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Esoterik an der Fachhochschule
#1
Esoterik an der Fachhochschule: Wünschel Dir was
http://www.spiegel.de/unispiegel/wunderbar/esoterik-an-der-fachhochschule-wuenschel-dir-was-a-813927.html

Angehende Landschaftsarchitekten lernen an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf den Umgang mit der Wünschelrute und Raumplanung nach fernöstlicher Qi-Energie. Seit dem Wintersemester 11/12 laufen hier die Seminare "Feng Shui und Geomantie in der Landschaftsarchitektur".

Kritiker sind entsetzt über das Esoterik-Seminar. Die Hochschule aber meint: Wo ein Markt ist, muß ein Angebot her. Dozent Stefan Brönnle vermutet, daß mikrowellenähnliche Strahlungen die Ruten bewegen. Frieder Luz, Professor für Landschaftsarchitektur, erklärt den Wünschelkurs an seiner Hochschule damit, daß es einen Markt für Geomantie gebe: "Wenn solche Methoden angefragt werden, haben die Teilnehmer des Wahlfachs nun auch die Möglichkeit, sie zu bedienen" – auch wenn die Technik nur bei manchen funktioniere.

Der Legende nach soll der heilige Korbinian sie vor 1200 Jahren entdeckt haben, als er nach einem Gebet mit dem Spazierstock am Hang in den Boden schlug.


Paganlord meint: Um Frequenzimpulse (die erspürt werden können) zu verstehen, bedarf es keiner heiligen Legenden. Man denke beim Korbinian-Bär besser an das Sprichwort: "Man hat dir einen Bären aufgebunden" (Lügen erzählt, Memetik, Falsches Erinnerungssyndrom etc.). Weiterhin benötigt man auch keine asiatischen Feng-Shui-Lehren, um einen Raum harmonisch auszurichten und einzubalancieren.

Daß das einheimische europäische Wissen um Erdstrahlen, Gaia-Netz, Runensymbole, Frequenznetzwerke und -aktivitäten und das Wissen um subatomare Vorgänge heute nicht mehr an Universitäten gelehrt wird, ist der Inquisition und ihren Schauprozessen an angeblichen Hexen zu verdanken.

Entweder man findet einen Weg oder man schafft einen Weg!
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#2
http://www.spiegel.de/unispiegel/wunderbar/uni-viadrina-komplementaermedizin-droht-das-aus-a-839999.html

Eine Masterarbeit über das Hellsehen, ein Astrologe als Gastprofessor – die Frankfurter Universität Viadrina hat sich einen Ruf als "Hogwarts an der Oder" eingehandelt. Sie geriet mit ihrem Institut für transkulturelle Gesundheitswissenschaften in jüngster Zeit als Hochschule für Humbug in die Schlagzeilen – zuletzt dank einer Masterarbeit, deren Autor Belege fürs Hellsehen gefunden haben will. Wissenschaftliche Gutachter fordern nun nachdrücklich die Schließung des Esoterik-Instituts.

Am Institut können Ärzte, Heilpraktiker und Psychotherapeuten einen Weiterbildungsstudiengang in Komplementärmedizin belegen. Kurzzeitig war die Deutsche Gesellschaft für Energetische und Informationsmedizin als Kooperationspartner des Instituts genannt – ein Verein, unter dessen Dach sich Geistheiler, Prana-Therapeuten und Astralchirurgen finden. Und als Gastprofessor war an der Viadrina zwischenzeitlich sogar ein Herr tätig, der zuvor unter anderem als astrologischer Ernährungs- und Lebensberater in Erscheinung getreten war. Das Institut für transkulturelle Gesundheitswissenschaften wird unter anderem vom Homöopathie-Hersteller Heel finanziert.

Viadrina-Präsident Gunter Pleuger hatte sich in der Vergangenheit eher wohlwollend über das Institut geäußert und seine Hochschule auf dem Weg zu einem der führenden Zentren im Bereich Komplementärmedizin gesehen.

"Über die Zukunft des Instituts wird im Rahmen einer bereits laufenden internen Strategiediskussion entschieden", teilte Pleuger SPIEGEL ONLINE mit. Institutsleiter Harald Walach reagierte auf mehrfache Anfragen nicht. Auf der Homepage des Instituts findet sich aber eine Erklärung, in der er die Aufregung um sein Institut als "eine aus dogmatischer Haltung gespeiste Besserwisserei" bezeichnet, die ihn an die spanische Inquisition erinnere. "Man möge mir diesen drastischen Vergleich verzeihen, aber das ist tatsächlich die Assoziation, die dies bei mir weckt."

Gemeint ist damit aber die Kritik an der Hellseh-Masterarbeit. Welche Assoziationen das Expertengutachten weckt, dazu findet sich in der achtseitigen Erklärung kein Wort.


Paganlord meint: Wäre die Uni Viadrina bei reiner Komplementärmedizin geblieben, wäre sie durchaus als seriös zu bezeichnen. Doch wo sich Geistheiler und Astralchirurgen tummeln, wird das ganze tatsächlich zum Hokuspokus. Nicht weil wissenschaftliche Gutachter dies behaupten, sondern weil gewisse graue Eso-Kreise mit ihren Handlangern sehr viel Schaden anrichten.

Eine vor vielen Jahren im Fernsehen ausgestrahlte Dokumentation zu Astralchirurgen weltweit, entblößte die Taschenspielertricks und die falschen Hoffnungen und leeren Versprechungen, mit denen Heilsuchende finanziell geschröpft werden. Eine Nachuntersuchung des TV-Teams und der daran beteiligten Ärzte hatte mehrere Wochen später bewiesen, daß kein einziger Behandelter des Astral-Chirurgen geheilt worden war. Von den Ergebnissen der chemischen Untersuchungen der angeblich entfernten Innereien, Krebsgeschwüre und andere Utensilien ganz zu schweigen. Es hatte sich um vorher präparierte Utensilien von Schweinen bis Hühnern gehandelt. Die Eso-Szene bringt mit ihrer Abartigkeit auch noch die letzten wirklich guten Heiler und Berater in Verruf.

Wer der Heilung bedarf, muß seine Nahrung umstellen, seine Logik (Suchtabhängig- und Wissenschaftsgläubigkeit) kontrollieren, seine Gedankenstruktur neu einjustieren und seinen Lebensstil verändern. Dann ist der Körper befähigt, die eigenen Heilkräfte zu aktivieren.
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