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Germanische Gräberfelder
#1
Spektakuläres Gräberfeld in der Uckermark entdeckt
28. Februar 2015

   

Bei einer routinemäßigen Voruntersuchung zum Bau eines Regenwasserrückhaltebeckens entdeckten Landesarchäologen bei Schmölln ein Gräberfeld von in Brandenburg nie gekannten Ausmaßen.

Die Archälogen legten seit Ende September 2014 Steinsetzungen in Form von Kreisen und Wagenrädern mit bis zu acht Metern Durchmesser und von Schiffsrümpfen frei, außerdem eine zwei Meter breite und über einhundert Meter lange “Straße”. Die Anlage ist offensichtlich eine aufwändige Stätte für Urnenbestattungen.

Die Funde stammen aus der vorrömischen Eisenzeit; vieles deutet darauf hin, dass sie zur “Jastorf-Kultur” gehören.
Entweder man findet einen Weg oder man schafft einen Weg!
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#2
Riesige Steinkreise, unversehrte Urnen, aufwändige Feldsteinsetzungen und ein tonnenschwerer Kasten samt Skelett: Landesarchäologen haben bei Schmölln ein Gräberfeld von in Brandenburg nie gekannten Ausmaßen entdeckt. Für die Archäologen ist es eine Sensation, denn der Fund ist von Grabräubern komplett verschont geblieben. Damit das so bleibt, haben sie den Fundort bislang geheim gehalten.

Es ist eine routinemäßige Voruntersuchung zu der die Archäologen im Juni 2014 an die Autobahn 11 nach Schmölln ausrücken. Das letzte Stück Reichsautobahn soll verschwinden und vor Ort ein sogenanntes Regenwasserrückhaltebecken errichtet werden. Monate vor Baubeginn blicken die Archäologen unter der Leitung von Rainer Bartel mit Hilfe der Geophysik ins Erdinnere.

Schnell ist Bartels und seinen Kollegen klar: In 10 bis 80 Zentimeter Tiefe schlummert ein hochspannender Fund. "Die anschließende Grabung wird keine normale sein. So etwas macht man nur einmal im Leben. Wir sind hier auf etwas Einmaliges gestoßen", erinnert sich Bartel an den Moment. Auf den Bildern, die das Georadar liefert, sind Feldsteinformationen riesigen Ausmaßes sichtbar und es besteht kein Zweifel, sie sind eindeutig von Menschenhand geschaffen.

Gräberfeld aus zehntausenden Feldsteinen

Steinsetzungen in Form von Kreisen und Wagenrädern mit bis zu acht Metern Durchmesser, Schiffsrümpfe, eine scheinbare Straße, zwei Meter breit und über einhundert Meter lang: Seit Grabungsbeginn Ende September 2014 haben sich die Archäologen um Rainer Bartels von einer steinernen Überraschung zur nächsten gegraben. Mittlerweile haben Sie über 6.600 Quadratmeter freigelegt und stehen vor einem Gräberfeld aus zehntausenden Feldsteinen, jeder einzelne ganz bewusst von Hand gesetzt.

Noch können die Archäologen über die Motivation der Erbauer und den Ort nur Vermutungen anstellen, aber Rainer Bartels ist sich sicher: "Für die Menschen, die das geschaffen haben, war dies ein besonderer Ort. Hier haben Menschen einen extremen Aufwand betrieben, um ihre Toten zu bestatten." Insgesamt konnten die Archäologen 39 Urnen unter den Steinsetzungen bergen.

       

Anstelle wertvoller Grabbeigaben legten die Menschen von damals Steine in Form von Speichenrädern, um ihre Toten zu ehren. Die menschlichen Überreste sind noch älter als die gefundenen Stein-Speichenräder, die aus der Eisenzeit stammen müssen. Einige Körpergräber stammen aus der Jungsteinzeit (4.000 bis 3.500 Jahre v. d. Z.), vermuten die Forscher.
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#3
Das stelle man sich mal in Italien oder in Griechenland vor: Eine sensationelle archäologische Ausgrabung einer antiken Tempel- und Totenkultanlage und die Behörde entscheidet: Daß sie dort lieber ein Regenwassersammelbecken errichten will. Wo man in südlichen Ländern eine touristische Attraktion aus dem Boden stampft, wird im nördlichen Teil Europas die Vernichtung einer unwiederbringlichen Kultstätte befohlen.  

   

http://www.rbb-online.de/panorama/beitrag/2015/07/graeberfeld-schmoelln-muss-regenwasser-rueckhaltebecken-weichen.html
Entweder man findet einen Weg oder man schafft einen Weg!
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#4
(13.07.12015, 15:37)Paganlord schrieb: https://www.pagan-forum.de/Thema-Germanische-Gr%C3%A4berfelder?pid=48576#pid48576Das stelle man sich mal in Italien oder in Griechenland vor: Eine sensationelle archäologische Ausgrabung einer antiken Tempel- und Totenkultanlage und die Behörde entscheidet: Daß sie dort lieber ein Regenwassersammelbecken errichten will. Wo man in südlichen Ländern eine touristische Attraktion aus dem Boden stampft, wird im nördlichen Teil Europas die Vernichtung einer unwiederbringlichen Kultstätte befohlen.  

Entweder haben die wahnsinnige Angst davor, dass sich hier etwas aktiviert, oder diese Behörde ist einfach nur selten dämlich!
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#5
Ganz offensichtlich sollen hier Spuren beseitigt werden, um gegenueber spaeteren Generationen die Existenz einer solchen Kultur voellig abstreiten zu koennen.
EigenSinnige Frauen
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#6
Die Zerstörung antiker Stätten hat immer religiöse Hintergründe. Unter dem chr*stlichen Einfluß soll der Heide und Selbstdenker zum chr*stlichen Büßer und Ja-sagendem Selbstzerstörer umerzogen werden. Jeder Fundort antiker Kulturen (der zudem noch leicht von allen Bürgern erreicht werden könnte) soll daher unkenntlich gemacht oder wie in diesem Beispiel komplett vernichtet werden.
Sei!
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#7
Weltweit gilt weiterhin der religiöse Befehl: Jeder Hinweis auf antike Kulturen und ihre Götterelite muß zerstört werden. Eher nimmt der Vatikan eine anglikanische Kirche in Kauf, als jemals eine antike Stätte europäischer Vorkulturen zu erlauben.
Was man will – nicht was man wünscht – empfängt man.

Cosima Wagner
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#8
Archäologen finden einzigartige Schmuckstücke aus der Keltenzeit an der Elbe

Etwa 2.500 Jahre alte keltische Schmuckstücke sind in Sachsen entdeckt worden. Sie seien nicht nur "von atemberaubender Schönheit",
sondern auch von hoher künstlerischer Qualität, teilte das Landesamt für Archäologie am Donnerstag in Dresden mit.
Gefunden wurden die einzigartigen Stücke den Angaben zufolge von Archäologen bei Pirna-Pratzschwitz. Das Fundgefäß, ein zweihenkeliger Keramiktopf mit Resten einer Deckschale, barg den Angaben zufolge sechs Schmuckgegenstände.

Fibeln, Perlenketten und ein Collier

Da keinerlei Überreste von menschlichen Knochen oder Zähnen entdeckt wurden, handele es sich offensichtlich nicht um Beigaben einer Grabausstattung, hieß es. Die Funde sind aufgrund ihres Stils in die Frühphase der sogenannten Latenezeit (etwa 450 v.d.Z.) einzuordnen.
Zu den Fundstücken gehörten kunstvolle Gewandspangen (Fibeln) und fast 500, wohl von zwei Ketten stammende Glas- und Bernsteinperlen sowie ein Kettencollier aus Bronze, "für das es bisher in Mitteleuropa keine Parallele gibt".

Der etwa 2.500 Jahre alte Schmuck lagerte auf Kieswerk-Gelände

Die Gegenstände seien wahrscheinlich in ein schleierartiges, grobmaschiges Tuch eingeschlagen worden und hätten das Gefäß nahezu komplett ausgefüllt. Textilreste befanden sich den Angaben zufolge an zahlreichen Kontaktstellen zwischen den Schmuckteilen und der Innenwand.
Im Verlauf der dreijährigen Ausgrabungen von 2016 bis 2018 wurden auf dem Gelände des Kieswerks Pirna-Pratzschwitz zahlreiche archäologische Funde geborgen.
Sie stammen aus dem Mesolithikum (etwa 9.000 Jahre alt) und der Jungbronzezeit (etwa 3.000 Jahre alt) sowie aus der Eisenzeit (etwa 2.500 Jahre alt) und dem Mittelalter.

   

   

   

   

   
Lebe für Deine Ideale!
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