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Die Linken, die Rechten, Konservativen, Grünen und Sozialdemokraten
#1
Der absolute Horror ist mal wieder der Nachrichtenkanal. Da werden Häuser angezündet, auf Kinder uriniert, Kriege angestiftet, Menschen verschleppt, und religiöse Eiferer feiern gerade Konjunktur. Die Politiker beschimpfen währenddessen das eigene Volk als Abschaum und Pack. Das tat nämlich der SPD-Politiker und Vizekanzler Sigmar Gabriel, als er gestern in Dresden verweilte.

Mit Abschaum und Pack meint er besoffene Provokateure, die mit Bierflaschen und Steinen auf Ausländer und Polizisten werfen. Vielleicht sollte S. Gabriel vorher beim Verfassungsschutz und anderen Diensten nachfragen. Nicht daß deren Mitarbeiter jetzt auf diese Weise von ihm beschimpft wurden? Mir persönlich fällt es nämlich schwer, nicht an bezahlte Agenten zu denken, wenn ich von den Vorfällen in Heidenau lese und höre.

Wenn Herr S. Gabriel das Wort Pack in den Mund nimmt, um damit die sich auf solche Weise benehmenden Bevölkerungsgruppen zu bezeichnen, dann sollte er überlegen, woher das Wort Pack überhaupt stammt und wie es historisch bisher verwendet wurde.

Als Pack oder Gesindel wurde nämlich vom vormaligen Adel die Arbeiterklasse, also die unteren Schichten der Bevölkerung bezeichnet. Nun mutet es geradezu grotesk an, wenn man weiß, daß Herr S. Gabriel ein Vertreter genau dieser Arbeiterklasse sein möchte, weshalb er die sozialdemokratische Partei in Deutschland repräsentiert.

Nun besteht die Sozialdemokratie heute hauptsächlich aus Intellektuellen und Akademikern und hat sich deshalb von der Arbeiterklasse extrem entfernt. Ein Herr S. Gabriel (der schon von seinem körperlichen Format nicht mehr hinter eine Werkbank oder hinter eine Maschine passen würde) kann sich doch nicht ernsthaft als Vertreter der Arbeiterklasse fühlen?

Aber nicht nur Politiker wie S. Gabriel, sondern auch linke Musikgruppen haben in ihrer intellektuellen Überheblichkeit vergessen, was Arbeiterklasse ist. Arbeiterklasse ist laut, proletenhaft, und manch einer der feinen Damen und Herren rümpft hier die Nase und spricht übermütig von Pack, Abschaum oder Gesindel.

Wenn man dann nachhakt, wird aufgeführt: Die können nicht mal richtig schreiben und sprechen. Sie benutzen unflätige und (politisch) unkorrekte Begriffe, Kraftausdrücke, Fäkalsprache. Die haben keine Ahnung, was die wirklichen Gründe und Ursachen sind. Die sind dumm und müßten sich mal besser informieren. Sie lösen Probleme mit Handgreiflichkeiten und ihren Fäusten, statt darüber zu reden und zu diskutieren usw. usf. ... – aber so war Arbeiterklasse schon immer!

Arbeiterklasse ist nicht intellektuell und akademisch hochstehend, sonst wäre sie ja auch keine Arbeiterklasse, sondern akademische Klasse. So betrachtet benehmen sich linke Musikgruppen oder sozialdemokratische Politiker wie die vormaligen Grafen und Fürsten, welche die einfachen Menschen aufgrund ihrer Einfachheit und ihres schlichten Gemüts beschimpfen und verachten.
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#2
Weiter geht es mit den Rechten. Man sollte eigentlich meinen, daß rechte Parteien und Gruppierungen das politisch ideale Umfeld vorfinden, um Mitglieder und Stimmen für Wahlen einzusammeln. Die Leute gehen wegen typisch rechter Themen (Ausländer, nationale Rechte, Europaängste usw.) von selbst auf die Straße. Sucht man jetzt die große starke nationale Partei, die sich das zunutze macht, dann wird man nicht fündig. Absolute Fehlanzeige.

Wie unfähig (oder völlig von Agenten durchsetzt) müssen die im rechten Lager eigentlich sein, wenn sie nicht mal jetzt Punkte sammeln können? Die schaffen es nicht mal eine eigene Tageszeitung zu etablieren, keine Promis, die sich öffentlich für ihre Themen einsetzen oder entsprechend bewerben. Pegida und AfD finden genau diesen Zeitpunkt, um sich intern zu zerstreiten, statt gemeinsam von der momentanen Situation zu profitieren. Mir fällt es hier sehr schwer an Zufall zu glauben. Jedenfalls scheint das nationale Lager in Deutschland völlig den Hohlköpfen und Agenten ausgeliefert zu sein. Denn daß die nun wirklich gar nichts auf die Reihe bekommen, ist für jeden offensichtlich zu merken.
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#3
Die Konservativen (die sich gern für die Mitte der Gesellschaft halten) haben nicht nur die Linke inzwischen links überholt, sondern sehen sie sich mit dem kompletten Schwund ihrer Werte konfrontiert. Sowohl in religiöser, familiärer, wirtschaftlicher und sozialer Hinsicht sind alle konservativen Werte kollabiert. Intersexuelle Anti-Familienmenschen geben den Ton in Deutschland an. Die BRD ist ein inzwischen sozialistischer Staat, der Geld nicht mehr nach dem Leistungsprinzip verteilt. Privatbesitz (Mittelpunkt und Rückgrat aller konservativen Politik) ist nicht mehr länger geschützt, sondern wird durch überzogene Steuern, Finanzgaunereien und andere Besitz- und Leistungsverhinderungsmaßnahmen bestraft.  

Ich weiß gar nicht, wofür sich ehrliche Konservative in Deutschland heute noch einsetzen? Das ist immer die erste Frage, die ich einem Konservativen stelle: "Was bedeutet es heute konservativ zu sein?" Also was sind die Ziele dieser (ursprünglich mal auf Besitzerhalt und familiäre Werte ausgerichteten) Politik?

Es gibt bei den Konservativen also eindeutig ein Definitionsproblem. Jedenfalls aus der Sicht des normalen Menschen, nicht aus Sicht der internationalen Konzerne. Denn so gesehen kann man schnell beantworten, was konservativ heute bedeutet: Der skrupellose Lobbyismus für international agierende Wirtschaftssyndikate. Die hemmungslose Ausbeutung der planetaren Ressourcen und die damit verbundene Inkaufnahme schwerer gesundheitlicher Schäden bei allen Menschen.
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#4
Die Grünen sind leider ebenfalls in die Sackgasse geraten. Mit viel Sympathie habe ich die angestrebten Revolutionen in Landwirtschaft, Energieversorgung und Tierrechte verfolgt. Obwohl die Nachfrage nach Bio-Produkten (gerade in Ballungszentren wie Berlin) stetig steigt, sinkt im Umland der Anteil der Ackerfläche, der nach ökologischen Richtlinien bewirtschaftet wird. Ein krasser wirtschaftlicher Widerspruch. Jedoch besteht momentan kein politisches Interesse, die ganzen fortschrittlichen ökologischen Ideen weiter zu verfolgen und den entsprechenden Vorsprung an Wissen und Technologie zu nutzen.

Die Grünen kümmern sich lieber um das Thema Integration & Kopftuch. Sie setzen sich für Bauvorhaben von Moscheen und Stromtrassen ein. Hetzen gegen Rußland und relativieren pädophile Neigungen. Sie bringen sogar Verständnis für Schlepperorganisation und Globalisierung auf. Leider haben sie vergessen, daß sie wegen Windenergie, Lärmschutz, Gentechnik und Tierrechten gewählt werden.
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#5
Die Frage nach den Hintergründen ist natürlich. Hierzu muß man wissen, daß Europa ein wirtschaftlicher und politischer Machtfaktor geworden war. Den Leuten in Amerika (die gern selbst die Nummer 1 sein wollen) paßt das gar nicht in den Kram. Also muß Europa entsprechend ruiniert werden.

Das geschieht zum einen durch den Konflikt mit Rußland. Rußland ist (gerade für die osteuropäischen EU-Länder) ein wichtiger Handelspartner. Durch die vielen gegenseitigen wirtschaftlichen Verflechtungen haben sowohl Rußland als auch Europa profitiert und sind wirtschaftlich sehr stark geworden.  

Durch die politische Diskreditierung des russischen Staates verursacht man also eine wirtschaftliche Schwächung der europäischen Konkurrenz. Gleichzeitig erinnert man Europa an die militärische Abhängigkeit von Amerika.

Dann gibt es die inszenierte Euro-Krise. Das Griechenland-Thema war ja monatelang das bevorzugte Nachrichtenthema. Im Amerika reibt man sich die Hände, der Euro hat mehr als nur einen Knacks weg. Der Grundstein für den europäischen Währungsruin wurde gelegt. Vielleicht helfen uns die Amis ja dann mit ihrem Freihandelsabkommen wieder freundschaftlich aus der Klemme?

Informierte Menschen wissen außerdem, daß die CIA die Schlepperbanden instruiert und finanziert, um Europa auch hier vor große Herausforderungen zu stellen. Die momentane Flüchtlingsproblematik wurde in Langley (CIA-Hauptquartier) geplant und nun in die Tat umgesetzt. Der ehemalige Außenminister Joschka Fischer meinte gestern, das wäre erst der Anfang. "Das reiche Europa erlebe den Beginn einer großen Flüchtlingskrise und scheint dadurch politisch, moralisch und administrativ völlig überfordert zu sein", schrieb der Grünen-Politiker und Mitglied der SuB-Loge gestern in einem Gastkommentar für die SZ).

Wenn man dazu die seit Snowden & NSA-Affäre bekannten Tatsachen mit dem diesbezüglichen Nicht-Aufklärungswillen seitens der Bundesregierung kombiniert, ergibt sich ein Gesamtbild, bei dem die eigene Regierung zum Erfüllungsgehilfen wirtschaftlicher Fremdinteressen geworden ist. Selbst große europäische Konzerne haben sich hier bereits beschwert, da sie ungestraft wirtschaftlich ausspioniert und geheimdienstlich sabotiert werden.
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