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Partnerschaft
#1
In der Welt der Bespaßung und Kurzweiligkeit, gibt es doch noch den einen oder anderen, der sich für eine Partnerschaft entscheidet. Die heutige Gesellschaft ist auf diese Form des Zusammenlebens kaum noch ausgerichtet. Man wohnt in WGs, verweilt nur für kurze Zeit bei dem anderen Geschlecht, um sich dann wieder einem neuen "Abenteuer", also neuen Reizen zu widmen. Alles ist hektisch und reizüberflutet. Die Zeit läuft immer schneller. Man hastet durchs Leben, ohne wirklich anzukommen. Das ist Matrix!
Beruflich, wie im Partnerschaftsleben, ist in den jüngeren Generationen spürbar, daß man immer weniger in der Lage ist, Konflikte selbständig zu lösen, Kritik konstruktiv aufzunehmen und noch weniger, sich selbst zu reflektieren.
Es gilt sich also, wie in allen Lebensbereichen, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen und sich seinem Handeln und seiner Gedanken bewußt zu werden. Sie tragen dazu bei, daß jeder Weg, den wir einschlagen, erfolgreich ist und wir in einem harmonischen Umfeld leben. Unsere Partnerschaft stellt unseren intimsten Bereich dar. Aus ihr können ungeahnte Kräfte erwachsen, wenn wir das Potential darin erkennen und die angemessene Wertschätzung dafür aufbringen können.


Partnerschaft:

Das Wort Partner sagt schon aus, daß man von einer Gleichstellung spricht. Es gibt kein darunter und darüber. Es gibt nur Augenhöhe. Jede andere Einstellung führt zu Unterdrückung oder Unterwerfung. In diesem Fall kann nicht von einer Partnerschaft gesprochen werden.

Gemeinsam/Zusammen
Eine Partnerschaft setzt voraus, daß man gemeinsam Entscheidungen trifft, welche das Zusammenleben betreffen. Ob nun Urlaub, Sofa, Ausflug und vor allem die Alltagsgestaltung sollte zusammen abgestimmt sein. Wozu ist man mit jemandem zusammen, wenn man doch jede Entscheidung mit sich selbst ausmacht und seinen Alltag ohne Abstimmung plant?

Gespräche
Gemeinsame Gespräche sollten zum Alltag gehören. Wie war dein Tag? Was gab es für Erlebnisse? Was war heute dein Höhepunkt? Was beschäftigt dich? Man interessiert sich für seinen Partner und was ihn bewegt. Es stärkt die Verbindung, und man erreicht, daß man den Partner sehr gut kennenlernt.

Motivation
Auch wenn die innere Motivation die wichtigste ist, kann ein positiver Zuspruch des Partners doch eine starke Unterstützung sein. Wie oft ist der Mut-Zuspruch wie eine heilende Salbe. Der Kopf geht wieder nach oben, und man ist gestärkt für die nächste Herausforderung. Aber auch das Anspornen in den Dingen, die man schleifen läßt, gehört zu einer starken Partnerschaft. Beides ist in der persönlichen Entwicklung hilfreich und notwendig.

Wertschätzung/Dankbarkeit
Jemand der gleichgesinnt ist, die gleichen Interessen teilt oder jene unterstützt. Jemand, bei dem man "man selbst" sein kann, die Maske ablegt und ein Gefühl der Sicherheit und Entspannung verspürt. Diesen kostbaren Schatz sollte man wahrlich hegen und pflegen.

Reflektion/Rücksicht
Wie geht es meinem Partner mit meinen Entscheidungen, meinem Verhalten und meinen Eigenarten? Es es sinnvoll daran etwas zu verbessern? Man ist nicht mehr allein, sondern zu zweit. Das Wohlgefühl des Partners sollte eine hohe aber gesunde Wertigkeit genießen. Dafür muß man nicht von seinen eigenen Zielen abweichen.

Die Gruppe Silbermond hat dazu ein sehr schönes Lied geschrieben:


Irgendwas bleibt

Sag mir, dass dieser Ort hier sicher ist
Und alles Gute steht hier still
Und dass das Wort, dass du mir heute gibst
Morgen noch genauso gilt.

Diese Welt ist schnell
Und hat verlernt beständig zu sein
Denn Versuchungen setzen ihre Frist
Doch bitte schwör', dass wenn ich wieder komm'
Alles noch beim Alten ist.

Gib mir 'n kleines bisschen Sicherheit
In einer Welt in der nichts sicher scheint
Gib mir in dieser schnellen Zeit irgendwas das bleibt
Dann gib mir einfach nur 'n bisschen Halt
Und wieg mich einfach nur in Sicherheit
Hol mich aus dieser schnellen Zeit
Nimm mir ein bisschen Geschwindigkeit
Gib mir was irgendwas, das bleibt

Auch wenn die Welt den Verstand verliert
Das Hier bleibt unberührt, nichts passiert.
Finde Dich selbst!
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Es bedanken sich: Cnejna , Paganlord , Cleopatra , Modiv , Saxorior , Ela , Thorhall , Hemera , THT , Lohe
#2
Bei manchen Freunden stehe ich seit Jahren vor einem Rätsel, was die Partnerwahl betrifft. Ich frage mich, warum sie an die falschen Leute geraten oder ihre Gefährtenschaften kein glückliches Ende nehmen?

Ein Lieblingssatz von mir ist: "Die Weisheit liegt bereits in der richtigen Wahl des Gefährten!"

Wenn man hier nämlich Murks baut, dann nutzt am Ende alles kitten nicht. Was nicht zusammengehört, das strebt auseinander oder lebt nur noch in einem sozialen Arrangement miteinander.

Manche halten ein solches Arrangement lebenslang aus, andere wiederum nicht. Liebe? Oh dieses alte Wort aus Jugendtagen! Wie merke ich denn, ob ich jemanden liebe? Als Teenager war das so schön einfach ... man wußte es!

Zwanzig Jahre später ist man jedoch weniger naiv, um viele Erfahrungen reifer und stellt sich diese Frage aufs Neue: Woher weiß ich, ob ich meinen Partner überhaupt wirklich liebe?

Die Antwort ist einfach: Würdest Du Dich heute, sofort wieder und ohne zu zögern für denselben entscheiden? Mit dem Wissen von heute den Weg noch einmal gehen?

Bei mir ein ganz klares JA! Bei manchen Freunden fällt diese Antwort jedoch verhalten aus, um es zurückhaltend zu formulieren.

Warum? Sie haben sich den Falschen ausgewählt > und sind nur schrittweise bereit, diese Erkenntnis zu realisieren. In vielen kleinen Schritten gestehen sie es sich ein und finden den Mut nicht, um sich rechtzeitig zu trennen. Erst wenn es dann überfällig wird, wenn man aus der Beziehung schon fast herausgedrängt wurde, dann gesteht man sich den Irrtum endlich ein.

In diesem Moment stellt sich die Frage: Arrangieren wir uns der Gewohnheit zuliebe? Oder trennen wir uns?

Das erste hat durchaus seine Vorteile. Man weiß woran man ist. Was man neu bekommt, das weiß man hingegen nicht. Also wenn man sich nicht gerade die Rübe einschlägt oder starke Abneigungen gegen den Partner entwickelt hat, dann ist eine solche Übereinkunft eine gute Lösung.

Natürlich ist das keine Ideallösung, das steht außer Frage. Aber eventuell gibt es diese Ideallösung für denjenigen im jetzigen Leben nicht mehr?

Ich werde oft gefragt, wie man das überhaupt macht, den Richtigen zu finden? Ob man das lernen kann?

   
Wie finde ich mein Zwillingsherz?

Wenn wir jetzt mal Instinkt und Bauchgefühl beiseite lassen (mit welchem dreiviertel aller Menschen sowieso nicht hantieren können und stets ihre blöden Emotionen damit verwechseln) > dann gibt es auch eine gute logische Vorgehensweise bei der Partnerwahl.

1. Was mir als Mann an einer Frau wichtig ist: Daß uns die persönlichen Vorlieben miteinander verbinden. Die berühmten gemeinsamen Interessen. Bei mir wäre das: heidnisch, naturverbunden, biologisch und magisch. Man findet auf dieser Gesprächsebene zueinander oder eben nicht. Findet man sich hier nicht, dann war es das bereits!

Niemals würde ich mir eine aus der Verlegenheit oder gar aus Verzweiflung heraus wählen. Selbst das Aussehen ist (wenn auch nicht unwichtig) so jedoch zweitrangig.

2. Man muß sich beiderseitig riechen können. Wenn mir der Geruch des anderen unangenehm auffällt, ist derjenige mit Garantie nicht der richtige Gefährte.

3. Man geht es praktisch an. Man unterhält sich und stellt sehr schnell fest, ob der andere für meine wichtigen Dinge offen und interessiert ist oder diese Dinge sogar bereits lebt. Betont der andere hier jedoch die Widersprüche und Gegensätzlichkeiten, dann war es das bereits. Dann gehe ich keinen Schritt weiter. Normalerweise weiß man das bereits nach dem ersten gemeinsamen Abend, nach dem ersten gemeinsamen Ausgehen.

   
Und das ist bereits das Erfolgsrezept!

Ich weiß nicht, warum manche Freunde hier die Wahrheit verbiegen? Also sich irgendwas einreden, was es nicht gibt! Die landen dann nämlich in einer Beziehung, die wiederum nicht paßt, und sie sind dort ebenso unerfüllt und unzufrieden wie in der vorherigen Partnerschaft.

Warum? Weil sie nämlich bereits bei der Partnerauswahl den entscheidenden Fehler begehen. Erneut begehen. Sie nehmen die (für eine Gefährtenschaft) lebenswichtigen Dinge und Gemeinsamkeiten einfach nicht für voll und müssen diese Suppe dann lebenslang auslöffeln. Ob die Suppe wohl schmeckt?
Entweder man findet einen Weg oder man schafft einen Weg!
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