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Frankreich plant Bargeldverbot
#11
Manch einer denkt sich, daß er sich vor Negativzinsen durch entsprechende Barabhebungen schützen könnte. Wenn Bargeld jedoch illegal ist, kann sich der Staat ohne jegliche Einschränkungen auf den Konten der Bürger bedienen. Zum Beispiel mit einer Guthabensteuer auf Konto-Guthaben, Zinsen oder irgendwelchen Sonderabgaben wie z. B. einer Zwangsabgabe für Bankkunden.

In Australien ist angeblich geplant, zum Ende des Jahres eine sogenannte „Sparbuchsteuer“ einzuführen. In Schweden wird das Bargeld seit 2010 sukzessive abgeschafft: Es gibt kaum noch Bank-Filialen, bei denen man noch Bargeld bekommt. Auch Geldautomaten sucht man dort oft vergebens. Selbst Kleinstbeträge wie Brötchen beim Bäcker werden hier per Kreditkarte oder Handy-Zahlung beglichen.

Sobald alle Geldvorräte nur noch Zahlenkolonnen auf den Zentralrechnern der Banken sind, sind diese Institutionen die wahren Herren über das Geld.

Übrigens: Einer der größten Befürworter des Bargeldverbots, Willem Buiter, Chefökonom der Citigroup, sagte, man hätte bereits zwischen 2008 und 2010 Negativzinsen in Höhe von 6% einführen sollen.

Der wahre Grund für das Bargeldverbot:

Es ist schlicht und ergreifend die desaströse Finanz- und Wirtschaftspolitik von EU und EZB. Die Politiker erkennen langsam, dass sie sich in eine totale Sackgasse manövriert haben. Natürlich können sie es nicht offen zugeben. Und treiben ihre Flickschusterei mit einem Bargeldverbot auf die Spitze. Wenn selbst völlig bankrotte EU-Länder wie Spanien oder Frankreich kaum noch Zinsen auf ihre völlig ausufernden Staatsschulden zahlen müssen, dann stimmt etwas nicht. Mit einem Bargeldverbot können die Zinsen dann ganz einfach in den negativen Bereich gedrückt werden. Der Bürger zahlt die Zeche, denn gerade wieder gab es die Horrormeldung: "Deutsche so reich wie nie"


Sparschweine sind prall gefüllt / Deutsche sind so reich wie nie

Dank Rekordbeschäftigung und steigender Einkommen legen Deutsche immer mehr Geld auf die hohe Kante.

Die Geldvermögen der Menschen in Deutschland sind zu Jahresbeginn rasant auf ein neues Rekordniveau gestiegen. "Im ersten Quartal 2015 hat das Geldvermögen der privaten Haushalte gegenüber dem Vorquartal außergewöhnlich kräftig um knapp 140 Milliarden Euro oder 2,8 Prozent zugenommen und ist damit auf 5.212 Milliarden Euro gestiegen", teilte die Deutsche Bundesbank mit.

Allein durch Transaktionen stieg das Vermögen in Form von Bargeld, Wertpapieren, Bankeinlagen oder Ansprüchen gegenüber Versicherungen um knapp 53 Milliarden Euro. Dank des robusten Arbeitsmarkts und steigender Einkommen legten viele Menschen mehr auf die hohe Kante. Zudem bescherten Gewinne bei Investmentfondsanteilen und Aktien den privaten Haushalten im Vergleich zum Vorquartal Bewertungsgewinne von gut 87 Milliarden Euro.

Deutsche gehen kein Risiko ein

Immobilien oder Kunstwerke sind in der Statistik nicht enthalten. Auch wie das Vermögen verteilt ist, geht aus der Studie nicht hervor. Dabei investierten die privaten Haushalte ihr Geld erneut trotz niedriger Zinsen bevorzugt in kurzfristige und vermeintlich sichere Bankeinlagen sowie in Versicherungen und Pensionseinrichtungen. Mit rund 17 Milliarden Euro steckten sie knapp ein Drittel der Mittel in besonders liquide Sichteinlagen, einschließlich Bargeld.

http://www.n-tv.de/wirtschaft/Deutsche-sind-so-reich-wie-nie-article15553886.html
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#12
US-Ökonomen sicher: Das "Euro-Dings" ist am Ende
http://www.n24.de/n24/Nachrichten/Wirtschaft/d/7021032/das--euro-dings--ist-am-ende.html

Schon vor dem Start des Euro glaubten die Amerikaner nicht an das Projekt. Durch das Griechenland-Drama und die früheren Euro-Krisen sehen sich die US-Ökonomen mehr als bestätigt.

Im Alltagsleben sind Besserwisser keine besonders beliebte Spezies. "Ich hab's ja schon immer gesagt", lautet ihr triumphierender Schlachtruf, mit dem sie ihrem Umfeld immer wieder gern Ahnungslosigkeit und Naivität vorhalten. Ständig beharren sie darauf, Katastrophen schon lange im Voraus erkannt zu haben.

In der Euro-Krise gehören ausgerechnet Ökonomen aus dem fernen Amerika zu den hartnäckigsten Besserwissern. Seit die europäische Währungsunion durch Griechenland in den schwersten Turbulenzen seit ihrer Gründung steckt, werden viele US-Experten nicht müde zu betonen, wie sehr sie mit ihrer Einschätzung recht hatten:

"Sie haben es euch schon immer gesagt", rief der einstige Wirtschaftsberater des früheren US-Präsidenten George W. Bush, der Harvard-Ökonom Gregory Mankiw, Europas Wirtschaftselite stellvertretend für das Gros der US-Skeptiker in dieser Woche triumphierend zu.

Euro ein politisches Vehikel zur Schwächung Deutschlands?

Tatsächlich hatten die meisten US-Ökonomen ihr Urteil bereits, lange bevor der Euro eingeführt wurde, gefällt: "Der Euro wird nicht kommen, ist eine schlechte Idee und wird keinen Bestand haben" – so lautete kurz gefasst die Prognose der Experten zur Jahrtausendwende, kurz bevor das Euro-Bargeld tatsächlich Landeswährungen wie D-Mark, Franc, Lira und Peseta ablöste.

Fast 15 Jahre und mehrere Euro-Krisen-Runden später sehen sich die amerikanischen Auguren in ihrem Urteil nun mehr als bestätigt. Dieses "Euro-Dings", wie der einst mächtige frühere US-Notenbankchef Alan Greenspan das Jahrhundertprojekt einst abschätzig nannte, steckt in der Krise. Entsprechend eilfertig haben viele US-Experten ihre Studien von einst, die genau das schon lange vorhergesehen haben wollen, nun revitalisiert.

Euro als Konfliktbeschleuniger?

So hatten vor allem angelsächsische Ökonomen davor gewarnt, die Währungsunion als ein Instrument der politischen Vereinigung zu benutzen, etwa um die Macht eines wiedervereinigten Deutschland einzudämmen.

Harvard-Professor Martin Feldstein wagte in einem viel beachteten Aufsatz aus dem Jahr 1997 gar die These, die Einführung einer gemeinsamen Währung könnte innerhalb der Euro-Zone bewaffnete Konflikte heraufbeschwören. Unterschiedliche Mentalitäten im Umgang mit Inflation und Arbeitslosigkeit sowie Differenzen über angemessene Wirtschaftspolitik hätten langfristig durchaus die Kraft, alte historische Animositäten wieder zu wecken, warnte er damals.

Als besonders gravierenden Konstruktionsfehler betrachtete Feldstein die Tatsache, dass die EU keine Regelung für einen geordneten Austritt aus der Währungsunion vorsah – genau das erweist sich in der aktuellen Griechenland-Debatte immer wieder als eines der größten Probleme.

"Es wäre besser, wenn es den Euro nie gegeben hätte", urteilte Feldstein in einem Interview mit der "Welt am Sonntag" bereits 2011. Für ihn muss der Euro "als gescheitertes Experiment betrachtet werden."

Euro nur eine Schönwetter-Währung?

Die Ökonomen verweisen in der aktuellen Debatte gern auf die Einschätzung Milton Friedmans. Der US-Nobelpreisträger des Jahres 1976 hielt die Idee einer Währungsunion für Europa schon immer für eine Schönwetterkonstruktion. Der Euro werde seine erste große Krise nicht überstehen, prophezeite Friedman, einer der einflussreichsten Ökonomen des 20. Jahrhunderts bereits 1997.

Zwar war diese Prognose zu pessimistisch. Die Gemeinschaftswährung existiert auch nach drei schweren Krisen noch. Doch eine weitere Weltrezession könnte Friedmans Prophezeiung Wirklichkeit werden lassen. "Früher oder später, wenn die Weltwirtschaft einen wirklichen Dämpfer bekommt, werden die inneren Probleme den Euro zerreißen", so sein Urteil.

Selbst grundsätzliche Euro-Befürworter wie der Nobelpreisträger Paul Krugman können sich bestätigt fühlen. Krugman hatte vor dem engen Rahmen gewarnt, in dem sich die Mitglieder der Einheitswährung kaum bewegen könnten. Er fühlt sich jetzt erst recht bestätigt.

Euro befördert ökonomische Desaster?

"Warum nur gibt es so viele ökonomische Desaster in Europa", fragte der berühmte Ökonom in seinem Blog. Und lieferte die Antwort gleich mit: Mit dem Beitritt zum Euro hätten sich die Länder eine Art ökonomische Zwangsjacke übergestreift, aus der es kein Entrinnen gibt. "Ohne einen sinnvollen ökonomischen Rahmen kann das Projekt nicht funktionieren", mahnte Krugman auch diese Woche wieder in seinem Blog.

   

Wie eng das ökonomische Korsett ist, in das sich die Länder des Euro begeben haben, belegt auch die Statistik. Insbesondere der Vergleich zu Nicht-Euro-Mitgliedern wie Großbritannien, Schweden oder Norwegen fällt ernüchternd aus.

Einige Länder wie Italien, Griechenland oder Portugal blicken unter dem Strich auf eine 15 Jahre dauernde Stagnation zurück. Auch Deutschland hat seit Einführung des Euro gerade mal ein durchschnittliches Wachstum von 1,3 Prozent hingelegt. Vor allem in den Anfangsjahren der Währungsunion blieb die größte Ökonomie des Kontinents zurück.

Die Schweiz dagegen schaffte 1,9 Prozent, Großbritannien fast zwei, Amerika und Schweden legten sogar deutlich mehr als zwei Prozent zu.

D-Mark Starkwährung – Lira Schwachwährung

Für Währungsexperten kommt das Euro-Debakel nicht überraschend. Denn der Euro koppelt völlig unterschiedliche Ökonomien zusammen. Wie verschieden diese sind, zeigt die Entwicklung der Euro-Vorgängerwährungen. Seit der Abkehr fester Wechselkurse in den 70er-Jahren konnte die D-Mark zum Dollar ihren Wert fast verdoppeln. Dagegen haben die anderen Währungen wie Franc oder Peseta in diesem Zeitraum zum Teil kräftig verloren. Die italienische Lira beispielsweise rutschte zum Dollar 65 Prozent ab.

Eine Währungsunion kann bei derart starken Unterschieden zwischen den Mitgliedern nur dann funktionieren, wenn Arbeitskräfte oder Kapital äußerst mobil sind, also die Divergenzen einebnen: etwa, indem Jobsuchende dorthin auswandern, wo es genug Arbeit gibt.

Das hatte schon der US-Nobelpreisträger Robert Mundell in seiner preisgekrönten "Theorie des optimalen Währungsraums" proklamiert. Doch genau das ist in einem Europa der unterschiedlichen Kulturen und Sprachen eben nicht so einfach möglich.

Transferunion oder Euro-Ende

Genau deshalb hat unter anderem auch Alan Greenspan aus seiner Abneigung gegen den Euro noch nie einen Hehl gemacht. Im Verlauf der Euro-Schuldenkrise meldete sich der einstige Maestro der Märkte immer wieder mit pessimistischen Kommentaren über die Währungsunion zu Wort: Mal orakelte er, dass der Euro schon bald auseinanderbrechen werde, dann war er sich sicher, dass die Währungsunion ohne politische Union nicht überleben werde. Und im Februar dieses Jahres gab er schließlich zu Protokoll, dass die Euro-Krise ohne den Austritt Griechenlands ohnehin nicht lösbar sei.

"Das Projekt Euro bleibt unvollkommen", sagt auch Marchel Alexandrovich, Ökonom bei der Investmentbank Jefferies. Für ihn kann der Euro nur überleben, wenn finanzielle Transfers zwischen starken und schwachen Ländern die Währungsunion stabilisieren.

Als Beispiel nennt er den Dollar-Währungsraum in den USA. Dort würden viel mehr finanzielle Mittel zwischen den Bundesstaaten umverteilt, obwohl dort die Arbeitskräfte viel mobiler sind als in Europa. "In der Euro-Zone sind die schwachen Länder nur einen Schritt vom Euro-Austritt entfernt."
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#13
   
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#14
SPD will 500-Euro-Schein abschaffen

Berlin - Einem Bericht zufolge plant die SPD die Abschaffung des derzeit größten Geldscheines. Auch Barzahlungen über 5.000 Euro soll es nicht mehr geben.

Mit einer Obergrenze von 5.000 Euro für Barzahlungen und einer Abschaffung des 500-Euro-Scheins will die SPD einem Bericht zufolge Geldwäsche und andere Formen der organisierten Kriminalität in Deutschland besser bekämpfen.

http://www.merkur.de/wirtschaft/sozialdemokraten-wollen-500-euro-schein-abschaffen-zr-6067587.html
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#15
Bargeldverbot: Jetzt fordert auch Norwegens größte Bank die Abschaffung von Bargeld

http://www.konjunktion.info/2016/01/bargeldverbot-jetzt-fordert-auch-norwegens-groesste-bank-die-abschaffung-von-bargeld/
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#16
Wie im Großen, so im Kleinen.

Unter Verwendung angeblicher Argumente will man in Kleve die 1- und 2-Cent-Münzen aus dem Verkehr ziehen. Die kommissarische Vorsitzende des Klever City Netzwerks (KCN), Ute Marks, will in Kleve ab 1. Februar 12016 das Kleingeld abschaffen.
Aber viele Geschäfte lehnen dieses Vorhaben ab, haben sich bereits dagegen ausgesprochen und werden an dieser Aktion nicht teilnehmen, da dies zu Unstimmigkeiten und Einbußen in der Abrechnung führen muß.

http://www.rp-online.de/nrw/staedte/kleve/kleve-geringe-resonanz-auf-abschaffung-der-1-2-cent-muenzen-aid-1.5709015
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#17
Bargeld-Abschaffung: Das Ende unseres Finanzsystems rückt näher

von Ernst Wolff

Zeiten schwerer Krisen zeichnen sich dadurch aus, dass Politik und Wirtschaft aus reinem Selbsterhaltungstrieb zu Maßnahmen gezwungen werden, die das System kurzfristig stabilisieren, es aber langfristig noch stärker untergraben. Genau diese Entwicklung zeichnet sich zurzeit bei den Themen Bargeld-Eindämmung und Bargeld-Abschaffung ab.

Zahllose Journalisten versuchen seit Monaten, der Öffentlichkeit einzubläuen, wie altmodisch, umständlich oder gar lästig der Einsatz von Münzen und Banknoten und wie zeitgemäß und effizient dagegen der Einsatz von Kredit- oder Chipkarten ist (womit sie leider bei vielen jungen Menschen auf offene Ohren treffen). Gleichzeitig überschlagen sich Politiker darin, vor den Gefahren des Bargeldes zu warnen: Es fördere die Geldwäsche, begünstige die Steuerhinterziehung, leiste der Korruption Vorschub und erleichtere Terroristen die Geldbeschaffung.

Wieso gerade jetzt?

Der unbefangene Beobachter fragt sich verwundert, wieso diese Themen gerade jetzt aufgebracht werden - schließlich existieren Geldwäsche, Steuerhinterziehung, Korruption und auch der Terrorismus seit Jahrzehnten. Die Verwunderung ist berechtigt. Alle vier Gründe sind vorgeschoben und haben mit den wahren Motiven, die hinter der Eindämmung und möglichen Abschaffung des Bargeldes stecken, nicht das Geringste zu tun.

Tatsächliche Beweggründe der derzeitigen Kampagne gegen das Bargeld sind einzig und allein zwei Faktoren: Die inzwischen in der gesamten Eurozone durchgesetzte Ersetzung des Bail-out durch das Bail-in und die Auswirkungen von Negativzinsen auf das Finanzverhalten arbeitender Menschen.

Das globale Finanzsystem konnte 2008 nur durch ein Bail-out am Leben erhalten werden. D.h.: die Staaten sprangen damals mit Steuergeldern ein und hielten zahlreiche dem Untergang geweihte Finanzunternehmen mit der Begründung, sie seien "too big to fail", künstlich am Leben. Diese nahmen die Vorzugsbehandlung nicht etwa zum Anlass, um eigene Risiken einzudämmen, sondern als Freifahrschein, um noch höhere Risiken einzugehen und noch mehr Schulden anzuhäufen. Da die Staaten inzwischen schlichtweg nicht mehr genug Geld haben, um sie erneut zu retten, wird ein weiterer Bail-out in der nächsten Notsituation nicht mehr möglich sein.

Bail-in statt Bail-out

Aus diesem Grunde ist mittlerweile das Bail-in eingeführt worden: Finanzunternehmen werden in Zukunft gerettet, indem zu allererst auf die Vermögen von Sparern, Kleinanlegern und Kleinaktionären zurückgegriffen wird. Diese Form der Enteignung ist bereits auf Zypern, in Italien und Portugal praktiziert worden. Sie hat allerdings Folgen: Viele Menschen versuchen sich davor zu schützen, indem sie ihre Konten räumen und ihr Vermögen in der Form von Bargeld horten.

Ziel der Eindämmung bzw. Abschaffung des Bargeldes ist es, den Menschen diese Rückzugsmöglichkeit zu nehmen. Gibt es kein Bargeld mehr, sind sie gezwungen, ihr Geld bei Kreditinstituten vorzuhalten und diesen ihre Vermögenverhältnisse offenzulegen. Im Krisenfall können Staat und Finanzwirtschaft so ohne Probleme auf private Einlagen zurückgreifen.

Der zweite Grund für die Abschaffung des Bargeldes ist die rasante Talfahrt bei den Leitzinsen der Zentralbanken. Diese liegen fast überall nahe Null, in zahlreichen Ländern bereits im Negativbereich (z.B. Schweiz, Japan, EU). Zwar dauert es eine Weile, bis die Banken diese Negativzinsen an die Einleger weitergeben, aber das anschließende Szenario ist überall das gleiche: Statt dem Einleger am Ende des Jahres auf sein Sparguthaben Zinsen zu zahlen, wird ihm in Zukunft ein bestimmter Prozentsatz seines Geldes genommen.

Logische Konsequenz eines bankrotten Systems

Auch diese Form der schleichenden Enteignung nehmen die arbeitenden Menschen nicht einfach hin. Wie das Beispiel Schweiz zeigt, hebt ein Großteil der Bevölkerung sein Geld nach der Einführung von Negativzinsen von der Bank ab und hortet es daheim. Genau diese Entwicklung versuchen Staat und Finanzindustrie nun zu verhindern, indem sie die umgehende Eindämmung und Abschaffung des Bargeldes vorantreiben.

Sowohl Bail-in, als auch Negativzinsen und Abschaffung von Bargeld sind allerdings von Staat und Finanzwirtschaft nicht aus freien Stücken konzipiert worden, um an das Geld arbeitender Menschen zu kommen. Sie sind vielmehr die notwendige Konsequenz aus der Entwicklung eines längst bankrotten Finanzsystems: Sie mussten und müssen eingeführt werden, um das System selbst am Leben zu erhalten.
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#18
EU-Kommissar Oettinger: Bargeld stirbt aus

Die Verlagerung der Bezahlung ins Digitale ist laut EU-Digitalkommissar Oettinger nicht mehr zu stoppen. Die EZB brauche den Prozess nicht einmal regulieren, der Markt mache das selbst.

Das Ende von Münzen und Scheinen zur Bezahlung ist nach Ansicht von EU-Digitalkommissar Günther Oettinger unvermeidlich. "Bargeld stirbt aus: Wir werden mit der Apple-Watch bezahlen, mit dem Smartphone bezahlen", sagte Oettinger auf einer Veranstaltung des Beratungsunternehmens Deloitte in Stuttgart.

Deutsche seien in Sachen Bezahlungsart zwar "etwas konservativer" als Finnen oder Dänen. Bundesbürger hätten in der Vergangenheit noch lange am Scheck festgehalten, als anderswo die EC-Karte längst Usus gewesen sei.

Das Ende der Barzahlungen und die Verlagerung der Transaktionen komplett ins Digitale würden aber kommen, sagte Oettinger.

Der CDU-Politiker sprach sich jedoch gegen die von der Europäischen Zentralbank (EZB ) erwogene Abschaffung des 500-Euro-Scheins aus. Anstatt regulatorisch einzugreifen, sollte man dies dem Markt und der absehbar sinkenden Nachfrage überlassen. "Mein Rat ist: Schafft den 500-Euro-Schein nicht ab, haltet am Bargeld fest - der Markt macht es", sagte Oettinger.

Bargeldloses Bezahlen werde im Zuge der Digitalisierung der Verbrauchergewohnheiten immer selbstverständlicher. Diesem Trend wird nach Auffassung des EU-Kommissars das Bargeld komplett zum Opfer fallen. Wann dies wohl geschieht, ließ er offen.

http://www.n-tv.de/wirtschaft/Bargeld-stirbt-aus-article17429751.html
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#19
Warum wird die Ausgabe des 500ers eingestellt?

Befürworter versprechen sich davon, dass Terrorfinanzierung und Schwarzarbeit zurückgedrängt werden. EZB-Präsident Mario Draghi persönlich hatte darauf hingewiesen, dass der 500er für kriminelle Zwecke genutzt werde: "Der 500-Euro-Schein ist ein Instrument für illegale Aktivitäten." Die EU-Finanzminister hatten bei einem Treffen im Februar deutlich gemacht, dass sie von der EZB "angemessene Maßnahmen" mit Blick auf den 500-Euro-Schein erwarten.

Anmerkung:
Daß Draghi die Bekämpfung von Kriminalität und Schwarzarbeit als Begründung vorschiebt, ist lediglich als stilistisches Mittel zu werten! Mit den tatsächlichen Gründen hat diese Begründung eher wenig bis gar nichts zu tun!

Man muß sich nur mal fragen, warum es Schwarzarbeit überhaupt gibt?
Wäre das Steuersystem gerechter und nicht der "gesetzlich" legitimierte Weg, den Menschen das Geld aus der Tasche zu ziehen, ja würden die Steuergelder für sinnvolle Zwecke verwendet, anstatt den Fond für Korruption und sonstige kriminelle Aktivitäten zu bilden, wäre ein sogenannter "Handlungszwang" hier wesentlich geringer.



Sind die Argumente gegen große Scheine stichhaltig?

Die Bundesbank dämpft die Erwartungen an die Abschaffung großer Banknoten oder Obergrenzen für Bargeldzahlungen, die ebenfalls diskutiert werden. "Es sind Zweifel angebracht, ob Terroristen und Kriminelle an illegalen Handlungen gehindert werden, weil es eine Obergrenze gibt oder die großen Stückelungen abgeschafft werden", sagte Bundesbank-Präsident Jens Weidmann bereits vor der Entscheidung vom Mittwoch.

Sein Vorstandskollege bei der deutschen Notenbank, Carl-Ludwig Thiele, betonte: "Was in diesem Zusammenhang bislang fehlt, ist eine wissenschaftliche, fundierte Evaluierung der Maßnahmen, die in anderen Ländern bereits umgesetzt wurden." Ihm sei nicht bekannt, dass in Ländern mit einer Bargeldobergrenze wie Italien oder Frankreich die Kriminalität entsprechend geringer wäre. Kriminelle könnten etwa auf die Cyber-Währung Bitcoin ausweichen. Auch Schattenwirtschafts-Experte Friedrich Schneider von der Universität Linz argumentiert, Geldwäsche laufe längst überwiegend bargeldlos über Scheinfirmen.

Anmerkung:
Die Abschaffung des 500-Euro-Scheins ist nur der Anfang vom Ende des Bargeldes!
Die meisten Leute hatten so einen Schein doch noch niemals in den Händen, und deswegen gibt es auch hier wieder Zuspruch aus der eigenen Bevölkerung.  Vogel



Wird der Wert der großen Scheine durch kleinere Banknoten ersetzt?

Da absehbar keine neuen 500-Euro-Noten mehr gedruckt werden, muss schrittweise ihr Wert durch andere Scheine mit kleinerem Nennwert ersetzt werden. Aktuell sind knapp 600 Millionen 500er im Umlauf. "Für das erforderliche Drucken von zusätzlichen Banknoten werden erhebliche Kosten entstehen, die von den nationalen Zentralbanken und damit auch von der Deutschen Bundesbank zu tragen sind", erklärt Bundesbank-Vorstand Thiele. "Klar ist: Um zwei 500er zu ersetzen braucht man fünf 200er, zehn 100er oder zwanzig 50er. Das ist mit höheren Kosten für den Druck von Banknoten verbunden, auch für deren Lagerung und Transport." Die Produktion einer Banknote kostet im Schnitt acht bis neun Cent. Zuständig für die Herstellung der Geldscheine sind die nationalen Notenbanken.

Anmerkung:
Was für eine Gelegenheit, aus Versehen mal eben ein paar Millionen mehr zu drucken ...
Interessant bleibt auch abzuwarten, auf wen die Mehrkosten für den Druck der kleineren Ersatzscheine umgelegt werden.



Ist das jetzt der Anfang vom Ende des Bargelds?

Nein, betont die Bundesbank. "Es wäre aus meiner Sicht fatal, wenn in der Öffentlichkeit der Eindruck entstünde, die Diskussion um Bargeldobergrenzen und die Abschaffung des 500-Euro-Scheins stellten Schritte hin zu einer allgemeinen Abschaffung des Bargelds dar", hatte Bundesbank-Präsident Weidmann schon in den vergangen Monaten bekräftigt. Gerade in Deutschland sind Schein und Münze sehr beliebt. "Wir wollen den Bürgern die Zahlungsart ermöglichen, die sie sich wünschen." Für Bargeld spreche, dass Zahlungen mit Schein und Münze "entgegen mancher Vorurteile keine besonders teure Zahlungsart" seien, argumentierte Weidmann.

Wer entscheidet über die Banknoten im Euroraum?

Die Hoheit über die Banknoten im Währungsraum mit mittlerweile 19 Mitgliedsstaaten liegt bei der EZB. In ihrem obersten Führungsgremium, dem EZB-Rat, reicht für Änderungen eine einfache Mehrheit. Vertreten sind dort die sechs Mitglieder des EZB-Direktoriums sowie die Notenbankchefs der 19 Euroländer.


Quelle: http://web.de/magazine/geld-karriere/500-euro-schein-schrittweise-abgeschafft-bargelds-31537268
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#20
Woran liegt es,daß so etwas wie Bargeldverbot überhaupt eine Chance hat sich durchzusetzen?

An der Bequemlichkeit mal wieder. Zornig

"Ich hab nichts zu verbergen",sagen die meisten,wenn man sie darauf aufmerksam macht,daß sie sich selbst zum gläsernen Bürger machen,wenn sie alles mit Karte bezahlen. O_O

Mich hat das schon immer genervt,lange bevor überhaupt jemand von einer solchen Schweinerei wie dem Bargeldverbot gesprochen hat,wenn Leute ihren Einkauf mit Karte bezahlt haben.
"Nur Bares ist Wahres" war schon immer mein Motto. Biggrin

Beim Bäcker ein Brötchen für 50c mit Karte bezahlen? Vogel

Leider geben die Smartphones dem ganzen Hilfestellung.
Daß man den Überblick verliert und seine Konsumgewohnheiten nicht mehr Privatsache sind,finden diese "Ich hab nichts zu verbergen"-Leute auch nicht schlimm. Lol

Dann ist das Konto halt überzogen,was solls?
Schulden hat doch jeder.(Achtung Ironie)

Ich mag es nicht,Schulden zu haben.

Mein Konto wird regelmäßig geplündert von mir.Ich lasse nur das drauf,was für Dauerauftrag (miete,Strom,Internet) benötigt wird.
Der Rest wird daheim verbunkert und eingeteilt.

Würde jeder das so machen gäbe es keine Bankster,keine Spekulationen,keine EZB,die einfach den europäischen Staaten Geld abpressen kann.

Die Bequemlichkeit ist der Feind der Freiheit.

Für ein paar lumpige Euro Zinsen und Prepaidpunkte bei verschiedenen Läden wird die Freiheit geopfert. Tdown
Doch Freiheit ist das höchste Gut neben Gesundheit.

Wem beides nichts wert ist,wird eben mit den Konsequenzen leben müssen.
Doch wenn diesen "Nix-zu-verbergen-Typen" die Augen auf gehen wird es zu spät sein.  Hmm



"Zahme Vögel träumen von der Freiheit.
Wilde Vögel fliegen."
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