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"Fake News"
#11
Der Wahnsinn. Weiß jemand, worauf sie anspielt "wann machen wir denn, was wir abgesprochen hatten?" Scheint ja tatsächlich vorgekommen zu sein.
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Erfolg realisiert sich in Sprüngen! (Jörg Löhr)
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#12
Gemeint ist diese Sendung hier, als Kerner in vorheriger Absprache mit Senta Berger, Margarethe Schreinemakers und Mario Barth die Eva Hermann rausgeworfen hat. Senta Berger sagt: "...oder wir machen jetzt das, was wir eigentlich abgesprochen haben."


https://www.welt.de/fernsehen/article1250311/Die-oeffentliche-Hinrichtung-der-Eva-Herman.html

Mit dem Zweiten soll man ja angeblich besser sehen. Man muss dafür allerdings relativ schmerzfrei sein oder die Fähigkeit besitzen, kurzfristig auszublenden, dass man in einer Demokratie lebt.

Es war 22.45 Uhr, da wurde der Zuschauer gestern im ZDF Zeuge einer Ausgabe von „Kerner“, die ihn auf eine Achterbahn der Gefühle mitnahm: Schadenfreude, Wut, Mitleid, Scham. Eigentlich ein sicherer Indikator dafür, dass die Redaktion den Nerv des Publikums mit einem Thema getroffen hat. Eigentlich.

Dass die Redaktion dafür aber die Spielregeln der Fairness über Bord warf, steht jedoch auf einem anderen Blatt. Relativ schnell wurde deutlich, dass es Johannes B. Kerner nicht wirklich darum ging, „herauszufinden, was Eva Herman wirklich denkt“, wie er der "Bild-Zeitung" noch für ihre aktuelle Mittwochsausgabe soufflierte. Dass er ihr lediglich, wie er in der Sendung immer wieder versichert hatte, Gelegenheit habe geben wollen, einzuräumen, dass es ein Fehler gewesen sei, bei der Premiere ihres neuen Buches „Das Arche-Noah-Prinzip“ den Vergleich des heutigen Mutterbildes mit der NS-Diktatur zu bemühen.

Den Frauenversteher kaufte man ihm jedoch nicht ab. Relativ schnell wurde deutlich, dass es der Redaktion einzig und alleine darum ging, Herman nach ihrem Rauswurf als Moderatorin der NDR-Talkshow noch einmal an den Pranger zu stellen. 50 Minuten lang dauerte die öffentliche Hinrichtung. Dann musste Herman gehen.


http://www.zeit.de/online/2007/42/presseschau-eva-herman-kerner

Und in der Tat, sie sorgte für schöne Zitate. Als Kerner sie immer wieder zu einem reuigen „Ich habe einen Fehler gemacht“ verleiten wollte, sagte sie stattdessen: „Ich musste einfach lernen, dass man über den Verlauf unserer Geschichte nicht reden kann, ohne in Gefahr zu geraten.“ An allem waren ihrer Ansicht nach die Medien schuld. Und nicht nur Kollegin Margarete Schreinemaker, die ebenfalls als Gast geladen war, konnte gehörig in Empörung verfallen, als Eva Herman auch noch das Stichwort „Autobahn“ ins Spiel brachte und ganz richtig feststellte, wir führen auch heute noch darauf.

Broder findet auf Spiegel online einen treffenden Vergleich für Kerners Vorgehensweise: "Das war so fair, als würde man einen Nichtraucher und Vegetarier zu einem späten Verbündeten von Adolf Hitler erklären."
EigenSinnige Frauen
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#13
Ah ja, danke sehr. Interessant. Ich schaue ja so gut wie nie fern, höre auch wenig bis gar kein Radio, Tageszeitungen gehen auch an mir vorbei (außer, wenn mein Blick im Vorbeifahren oder -laufen mal die Schlagzeilen streift...), da bekommt man sowas schlichtweg nicht mit Biggrin
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Erfolg realisiert sich in Sprüngen! (Jörg Löhr)
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