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Kampfsport
#11
Wishmaster schrieb:@Anubis Du hast ein paar gute Ansätze, aber teilweise muss ich dann laut lachen.
Ich seh das mal als kompliment an. Lol
Jede Klinge braucht schließlich ihre Zeit für einen guten Schliff, und das du dir die Mühe machst mir zu antworten ist auch schon mal eine Auszeichnung.

@Sonnenfinsternis
Bussi Daumen hoch
Danke für diese hilfreichen Informationen

@Bragi!

Mag sein, aber dann stimmt etwas mit meinem Denkverhalten nicht, was ich vielleicht mittels erhöhtem Selbstvertrauen ausgleichen könnte oder etwa nicht?
Seinen Instinkt sollte man sowieso jede Minute seines Lebens in jeder Situation trainieren und immer wachsam sein!
Außerdem ist Kampfsport (generell Sport) eine gute Motivation seinen Körper fit zu halten, sonst endet man irgendwann als Burgermampfender Amerikaner und wer will das schon?


Grüße

Anubis
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#12
@Anubis,09.08.2006 - 10:54
Zitat:Deutschland: Esdo, Ju-Jutsu, IFCM, Taekido, Weapon Defense System, Wun Hop Kuen Do, Modern Self Defence, Xin Wu Dao Men, Li-Bo Kung Fu
Die asiatisch lautenden Vertreter sind meist nur ein Abklatsch des fernöstlichen Originals. Aus marktstrategischen Gründen wurde ein asiatischer Name gewählt oder belaßen; auch der Inhalt erinnert an die Klassiker, ist aber stark »westisiert« und mit irgendwelchen fernöstlichen Philosophien vernebelt. Diese Bewegung setzte ein, als die fernöstlichen Kampfkünste in Europa und Amerika langsam Beliebtheit gewannen und die Verbände der ersten Stunde kommerzialisiert wurden, wodurch es zu Verfallserscheinungen kam. Manche Menschen gründeten dann wieder einen eigenen Stil, um den »wahren Geist« zu bewahren und andere, um ihren eigenen wahren (geldhungrigen) Geist mit Geld zu versorgen und ihr Ego zu stillen, da durch den regen Zuspruch die eigenen Aufstiegschancen - für schlechte Sportler - in den alten Verbänden schwanden.

Das Ganze erinnert stark an das modernisierte westliche Heidentum, das hier nur allzu bekannt sein dürfte und eine leise Ahnung davon aufkommen läßt, wie diese Stilrichtungen zu werten sind...

Die englisch-amerikanischsprachigen Kampfsportarten sind dann meistens ein »Mix« quer durch die Praktiken des Ostens. Natürlich beanspruchen alle die totale Erfolgsgarantie für sich. Ich haße es, daß alles kommerzialisiert werden muß und dadurch kaputt geht... Trotzdem gibt es (auch in Deutschland) noch einige gute mir bekannte Stilrichtung mit einer Reihe guter Repräsentanten.

Sonnenfinsternis
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#13
Ich meiner Freizeit fechte ich auch. Dieser Sport stärkt das Reaktionsvermögen, die Beinmuskulatur, die Ausdauer, und die Feinmotorik erheblich. Ein Vorteil gegenüber den östlicheren Sportarten ist meiner Meinung nach, daß man beim Fechten sehr viel über die richtige Taktik erreichen kann, man prügelt eben nicht aufeinander los. Die Verletzungsgefahr ist beim Fechten ebenfalls sehr niedrig, weil man eben kaum Körperkontakt hat. Dennoch bleibt es ein Duell, und nur der bessere kann gewinnen. Außerdem ist das Fechten natürlich der Sport der feinen Herren. An den europäischen Könighäusern stand Fechten sogar auf dem Lehrplan, soweit ich weiß. Ein Sport mit sehr viel Stil, wie ich finde.


@Sonnenfinsternis

Fechten hieß früher einfach nur "kämpfen". Es ist richtig, daß in Japan und Afrika damals mit einem kurzen Dolch und einem langen Messer gekämpft worden ist, doch jeder, der sich das mal angesehen hat, wird feststellen, daß das nichts mit dem Fechten der heutigen Zeit zu tun hat. Der Fechtsport, so wie wir ihn heute kennen, hat sich im 14. Jahrhundert in Italien und Deutschland entwickelt. Das Schwert wurde für das Militär nicht mehr relevant, und es entwickelte sich das leichtere und schnellere Rapier. Ein Soldat mußte fechten können. Später kamen dann auch Florett, Degen ect. Später wurde das Fechten in Deutschland vor allem an den Unsiversitäten betrieben. Um 1500 wurden von Italien aus dann auch Schutzbekleidung eingeführt, um dann um 1900 in Deutschland zum Turniersport zu werden. Fechten ist ganz eindeutig europäischen Ursprungs. Europäer liegen auch heute noch im Fechtsport ganz vorn, was man von den Asiaten nicht behaupten kann.


Ovanalon

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#14
Gruß!

Zitat:Fechten hieß früher einfach nur "kämpfen"...
Stimmt! Mhd. vehten, ahd. fehtan (man bemerke: fehden, befehden, Fehde) bedeutete ursprünglich einfach nur »kämpfen«. Erst im Nhd. setzte sich die Bedeutung des »Kämpfens mit blankem Schwert« durch. Allerdings habe ich keine einzige japanische Kampfkunst in meinem Beitrag mit dem Fechten verglichen, sondern lediglich die Ähnlichkeit der Waffe(n) (Dussack und bôkken) und auch der waffenlosen Kampfpraktiken dargestellt, die in Fecht (Fehd?)Schulen betrieben wurden. Anatomisch gesehen hat der Mensch eben nur (bestenfalls) zwei Arme und Beine, was den Grat an unterschiedlichen Kampfkünsten insofern schmälert, als die Kampfpraktiken immer eine gewisse Ähnlichkeit zueinander aufweisen werden. Alles weitere läßt sich eigentlich meinem obigen Beitrag entnehmen, mit dem ich einfach nur zum Ausdruck bringen wollte, daß zumindest in dem Fall das Reden von Kulturkreisen und das Festsetzen auf den eigenen total übertrieben ist.

Daß die Fechtkunst eine sehr vornehme Art des Kämpfens ist und ebenso eines hohen Maßes an Geschick, Feingefühl wie Taktik bedarf, ist allerdings richtig, auch wenn es mir pers. nicht liegt. Seit wann fechtest du denn schon?

Sonnenfinsternis
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#15
Zitat:einem alten Ehrenkodex

Das hat beim echten Kampf auf Leben und Tod nichts verloren. Ist etwas für für verprägte Snobbisten (-> Samurai) und Moralapostel oder aber persönliche Duelle, sportliche Wettkämpfe etc.
Als ob man so etwas ur-barbarisches in ein Moralschema pressen könnte.
Schau Dir die Natur an: Ruft der Panther hallo und verbeugt sich, bevor er sein Opfer angreift? Nein, er SCHLEICHT sich an. Er nutz jeden Vorteil, der ihm seine Umgebung bieten kann.
Nicht jede Möglichkeit auszunutzen heißt, einen Vorteil zu verspielen, und das nennt man ignorante Dummheit.

Finde erst mal raus, was Du primär willst:

Sport
ODER
Kampf

Bei Sport gibt es viele Auswahlmöglichkeiten, bei Kampf fast gar keine.

Sport:
Ich würde vorschlagen, Du beginnst mit Judo oder Ju-Jutsu, da ist so gut wie kein fernöstliches "Getue" dabei, und man kommt den Frauen auch schnell näher.
Im Ultimate-Fighting hat sich zudem schnell gezeigt, daß die beste Waffe in der Selbstverteidigung gute Fähigkeiten beim Ringen sind (Wrestling, Judo, Ju-Justu etc.).
Karatekas, (Kick-)Boxer und dergleichen haben meist wenig Chancen gegen geübte Straßenschläger oder Ringer.

Und noch viel wichtiger als die ganze "Kampfstilfrage" sind die angeborenen/trainierten Fähigkeiten zum Kämpfen an sich.
Es kommt immer zuerst auf den Kämpfer an und dann erst auf den "Stil".
Der Wille zu verletzen muß irgendwann mal "kontrolliert abrufbar" werden, sonst ist es eben reiner Sport, so wie Federball oder Tischtennis.
Das mußt Du erst selbst an Dir beobachten, wie sich es entwickelt, wie Du gefühlsmäßig damit klarkommst.
Also ANFANGEN, und dann erst denken.


Grüße

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#16
Zitat:und das du dir die Mühe machst mir zu antworten ist auch schon mal eine Auszeichnung.

Arrgh!

Ja, mach auf jeden Fall Kampfsport/Kampfkunst, das rettet vor allem Dein Innenleben.

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#17
Zitat:Wenn ihr mir eine "deutsche" Kampfsportart nennen könnt in der man keine Waffen außer dem eigenen Körper benötigt, dann immer her damit!

Das ist eben das Problem. Ich denke hier hat es wenig Sinn zu "idealisieren".
Germanische Kampfkunst gibt es praktisch nicht (mehr), das müßte man erst neu erfinden. Und die paar "Schwertmeister", die noch herumlaufen (eher: die sich verstecken), lehren wohl eher immer nur reine Technik, ohne geistige Komponente.
Selbst in den fernöstlichen Kampfkünsten, die teilweise durchgehend tradiert sind, ist vieles weitgehend versportlicht und verwestlicht.

Hier gilt es pragmatisch zu handeln: Judo oder was ähnliches gibt es eben fast überall.

P.S.:
Indem man Kampfkunst ernsthaft übt, VERRINGERT sich das Risiko einer Konfrontation mit irgendwelchen "Gestalten".
Die gehen nämlich fast grundsätzlich gegen die vor, die am friedlichsten "aussehen".

Grüße
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#18
Könnt ihr bitte die Germanische "Kampfkunst" ein wenig näher
präzisieren, da ich mir darunter gar nichts vorstellen kann.

Gruss

Apollo
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#19
So, jetzt will ich mich doch auch mal äußern, holde Weiblichkeit hin oder her.

Zitat:Das hat beim echten Kampf auf Leben und Tod nichts verloren. Ist etwas für für verprägte Snobbisten (-> Samurai) und Moralapostel oder aber persönliche Duelle, sportliche Wettkämpfe etc.
Als ob man so etwas ur-barbarisches in ein Moralschema pressen könnte.
Schau Dir die Natur an: Ruft der Panther hallo und verbeugt sich, bevor er sein Opfer angreift? Nein, er SCHLEICHT sich an. Er nutz jeden Vorteil, der ihm seine Umgebung bieten kann.
Nicht jede Möglichkeit auszunutzen heißt, einen Vorteil zu verspielen, und das nennt man ignorante Dummheit.

Finde erst mal raus, was Du primär willst:

Sport
ODER
Kampf

Damit stimme ich grundlegend überein.
Es kommt doch primär darauf an, worum es einem geht.
Kampfkunst und sportlicher Wettbewerb - das hat etwas sehr Edles und ist zur Übung der bereits genannten Eigenschaften eine absolut empfehlenswerte Sache. Da stimme ich mit diversen Vorrednern vollkommen überein.
Nur denke ich, man sollte schon unterscheiden, ob es einem vorrangig um die Ausbildung besagter Eigenschaften und die sportliche Betätigung, oder um tatsächliche Überlegenheit im Kampf 'auf Leben und Tod' geht.
Anmerken will ich, daß ich hierzu prinzipiell mit den Worten des Barden mitgehe. Aber wenn man nun schon meint, es wäre nötig, auf einen solchen Kampf vorbereitet zu sein, dann doch bitte richtig und da ist für Pathos nur sehr wenig Raum.

Prinzipiell bin ich gänzlich vernarrt, in jegliche Art von Klingen.
Allerdings denke ich eher praktisch und befürworte insofern Wurfmesser. Zum einen sind die insbesondere für Frauen leichter zu handhaben, als beispielsweise ein Schwert (das u.U. so groß ist, wie ich - passen auch besser in die Tasche Lol ). Was nicht bedeutet, daß es nicht durchaus eine Kunst ist, mit Wurfmessern umzugehen. Aber davon mal abgesehen - im Falle eines wirklichen Kampfes... also, wenn ein Gegner so nahe gekommen wäre, daß man bereits mit Schwert oder Händen und Füßen kämpfen müßte/könnte, dann wäre er für meinen Geschmack schon eindeutig viel zu nahe gekommen. Zunge raus

Wie gesagt, die Frage bleibt halt, worum es einem primär geht.
Wie Saxorior schon schrieb - wenn man Sport treiben will, kann man auch schwimmen gehen.
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#20
Zitat:Indem man Kampfkunst ernsthaft übt, VERRINGERT sich das Risiko einer Konfrontation mit irgendwelchen "Gestalten".
Die gehen nämlich fast grundsätzlich gegen die vor, die am friedlichsten "aussehen".

Das sehe ich anders. Wer sich mit Gewalt auseinandersetzt, kommt zwangsweise damit in Berührung! Der Gedankeninhalt ist hier maßgebend, nicht das Aussehen irgendwelcher 30-jährigen, die aussehen wie Schuljungen.

A.
Das Ziel vor Augen!
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