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Manipulation und Mobilfunk
#71
Gestern lief in den Nachrichten das Thema: Kinder, Jugendliche & Smartphones - Gefahren und Chancen.

Man warnte vor Internet- und Mobilfunk-, also Smartphone-Sucht. Mehr als eine halbe Stunde am Tag im Internet zu sein, gilt laut Suchtzentrale bereits als abhängig bzw. gefährdend.

Dabei wurde auch vor Gefahren für Kinder und Jugendliche gewarnt, also Hyperaktivität, Konzentrationsschwächen, aber auch davor, daß die Kinder durch Spiele verlernen, die via Smartphone massenweise konsumiert werden, natürliche Grenzen zu erkennen! Denn in den Spielen beginnt man immer wieder von vorn, wenn das Spiel mißglückt ist. Das ist im wahren Leben nicht immer ganz so einfach, wenn da mal ordentlich etwas daneben ging. Hier vermischen sich Realität und Illusion zu einem Risiko, oder anders ausgedrückt, zu einer Wahrnehmungsstörung im Bezug auf Situationen und Herausforderungen im Leben. Als Resultat werden Leute herangezogen, die nicht in der Lage sind eigenständig Probleme zu lösen, weil ihnen der Bezug zur Situation fehlt und die Geduld (Konzentration) an einer Veränderung eines Umstandes zu arbeiten! Die Versagergeneration ist geboren!
Im Prinzip kann man sagen, daß man die Menschen mit dem "Smartphone" richtig zu packen bekommen hat, was Manipulation, Verblödung und Umerziehung angeht.  

Natürlich spricht man auch von Chancen. Welche das waren, habe ich anhand der ganzen Gefahren nicht erkennen können.
Kein besserer Freund – kein schlimmerer Feind!
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#72
Zum Thema Smartphone-Sucht passt auch der folgende Artikel. Man erkennt, wie weit die Sucht bei den Besitzern inzwischen fortgeschritten und verankert ist: sogar Angebote wie eine bestimmte Geldsumme oder ein geschenkter Urlaub im Gegenzug für einen befristeten Verzicht auf das Gerät werden vielfach abgelehnt.
Gerade die jüngere Generation, die mit den Geräten aufwächst (= seit der Wiege damit manipuliert wird) ist sehr stark betroffen. Die älteren Jahrgänge können noch viel eher auf diese Geräte verzichten.


Zitat:Studie: Smartphone-Benutzer machen sich immer abhängiger

Viele Besitzer von Smartphones würden auch für Geld oder einen Urlaub nicht länger auf ihr Handy verzichten – immer mehr wollen ständig erreichbar sein. Für die jüngere Generation hat das Handy eine existenzielle Bedeutung.

Jeder vierte Millennial prüft mehr als 100 Mal täglich das Handy auf Nachrichten und kommt auf über fünf Stunden täglich Nutzung. Das ist ein Ergebnis einer Studie, die Anton Meyer und Thomas Hess von der Ludwig-Maximilians-Universität München. Im Auftrag des Kundendienst-Anbieters B2X haben die Wissenschaftler die Nutzungsgewohnheiten von Smartphone-Besitzern untersucht. Für die Studie wurden mehr als 2600 Menschen in Brasilien, Deutschland, Indien, Russland und den USA befragt.

Die Ergebnisse zeigen vor allem, dass die Nutzungshäufigkeit und Bedeutung der Geräte für die Generation der nach dem Jahr 2000 geborenen "Millennials" größer ist als bei älteren Generationen. Ein Viertel der jungen Generation prüft mehr als 100 Mal täglich das Handy auf Nachrichten und Neuigkeiten und kommt auf über fünf Stunden täglich Nutzung, rund die Hälfte schaut mehr als 50 Mal nach aktuellen Status auf dem Display. In der sogenannten Babyboomer-Generation (Geburtsjahrgänge 1955-1969) tun das nur 15,9 Prozent der Befragten.

Dass jüngere Menschen ihr Handy häufiger benutzen, scheint keine überraschende Erkenntnis zu sein. Unabhängig vom Alter gaben zudem 85 Prozent der Nutzer an, das Smartphone immer griffbereit zu haben, ein Viertel trage es sogar rund um die Uhr am Körper. Über die Hälfte der Befragten aller Generationen verlangt mittlerweile von Freunden und Bekannten schnelle Reaktionen innerhalb weniger Minuten.

Man erkennt die Zwänge, die zur Sucht führen: Angst, etwas zu verpassen. Der soziale Druck, jederzeit auf Anfragen des Umfeldes reagieren zu müssen. Wenn man in diesem Strudel schon aufwächst, kommt man gar nicht auf die Idee, es könnte auch anders gehen.


Zitat:Ein Angebot, das man nicht ablehnen kann?
Um die Bedeutung des Smartphones einzuschätzen, fragten die Forscher, wogegen die Nutzer einen Monat Smartphone-Verzicht tauschen würden. 74 Prozent der Befragten lehnten den Tausch mit einem Tag zusammen mit ihrem Lieblings-Star ab, 56 Prozent würde auch eine zehnprozentige Gehaltserhöhung als Gegenleistung nicht akzeptieren. Die Hälfte der Versuchsgruppe verzichtete auf eine Woche Extra-Urlaub, immerhin 41 Prozent waren selbst 1000 Dollar zu wenig für einen handyfreien Monat.

Der Stellenwert der Geräte zeigt sich auch bei Fragen nach zukünftigen Anschaffungsplänen. Ein Zehntel der Konsumenten plane demnach, mehr als 750 Dollar für das nächste Smartphone ausgeben, ein Viertel mindestens 500 Dollar – obwohl 91 Prozent beim aktuellen Modell weniger ausgegeben haben. "Menschen wollen alles in ihrem Leben digital vernetzen: Sie wollen ihr Zuhause automatisieren, Virtual Reality erleben und Smart Digital Assistants verwenden – und all das passiert genau jetzt."

https://www.heise.de/newsticker/meldung/Studie-Smartphone-Benutzer-machen-sich-immer-abhaengiger-3716208.html


Sie wollen ... was sie sollen - die Marschroute ist schon abgesteckt.

Sieht man den Artikel aus einer anderen Sichtweise, dann klingt alles wie eine Erfolgsmeldung: "Die Smartphones haben voll eingeschlagen, wir haben alle unter Kontrolle."
Das hast Du Dir so gedacht!
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#73
Hier ein interessanter Artikel (aus gegebenen Anlass):

In dem Artikel geht es um die permanente Datensammlung von einem bestimmten Modell eines Funktelefons. Zwischendrin stand dann das:

"Deaktivieren der Ortung verhindert nicht die Übertragung von Daten.
Dabei spiele es keine Rolle, heißt es in dem Bericht, ob gerade aktiv Dienste zur Standortbestimmung wie Navigationsanwendungen genutzt würden. Außerdem sammele das Telefon weiter Daten, selbst wenn die Ortungsfunktion bewusst ausgeschaltet worden sei. Die Daten würden dann über das mobile Datennetz oder zum Beispiel, wenn keine SIM-Karte eingelegt sei, über das drahtlose Netzwerk WLAN übertragen."

Hier ist der komplette Bericht:
http://www.tagesschau.de/inland/datensammlung-google-101.html
Innen wie Außen
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#74
Man weiß das ja schon lange. Es ist nur gut, es auch einmal offiziell zu lesen, damit auch der letzte Skeptiker Ruhe gibt.


Pläne der Innenminister
Wenn Alexa die Beweise liefert
Stand: 05.06.2019

Sprachassistenten wie Alexa und Siri sowie internetfähige Fernseher und Kühlschränke könnten bald eine wichtige Rolle bei Ermittlungen spielen. Die Innenminister planen, digitale Spuren als Beweismittel zuzulassen.
Die Sicherheitsbehörden sollen künftig auch Daten von vernetzten Geräten wie dem Sprachassistenten Alexa oder smarten Kühlschränken auswerten dürfen. Die Innenminister von Union und SPD wollen sogenannte digitale Spuren aus dem Bereich Smart Home als Beweismittel vor Gericht verwenden.
Eine entsprechende Beschlussvorlage formulierte das Innenministerium Schleswig-Holsteins für die Innenministerkonferenz (IMK), die in der kommenden Woche in Kiel stattfindet. Zuerst hatten die Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) darüber berichtet.

Sprachassistenten sammeln permanent wertvolle Daten

Digitalen Spuren kommt laut der Beschlussvorlage des schleswig-holsteinischen Innenministers und IMK-Vorsitzenden Hans-Joachim Grote (CDU) "eine immer größere Bedeutung" bei der Aufklärung von Kapitalverbrechen und terroristischen Bedrohungslagen zu. Fernseher, Kühlschränke oder Sprachassistenten wie Alexa und Siri, die mit dem Internet verbunden sind, sammeln demnach permanent wertvolle Daten, die für Sicherheitsbehörden von Bedeutung sein könnten.

Dirk Hundertmark, Sprecher des schleswig-holsteinischen Innenministeriums, teilte tagesschau.de in einer schriftlichen Stellungnahme mit, dass das Bundesland "für das Erkennen, Sichern und Auswerten solcher digitaler Spuren" ein "Kompetenzzentrum Digitale Spuren" eingerichtet habe. Dies sei "auf der Basis der geltenden Rechtslage" geschehen und im Koalitionsvertrag zwischen CDU, FDP und Grünen vereinbart gewesen.
Solche Kompetenzzentren gebe es auch in anderen Bundesländern, so Hundertmark. "Schleswig-Holstein hat zur IMK einen Antrag gestellt, der eine bessere und koordiniertere Zusammenarbeit dieser Zentren zum Ziel hat." Eine Ausweitung polizeilicher Kompetenzen sehe der Antrag Schleswig-Holsteins "definitiv nicht vor".

Länder sagen Unterstützung zu

Die Innenstaatssekretäre von Union und SPD haben sich dem RND zufolge in der vergangenen Woche in Berlin auf einer Vorkonferenz darauf verständigt, den Antrag Schleswig-Holsteins unterstützen zu wollen. Digitale Spuren sollen demnach nur mit richterlicher Anordnung ausgewertet werden dürfen.
Auch das Bundesinnenministerium befürwortet die Pläne. "Aus unserer Sicht ist es für eine effektive Kriminalitätsbekämpfung sehr wichtig, dass den Sicherheitsbehörden von Bund und Ländern auch auf diesen Geräten gespeicherte Daten nicht verschlossen bleiben", sagte ein Sprecher.

Datenschützer sind skeptisch

Durch die zunehmende Digitalisierung und Vernetzung aller Lebensbereiche steige die Bedeutung solcher digitaler Spuren. Derzeit werde das Thema geprüft, da die Rechtsgrundlage bisher nicht ausreiche. Auch seien datenschutzrechtliche Bedenken zu berücksichtigen.
Das CDU-geführte Verbraucherschutzministerium erinnerte an die Eigenverantwortung der Bürger. Wer sich Alexa ins Schlafzimmer stelle, gehe natürlich die Gefahr ein, dass mitgehört werde und Daten generiert würden. "Diese Daten sind da, und natürlich können die Daten in ganz vielerlei Hinsicht verwendet und theoretisch auch von Strafverfolgungsbehörden beschlagnahmt werden", sagte ein Sprecher. "Das muss sich jeder fragen, der solche Sprachassistenten in seinem privatesten Umfeld verwendet."
Scharfe Kritik kam von den Grünen. "Die Digitalisierung unseres Lebens darf nicht dazu führen, dass der Einzelne den Ausforschungs- und Kontrollwünschen des Staates gerade in dem von Artikel 13 des Grundgesetzes besonders geschützten Bereich der eigenen Wohnung schutzlos ausgeliefert ist", sagte Vize-Fraktionschef Konstantin von Notz.

So stelle sich auch die Frage immer drängender, ob die Auswertung von durch sogenannte Smart-Home-Geräte gesammelten Daten nicht gegen den Grundsatz verstoße, dass ein Beschuldigter sich nicht selbst belasten müsse, so von Notz weiter. "Denn dieser eiserne Rechtsstaatsgrundsatz wird ad absurdum geführt, wenn der Staat sehr umfänglich auf Datenträger zugreifen darf, die präziser und umfassender Daten und Informationen preisgeben, an die sich ein Mensch kaum erinnern könnte."

Quelle: https://www.tagesschau.de/inland/sprachassistent-beweismittel-101.html
Innen wie Außen
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Es bedanken sich: Erato , Paganlord , Cleopatra , Violetta , Waldschrat , Saxorior
#75
Ich habe ganz kurz überlegt, ob es eher zu unserer Spaßecke passt:

Zitat:Die estnische Präsidentin Kersti Kaljulaid wirbt für eine umfassende Digitalisierung in Deutschland, weil dies die Daten der Bürger sicherer machen würde.
...
Der Staat schafft hier Vertrauen?

Vertrauen ist essenziell. Viele Leute sagen: Das ist doch nicht sicher online. Und ich frage sie: Wie bitte? Sie haben sicher Ihre Papierakte in der Klinik Ihres Arztes - wenn Sie aber nicht persönlich hingehen, um die Akte auf Fingerabdrücke zu untersuchen, dann wissen Sie nicht, wer zuletzt Ihre Papiere gelesen hat. Online weiß ich das. Wer auch immer meine Daten liest, hinterlässt einen elektronischen Fingerabdruck. Und er kann sich bei mir ausschließlich mit seiner persönlichen ID einloggen, nicht als Institution. Das ist wahre Sicherheit.
...

Rofl  Rofl  Rofl
Finde Dich selbst!
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