können die klinischen Tests starten.
Übrigens ist das die Firma, bei welcher angeblich versucht wurde den Impfstoff ausschließlich für die USA zu sichern.
Hopp wird als Hoffnungsträger gefeiert.
Erste Ultras zeigen laut Medien Reue.
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#9
Macron: Ein Krieg in zwei Wellen

In Frankreich hat Emmanuel Macron die Franzosen mit zwei Reden auf eine nationale Anstrengung eingeschworen. Er will die Epidemie verzögern, gegen sie kämpfen und Alte und Schwache schützen. In einer zweiten Welle aber, fügt er rätselhafterweise an, dürften auch Jüngere betroffen sein.


Zitat:Staatspräsident Emmanuel Macron hat inzwischen zwei gut zwanzigminütige Fernseh-Ansprachen gehalten, um seine Landsleute über die Covid-19-Krise und die Reaktion des französischen Staates darauf zu informieren. Was daran zunächst auffällt, ist die Eskalation der Worte und Gesten von der einen, letzten Donnerstag gehaltenen Rede zur zweiten Rede, die am Dienstag dieser Woche folgte. So fand Macron die erste Runde der Kommunalwahlen letzte Woche noch unbedenklich, nur um den zweiten Wahlgang diese Woche auf unbestimmte Zeit zu verschieben.

Daneben zeigen auch die gewählten rhetorischen Mittel, dass Macron sein Land inzwischen auf einen deutlich entbehrungsreicheren Kampf vorbereitet als ursprünglich vorgesehen. Allein sechs Mal, wie ein Leitmotiv benutzte er in der neuen Rede den Satz: »Wir sind im Krieg.« Natürlich kein Krieg mit fremden Armeen oder Nationen, vielmehr »ein Krieg um unsere Gesundheit«, denn »der Feind ist da, er gewinnt Boden, und das erfordert unsere allgemeine Mobilisierung«. Im selben Blut-Schweiß-und-Tränen-Stil ging es weiter: Alles Handeln der Regierung wie des Parlaments müsse sich von nun an »dem Kampf gegen die Epidemie zuwenden, Tag und Nacht, nichts darf uns davon ablenken«. Macrons Rhetorik verweist auf Gewaltiges – die Notwendigkeit einer gesamtgesellschaftlichen Anstrengung, einer Mobilmachung aller zum Wohle aller.

Ungewiss bleibt die Dauer der angekündigten Anstrengung. Niemand könne voraussehen, wie lange diese Krise dauert, die zudem – »unausweichlich« – erhebliche Folgen menschlicher, gesellschaftlicher wie ökonomischer Art haben werde. Doch eine Gewissheit hat der Präsident: »Je mehr wir zusammen und rasch handeln werden, desto eher werden wir diese Prüfung überstehen.«

Die wichtigste Verschärfung der zweiten Rede ist die Verhängung einer Ausgangssperre über das Land, die zunächst für 14 Tage gelten soll. Kontrollen werden stattfinden, bei Zuwiderhandlung sollen noch unspezifizierte »Sanktionen« folgen. Sich mit Freunden oder Familie im öffentlichen Raum, auf den Straßen und in den Parks (die in Paris folgerichtig geschlossen wurden) zu bewegen, ist in dieser Zeit nicht erlaubt. Einkaufsgänge sollen »mit Disziplin«, unter Einhaltung des gebotenen Abstandes erledigt werden. Daneben sind nur der Gang zum Arbeitsplatz und einsame Spaziergänge möglich. Betriebe, die keine Arbeit von zu Hause ermöglichen, müssen sich um den Schutz ihrer Mitarbeiter kümmern. Die Solidarität und der Zusammenhang mit den Menschen sollen durch Telephonate und andere Nachrichten am Leben erhalten werden.

Niemand ist unverletzlich

Zuvor hatte der Präsident beklagt, dass sich viele Franzosen nicht an die älteren Hinweise der Regierung gehalten haben und sich in Parks und Bars versammelten, »als ob sich das Leben nicht verändert hätte«. Er hob hervor, dass niemand – auch nicht die Jüngsten und Jüngeren – »unverletzlich« oder immun gegen das Virus sei und dass die Zuwiderhandelnden nicht nur sich selbst, sondern auch andere gefährden. Mit großem Nachdruck forderte Macron: »Jeder von uns muss um jeden Preis die Anzahl der Personen vermindern, mit denen er jeden Tag Kontakt hat.« Das sei der Rat der Wissenschaft.

Dass das Ausmaß der von ihm geforderten Anstrengung »beispiellos« ist, weiß Macron, doch die Umstände zwängen ihn dazu. Dagegen sollen alle begonnenen Reformen der Regierung für die Zeit der Pandemie-Abwehr pausieren. Ein Notstandsgesetz will Macron noch in dieser Woche auf den Weg bringen. Die Demokratie soll auch weiterhin funktionstüchtig bleiben. Doch die Bedingungen für ihr Überleben scheinen sich zu wandeln. Daneben will Macron alle französischen Unternehmen, welcher Größe auch immer, durch Lohnfortzahlungen und anderes mehr unterstützen und so vor dem Untergang retten.

Die Notmaßnahmen des Präsidenten betreffen auch und insbesondere das Gesundheitswesen. So dürfen dessen Mitarbeiter ab sofort Taxifahrten und Hotelzimmer auf Staatskosten in Anspruch nehmen. Im Elsass wird ein Feldlazarett aufgebaut. Außerdem soll die Armee die am schlimmsten erkrankten Patienten aus überlasteten Krankenhäusern gewisser Regionen in weniger belastete Spitäler bringen. Als besonders gefährdete Regionen nennt Macron die Île-de-France um Paris, daneben die Regionen Grand-Est und Hauts-de-France, beide an der Grenze zu Belgien gelegen.

Was ist die epidemiologische Strategie des Präsidenten?

In der Rede von letzter Woche hatte Macron zuallererst dem medizinischen Personal gedankt und deutlich gemacht, was aus seiner Sicht jetzt notwendig war. Es lässt sich in zwei Worten zusammenfassen: Verzögern und Schützen. In dieser ersten Rede schien es so, als ob Frankreich einen Mittelweg zwischen den strikten Ausgangssperren der mediterranen Länder und einer abwartenden, vorsichtigen Antwort auf die Epidemie, wie sie im Norden des Kontinents vorwaltet, gehen sollte.

Ausdrücklich dankte Macron den Ärzten und Pflegern, die durch ihre Arbeit zu Nationalhelden würden. Darin bestehe eben eine große Nation: im Vorrang des Interesses der Allgemeinheit, in Werten wie Humanität. Solidarität und Brüderlichkeit. Mit Gravität und Luzidität stellte Macron dann fest, dass man sich erst am Beginn einer Epidemie befinde, die sich überall in Europa offenbar unaufhaltsam beschleunige und intensiviere. Frankreich hat derzeit noch etwas weniger Infizierte als Deutschland, dabei aber ein Vielfaches an Todesfällen. Die Sterblichkeit liegt um die 2%, also zehn Mal so hoch wie in Deutschland. Das könnte zum Teil an einer intensiveren Testpraxis in Deutschland liegen, die mehr unsymptomatische Fälle aufdeckt.

Jedenfalls will sich Frankreich mit zusätzlichen Betten und Beatmungsgeräten für die Krankheitswelle wappnen. Und dann könnte ja auch noch eine »zweite Welle« folgen, auf die man vorbereitet sein müsse und die »etwas später, in geringerer Anzahl, jüngere Menschen« betreffen werde. Eine zweite Welle? Ja gut, das sagen die Epidemiologen. Aber warum trifft sie Jüngere? Macron zeigte an dieser Stelle ein Stress-Symptom, fasste sich kurz an die rechte Augenbraue. Fühlte er sich betroffen?

Was ist das Heilmittel für die Corona-Krise?

Als Remedium gegen die schwer zu heilende Erkrankung empfahl Macron das Vertrauen in die Wissenschaft. Im Land wirke eine Heerschar von Spezialisten. Einer von ihnen ist der Mathematiker Jean-Stéphane Dhersin, der sich auf die Berechnung von Epidemie-Verläufen spezialisiert hat. Zudem hat sich Dhersin natürlich mit den bekannten Bewältigungsmöglichkeiten beschäftigt. Das chinesische oder auch italienische Vorgehen des Lockdowns ist demnach da notwendig, wo die Situation außer Kontrolle zu geraten droht. In diesen Fällen muss man die Fallzahlen mit allen Mitteln senken, um einen Zusammenbruch des Systems zu vermeiden. Natürlich sollte man dabei rechtzeitig kommen, um die Überlastung des Gesundheitswesens von vornherein zu vermeiden.

Doch steckt, so Dhersin, auch eine Gefahr in diesem Weg: Die radikale Eindämmung – wie sie in Wuhan nun gelungen scheint – sei letztlich kein »Heilmittel« gegen ein erneutes Aufflammen der Krankheit, weil sie keine weitreichende Immunität in der Bevölkerung herstellt. Die kann man – in Ermangelung eines Impfmittels – offenbar nur mit der anderen Strategie erreichen. Mit anderen Worten: Solange das Gesundheitssystem noch leistungsfähig ist, lässt man die Infektionen zu, um die »Herdenimmunität« unter den Widerstandsfähigen heranzubilden. Sobald die exponentielle Kurve ihr Haupt stärker erhebt, führt man isolierende Maßnahmen ein. Wer aber zu den glücklichen Überlebenden dieser Strategie gehört, entscheiden wohl das Virus und das individuelle Immunsystem des Trägers in Heiliger Synode.

Wann Herdenimmunität, wann Eindämmung?

Ob man es auf Immunität abgesehen hat, hängt daneben wohl von einer weiteren Einschätzung ab: Wird die spezifische Krankheit bleiben oder lässt sie sich noch unterdrücken? Beim alten SARS-Stamm musste man sich diesen Gedanken letzten Endes nicht machen, weil die Übertragbarkeit geringer war und das Virus sich am Ende nicht festsetzen konnte. Im Fall von Covid-19 liegen die Dinge anders. Da es nicht umgehend Symptome erzeugt und sich durch Aushusten leicht übertragen lässt, war es viel schwerer einzudämmen.

Das Hauptargument für die möglichst rasche Etablierung einer hohen Immunitätsquote in der Bevölkerung scheint ein wirtschaftliches zu sein: Man will nicht die gleiche Krise im Halbjahres- oder Jahresabstand wieder erleben, zumal ein endlich zugelassener Impfstoff trotz allem Optimismus noch ein gutes Jahr auf sich warten lassen dürfte.

Doch wirtschaftliche Gründe lassen sich für und gegen beide Modelle finden. Der Shutdown, die radikale Eindämmung ist natürlich die einschneidendere Maßnahme und erzeugt sofort Verluste. Menschen werden vom Arbeiten und vom Konsumieren abgehalten, zumindest in der nicht-virtuellen Welt. Je länger das anhält, desto stärker wären Produzenten und Zwischenhändler, die sich nicht auf Versandlösungen umstellen (können), betroffen. Ohnehin leiden dürften nicht notwendige Konsumbereiche wie Unterhaltung, Kultur und Tourismus.

Doch ist das Laufenlassen der Epidemie immer die bessere Lösung? Wohl nicht, und das umso weniger, je tödlicher die betreffende Krankheit ist. Im Falle einer grundsätzlich zwar nicht von außen therapierbaren, aber durch lebenserhaltende Maßnahmen behandelbaren Krankheit wie Covid-19 kommt ein weiterer Faktor hinzu: Die absehbare Überlastung des Gesundheitssystems wird zusätzliche Leben kosten, wie es offenbar gerade in Italien passiert. Deshalb erscheint die Streckung der Fälle, die Verzögerung der Epidemie als Mindestanforderung unbedingt geraten.

Der Eindämmungs- und Kontrollansatz hat wiederum die Schwäche, dass man wissen muss, was man kontrollieren will, wenn man es richtig machen will. Man muss zum Beispiel die Übertragungswege genau kennen und wissen, wie lange ein Patient ansteckend ist. Wo man einen Ansteckungsweg übersieht, öffnet man dem Virus eventuell ein Schlupfloch, das bald zum Scheunentor werden kann. Doch das ist unvermeidlich und spricht im Grunde nicht für den Ansatz der Herdenimmunität, sagt uns vielmehr, dass jede menschliche Bemühung fehlbar ist.

Normalität und Überforderung

Wenig Trost bot jüngst erneut der Charité-Virologe und Chefzyniker Chr*stian Drosten, der bekanntlich »langfristig« von einer »Durchseuchung« der deutschen Gesellschaft ausgeht und 278.000 Todesfälle hochrechnet, basierend auf einer Ansteckungsquote von 70%, was wiederum gut 55 Millionen infizierten Deutschen entspricht: »Bei langsamer Verbreitung werden Corona-Opfer in der normalen Todesrate verschwinden.« Einen Impfstoff erwartet Drosten nicht vor dem Sommer 2021. Jedes Jahr sterben nach Drosten 850.000 Menschen in Deutschland. Ihr Altersprofil unterscheide sich dabei nicht sehr von dem der Corona-Toten. Da hatte man hin und wieder einen anderen Eindruck.

Nur einige Beispiele aus Wuhan: Der Augenarzt und Corona-Whistleblower Li Wenliang starb am 6. oder 7. Februar im Alter von 33 Jahren. Liu Zhiming, Direktor eines Wuhaner Krankenhauses, starb im Alter von 51 Jahren. Der 55-jährige Regisseur Chang Kai starb am 14. Februar, ebenso seine Eltern und seine Schwester. Seine charakteristischen Worte waren: »Das rücksichtslose Virus hat meine Frau ebenso wie meinen Körper verzehrt. Ich ging zu verschiedenen Krankenhäusern und bettelte, aber Betten waren schwer zu finden… wir sind niemand.« Und auch der chinesische Maler Liu Shouxiang hätte vielleicht nicht im Alter von 62 Jahren sterben müssen.

Schon jetzt sieht Drosten eine Überforderung der Gesundheitsämter, deren Mitarbeiter nach eigenen Angaben »kapitulieren«: »Sie sind personell nicht mehr in der Lage, die notwendigen Kontrollen durchzuführen. Kontaktpersonen werden nicht gleich getestet. Bei Menschen in Quarantäne wird nicht geprüft, ob sie wirklich zu Hause bleiben. Die Gesundheitsämter kommen nicht mehr hinterher.« Die Infektion eines großen Teils der Bevölkerung ist aber vor allem aus einem Grund besorgniserregend: Wir kennen die Krankheit Covid-19 noch nicht und wissen nicht, welche Spätfolgen das Virus auch bei milden Verläufen haben könnte. Die Rede ist an dieser Stelle von Lungenfibrosen – chronischen Entzündungen, bei denen das entzündete Gewebe in Bindegewebe umgebaut wird. Die Verhärtung und Vernarbung dieses Bindegewebes vermindert auf Dauer das Atemvolumen.
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#10
China Neuinfektionen: Null

19. März 2020. Zum ersten Mal seit dem Ausbruch des neuartigen Coronavirus Anfang Januar hat China landesweit keine lokalen Neuinfektionen mehr gemeldet.

Sogar in der am schwersten betroffenen Stadt Wuhan gab es keine neuen Fälle. Vielmehr steigt in China die Angst vor einer möglichen zweiten Ausbreitungswelle: Die Zahl der Infizierten, die aus dem Ausland zurück in die Volksrepublik kamen, stieg.

Wie die Pekinger Gesundheitskommission am Donnerstag mitteilte, wurden 34 neue „importiere Fälle“ registriert, also Erkrankungen, die bei Menschen auf der Einreise nach China nachgewiesen wurden. Es war der bisher höchste Anstieg von Erkrankten, die aus dem Ausland eingereist waren.
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