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Equilibrium - Killer of Emotions
#1
Ich hab mir in der Videothek einen Film ausgeliehen am Automaten wo keine Kurzbeschreibung vorhanden war, der Titel des Filmes erweckte mein Interesse.

Handlung:


Wer glücklich ist, wird eingesperrt.
Wer weint, unnachgiebig verfolgt.

Die Zukunft. Ein totalitäres System mit Bürgern ohne Emotionen. Die Regierung hat menschliche Gefühle zur Ursache für den Krieg erklärt. Daher muss jeder Bürger täglich seine Dosis Prozium spritzen um sämtliche Gefühle zu unterdrücken. Bücher, Kunst, kurz alles, was an frühere, gefühlsgeprägte Zeiten erinnert, ist verboten.

Der Kleriker John Preston (Ch**stian Bale) verfolgt unerbittlich jeden, der gegen die neuen Gesetze verstößt. Dabei macht er auch nicht vor Kollegen oder gar der eigenen Familie halt. Bis er eines Tages seine eigene Dosis Prozium vergisst.

Preston nimmt Kontakt zur Widerstandsbewegung auf, die ihn auffordert das System zu stürzen. Er wird vom Verfolger zum Verfolgten ...



Neuzeitfilme mag ich nicht besonders - Eqilibrium hat mich an den Stuhl gefesselt, er erinnerte mich an die Matrix sowie auch japanische Kampfkunst und es wurde sehr deutlich an den letzten WK einige Symbole und Uniformen nachempfunden. (Berichtigt mich wenn ich hier falsch liege)
Sehr interessant fand ich auch die Gegenüberstellung von Kleriker John und dem Anführer des SYSTEMS...

Bei der Auswahl der Drehorte in Berlin wurden bevorzugt Bauten aus der Zeit des Nationalsozialismus wie der Flughafen Tempelhof, das Olympiastadion aber auch zeitgenössische Monumentalbauten in Berlins Mitte wie der Bahnhof Potsdamer Platz genutzt. Diese sind im Film jedoch durch zusätzliche Computereffekte kaum erkennbar.

Spannung bis zur letzten Minute.
www.equilibrium-film.de


Wer von Euch hat den Film ebenfalls gesehen?


Grüße

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#2

Zitat:Wer von Euch hat den Film ebenfalls gesehen?


Wahrscheinlich fast alle. ;-)
Er ist sehr "lehrreich".

Allerdings ist in diesem Film ein heftiger Geistvirus drinnen:

Er bringt Emotionalität mit positiv belegten Dingen wie Kultur, Kunst und essentielle Menschlichkeit in Verbindung, ohne genauer zu differenzieren. Das ist die übliche manipulative Argumentationstaktik.
Paganlord hat schon mehrfach auf solchen Mißbrauch hingewiesen. Zuletzt beim Thema "Sekte". Dieser Begriff wird zweckentfremdet als negatives Totschlagargument benutzt.

Im Prinzip ist das Regime in Equilibrium der ideologische Wohltäter und nicht der Widerstand. Also verkehrte Welt. Mittels angedeutetem und sogar physischem Bezug zu Bauten und Stilelementen aus der deutschen Geschichte wird zudem wieder versucht eine zusätzliche Antipathie vor eben diesen deutschen Stilelemeten zu programmieren.

Siehe auch analog bei Star Wars das Imperium.

Trotzdem ist die beeindruckende Ausstrahlung dieses Stils unangefochten. Warum wohl wird Star Wars so bejubelt? WEGEN der Darstellungsweise des Imperiums! Auch Darth Vader als schwarzer Ritter etc. das sind schon fast alles archetypische Trigger.

Grüße


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#3
Ich kenne den Film. Emotionen werden dort als etwas gutes und menschliches dargestellt. Dabei übersehen die Filmemacher einen Fakt: Wenn es sich bei der im Film dargestellten Gesellschaftsform tatsächlich um eine emotionsfreie Sozietät gehandelt hätte, dann gäbe es auch keine Unterdrückung und Verfolgung. Das schließt sich nämlich gegenseitig aus und ist der berühmte Haken des Films.

Entweder man findet einen Weg oder man schafft einen Weg!
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#4
Desweiteren sind in dem Film mehrere Logikfehler im Bezug auf die "Emotionslosigkeit". So scheinen Wut und Neid beispielsweise keine Emotionen zu sein.
Oder ist es nur ein misslungener/dreister Bestandteil der manipulativen "Argumentationstaktik"? Man muss schon sehr umnebelt sein, um diese Assoziation zu schlucken.

Nichtsdestotrotz gelang/gelingt es dem Film mich zu fesseln.


Edit: Die Forums-Uhr geht falsch. Ich hab das gegen 15:00 geschrieben.
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