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Hände in den Taschen
#21
Zitat:Körpersprache setzt sich aus einer Mischung von logisch, sichtbaren Gesten und Mimiken zusammen und aus einer empathischen Wahrnehmung, die sich aus der Gesamtsituation ergibt. Diese sollte jedoch vom (zu analysierenden) Gegenüber wahrgenommen und nicht mit den eigenen Vorlieben oder Abneigungen vermsicht werden.

Genau, deswegen sind Pauschalaussagen in der KS auch so schwierig und führen schnell zu Gegenreaktionen oder einfach nur Unverständnis. Weil jeder eine andere Szene oder Szenen im Kopf hat, aus eigener sympathisch/antipathisch bewerteter KS-Erfahrung.

Und weil ich eben auch bei meiner Schwarz-Weiß-Aussage nur meine bestimmten, hier nicht weiter spezifizierten Szenarios meinte und diese natürlich nicht stellvertretend alle Deutungsmöglichkeiten abdecken.

Meine KS-Erfarung mit Hosentaschen ist eher negativ bewertet in meinem Bewußtsein, weil mich die harmlosen Fälle ganz einfach nicht interessieren. Diese erkenne ich in der Praxis empathisch sofort und blende die aus. Wichtig sind mir die Grenzgänger, also die Fälle, bei denen Hosentaschen eine Gefahr für mich bedeuten.


Aber - und das ist der springende Punkt - meine Deutung existiert dennoch real, ist praxisrelevant und das nicht nur selten! Und zwar Wort für Wort genau so wie oben geschrieben.


Zitat:emanden, der seine Hände in den Taschen hat, eine falsche/feige Ausstrahlung oder gleich Heimtücke zu unterstellen, geht für mich persönlich erstmal etwas zu weit. Diese Aussage hat irgendwie einen Hauch von eigener emotionaler Anfälligkeit oder eigenen unaufgelösten Konflikten innewohnend.

Ja, das war einseitig. Aber so bleibt es als mögliche Deutung besser in Erinnerung, wenn es vielleicht drauf ankommt.
Dachte mir: die Hosentaschen-Luschen kommen hier zu gut weg! Wishmasters Einwurf mal ausgenommen, der mich zu obigem Beitrag motiviert hatte...

Der Hauch meiner emotionalen Anfälligkeit kommt erst dann zustande, wenn sich der Hosentaschenstopfer noch mit einem feucht-laschen Händedruck verabschiedet - wie es leider in 80 % (bin hier jetzt etwas wohlwollender) der Fälle sein wird.

Hier gibt die Natur vor: Werde aggressiv, verjage die Kreatur! Oder stecke ihn in ein Umerziehungsloch (Fremdenlegion etc.). Das ist nicht "unaufgelöste Emotionalität", sondern "Humanistische Unterdrückungskultur" der Gesellschaft, weil ich mich nicht normal verhalten darf.


Zitat: In den meisten Fällen ist das meiner Erfahrung nach einfach nur Unsicherheit, die hier versteckt werden soll.

Ja, ich denke Du hast da recht. Meistens Unsicherheit. Siehe Kinder (also größere Kinder ab 12, wenn die Anforderungen des Umfelds zu drücken beginnen).

Aber die blende ich aus, das sieht man auch sehr schnell an der Gesamtsituation und stört mich dann auch nicht sonderlich.


Zitat:Zitat:
Oftmals ist das auch ein Zeichen von Teilnahmslosigkeit/Passivität/Desinteresse

Oder, daß man anderer Meinung ist, diese aber nicht äußert.

Ja, hier wäre der Effekt "Verbergen" dann mal sehr relevant. Schlußendlich machen Leute, die sich öfter/systematisch derart verhalten (Meinung nicht offen äußern, aber hintenrum heimtückisch Ärger machen), aber auf Dauer auch keine gute Laune. Also wieder: Verjagen!


Abschließend noch ein Thema, das auch hier dazugezählt werden kann:

Smartphone-Wischer während einer Besprechungsrunde/Treffen/Diskussion etc. Meist auf einem Bein, angelehnt stehend, gelangweilt wischende Smartphoneuser: identisch mit Hosentaschen-Luschis? :-)
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#22
Zitat:Genau, deswegen sind Pauschalaussagen in der KS auch so schwierig und führen schnell zu Gegenreaktionen oder einfach nur Unverständnis. Weil jeder eine andere Szene oder Szenen im Kopf hat, aus eigener sympathisch/antipathisch bewerteter KS-Erfahrung.

Aber immer daran denken: KS sagt nicht das aus, was wir gern sehen möchten oder aufgrund eigener Prägungen entsprechend deuten. Bei der Analyse von Körpersprache geht es immer um den anderen. Also warum der das macht und nicht, wie ich das sehe. KS zu analysieren, ohne zumindest einen Hauch Empathie zu besitzen, geht jedoch immer schief.
Entweder man findet einen Weg oder man schafft einen Weg!
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#23
(18.09.12018, 11:04)Paganlord schrieb: https://www.pagan-forum.de/Thema-H%C3%A4nde-in-den-Taschen?pid=53826#pid53826
Zitat:Genau, deswegen sind Pauschalaussagen in der KS auch so schwierig und führen schnell zu Gegenreaktionen oder einfach nur Unverständnis. Weil jeder eine andere Szene oder Szenen im Kopf hat, aus eigener sympathisch/antipathisch bewerteter KS-Erfahrung.

Aber immer daran denken: KS sagt nicht das aus, was wir gern sehen möchten oder aufgrund eigener Prägungen entsprechend deuten. Bei der Analyse von Körpersprache geht es immer um den anderen. Also warum der das macht und nicht, wie ich das sehe. KS zu analysieren, ohne zumindest einen Hauch Empathie zu besitzen, geht jedoch immer schief.

Das sehe ich identisch, wie oft wird die eigene persönliche Sichtweise in die Körpersprachanalyse mit eingebracht. Man muss mal einen Schritt weiterdenken, denn bei der KS geht es ja gerade daraum, die Absicht der Person gegenüber zu erkennen. Wenn diese Person den Analysten allerdings ein bisschen besser kennt, kann er diese fehlgedeutete Körpersprache zu seinem Vorteil bewusst ausnutzen. Soll heißen: Er nimmt bewusst diese Position ein, von der er weiß, dass sie die und die gezielte Wirkung bei gerade dieser Person erzielt.

Man fällt also leichter in die KS-Falle, weil man sich ja seiner "bewussten" Deutung sicher ist.
Innen wie Außen
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#24
Zitat:Bei der Analyse von Körpersprache geht es immer um den anderen. Also warum der das macht und nicht, wie ich das sehe.

Ich würde es etwas umformulieren, da ich meine spontane/unbewußte KS zwischendurch auch selbst beobachte und dann mit meiner Befindlichkeit/Gedankenwelt abgleiche. Und dann natürlich die Korrektur der eigenen KS, wenn möglich.
Schlußendlich ist der andere dann mein EGO/Emotion und "ich" der neutrale Beobachter.

Also dann:
"Bei der Analyse der KS geht es immer um den Beobachteten. Also warum der das macht und nicht, wie das EGO es sieht."

So hatte ich doch am Montag tatsächlich eine Hand hin und wieder kurz in der Hosentasche. Und das nach diesem Aufmarsch hier. Das war dann nach dem ersten Schock aber leicht analysiert: Langweile wegen übertrieben langem Herumstehen, weil der Kunde seine Paßwörter gefühlte Stunden nicht auf die Reihe bekam - ich also nichts beitragen konnte und zudem in meiner Tätigkeit behindert war. Trotzdem sollte die Disziplin durchhalten, also wieder raus mit den Händen, und schon konnte ich wieder motivierter alternative Lösungen aufzeigen.

Wobei dann nichts beitragen wollen und können im Sinne der Hosentasche dasselbe ist? Sprich Negativ-Bewertung bei Zuhörern eines Vortrages, neutrale Bewertung bei Wartenden an der Bushaltestelle?
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#25
Kurze Berichtigung:

Wenn ich von

Zitat:aus eigener sympathisch/antipathisch bewerteter KS-Erfahrung.

spreche, dann ist damit gemeint:

Eine Beobachtung des anderen bzgl. KS wurde durch ein Folgeverhalten dieser beobachteten Person bestätigt oder aufgeklärt im Sinne einer bestimmten KS-Deutung -> neutral.
Die Bewertung sympatisch/antipathisch ergibt sich hier aus der Gesamtsituation dieser Erfahrung/Szene, also wie diese auf den Beobachter insgesamt gewirkt hat und wie diese fortan im Bewußtsein gespeichert bliebt -> nicht mehr neutral.

Diese zusätzliche, eigentlich unnötige Bewertung sollte eben nicht überhand gewinnen oder komplett vermieden werden, da es immer zwei Seiten der Medaille gibt. Ein sympathisch bewertetes Erlebnis (friedliche Hosentaschen) kann zu einer gefährlichen Fehleinschätzung derselben KS unter anderen Bedingungen führen (Raubüberfall in der U-Bahn), und umgekehrt könnte ein wichtiger Kontakt wegen übertriebenen Vorurteilen (heimtückische Bande) nicht zustandekommen.
Erst die Kombination aus Empathie, KS und Instinkt sowie genaue Beobachtung der Gesamtsituation ergibt ein schlüssiges Urteil, wie schon vorher mehrfach von allen Seiten betont.


Nachsatz:

Aggression bei "Hände in den Taschen" kommt mir in den Fällen:

- sportliche Veranstaltung/Sportschule
- Teamarbeit
- im pers. Gespräch

hoch. Nur zur Spezifizierung der mir vorschwebenden Szenarien.
Erst wissen, dann denken. Erst denken, dann reden.
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