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Haithabu – eine Kultur im Dreck
#1
Um es gleich vorweg zu nehmen: Wer sich mit dem Gedanken trägt, eine Reise nach Haithabu zu unternehmen, der kann sich die Reise getrost sparen.

Man bekommt hier nichts zu sehen, weswegen eine solche Reise lohnen würde. Natürlich gibt es aus Gräbern geplünderte Habseligkeiten der damaligen Leute im Museum von Haithabu zu sehen. Jedoch hat man die heidnischen und chr*stlichen Epochen wild miteinander gemischt. Wenn man dazu bedenkt, daß es sich bei allen gezeigten Schmuckstücken um Grabräubereien handelt, dann kann man sich vorstellen, welch grauenhafte Schwingung in diesem Museum vorherrscht.

   
Wikingerdorf Haithabu

Außer dem Museum kann man sich ein in der Neuzeit nachgebautes Wikingerdorf ansehen oder in "Odins Kneipe" gehen, um dort "Odins Bier" oder "Odins Met" zu sich zu nehmen. Ich habe mich gefragt, wie es wohl kommt, daß es kein Je*us Bier oder keine Jeho*a-Kneipe gibt? Dabei waren es doch Mönche, die sowohl Bier gebraut, als auch Schnaps gebrannt haben. Um ihre Klöster zu finanzieren, haben sie den Alkohol dann an das Volk verkauft und die Leute vom Alkohol abhängig gemacht. Ein Zustand, der bis heute andauert. Aber ich kann mir auch vorstellen, daß stumpfsinnige Leute von heute mit Thors Hammer behängt genau dieses gastronomische Angebot annehmen und somit auf eine Religion hereinfallen, mit der sie eigentlich gar nichts am Hut haben.

   
Haithabu-Gedenkstein

Sei es drum. Unter dem Strich bleibt, daß man die heidnischen Kulturwerte wohl absichtlich schmutzig, anrüchig und dreckig präsentiert, um damit nicht nur ebensolche Leute anzulocken (und zu prägen), sondern um den Leuten im Protz und Prunk der Chr*stenkirchen das "Ahhh" und "Ohh" zu entlocken.

   
Runenstein im Museum von Haithabu

Jeder Mensch, der etwas auf sich hält und eine innere Ästhetik sowie anspruchsvolle kulturelle Werte besitzt, wird die Nase über eine Haithabu-Kultur rümpfen, die angeblich auf einer schmutzigen Wiese neben Kuhmist und Schafdung stattgefunden hat.

Hier geht es nicht darum, wie es früher wirklich ausgesehen hat, sondern um die heutige Art der Darstellung. Denn das Chr*stentum von heute wird ja auch nicht mit Ziegen und Hühnern in der Kirche präsentiert, obwohl es zu mittelalterlichen Zeiten genau so ausgesehen hat. (Man denke nur an Alexandria, als die Chr*sten die Tempel des Serapis stürmten und aus der Bibliothek einen Ziegenstall machten, aus der Universität ein Obdachlosenasyl und mit den Schriftrollen der Bibliothek die Räume heizten.) Wenn das Chr*stentum nämlich in einer solchen Kulturlosigkeit dargestellt würde, dann hätte manch heutiger Zeitgenosse auch ein anderes Bild darüber.

Das beste an Haithabu ist dann noch das Bioland-Café neben dem Museum, aber dafür muß man nun wirklich keine weite Reise auf sich nehmen.
Entweder man findet einen Weg oder man schafft einen Weg!
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Es bedanken sich: verdandi , Hælvard , Czar , Slaskia
#2
Und ich war gerade verwundert, dass Haithabu zum Weltkulturerbe erklärt wurde – unter anderen Umständen wäre das sicher nicht passiert. Aber so kann man Leute mit eigentlich vernünftigen Ambitionen dazu bringen, in eine Sackgasse abzubiegen.

https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Wir-sind-stolz-Haithabu-und-Danewerk-sind-Welterbe,haithabu556.html
„Nichtstun ist halber Tod. Das Leben äußert sich nur in der Tätigkeit.“
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