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Farben und Lacke – was ist gesundheitsverträglich?
#1
Alles fing damit an, daß ein Freund unseren Übungsraum (Kraftsport) mit grüner Farbe gestrichen hat. Danach war der Raum nicht mehr benutzbar; schlimmer als der schlimmste Heuschnupfen. Wir bekamen beide die identischen Symptome; keine Ahnung, was für Mörderzeug die da heute in Farbe hineinmischen dürfen.

Nun stand ich heute (beim Streichen meiner Badezimmerdecke) vor dem identischen Problem. Mein Handwerker wollte die Decke streichen und kam mit irgendeiner Baumarktfarbe dahergelaufen. Auf der Verpackung stand: Für den Außenbereich geeignet. Da wurde ich schon stutzig. Mein Handwerker sagte: "Was außen geht, geht auch immer für innen. Nur umgedreht eben nicht."

Ich habe mir jedoch vorgestellt, daß für den "Außenbereich" (also bei Wind, Sonne und Wetter) sehr viel mehr Chemikalien zugesetzt werden müssen. Das mag draußen sekundärer sein, aber in einem geschlossenen Raum sieht es eben anders aus. Bitte niemals Farben im Innenbereich verwenden, die mit: "Für Außen" beschriftet sind.

Also sagte ich: "Halt, da will ich erst im Internet nachsehen!" Isothiazolinon wurde auf dem Eimer als Inhaltsstoff aufgeführt. Eine hochgiftige Angelegenheit, wie ich bei einiger Recherche feststellte. http://www.alab-berlin.de/images/Analyseverfahren%20Bestimmung%20Isothiazolinonen.pdf

Außerdem ging es dann noch um einen VOC-Gehalt, der in Gramm pro Liter angegeben wird. Für mich als Laien ein ziemlicher Aufwand, den ich hier wegen 8 m² Deckenanstrich betreiben muß.

Um eine Bio-Farbe im Netz zu bestellen, mich da einzulesen und mir zusenden zu lassen, reichte die Zeit leider nicht. Denn die Decke sollte heute vormittag gestrichen werden. Also mußte etwas her, was es im Baumarkt oder anderswo sofort zu kaufen gibt. Ich dachte da an den Oscorna-Dünger, der ebenfalls vollorganisch ist und den es in jedem Bau- und Gartenmarkt gibt. Sowas muß es doch auch in Bezug auf Farben und Lacke geben (!), zumal heute viele Menschen an entsprechenden Allergien leiden.

Also habe ich mich 1 Stunde durch das Internet gewühlt und herausgefunden, daß Farben der Firma Brillux bzw. Farben auf Silikat-Basis entsprechend schadstoffrei und darüber hinaus in jedem Baumarkt erhältlich sind. Brillux unterhält auch viele eigene Geschäfte in Deutschland, Österreich, Holland und in der Schweiz). In Berlin beispielsweise gleich 6 Läden. Also bin ich nach Berlin-Reinickendorf in einen Brillux-Laden gefahren und habe gefragt, was sie mir als Farbe für einen Feuchtraum entsprechend empfehlen können? (Hinweis: Bei einem Feuchtraum darf man nämlich keine Silikatfarben verwenden.)

(Aus der Werbung: Niemand muß heute noch giftige Farbzusätze hinnehmen, es gibt inzwischen viele (Silikat-)Farben, die gesundheitlich völlig unbedenklich und auch für Allergiker geeignet sind.)

http://www.pietczak.de/Willkommen+auf+pietczakde/4_de_Startseite.html?newsID=24

Um zum Schluß zu kommen: Ich habe das richtige Produkt gefunden. Eine Farbe, die meinen Ansprüchen genügt und absolut gesundheitsverträglich ist. Einige Malerfirmen werben auf ihren Internetseiten sogar damit, daß sie aus "Gesundheits- und Allergiegründen" ausschließlich nur Brillux-Farben verwenden.

Nun bin ich ein richtiger kleiner Farbfachmann; soviel man halt in einer Stunde herausfinden kann. Eventuell habe ich noch etwas übersehen? Das ist gut möglich, denn schließlich bin ich weder Maler noch Lackierer von Beruf, sondern wie oben schon gesagt, ein Laie. Ich würde mich deshalb also sehr freuen, wenn die Fachleute hier im Forum uns an ihrem Spezialwissen teilhaben lassen. Dann können Sporträume, Badezimmer oder einfach nur ein neuer Wohnungsanstrich gesundheitsverträglich und ohne Nebenwirkungen durchgeführt werden.

Bei meiner Recherche habe ich übrigens auch herausgefunden, daß man das Umweltsiegel des sogenannten "Blauen Engel" getrost vergessen kann!  

Ich habe diesen Ordner also angefangen, um allen, die vielleicht einfach nur mal die Wohnung streichen wollen, einen schnell umsetzbaren Tip zu geben. Das spart zum einen Zeit und gibt zum anderen schon mal einen Ansatzpunkt. Ich hoffe, daß die Fachleute dann mal nachziehen und das in "allgemeinverständlicher Form" ausführen. Am besten mit einer einfachen Produktempfehlung.
Entweder man findet einen Weg oder man schafft einen Weg!
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Es bedanken sich: Inara
#2
Ich möchte hier die Produkte der Firma Kreidezeit empfehlen.
Ein Auszug aus ihrem Selbstverständnis:
"Seit über 20 Jahren stellen wir aus natürlichen und nachwachsenden Rohstoffen
ökologisch konsequente, voll deklarierte Farben und Materialien für die
Oberflächenbehandlung und -gestaltung her. Zugrunde liegen diesen Produkten
traditionelle, seit Jahrhunderten bewährte und bauphysikalisch sinnvolle Rezepturen."

Auf ihrem Internetauftritt gibt es auch eine Aufflistung der Händler in Eurer Nähe. In Berlin gibt es übrigens vier.

Bei uns führen zwei Innenarchtiketinnen einen Laden, der sich ausschließlich mit naturnahem Wohnen beschäftigt.
Da es doch eine kleine Wissenschaft ist, was wo einzusetzen ist, empfehle ich eine Beratung vom Fachmann in so einem Laden. Diese Menschen haben Verständnis für gesundheitliche Aspekte und beraten entsprechend.

Da ich bereits mehrere Wohnungen mit diesen Produkten malerte, möchte ich diese Farben nicht nur als Handwerker, sondern auch als Mensch für Menschen mit unserer Lebensphilosophie empfehlen.
In meinem Gartenhaus kamen nicht nur Farben für den Innenbereich, sondern auch für den Holzschutz innen und außen zum Einsatz.
Und ich bin mit der Qualität und der Verarbeitung sehr zufrieden.

Selbst die Rostschutzfarbe von Kreidezeit wurde bei meiner PKW-Anhänger-Sanierung eingesetzt.
Denn sie ist sogar irgendwo Testsieger geworden und wird von entsprechenden Werkstätten empfohlen.
Lebe für Deine Ideale!
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#3
Ich kann mich Saxorior anschließen. Wir haben einige Räume hier mit Kreidezeit Lehmfarbe gestrichen. Ich habe direkt bei Kreidezeit bestellt, die Ware kam immer sehr schnell an, telefonisch wird man auch freundlich und ausführlich beraten. Ich habe nur Erfahrung mit der Lehmfarbe und Pigmente machen können, Holzschutz habe ich noch keinen verwendet.

Zur Lehmfarbe: die Farbe deckt auf Tapete mit ca. zwei Anstrichen sehr gut und ist natürlich für Lehmputz geeignet. Die Farbe ist ergiebig, lässt sich schnell und einfach anrühren und gut auswaschen. Ich habe meine Kleidung nach der Streicharbeit in die Waschmaschine, die Sachen konnte ich danach wieder normal anziehen. Kein Gestank, keine Flecken die nicht mehr rausgehen und ein zufriedenes Gefühl nach der Arbeit.

Was mir jetzt an meinen Wohnwänden auffällt ist eine Leuchtkraft und eine ruhige Ausstrahlung der Farben.  Ich habe noch einige Lehmwände zu streichen und freue mich schon jetzt auf die Arbeit! 

Das Holz an der Haustür und im Wohnbereich habe ich mit "Farrow and Ball" Farbe gestrichen. Diese gibt es sowohl für den Innen-und Außenbereich. Diese Farbe ist etwas teuer, aber meiner Erfahrung nach sehr hochwertig. Es ist keine Biofarbe aber auf Wasserbasis mit natürlichen Pigmenten. Ich habe viel damit gestrichen und ich bin damit ebenfalls sehr zufrieden. Es stinkt hier ebenfalls nichts und alles lässt sich gut auswaschen. Die Farbe kann sehr sparsam verwendet werden, somit ist der hohe Anschaffungspreis gerechtfertigt.




 
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#4
Die Produkte von Kreidezeit sehen vielversprechend aus. Die werde ich bei Gelegenheit mal ausprobieren.

Ich habe zwei Zimmer mit Kalkfarbe von Auro gestrichen. Mit der Kalk-Buntfarbe der gleichen Marke konnte ich sogar ein zartes Violett und einen cremefarbenen Ton herstellen. Die Farbe riecht neutral und ist leicht aufzutragen.

Hier ein Link:
http://www.auro-online.de/Kalkfarben

Wenn ich das geahnt hätte, Paganlord... wir haben hier nämlich noch zwei Eimer davon Biggrin
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#5
Wir haben die Räume bei uns im Haus ebenfalls mit Lehmfarbe auf Rauhfasertapete gestrichen. Der Hersteller nennt sich "Rapido Lehmdiscount", man kann die Farbe direkt im Internet bestellen: http://www.lehmdiscount.de/

Es scheint sich um ein ähnliches Produkt zu handeln, das Pamina verwendet.
Von der Verarbeitung ist es sehr einfach: Die Farbe wird als Pulver im 15-kg-Sack geliefert und einfach mit Wasser angerührt. Die Farbe ist grundsätzlich weiß, kann aber mit Pigmenten zu jedem beliebigen Farbton selber angemischt werden. Ich habe zum Anrühren einen elektrischen Mörtelrührer verwendet, was auch empfohlen wird, damit keine Klumpen entstehen. Danach läßt man die Farbe etwas ziehen, und dann ist normale Verarbeitung mit Pinsel oder Rolle möglich. Je nach gewünschter Deckung genügen ein bis zwei Anstriche.

Wenn Farbe übrigbleibt, kann man diese trocknen lassen (ich habe die Farbe auf einer Plane verteilt und auf der Terasse in der Sonne trocknen lassen). Man bekommt viele kleine Lehmflocken, die sich später mit Wasser wieder anrühren lassen, wenn man den gleichen Farbton für Ausbesserungen benötigt.
Hier ist der einzige mögliche Schwachpunkt enthalten: Die Farbe ist nicht wasserfest, man könnte jedoch verschiedene Bindemittel hinzufügen (wird mit angeboten, z. B. Wasserglas) um etwas mehr Festigkeit zu erzielen. Ich habe das jedoch selbst nicht ausprobiert, weil ich im Zweifelsfall entsprechende Stellen einfach nachbessere.

Die Farbe/das Pulver scheint unbegrenzt haltbar zu sein, wichtig ist nur vollständiges Austrocknen bzw. Schutz vor Feuchtigkeit.

Das Raumklima ist sehr angenehm, man riecht beim Verarbeiten keinerlei Chemie oder Lösungsmittel, eher ein leichter Erdgeruch. Nach dem Trocknen muß sich die Farbe keinesfalls hinter konventionellen Farben verstecken, im Gegenteil.
Das hast Du Dir so gedacht!
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#6
Gesundheitlsverträglich ist auch Kalk und außerdem noch desinfizierend - in mehrerlei Hinsicht. Und wenn man es nicht nur weiß haben möchte, kann man Farbpigmente beimischen. Wir verwenden nichts anderes im Haus, auch wenn es arbeitsaufwendiger ist als Chemiepampe an die Wand zu klatschen.

Früher wurde in den Ställen hier in der Region fast ausschließlich Kalk verwendet, eben auch wegen der desinfizierenden Wirkung und weil er ergiebig und günstig ist.
Der Bogen entfaltet seine Macht durch deine Energie - Der Pfeil wird davon fliegen auf ein entferntes Ziel - Aber dein Leben wird immer bei dir sein - Gedenke der Alten Werte - Ehre die Ahnen, die dir den Bogen in die Hand gelegt haben
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#7
Bei uns ist es das Wohnzimmer, das grad Baustelle ist, ich danke für die Beiträge.
Hätt vermutlich unachtsam einfach zugelassen, dass wir alte Dispersion verstreichen (sie will immer alles verwerten^^)

Da ich aber wenn schon denn schon die Sachen gut abschliessen will hab ich recherchiert.

Baubiologisch das Optimum und heimwerkertechnisch sowie gartentechnisch am vielseitigsten, ist Kalk. Je mehr ich mich drüber informier desto begeisterter bin ich von dem. Empfehlenswert zum ausmalen (und verputzen, obstbäum vor sonne und pilzen schützen, etc etc) ist da der Sumpfkalk. Den kann man kaufen, und kommt mit etwa 50€ deutlich billiger als wenn man ne "gute" Farbe kauft. Zum malen verdünnt man den Inhalt nochmal 1:4. Zum Putzen oder ausbessern von Löchern gibt man noch Sand zu.
Man kann sich aber auch ein 300 liter fass kaufen, 2 säcke weissfeinkalk einrühren, und zahlt dann gleichviel wie für den Kübel Sumpfkalk. Braucht dann aber Geduld. nach 6 Monaten genug gesumpft zum verputzen, und nach 3 Jahren zum malen.
Weitrer Vorteil: je länger Sumpfkalk im Keller lagert, desto besser wird er.
Nachteile: man muss beim anwenden sich und die umgebung ordentlich abdecken: könnt üble Flecken machen weil stark alkalisch. Man muss mit Schutzhandschuhen und Brille arbeiten. Ausserdem muss ich die alte Dispersion vom Putz schleifen, da die wie eine Sperre macht, der Kalk würd eventuell nicht gut haften. Auf dem mineralischem Putz aber mineralisiert der Kalk mit CO2 und Verbindet sich mit dem Putz. Man hat dann eine hoch diffusionsoffene, feuchtigkeitsabweisende und sehr beständige Wand.
Kalkfarb kann man mit Kalkechten Pigmenten Färben, darf aber maximal 4-5% der Menge verwenden.

Andre Optionen, die baubiologisch gut sind:
Farbe auf Silikatbasis. Hier muss man aufpassen, die sind häufig mit Dispersion abgemischt, es gibt aber auch neuere Einkomponentenfarben ohne Dispersion, und auch gut für innen geeignet. Hat ähnliche Eigenschaften wie Kalk, aber lang net so vielseitig, dafür leichter anwendbar (da müsst ich z.b. nicht die alte Dispersion runterschleifen^^)
Nachteile: Preis. Man muss einige Sicherheitsdatenblätter lesen bis man weiss welche man nehmen kann... (z.b. Sylitol Bio Innenfarbe)

Naturharzdispersion:
Hab ich nicht in Betracht gezogen, da ich net weiss was mir alles als Naturharz verkauft wird, und ich mich schon für Kalk entschieden hab. Gehört baubiologisch und gesundheitlich auf jeden Fall zu den Top 3, aber eben nur die Nummer 3 (und teuer...)...


so...
ich muss Sumpfkalk kaufen gehen damit was weitergeht, danke für den Anstoß Paganlord, und da ich für diese Produktwahl gestern ein paar Stunden vorm PC gesessen bin... müsst euch ja net die selbe Arbeit antun Fettes Grinsen
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#8
Dann viel Spaß beim "kalken" Blinzeln

Was bei Kalk noch zu beachten ist: Die Farbe, die man anrührt, ist im Pott um einige Nuancen dunkler als die getrocknete Farbe auf der Wand! Außerdem bekommt man mit Kalk eher pastellartige Töne. Empfehlung: Erst mal in einer Ecke ausprobieren, trocknen lassen und das Ergebnis begutachten, bevor man sich großflächig ans Streichen macht.

Weiterer Tipp: Mischverhältnis und Pigmentbeimischungen genauestens aufschreiben und eventuell ein wenig der Farbe z.B. in einem Einweckglas aufbewahren. Sonst sieht die Wand farblich aus wie eine geflickte Teerstraße, wenn man später mal irgendwas ausbessern oder nachstreichen möchte.

Mir gruselt's immer ein wenig vor dem Arbeitsaufwand, dafür freu' ich mich dann umso mehr über das Ergebnis. Lächeln
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#9
Wir nehmen lieber weiterhin Erde (Lehm). Keine Ahnung, warum in deiner "TOP 3" kein Lehm vorkommt?
Kalk ist in Feuchträumen (Keller, Bad) der Platzhirsch, ansonsten empfinde ich Lehmfarben "zentrierender" und ausgleichender auch von der Farbqualität her.
Ideal natürlich erst mit Lehmputz drunter.
Unterm Strich aber wohl auch Geschmackssache.
Erst wissen, dann denken. Erst denken, dann reden.
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#10
(21.01.12015, 22:02)THT schrieb: https://www.pagan-forum.de/Thema-Farben-und-Lacke-%E2%80%93-was-ist-gesundheitsvertr%C3%A4glich?pid=47802#pid47802Wir nehmen lieber weiterhin Erde (Lehm). Keine Ahnung, warum in deiner "TOP 3" kein Lehm vorkommt?
Kalk ist in Feuchträumen (Keller, Bad) der Platzhirsch, ansonsten empfinde ich Lehmfarben "zentrierender" und ausgleichender auch von der Farbqualität her.
Ideal natürlich erst mit Lehmputz drunter.
Unterm Strich aber wohl auch Geschmackssache.

Du hast Recht, der Lehm gehört klar aufs Siegerpodest zusammen mit dem Kalk!
Wenn es sich hier im Mietshaus auszahlen würd, würd ich wohl Zimmer pro Zimmer den alten Putz runterbrechen, Lehmverputzen, und dann im Finish nen Lehmfeinputz mit Pigmenten (oder ohne) draufgeben. Da kann man dann noch Farbe drüber (Lehmfarbe) oder statt einfärben weiss kalken geht auch (z.b. in Keller und Bad), muss aber nicht. (So lang werd ich aber hier wohl nimmer bleiben... Urbs olet!)

Bin ebenfalls großer Lehmfan, nur in meiner jetzigen Situation leider nicht sinnvoll.
Danke für den Hinweis, wenn ich schon ne Liste mit den besten Farben aufschreib, gehört der Lehm natürlich dazu!

Dazu ne Frage: hält die Lehmfarbe auch auf Gipsputz? bzw auf welchen Putzen hält sie? Auf Lehm ist klar Lol .

Lehm hat ja fast alle Vorteile des Kalkes, nur bei einem Punkt unterscheidens sich wesentlich:
Kalk ist stark alkalisch und schafft fast sterile Oberflächen. Kann sich u.A. bei alten und vorbelasteten Gemäuern vorteilhaft auswirken. Lehm ist nicht alkalisch und damit freundlicher anzuwenden, da können sogar die Kinder "mitspielen".
Bei Kalk seh ich noch den Vorteil dass er zumindest hier bei mir in der Gegend viel leichter zu bekommen ist, und man von einer Basisrezeptur aus (Sumpfkalk) sowohl Putz als auch Farbe herstellen kann.
Beim Lehm brauch ich dafür 2 verschiedene Lehmqualitäten.

Als Verputz würd ich auf jeden Fall immer Lehm nehmen, wenn möglich! Mit etwas Glück findet man den sogar in der Umgebung. Die Möglichkeit von Hand verputzen zu können, und sich den Innenraum mit dem Lehm gestalten wie man es braucht,... es geht kurz gesagt einfach besser von der Hand. Drüber wahlweise Lehmfarbe oder Kalkfarbe.

Alternativ Kalkverputzen und kalken... Da braucht man dann nur eine Basisrezeptur + Sand.

Das mieseste ist Gipsputz wo schon wer Dispersion draufgemacht hat (bei uns der Fall). Da brauchts entweder brachiale Gewalt gegen die Sperrschicht aus Dispersion (Wandfräse oder gleich den ganzen Putz runterstemmen), dann neuen Putz und Anstrich
Oder wenns schneller und billiger sein muss wie bei uns im Mietshaus, weil für kurze Zeit, dann muss man eben eine der 3 obigen Optionen nehmen.

@Agni: Danke Lächeln
6 Testanstriche sind schon oben. Hab noch bissel experimentiert, einmal mit Leinölfirniss, einmal mit Kaseinzugabe.
so wies aussieht muss ich aber erst ne Haftbrücke von Keimfarben draufgeben, damit der Kalk auf dem konventionellem Untergrund hält.
Jetz aber erstmal der Topfenbeimischung mit dem Kasein die Daumen drücken, das würd mir 55€ für die Haftbrücke sparen...

Hach, ich freu mich schon, wenn dann die Nachmieter merken dass ihre Dispersion auf diesen Wänden nicht hält, weil ich da jetz nach bestem Wissen und gewissen Kalk rauftu, und die nicht auf dem Kalk hält. Fettes Grinsen
So tu ich dann der Nachwelt (und indirekt mir selbst) noch nen gefallen, indem ich den Dispersionsdeppen den selben Strich durch die Rechnung mach, wie sie mir...
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