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Ode an Potsdam
#1
Am heutigen Samhain möchte auch ich den großen Menschen und ihren Stätten gedenken. Möge ihr Tatenruhm die Ewigkeit überdauern.


Ode an Potsdam

993 wähnte man erstmals Deinen Namen
Poztupimi et Geliti wurdest Du genannt
Unter den Eichen so vernahmen
die des Wortes Inhalt kannt.

Des Ruhmes Glanz noch trüb und stumpf
Deinen Schatz noch niemand ahnte
Eine Insel versunken im Sumpf
ein jeder stets nur mahnte.

Verkauft und verpachtet
nur um des Gieres Willen
So wurdest Du verachet
Deine Schönheit verborgen im Stillen.

Im sumpfigen Boden sei kein Ertrag
so rügte man das Deine
Das was bei Dir im Innern lag
erkannte nicht der Eine.

18 mal wechseltest Du des Besitzers Hand
1660 wurde diese Schmach beendet
Der Große Kurfürst löste Dein Pfand
Du warst nie mehr verpfändet.

Des Havelüberganges warst Du mächtig
den Schweden konntest Du nicht entfliehen
Der Feind war noch zu kräftig
als Deine Mauern fielen.

Doch auch die Gefahr war bald gebannt
vertrieb Dein Kurfürst Dir den Feind
Kein Schwed' — nur Preuße stand
auf Deinem schönsten märk'schen Sand.

So tat er was noch keiner tat
das Entlein wurd zum Schwane
Denn was in Deinem Innern lag
stand jetzt auch auf der Fahne.

1685 führte ein Edikt
die Hugenotten in Dein Land
Des Zünftes Geschick
in Preußen Anerkennung fand.

In des Soldatenkönigs Zeiten
wurdest Du als Garnisionsstadt auserkoren
Vergrößertest Dich um Weiten
eine neue Weltstadt war geboren.

Deine Sümpfe sind jetzt trocken
das ganze Eiland ist ein Paradies
Die Sehnsucht mag frohlocken
was aus Deinem Saatgut sprießt.

Ein alter Mann mit Stock
verhalf Dir dann zum Siegesruhm
Im preußischen Rock
wurdest Du zum Heiligtum.

Ein Schöngeist mit Verstand und Witz
sein Erbe verweilt für alle Zeit
Genannt der gute Alte Fritz —
Potsdam in ewiger Dankbarkeit.

Ein König, der seines Gleichen sucht
fand Dich als seine Quelle
Des Ehres Ruhm und Frucht
weilt nun an dieser Stelle.

Der Geist, der neu entfacht
ist Dein Herz, das in Dir schlägt
Eine geistige Macht
die nun Deinen Namen trägt.

So versuchte man zu jeder Zeit
diesen heil'gen Ort zu brechen
Doch hast Du Dich stets befreit
um diese Schmach zu rächen.

Napoleons Truppen hast Du vertrieben
die Weltkriege konntest Du überdauern
Deine Schönheit ist geblieben
und lebt fort in Deinen Mauern.

O Du schöner Ort der Freude
gelobet sei dies Fleckchen Erde
Auf daß es stets so bleibe
geheiligt sei Dein Erbe.

Das Glück Deines Lebens hängt von der Beschaffenheit Deiner Gedanken ab.
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#2
Zitat:993 wähnte man erstmals Dein Namen

Mir scheint, daß die Semnonen dort schon länger wohnen ... Blinzeln


Die Tageszeitung von heute:

4500 Jahre altes Kriegergrab in Potsdam gefunden

Dem Toten waren ein Gefäß und acht Pfeilspitzen aus Feuerstein ins Grab gelegt worden. Das war vor rund 4.500 Jahren - und jetzt sind die Beigaben und das vollständig erhaltene Skelett eines Kriegers aus der frühen Bronzezeit bei Grabungen in der Potsdamer Innenstadt entdeckt worden. Die Stadtverwaltung sprach von einem sensationellen Fund und betonte, damit sei belegt, dass es eine sehr frühe Besiedlung am Havelufer gegeben habe. An gleicher Stelle waren in den vergangenen Monaten bereits mehrere Gräber gefunden worden.
Entweder man findet einen Weg oder man schafft einen Weg!
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#3
Hallo Paganlord,

daß dort schon eine viel ältere Kultur lebte ist klar. Der Name "Poztupimi" wurde jedoch laut Quellen erst 993 erwähnt.
Es ist eben so wie überall, die nachvollziehbaren Quellen via Internet, Lehrbuch etc. beziehen sich leider größtenteils auf die chr**liche Zeit. So wie uns heute eben erzählt werden soll, daß die Stadt Brandenburg ihren 850 Geburtstag hat, so verändert man sämtliche Zeiten und ändert sie auf Chr**zeit um.
Ich wollte mit meinen Zeilen nicht zum Ausdruck bringen, daß an diesem Ort nicht schon früher eine Kultur existierte, sondern lediglich einene kurzen geschichtlichen Überblick geben. Es ging bei der Jahreszahl wohlweislich nur um den Namenstag.

Ich habe diesen Bericht, den Du schilderst, auch aufmerksam im Radio verfolgt. Und freue mich natürlich, daß anscheinend immer mehr solcher Funde dokumentiert werden.
Das zeigt, daß ihr erfundenes Kartenhaus langsam zusammenfällt. Allerdings habe ich immer das Gefühl, daß die Leute solche Berichte nicht wahrnehmen und registrieren können.

Liebe Grüße
Inara
Das Glück Deines Lebens hängt von der Beschaffenheit Deiner Gedanken ab.
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#4
Zitat:Das zeigt, daß ihr erfundenes Kartenhaus lanmgsam zusammenfällt

Ja genau Inara. Es gibt ein Leben vor der Bibel. Rofl Egal wieviele Leute solche Meldungen verstehen oder sogar den Mut der Ärchäologen würdigen, sich bei der Datierung mit der Kirche und der gängigen Doktrin anzulegen. Wir verstehen es in jedem Fall und verfolgen solche Meldungen aufmerksam. Wie Du schreibst so ist es: Ihr lügnerisches Kartenhaus fällt mit solchen Meldungen zusammen Poesie
Sei!
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#5
Zitat:Ihr lügnerisches Kartenhaus fällt mit einer jeden solchen Meldungung zusammen

Die Klugen sehen es, die Dummen nehmen es nicht wahr. Und deshalb sind dumme Leute nur überflüssiger Ballast.
Tue was immer ich will!
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#6
@ Wishmaster

Ballast wird bekanntlich über Bord geworfen.

A.
Das Ziel vor Augen!
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#7
Wobei die Dummen oftmals "Intellektuelle" sind.

Nur als Aufklärung an Querleser, die mit dem Forumsjargon nicht ganz vertraut sind.

Lol

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