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Emotionale Belästigung ist keine Form von Respekt!
#1
Emotionale Belästigung ist keine Form von Respekt!

Man kennt sie, die Mitmenschen, die einem einfach auf den Geist gehen. Sie haben etwas Nerviges an sich, und wenn man sie sieht, verspürt man Aggressionen oder Ablehnung, obwohl diese Menschen nicht wirklich etwas getan haben, oder haben sie?

Ist es ihre Kleidung? Die Art wie sie reden? Ihr Aussehen? Warum ecken diese Personen so an? Nein, Fakt ist, dass hier wiedermal, wie in allen Angelegenheiten des Lebens, die innere Einstellung der Verursacher ist.

Diese Menschen haben Angst, Angst ihr Umfeld zu belästigen, weil sie zu oft Ablehnung erfahren haben. Sie kleiden ihre Angst in übertriebener Höflichkeit und lesen Bücher über Knigge und Etikette. Doch diese Angst zieht genau das förmlich magnetisch herbei, was sie eigentlich mit aller Kraft vermeiden wollen, sich unbeliebt zu machen.

Und dann fangen sie an, ihre Worte in ihre Emotionen zu tauchen. Wäre es in Ordnung, könnte ich eventuell? Darf ich fragen, ob ich Fragen darf? Oder schlichtweg: „Ich habe Angst vor dir, ich traue mich nicht mit dir zu reden und stelle diese Frage deshalb ganz verquer und umständlich, anstatt einfach zu sagen was ich will!“

Und der einfältige Thor, der sich keine Gedanken um sein Wesen macht, steht daneben und stotzt geradezu vor guter Laune und dem tiefen Selbstbewusstsein! Und ist genau deshalb ein ausgesprochen angenehmer Zeitgenosse, der sich überall sehen lassen kann, weil er keine schmuddeligen Emotionen entwickelt, die einem bestialischem Körpergeruch gleichkommen.

Solche Menschen verjagen alle Partner, die sie herbeisehnen, obwohl sie vom Verhalten eigentlich sehr liebenswürdig sind. Sie werden auf ihrem Lebensweg, wie sagt man heutzutage gerne auf Neu"deutsch": „gemobbt“, von den Schulkameraden, von der Arbeit, von den Mitstudenten, von ihrer eigenen Familie, ihrem Lebenspartner und irgendwann selbst dem dreckigen Penner auf der Straße.

Und sie haben es verdient! JA! Denn sie lassen ihren allergrößten Freund, den sie auf der Erde haben, immer wieder und wieder im Stich. Nämlich sich selber!

Diese geistigen Kriminellen, die Hochverrat an sich selbst begehen, werden heutzutage auch noch von der Gesellschaft geschont. Man betitelt sie als Opfer der Gesellschaft und richtet Seelsorgen und Anlaufstellen in Firmen und Schulen ein, damit sie sich weiter in ihrem Selbstmitleid suhlen können.

Ja, am Ende entwickeln sie sogar Wut, wenn nicht Hass gegen jene, die sie gemobbt haben. Diese bösen bösen Personen, die sich dagegen wehren, wenn man sie mit geistigen Fäkalien beschmeißt.

Erst wenn man sich selbst den nötigen Wert beimisst und sich selbst respektiert, kann man anderen den nötigen Respekt durch geistige Hygiene zollen, den sie verdienen.

Das heißt auch, zu wissen, dass die eigenen Freunde/Bekannte gerne mit einem reden! Es sind FREUNDE, sie MÖGEN einen, ihnen zu unterstellen, sie würden einen eventuell ablehnen, ist eine schwere Beleidigung, weil sie damit ja als schlechte Freunde betitelt werden.

Sich tausendfach nach einer emotionalen Entgleisung zu entschuldigen und zu versprechen, sich zu verbessern, hilft da nicht. Man muss an sich arbeiten, am besten, indem man sich den Spiegel vor die eigene Nase hält!

Und wie bleibt man nun höflich, fragt jetzt der ganz stur, der immernoch nicht begriffen hat!?

Höflichkeit bedeutet, deinem Gegenüber deinen Kontakt so angenehm wie möglich zu gestalten, und zwar so, wie er es als angenehm empfindet. Wenn man das beachtet, ist man immer höflich.

Etikette ist nur das Ergebnis gemeinsamer Absprache eines Personenkreises, was man am angenehmsten empfindet.

Wenn jetzt also ein verbildeter Akademiker auf eine Baustelle geht und dort seine „feinen Manieren“ heraushängen lässt, anstatt sich anzupassen, kriegt er irgendwann zu Recht eine übergebraten, weil er ja eben keine Höflichkeit sondern nur fremde Etikette zeigt.

Natürlich ist eine Eingewöhnungszeit angebracht, da man nicht erwarten kann, dass jeder Fremde die eigenen Sitten und Bräuche kennt und ohne weiteres umsetzen kann. Hier muss man sich einfach gegenseitig helfen.

Und um auf einen vorherigen Punkt zurückzukommen, muss man auch nicht jede Sitte akzeptieren, wenn sie gegen die eigenen Überzeugungen geht oder einem sogar schadet. Ein guter Gegenüber wird dafür Verständnis zeigen, ja es sogar als unhöflich empfinden, diese Einzelfälle nicht genannt zu bekommen.

MERKE:

Respektiere dich selbst, wenn du anderen den nötigen Respekt entgegen bringen willst!

Höflichkeit bedeutet, deinem Gegenüber deinen Kontakt so angenehm wie möglich zu gestalten, und zwar so, wie er es als angenehm empfindet.
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#2
„Respektiere dich selbst, wenn du anderen den nötigen Respekt entgegen bringen willst!“

Hallo lieber Benu,
ich seh das ein bisschen anders. Wenn ich jemanden respektiere, dann lass ich Ihn/Sie so sein wie er/sie sein möchte, mit allen Eigenarten und Fehlern. Ich verhalte mich neutral. Ich selbst aber stelle doch an mich einen höheren Anspruch (was nicht unbedingt bedeutet, dass ich ihn erfülle, aber man bemüht sich). Mit anderen Worten: Man arbeitet an sich, in welcher Form auch immer. Man schleift sich selbst und holt sich bei Bedarf guten Rat von Freunden. Und ganz wichtig: Respekt bekommen bei mir nur die Freunde, kein anderer. Der Rest ist verloren und ggf. zu jeder Zeit ein Feind.

Was du meinst, ist sicherlich Selbstzufriedenheit, sich „in seiner Haut“ wohlfühlen. Ja, das ist wichtig, das strahlt man auch nach außen ab.


Höflichkeit bedeutet, deinem Gegenüber deinen Kontakt so angenehm wie möglich zu gestalten, und zwar so, wie er es als angenehm empfindet.

Auch hier kann ich nicht mitgehen, das ist zu speziell. Der Gegenüber kann ja jeder sein. Ich kann auch höflich jemanden des Platzes verweisen. Oder ein Angebot/Haustürgespräch ablehnen. Höflichkeit ist wichtig und nötig, aber ich bin ja nicht ein Sklave für jemanden, nur dass der sich wohlfühlt. Es gibt genug höfliche Menschen, zu denen setzt man sich keine 10 Minuten hin. Dann gibt es aber auch „Pack“, die sind unhöflich und grob, aber dafür herzlich, da bleibt man dann sitzen.

Was ich sagen möchte, ist einfach. Du machst dir zu viele Gedanken über Schubladen und Kategorien, Schränke, Klassen etc. Lass alles auf dich einwirken. Genieße das, was du fühlst, siehst und spürst. Stärke so deine Fähigkeiten.

Beispiel: „Heute war ich bei einer älteren Dame arbeiten, und die Dame artikulierte mit vollen *hristlichen Floskeln über die heutigen Nachrichten. Früher war ich genervt und angewidert von den Floskeln und habe es auch nach außen hin geblockt und auch ungewollt gezeigt. Heute (ist immer noch widerlich) schaue ich, wie die pulsen und was die ausstrahlen. Und damit es nicht so auffällt, fluche ich hier und da künstlich mit. Das geht ab und funktioniert. Ich versuche halt, aus allen Situationen ein kontrolliertes Training zu machen. Meine Fähigkeiten zu schärfen. Meine Höflichkeit ist halt nur gespielt, zu meinem Nutzen.

Und dabei bin ich nur soweit höflich, dass mein Arbeitsklima passt. Der Rest ist wurscht, ääh Tofu. Die Zombies kriegen das eh nicht mit.

Schlussendlich, mein gutster Benu, mach es so – wie wir wandern waren. Lass es auf dich wirken, jeder Tag ist ein Kinofilm, eine Entdeckung, ab und zu ist man dabei, oder man ist Zuschauer. Sehen und verstehen und das Gute für sich nutzen. Es gibt keine Katergorien, wer nicht Freund ist, ist (potenzieller) Feind.

Beste Grüße
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#3
Hallo lieber Siegurd,
schön, dass du Interesse an meinen Worten zeigst! : )

Zitat:„Respektiere dich selbst, wenn du anderen den nötigen Respekt entgegen bringen willst!“

Hallo lieber Benu,
ich seh das ein bisschen anders. Wenn ich jemanden Respektiere, dann lass ich Ihn/Sie so sein, wie er/sie sein möchte, mit allen Eigenarten und Fehlern.

Das sehe ich ganz genauso, Akzeptanz ist wichtig, alles andere wäre Einmischung wider der für uns wichtigen Neutralität. Sollten die Fehler bei längerem Kontakt allerdings zu meinem Schaden gereicht sein, werde ich mich natürlich wehren und beschweren.


Zitat:Ich verhalte mich neutral. Ich selbst aber stelle doch an mich einen höheren Anspruch (was nicht unbedingt bedeutet, dass ich ihn erfülle, aber man bemüht sich).
Mit anderen Worten: Man arbeitet an sich, in welcher Form auch immer. Man schleift sich selbst und holt sich bei Bedarf guten Rat von Freunden.

Ich hege keine Erwartungshaltungen, die enttäuscht werden könnten. Aber ich habe durchaus auch Ansprüche an mich und mein Umfeld. Warum du dich härter rannimmst als die, welche dich umgeben, musst du mir aber erklären?
Wenn man sich zu sehr unter Leistungsdruck setzt und ständig selbstgeißelt, führt das nur zu unkontrollierten Emotionen und dem oben beschriebenen mangelnden Selbstrespekt, weil man sich ja selbst als minderwertiger gegenüber dem Umfeld ansieht.


Zitat:Und ganz wichtig: Respekt bekommen bei mir nur die Freunde, kein anderer. Der Rest ist verloren und ggf. zu jeder Zeit ein Feind.

Nein, das sehe ich nicht so. Schließlich muss ich mit dem "Rest", so grau er auch manchmal sein mag, täglich arbeiten. Da ist es auch vonnöten, dass ich mich respektvoll erweise, wenn ich Respekt erfahren will. Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es auch heraus.


Zitat:Was du meinst ist sicherlich Selbstzufriedenheit, sich „in seiner Haut“ wohlfühlen. Ja, das ist wichtig, das strahlt man auch nach außen ab.

Nein, ich meine Selbstrespekt, sonst hätte ich Selbstzufriedenheit geschrieben. Daumen hoch Sich selbst einen angemessenen Wert beimessen und sich nicht als weniger wichtig als die anderen zu betrachten. Mit sich zufrieden zu sein, spielt da auch hinein, hat aber nochmal einen leicht anderen Charakter für mich.

An sich habe ich jetzt aber keinen exakten Widerspruch zu meiner oben genannten Aussage in deinem geschrieben gefunden. Bist du also der Meinung, dass du dich selbst nicht respektieren musst, um andere zu respektieren? Hmm


Höflichkeit bedeutet, deinem Gegenüber deinen Kontakt so angenehm wie möglich zu gestalten, und zwar so, wie er es als angenehm empfindet.

Zitat:Auch hier kann ich nicht mitgehen, das ist zu speziell. Der Gegenüber kann ja jeder sein. Ich kann auch höflich jemanden des Platzes verweisen. Oder ein Angebot/Haustürgespräch ablehnen.

Natürlich kannst du das, aber du schreist dein Gegenüber doch dabei nicht an, oder? Oder knüppelst ihn, damit er endlich verschwindet. Lol
Du zeigst deinem Gegenüber nach den westlichen Sitten, auf eine angenehme Art und Weise, dass er doch bitte verschwinden möge. Bei dem einen etwas gröber, bei dem anderen etwas freundlicher, ganz nach dem jeweiligen Menschenschlag.
Ich finde, das sollte man tun, da man sich sonst unnötig Feinde macht, wenn natürlich die jeweilige Person nicht hören will, kann man schon mal unhöflich werden, da stimme ich dir zu.


Zitat:Höflichkeit ist wichtig und nötig, aber ich bin ja nicht ein Sklave für jemanden, nur dass der sich wohlfühlt.

Siehe meinen letzten Absatz:
Und um auf einen vorherigen Punkt zurückzukommen, muss man auch nicht jede Sitte akzeptieren, wenn sie gegen die eigenen Überzeugungen geht oder einem sogar schadet.

Und man muss ja nicht bei jedem Menschen höflich sein, aber wenn man höflich sein will, dann gilt die oben genannte Definition von mir, finde ich.


Zitat:Es gibt genug höfliche Menschen, zu denen setzt man sich keine 10 Minuten hin. Dann gibt es aber auch „Pack“, die sind unhöflich und grob, aber dafür herzlich, da bleibt man dann sitzen.

Siehe meinen Absatz:
Wenn jetzt also ein verbildeter Akademiker auf eine Baustelle geht und dort seine „feinen Manieren“ heraushängen lässt, anstatt sich anzupassen, kriegt er irgendwann zu recht eine übergebraten, weil er ja eben keine Höflichkeit, sondern nur fremde Etikette zeigt.

"Pack", das herzlich ist, sehe ich als höflich an, weil es sich bemüht auf deine Interessen einzugehen. Wie gesagt, nur weil jemand Etikette auswendig gelernt hat, nimmt er noch lange keine Rücksicht auf dich, weswegen du nur 10 Minuten mit denen aushältst.


Zitat:Was ich sagen möchte ist einfach. Du machst dir zu viele Gedanken über Schubladen und Kategorien, Schränke, Klassen etc. Lass alles auf dich einwirken. Genieße das, was du fühlst, siehst und spürst. Stärke so deine Fähigkeiten.

Man kann keine geistigen Knoten lösen, indem man NUR das äußere auf sich einwirken lässt. Man muss auch selbstreflektieren, analysieren und schlussfolgern, um zu erkennen, auf welchem Irrweg man sich gerade wieder befindet. Deswegen haben die Menschen Tagebücher erfunden, in denen sie ihre eigenen Gedanken und Eindrücke überblicken können.

Wenn man sich dabei natürlich völlig verzettelt und nicht auf einen klaren Kern stößt, wird man zum Schubladendenker, das stimmt. Aber das, fand ich, war zumindest hier nicht der Fall.


Zitat:Beispiel: „Heute war ich bei einer älteren Dame arbeiten, und die Dame artikulierte mit vollen *hristlichen Floskeln über die heutigen Nachrichten. Früher war ich genervt und angewidert von den Floskeln und habe es auch nach außen hin geblockt und auch ungewollt gezeigt. Heute (ist immer noch widerlich) schaue ich, wie die pulsen und was die ausstrahlen. Und damit es nicht so auffällt, fluche ich hier und da künstlich mit.

Du fluchst mit? Also sagst du freiwillig chr*stliche Phrasen? Nein, halte ich für falsch, es ist wirklich niemand dazu gezwungen den Chr*stengott anzurufen, Atheismus ist allgemein anerkannt.


Zitat:Das geht ab und funktioniert. Ich versuche halt, aus allem Situationen ein kontrolliertes Training zu machen. Meine Fähigkeiten zu schärfen. Meine Höflichkeit ist halt nur gespielt, zu meinem Nutzen.

Falsche Ursachen durch Chr*stliche Phrasen zu machen, hat nichts mit kontrolliertem Training zu tun. Das hat auch für mich nichts mit Höflichkeit zu tun. Siehe meinen Absatz:

Und um auf einen vorherigen Punkt zurückzukommen, muss man auch nicht jede Sitte akzeptieren, wenn sie gegen die eigenen Überzeugungen geht oder einem sogar schadet.


Zitat:Und dabei bin ich nur soweit höflich, dass mein Arbeitsklima passt. Der Rest ist wurscht, ääh Tofu. Die Zombies kriegen das eh nicht mit.

Doch, auch Zombies bekommen mit, dass man aufgesetzt höflich ist, und dementsprechend wird man auch dir gegenüber sein. Jede Aktion setzt eine gleichwertige Reaktion in Gang.


Zitat:Schlussendlich, mein gutster Benu, mach es so – wie wir wandern waren. Lass es auf dich wirken, jeder Tag ist ein Kinofilm, eine Entdeckung, ab und zu ist man dabei, oder man ist Zuschauer. Sehen und verstehen und das Gute für sich nutzen. Es gibt keine Katergorien, wer nicht Freund ist, ist (potenzieller) Feind.

Wie gesagt, nur weil jemand mein potenzieller Feind ist, verstehe ich nicht, warum ich ihn unhöflich behandeln sollte, damit die Welt es leichter hat gegen mich zu arbeiten.


Ebenfalls beste Grüße! Winken
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#4
Also sagst du freiwillig chr*stliche Phrasen?


Benu, stellst du mir jetzt wirklich diese Frage?

Natürlich nicht! Aber ich meckere mit. Oder rege mich einfach mal auf und fluche ein bisschen rum. So'n bisschen lauter.

Den Rest beantworte ich morgen  Winken
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#5
Zitat:Aber ich meckere mit. Oder rege mich einfach mal auf und fluche ein bisschen rum. So'n bisschen lauter.

Na ja, Fluchen ist doch keine Lösung, egal ob ernst gemeint oder nicht!

Warum lehnst Du Dich für andere so aus dem Fenster? Da gibt es doch sicherlich eine passendere Maske für solche Situationen?

Wie wäre es mit Nicken, Lächeln, "ja, ja", "ach, wirklich?", an den richtigen Stellen?  Biggrin
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#6
(30.08.12015, 23:46)Pamina schrieb: https://www.pagan-forum.de/Thema-Emotionale-Bel%C3%A4stigung-ist-keine-Form-von-Respekt?pid=48920#pid48920
Zitat:Aber ich meckere mit. Oder rege mich einfach mal auf und fluche ein bisschen rum. So'n bisschen lauter.

Na ja, Fluchen ist doch keine Lösung, egal ob ernst gemeint oder nicht!

Warum lehnst Du Dich für andere so aus dem Fenster? Da gibt es doch sicherlich eine passendere Maske für solche Situationen?

Wie wäre es mit Nicken, Lächeln, "ja, ja", "ach, wirklich?", an den richtigen Stellen?  Biggrin

Ja, du hast schon recht, es reicht bei Verkauf, aber es reicht halt nicht auf Baustelle. Man "muss" in meiner Arbeit auch mal meckern. Vielleicht ist Fluchen der falsche Ausdruck. Man sollte meckern sagen.

Beispiel:
Ich bin auf der Baustelle und arbeite so vor mich hin, nach knapp 3 Stunden kommt ein Bauarbeiter vom anderen Gewerk und fragt mich, warum ich kein Radio höre. Ich sage daraufhin, dass es immer dieselbe Musik ist und ich keine Lust habe, immer dasselbe zu hören. Aber wenn er möchte, kann er das Radio anmachen.
Daraufhin die Antwort: Er könnte nicht ohne Radio, es wäre zu langweilig, und er könne es nicht verstehen. Einen Tag später hab ich im Nebenraum leise Radio angemacht. Keiner hat was verstanden, so leise war es. Aber die waren beruhigt.
Genauso ist es halt, wenn etwas nicht passt oder irgenwas klemmt, dann fangen die alle an zu meckern und zu fluchen bzw. zu schimpfen. Naja, und wenn ich dann den ganzen Tag ruhig und vergnügt bin, auch wenn es mal irgendwo klemmt, dann machen die sich Gedanken über mich. Also hier und da gemeckert und geschimpft, dann hab ich meine Ruhe.
So einfach ist das. Vor allen Dingen funktionierts.

Und nein, das bekommen die nicht mit.

Geauso verhält es sich auch mit der Höflichkeit, wenn man es nicht überspitzt, bekommt das Gespielte keiner mit. Außerdem bin ich von Hause aus freundlich Biggrin
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#7
Zitat:Ja, du hast schon recht, es reicht bei Verkauf, aber es reicht halt nicht auf der Baustelle. Man "muss" in meiner Arbeit auch mal meckern. Vielleicht ist Fluchen der falsche Ausdruck. Man sollte meckern sagen.

Erschließt sich mir nicht.


Zitat:Beispiel:
Ich bin auf der Baustelle und arbeite so vor mich hin, nach knapp 3 Stunden kommt ein Bauarbeiter vom anderen Gewerk und fragt mich, warum ich kein Radio höre. Ich sage daraufhin, dass es immer dieselbe Musik ist und ich keine Lust habe, immer dasselbe zu hören. Aber wenn er möchte, kann er das Radio anmachen.
Daraufhin die Antwort: Er könnte nicht ohne Radio, es wäre zu langweilig, und er könne es nicht verstehen. Einen Tag später hab ich im Nebenraum leise Radio angemacht. Keiner hat was verstanden, so leise war es. Aber die waren beruhigt.

Hier frage ich mich, wer wohl den stärkeren Willen hatte? Du, der kein Radio hören wollte, oder der, der ohne nicht kann Blinzeln
Der Rest Deiner Ausführung hierzu ist reine Schönrederei. In meinen Augen zumindest. Soll heißen, meine Sicht der Dinge hat keinen Anspruch auf Korrektheit. Muß halt jeder für sich selbst wissen, wie er die Dinge betrachtet.


Zitat:Genauso ist es halt, wenn etwas nicht passt oder irgenwas klemmt, dann fangen die alle an zu meckern und zu fluchen bzw. zu schimpfen. Naja, und wenn ich dann den ganzen Tag ruhig und vergnügt bin, auch wenn es mal irgendwo klemmt, dann machen die sich Gedanken über mich. Also hier und da gemeckert und geschimpft, dann hab ich meine Ruhe.

Wärst Du generell unauffällig, würde sich auch niemand daran stören. Für mich liest sich Deine Begründung eher nach Rechtfertigung und Legitimation.


Zitat:So einfach ist das. Vor allen Dingen funktionierts.

Na klar funktioniert es. Du tust ja, was Du sollst Blinzeln


Zitat:Geauso verhält es sich auch mit der Höflichkeit, wenn man es nicht überspitzt, bekommt das Gespielte keiner mit. Außerdem bin ich von Hause aus freundlich  

Wie wäre es, wenn man sich einfach normal verhält?
Kein besserer Freund – kein schlimmerer Feind!
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#8
Zitat:Hier frage ich mich, wer wohl den stärkeren Willen hatte? Du, der kein Radio hören wollte, oder der, der ohne nicht kann Blinzeln
Der Rest Deiner Ausführung hierzu ist reine Schönrederei. In meinen Augen zumindest. Soll heißen, meine Sicht der Dinge hat keinen Anspruch auf Korrektheit. Muß halt jeder für sich selbst wissen, wie er die Dinge betrachtet.

Schlussendlich habe ich kein Radio gehört (mein 1. Ziel erfüllt), und ich bin von der Baustelle, ohne dass die sich Gedanken über mich machen (2. Ziel erfüllt).


Zitat:Wärst Du generell unauffällig, würde sich auch niemand daran stören. Für mich liest sich Deine Begründung eher nach Rechtfertigung und Legitimation.

Das ist bei mir nicht so einfach, wenn ich nicht schauspieler, komm ich zu agressiv rüber Biggrin
Wenn ich 100% normal sein dürfte, zu 100% am Tag, dann würde ich mich mit den ganzen Matrixleuten nicht mehr abgeben. Und nach meinem Schema rollt der Rubel, ich mach das so seit ca. 2 Monaten, und es geht steil bergauf. Und zu Hause mach ich dann Abends das Essen für meine Kinder und Frau Biggrin So agressiv bin ich *lach* Aber im Ernst, es ist mir auch schleierhaft, warum ich so agressiv rüber komme. Auf der einen Seite ist es ja gut, da hat man seine Ruhe vor Abschaum Biggrin Auf der anderen Seite bin ich zugleich Schauspieler, um das (G)eld zu steigern.

Aber über gute Ratschläge, wie ich mich unsichtbar machen und dabei noch meinen Kundenkontakt (sowohl Handwerk als auch Handel) aufrecht erhalten kann, würde ich mich freuen. Gerne auch per PM.
Langfristig habe ich ja ein Konzept. --> 5 Jahre


Zitat:Na klar funktioniert es. Du tust ja, was Du sollst Blinzeln

Erklärst du mir das genauer?


Zitat:Wie wäre es, wenn man sich einfach normal verhält?

Auch hier wie oben, ich komme immer leicht agressiv rüber. Biggrin  Und mal ehrlich, was kann ich dafür, dass ich so aussehe. Biggrin Biggrin

So, und jetzt ist Benus Thema zu meinem geworden!?

Winken
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#9
Wenn man in der Matrix arbeitet, gibt es immer mal Konfliktpunkte. Die sind schließlich anders als wir. Radiohören ist so ein Punkt. Man kann es an manchen Arbeitsplätzen kaum verhindern. Man kann es jedoch leise drehen oder versuchen auszustellen. Jeder Tag, an dem man das schafft, ist es ein kleiner Sieg. An anderen Tagen nicht verzweifeln, und bloß nicht emotional werden. Auf keinen Fall jedoch das Ding selbst andrehen (auch nicht leise), denn das ist eine falsche Ursachensetzung.

Andersherum kenne ich auch genug Leute, die ohne das Ding und die entsprechende Musik-Dauerberieselung nicht Autofahren können. Also zuerst vor der eigenen Türe kehren, wäre der hier angebrachte Ratschlag.
Entweder man findet einen Weg oder man schafft einen Weg!
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#10
Siegurd:
Zitat: Einen Tag später hab ich im Nebenraum leise Radio angemacht. Keiner hat was verstanden, so leise war es. Aber die waren beruhigt.

Sehr interessant. Das belegt wieder mal die "Beruhigungsgehirnwäsche", die auf manchen Radiostationen aufmoduliert ist.
Werde es bei Gelegenheit mal weiter austesten, hatte nämlich auch schon einige Male einen ähnlichen Spruch gehört ("Kann nicht ohne arbeiten, Autofahren" etc.).

Bist wohl eine richtige Lampe in Deinem Umfeld!
Erst wissen, dann denken. Erst denken, dann reden.
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