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Olivenöl - nativ extra - neuer Test
#11
Hallo Leute, lest einmal diesen Atikel nach:
http://www.gerardo.de/html/olivenoel/oeltest.htm

Gruss Alf
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#12
Ah sehr gut, danke. Ich stelle den Text gleich mal hierein. Wie Nuculeuz schon neulich in Bezug auf gewisse Testergebnisse zu homoöpathischen und anderen alternativen Heilmethoden schrieb: "Da sind die Tester dann schlichtweg überfordert oder haben eben einen ganz bestimmten Auftrag zu erfüllen" (frei zitiert)

***************************************************************
Die Stellungnahme der Merum-Redaktion zum aktuellen Olivenöl-Test der Stiftung Warentest Heft Nr. 10 Oktober 2005

Skandalös (und) kritiklos?
Die Stiftung Warentest und das Olivenöl

Olivenöl wird als Thema immer beliebter bei den Redaktionen weitab mediterraner Olivenhaine. Auch die Stiftung Warentest glaubt, ihren Lesern immer wieder mal ihre Erkenntnisse zu diesem Thema zu schulden.

Über Olivenöl kann man schreiben, was man will. Egal, ob fundiert oder nicht, merken tuts kaum einer. Ein massives Echo in der Öffentlichkeit ist vor allem Presseberichten gewiss, die Olivenöl mit den Reizwörtern Fälschung und Schadstoffbelastung in Verbindung bringen.

Manche Beobachter sind der Ansicht, es sei egal, wenn da manchmal etwas danebengehauen würde. Wichtig sei, dass man über Olivenöl berichte und bewusst mache, dass etwas nicht stimme. Merum ist mit dieser Haltung nicht einverstanden. Es gibt keinen triftigen Grund, warum die Redaktionen über dieses Thema nicht kompetent und sorgfältig berichten sollten. Niemandem dient weitere Verunsicherung, Verbraucher und Produzenten sind auf Sicherheiten angewiesen, auf Kriterien, die ihnen gestatten, zwischen gut und schlecht, echt und falsch zu unterscheiden. Auflagesteigernde Provokationen, Schüsse in die Dunkelheit und Skandalberichte dienen nur den Verlegern, nicht den Lesern.


Die Stiftung Warentest, die die Welt des Olivenöls auf den Regalen der Discounter zu ergründen sucht, verbreitet unbeirrt ihr Credo "Qualität muss nicht teuer sein" und richtet damit großen Schaden an. Nicht so sehr zu Lasten der Verbraucher. Die sind selber Schuld, wenn sie meinen, für EUR 5,60, 8,- oder 10,- pro Liter ein Olivenöl zu erwerben, das Gaumen und Nase Angenehmes zu bieten habe. Schaden entsteht vielmehr all jenen Produzenten, die sich bemühen, Olivenöl hoher Qualität zu erzeugen. Öl somit, für das das europäische Recht die Bezeichnung Extra Vergine vorsieht. Die Erzeugung solcher Öle ist aufwendig und teuer, da die Oliven manuell geerntet und innert weniger Stunden mit modernen, superhygienischen Anlagen verarbeitet werden müssen.

Leider kümmert sich heute keiner um das Gesetz, das die Qualitätskategorien definiert (die EU-Verordnung 796/2002). Kontrolliert wird nicht. Fast alles Olivenöl kommt als Extra Vergine auf den Markt. Gutes und stinkendes, teures und billiges. Kein Wunder, dass bei mehr als 90 Prozent der sogenannten Extra Vergine Inhalt und Etikett nicht miteinander übereinstimmen.

Leider interessiert die Stiftung Warentest die Qualität der Öle und deren rechtmäßige Bezeichnung wenig.
Die Kollegen möchten lieber Fälschungen aufdecken. Prominent prangt der Titel: "Schmutziges Gold" über dem Bericht der Stiftung Warentest. Weiter liest man, "Kein Öl war frei von Schadstoffen"! Tatsächlich hallte diese Meldung im deutschen Pressewald laut wider: "Viele Olivenöle gefälscht oder verschmutzt" und weitere Schreckensmeldungen waren zu vernehmen. Diese Berichte wurden von Kollegen verfasst, die übersehen hatten, dass die Skandalmeldung der Warentester sich lediglich auf einem - einem einzigen! - "Mangelhaft" bezüglich "Schadstofffreiheit" abstützte. Mit einer einzigen Ausnahme war der Schadstoffgehalt bei allen geprüften Ölen so unbedenklich, dass die Noten "Gut", "Befriedigend" oder "Ausreichend" vergeben wurden.
Die Warentester beharrten aber auf ihrem Skandal-Titel, obschon die Ergebnisse der Analytiker diesen nicht rechtfertigten.

Vom weitverbreiteten Etikettenschwindel ist keine Rede!
Von einem Skandal gäbe es allerdings sehr wohl zu berichten. Allerdings ist weniger die Fälschung das Problem, und noch weniger die Schadstoffbelastung, als vielmehr der weitverbreitete Etikettelschwindel. Aber sensorische Qualität ist für die Stiftung Warentest kein Thema. So straften die Verkoster lediglich ein einziges Öl, dem nicht bereits die Chemiker eine verbotene Behandlung - also Panscherei - nachgewiesen hatten, mit einem "Mangelhaft" ab. Bei 19 (von 23 geprüften) Billigölen hatte der Warentest-Panel an der Qualität nichts Grundsätzliches auszusetzen.

Der wahre Skandal? Diese perfide Kombination von Skandalgeile und Kritiklosigkeit unter dem Deckmantel des "Konsumentenschutzes"!

Mehr über Olivenöl und seine Tester im nächsten Merum. In wenigen Tagen in Ihrem Briefkasten, bei Ihrem Weinhändler oder am Kiosk.

Ihre Merum-Redaktion
http://www.merum.info
Entweder man findet einen Weg oder man schafft einen Weg!
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#13
Was ist los mit Bio-Olivenöl?

Der nachfolgende Text stammt aus der Naturkost-Zeitung Schrot und Korn, die sich hier auf den letzten Test der Stiftung Warentest bezieht.


*********

Weichmacher, unerlaubte Wärmebehandlung, Geschmacksfehler: Der Olivenöltest der Stiftung Warentest von Ende September fiel für fünf der acht getesteten Bio-Öle nicht gut aus. Gemeinsam suchen die Anbieter jetzt nach Ursachen.

Nach dem Warentest der gleichnamigen Zeitschrift haben praktisch alle Bio-Olivenöl-Anbieter für den Naturkostfachhandel ihre Produkte in Labore gegeben, um zu prüfen, ob weitere Öle betroffen sind. Im Mittelpunkt stand die Suche nach Weichmachern, die möglicherweise aus Kunststoffleitungen in das Öl übergehen können. Erste Ergebnisse deuten darauf hin, dass vor allem griechische Olivenöle betroffen sind. Eine Gesundheitsgefahr besteht bei den Ölen im Bioladen nicht.


Die Testergebnisse der Stiftung

Die Stiftung Warentest untersuchte 26 Olivenöle der Qualitätsstufe "nativ extra". Darunter waren zwei Bio-Öle aus dem Bio-Laden (Naturata und Rapunzel), eines aus dem Reformhaus und fünf Bio-Öle aus Super- oder Drogeriemärkten. Neunmal gab es die Note "mangelhaft", davon fünfmal für Bio-Produkte.

Im Kreta-Öl der Marke Naturata und beim Gut&Gerne-Öl der Bio-Zentrale Stubenberg fand das Labor Weichmacher. Beim Naturata-Öl sowie den Ölen von Tengelmann (Naturkind) und Edeka (Bio-Wertkost) stellten die Tester eine unerlaubte Wärmebehandlung fest. Die Bio-Öle von Edeka (Gut&Gerne) und Rossmann (EnerBio) hatten nach Ansicht der Prüfer einen "stark fehlerhaften" Geschmack und hätten deshalb nicht als nativ extra verkauft werden dürfen. Auch bei vielen konventionellen Ölen bemängelte Stiftung Warentest die Qualität.


Weichmacher im Öl

Weichmacher machen starre Kunststoffe wie PVC geschmeidig. Sie gehen bei Kontakt leicht in fetthaltige Lebensmittel wie Öl über. Als mögliche Quellen der Belastung gelten Schläuche oder Dichtungen, mit denen das Öl in der Mühle, bei der Abfüllung oder auf dem Transport in Kontakt kam. Auch die Bewässerung mit Plastikschläuchen könnte eine Ursache sein. Die Stiftung Warentest fand in der Hälfte der Olivenöle Spuren von Weichmachern, in zwei Bio-Ölen waren die Konzentrationen deutlich erhöht. Das Kreta-Öl von Naturata enthielt 9,3 Milligramm je Kilogramm (mg/kg) Di-2-Ethylhexylphthalat (DEHP) und 40 mg/kg Diisodecylphthalat (DIDP). Noch wesentlich mehr wurde im Gut&Gerne-Öl der Bio-Zentrale Stubenberg gefunden: 75 mg/kg DEHP. Sie beliefert unter anderem Edeka.

DEHP ist im Tierversuch krebserregend, giftig für Hoden, Leber und Niere, beeinträchtigt die Fortpflanzungsfähigkeit und führt zu Entwicklungsstörungen bei männlichen Embryos. DIDP schädigt die Leber und wirkt in höheren Mengen fortpflanzungsschädigend.


Bestand eine Gesundheitsgefahr?

Für beide Weichmacher gibt es keine Grenzwerte für Lebensmittel. Allerdings hat der wissenschaftliche Lebensmittelausschuss der EU so genannte tolerierbare tägliche Aufnahmemengen (TDI) festgelegt. Für einen 60 Kilogramm schweren Menschen wären das 3 mg DEHP und 9 mg DIDP am Tag. Um diesen Wert zu erreichen, hätten zwei Esslöffel des Gut&Gerne-Öls genügt. Doch der Weichmacher gelangt auch noch aus anderen Quellen in den Körper. Das Bundesinstitut für Risikobewertung schreibt dazu: "Wird der TDI längerfristig überschritten, können gesundheitliche Schädigungen nicht mehr sicher ausgeschlossen werden." Im Klartext: Der Weichmachergehalt im Gut&Gerne-Olivenöl ist, wenn man es täglich benutzt, auf Dauer gesundheitlich bedenklich. Das Naturata-Öl ist deutlich geringer belastet und gilt deshalb gesundheitlich als unbedenklich.


Die Branche hat reagiert

Die Anbieter haben die beiden mit Weichmachern belasteten Öle zurückgerufen. Sie und andere Abfüller haben Proben weiterer Öle in die Labore geschickt. Bei Redaktionsschluss lagen noch nicht alle Ergebnisse vor. Doch bisher fanden sich Weichmacher nur in Olivenölen, alle anderen Öle waren frei davon.

Olivenöle aus Spanien und Italien enthielten keine Weichmacher oder nur unbedenkliche Spuren bis zu 1 mg/kg. Belastungen bis zu 10 mg/kg fanden sich bis Redaktionsschluss in griechischen Ölen (Kalamata und Kreta) von Naturata, Rapunzel und Byodo, eine Größenordnung, die ebenfalls gesundheitlich noch nicht bedenklich ist. Unterschiedlich beurteilten die Anbieter die Frage, ob die Produkte dennoch aus Vorsorgegründen zurückgerufen werden sollten.

Einig sind sie sich darin, dass Weichmacher in diesen Konzentrationen nichts in einem Lebensmittel zu suchen haben und deshalb alles getan werden muss, um die Quellen der Belastung zu finden und auszutrocknen. Bereits Mitte Oktober diskutierten die Qualitätsmanager der Branche über weitere Messungen und mögliche brancheninterne Grenzwerte für Weichmacher. Ein Thema sind auch einheitliche Standards beim Umgang mit solchen negativen Testergebnissen, um Bio-Läden und ihre Kunden möglichst frühzeitig und genau informieren zu können. Über den Ausgang des Treffens und aktuelle Messwerte berichten wir aktuell unter http://www.naturkost.de.


Wärmebehandlung

Nicht nur Weichmacher hat die Stiftung Warentest gefunden, sondern auch unerlaubte Wärmebehandlungen.

Durch Erhitzen lassen sich geschmackliche Fehler eines Olivenöls korrigieren, so dass aus einem nativen Öl noch eines der Qualitätsstufe "nativ extra" wird. Das ist natürlich verboten. Ein neues Analyseverfahren kann solche Manipulationen schon für Erhitzungen ab 80 Grad Celsius nachweisen.

Naturata als der betroffene Lieferant der Bioläden argumentiert, dass es in den kretischen Pressen, aus denen das Öl stammt, keine Anlagen zur Erhitzung gebe. Das Messergebnis müsse durch die Alterung des Öls verbunden mit einer unsachgemäßen Lagerung zustande gekommen sein. Nach Auskunft von Ch**stian Gertz vom chemischen Untersuchungsamt Hagen weist die Gesamtheit aller Untersuchungsergebnisse des Tests jedoch eindeutig auf eine thermische Belastung oder Zumischung von thermisch belastetem Olivenöl hin. Gertz hat die oben erwähnten Verfahren entwickelt.

Bei den unerlaubt erhitzten Bio-Ölen aus dem Supermarkt gibt es erste Hinweise auf eine italienische Ölmühle, die gepanschtes Öl auf den Markt gebracht haben könnte.


Geschmack und Frische

Auch ohne Wärmebehandlung wurde der Geschmack einiger Bio-Olivenöle moniert. Aus dem Bioladen war das Demeter-Olivenöl nativ extra, Finca la Torre aus Spanien betroffen. Der Hersteller Rapunzel wies darauf hin, dass die Testflasche kurz vor Ablauf des Haltbarkeitsdatums getestet worden sei. Ältere Öle würden geschmacklich oft leicht abbauen; das gleiche Öl mit identischem Haltbarkeitsdatum sei 2004 in erntefrischem Zustand von der Zeitschrift Ökotest als geschmacklich einwandfrei getestet worden.

Sei!
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#14
Wenn ich solche Dinge lese, stelle ich mir immer wieder die Frage, wie diese Produkte überhaupt in den Laden gelangen können. Alle Produkte werden doch getestet, bevor sie für den Verkauf ausgewählt werden. Jede neue Charge wird im Labor untersucht (jedenfalls wird man so aufgeklärt).
Wer ist den nun der "Wolf im Schafspelz"?

Muninn

Finde Dich selbst!
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#15
Wenn ich weiß, daß Stiftung Warentest an den Untersuchungen mitgewirkt hat, dann weiß ich auch, daß es unter Umständen Müll ist, was die propagieren. Ich verweise hiermit auf das Thema, ein "Burger" von Mc Dreck wäre eine vollwertige Mahlzeit *sich am Kopf kratzt und sich fragt, ob die noch ...*

Salve Bragi
Kein besserer Freund – kein schlimmerer Feind!
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#16
Stiftung Warentest nimmt die Relativitätstheorie etwas zu ernst. :-)
Die betrachten immer die Produkte relativ einseitig aus einem Betrachterwinkel heraus, und der Blickwinkel ist "Ich-freß-alles-mir-alles-wurscht-hauptsache-satt".
Wenn man alle Burger von Schnellimbißketten miteinander vergleicht, kann es entfernt möglich sein, daß der Testsieger "Cheeseburger" gut abschneidet, wobei ich rückblickend sagen muß: Der McDonalds Cheeseburger ist neben dem Hamburger mitunter das lapprigste und am meisten aus "nichts" bestehende Gebilde das ich kenne.
Für mich ist dieses Ergebnis (Burger) einfach das peinlichste seit Bestehen der Stiftung.

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#17
kalispera
Als indirekt Betroffener(bin Olivenölbauer)habe ich naturgmäß großes Interresse an diesen "Vorgängen".In den letzten Wochen habe ich 21 Ölmühlen im Umkreis abgeklappert um zu schauen wie da gearbeitet wird.20 Ölmühlen (incl.meiner Stammühle)verwenden für die Lagerung Edelstahltanks.Die Kunststoffleitungen sind angeblich Lebensmittelecht.(Aufdruck)Nach Gesprächen mit anderen Bauern und Ölmühlern ist die einhellige Meinung,daß die Schadstoffe nur auf dem Transportweg oder bei der Sammellagerung ins Öl kommen können.Der Ablauf sieht folgendermassen aus: Der B.bringt seine Oliven zur Mühle,im Schnitt pro B.3000Kg.Daraus werden ca.600Kg Öl.Was der B.nicht selber braucht verkauft er an die Genossenschaft (ca.3EUR pro Kg.) Wenn die Tanks der Ölmühle voll sind,gehts weiter nach Patras oder einen anderen Hafen.Jetzt weiss schon niemand mehr wie da die Sammelbehälter beschaffen sind.Geschweige den in Deutschl.Das Öl vieler meist kleiner Bauern wird also mehrfach zusammengemischt,somit ist der Manipulation hier schon Tür und Tor geöffnet.Ganz nebenbei,die Genossenschaft zahlt für Bioöl auch nicht mehr wie für anderes,drum sehen die meisten keinen Grund für giftfreies arbeiten.Mein Nachbar hält es auch für möglich,daß die Weichmacher über die Flaschenverschlüsse,die meistens ein Kunststoffinlett haben,ins Öl kommen könnten.Da ich jetzt auch mit der Ernte beginne, habe ich die nächsten Wochen keine Zeit mich weiter zu kümmern,vieleicht weiss ja von Euch jemand irgendetwas über die Öllagerung in D.Ach ja,hier wird kein Öl höher als bei 30 grad gepresst, kaltgepresstes Öl erkennt man am Trub,es ist nie ganz klar.

Jacharra
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#18
Die Olivenöle im Bioladen kamen mit einem blauen Auge davon. Keines der untersuchten Öle ist gesundheitlich bedenklich und nur eines thermisch beeinträchtigt.

Weit mehr getroffen hat es die Bio-Öle im konventionellen Handel. Dort gibt es einen gesundheitlich bedenklichen Fund und die Zahl der wärmebehandelten Öle ist höher. Das mag auch daran liegen, dass einige dieser Öle letztlich vom gleichen Lieferanten stammen.

Vielleicht können sich die Lieferanten der Bioläden ihr besseres Abschneiden als Verdienst anrechnen, wahrscheinlich haben sie einfach Glück gehabt. Denn die Ursprungslieferanten sind teilweise dieselben und der Test auf Weichmacher gehört hier wie dort anscheinend nicht zum Standardprogramm in der Qualitätssicherung. Das verwundert, denn Weichmacher waren vor zehn Jahren schon einmal ein Problem für Bio-Öle. Man kann in der Tat nicht alle möglichen Quellen für Schadstoffe im Vorhinein ahnen - aber bekannte Risiken zumindest stichprobenweise immer mal wieder zu prüfen - das kann man verlangen. Dass dies nicht geschah, ist ein dunkler Fleck auf der sonst ja recht sauberen Weste der Bio-Anbieter. Insofern ist es begrüßenswert, dass Testzeitschriften immer wieder auf neue Stoffe testen (auch wenn die Bewertungen manchmal etwas übertrieben daherkommen).

Zu überdenken ist auch die Politik der Bio-Unternehmen gegenüber der Öffentlichkeit. Einerseits ist es verständlich, dass ein kleineres Unternehmen bei solchen Funden erst mal eine Denkpause braucht, bevor es damit an die Öffentlichkeit geht - zumal wenn keine Gesundheitsgefahr besteht. Andererseits muss aber auch bedacht werden, dass die Bio-Kundschaft den höheren Preis des Produktes auch deshalb akzeptiert, weil sie hohe Erwartungen an die Qualität des Produktes hat. Hier muss der finanzielle Verlust gegen den Imageschaden aufgewogen werden, den schon der Anschein des Zögerns und der Kleinlichkeit verursachen kann.

Genau hier wird für den Kunden der Anspruch eines Unternehmens deutlich. Solche Schadstoffe oder Qualitätsmängel werden immer wieder auch bei Bio-Produkten gefunden. Nichts ist perfekt und man lernt auch auf diesem Gebiet nicht aus. Zu wünschen ist, dass die Unternehmen der Bio-Branche diesen Fall nicht als Einzelfall nehmen, sondern generelle Richtlinien für Rückrufe und Öffentlichkeitsarbeit erarbeiten. Je früher und aktiver Unternehmen informieren und handeln, desto glaubhafter werden sie ihren Qualitätsanspruch bei den Kunden verankern.

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#19
Zitat:kaltgepresstes Öl erkennt man am Trub,es ist nie ganz klar.

Und vor allem auch am Geschmack nach Olivenöl. ;-)

Ich habe bis heute kein gutes "billiges" Öl gefunden. Auch sind so gut wie alle Bioöle aus dem Supermarkt nur geringfügig besser als die normalen.
Interessanterweise habe ich bisher gute Erfahrungen mit "Massenölen" aus lichtgeschützten Metallbehältern gemacht. Scheinbar versaut die rund-um-die-Uhr Neonbeleuchtung im Supermarkt und den Läden die Qualität. Oder es werden eher bessere Öle so abgefüllt. (die ganz guten sind meist auch im Glas, aber es gibt scheinbar keine richtig schlechten im Metallbottich, bisher waren alle solchen Öle, die ich probiert habe deutlich im gehobeneren Geschmacksbereich).

Das vom Warentest empfohlene (Prei-Leistung) Luccesse ist bestenfalls als Aushilfsöl zu verwenden. Das schlechter bewertete Enerbio-Öl von Rossmann ist da schon besser, obwohl auch nicht überzeugend. Man hat fast immer das Gefühl, als ob das Öl gestreckt ist, es schmeckt immer seicht. Bei den Ölen direkt vom Erzeuger ist man im Vergleich im "Öl-Himmel", egal ob gute Marke oder nicht.

Das Thema Olivenöl ist schon so ne Sache.

Katana, wenn DU was weißt, würden mich ein paar gute Bezugsquellenverweise freuen.
Ich glaube nicht, daß es jemanden stört, wenn Du hier für leckeres Öl Werbung machst.
:-)

Grüße

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#20
kalispera Nuculeuz
Ganz klar,Licht per Dauerbeschuss macht das Öl kaputt.Wenn`s in der Glasflasche ist muss man es "stockdunkel"lagern.Ende Dezember schick ich die neue Ernte nach D,Lass mich wissen,in welchem Grossraum Du es abholen könntest.Ich schick Dir dann eine Portion mit.(Mein Öl kostet 10EUR pro L in D.)
kalinichta
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