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Phytohormon-Pflanzen
#1
Die wichtigsten Phytohormon-Pflanzen


Was sind Hormone?

Hormone sind chemische Signalsubstanzen, die alle wichtigen Körperfunktionen steuern. Eine besondere Gruppe von Hormonen sind die Geschlechtshormone ("Sexualhormone"). Sie steuern die Fortpflanzung (z. B. Eizell-Reifung, Eisprung und Menstruation) oder die Ausbildung von typisch weiblichen oder männlichen Eigenschaften ("Geschlechts-Merkmale"). Die wichtigsten Gruppen von Geschlechtshormonen sind die "weiblichen" Östrogene und Gestagene sowie die "männlichen" Androgene (im Körper einer Frau werden alle drei Hormone gebildet). Bildung und Freisetzung der Geschlechtshormone wird vom Gehirn aus gesteuert, natürlich auch mittels Hormonen.

Was sind pflanzliche Hormone?

Zahlreiche Pflanzen enthalten Wirkstoffe, die im Körper Einfluss auf das weibliche Hormonsystem nehmen. Zum Teil, weil sie ähnlich wirken wie die Geschlechtshormone. Zum Teil auch, weil sie die Steuerung der Geschlechtshormon-Bildung und -Freisetzung normalisieren ("harmonisieren") können. Diese Wirkstoff werden wegen ihrer Herkunft Pflanzen-Hormone (oft auch "Phyto-Hormone") genannt. Ist die Wirkart bekannt, z. B. ähnlich von Östrogenen, werden sie auch als "Phyto-Östrogene" bezeichnet.


Wichtige Heilpflanzen

Traubensilberkerze (lat. Cimicifuga racemosa) Aus dem Wurzelstock dieser nordamerikanischen Heilpflanzen-Staude werden Extrakte hergestellt, die an ganz unterschiedlichen Stellen in das Hormonsystem der Frau eingreifen: Zum einen hat die Pflanze eine östrogen-modulierende Wirkung (verändert also die Östrogen-Wirkung auf die Körperzellen). Zum anderen hemmt der Extrakt das Steuerhormon, das für die Bildung von Gestagenen (Gelbkörperhormone) verantwortlich ist. Weil Blattwanzen-Schädlinge niemals die Pflanze befallen, wird es auch Wanzenkraut genannt.

Mönchspfeffer (lat. Vitex agnus castus) Die Präparate aus den Beeren des Eisenkraut-Strauches haben einen stabilisierenden, ausgleichenden Einfluss auf das Hormonkleid der Frau. Wahrscheinlich, weil Mönchspfeffer eine direkte Wirkung auf die Steuerung der Östrogen- und Gestagen-bildenden Körpergewebe hat. Und zudem auf Hormone der Schmerzverarbeitung einwirkt.

Rotklee (lat. Trifolum pratense) Erst vor wenigen Jahren wurde entdeckt, dass diese Nutzpflanze Wirkstoffe enthält (sog. Isoflavone), die Wirkungen haben, die sowohl den weiblichen wie den männlichen Geschlechtshormonen ähneln. Gleichzeitig soll, nach derzeitigem Forschungsstand, eine übermäßige Östrogen-Bildung im Körper normalisiert werden.

Hopfen (lat. Humulus lupulus) Die schlaffördernde Droge hat, so ist heute klar, eine höhere Östrogen-Aktivität als alle bekannten anderen Pflanzen mit östrogenartiger Wirkung.

Chinesische Angelika (chin. Dong quai, lat. Angelica sinensis) Diese, auch als "Ginseng für Frauen" bezeichnete Heilpflanze mit hormon-balancierenden Wirkungen spielt in der chinesischen Medizin eine große Rolle

Sägepalme (lat. Serona repens) Diese Pflanze hat eine belegte Wirkung auf das Hormonsystem - sie hemmt männliche Geschlechtshormone. Und wird deshalb derzeit zur Behandlung von Männern gutartiger Prostata-Vergrößerung (BPH) verwendet.

Lakritze (lat. Glycyrrhiza glabra) Der leckere Süßholzwurzelextrakt ist ein altes pflanzliches Heilmittel und hat in höherer Dosierung erhebliche Auswirkung auf das Hormonsystem. So hemmt Lakritze z. B. die Bildung von männlichen Hormonen. Auch eine östrogenartige Wirkung ist bekannt.


Wichtige Anwendungsgebiete

Menstruationsbeschwerden ("PMS")

Mönchspfeffer ist mit die wichtigste Heilpflanze zur Behandlung des "prämenstruellen Syndroms" (PMS), also den starken Beschwerden vor der Regel (schwankende Stimmung, Kopfschmerzen, Schlafstörungen, nervöse oder aggressive Gereiztheit, Spannungsgefühl und Schmerzen in den Brüsten). Viele Frauen leiden zudem unter Blähbauch, Unterleibskrämpfen oder Wasser in den Beinen. Hinweis: Zur Normalisierung der Regelprobleme sollte Mönchspfeffer mindestens drei Monaten lang eingenommen werden.

Wechseljahrsbeschwerden ("Klimakterium")

Zu den typischen Beschwerden, die im Verlauf der Wechseljahre möglich sind, gehören z. B. Hitzewallungen, Schweißausbrüche, Schlafstörungen, Nervosität oder depressive Verstimmungszustände. Sehr gut wirksam ist die Traubensilberkerze, aber auch Rotklee-Präparate. Die Heilpflanzen-Wirkstoffe sind eher wie eine natürliche Hilfe, die den Hormonhaushalt harmonisieren und so vielen betroffenen Frauen helfen, mit den Wechseljahrsveränderungen leichter und angenehmer fertig zu werden. Und das, ohne besondere Nebenwirkungen zu haben. Tipp: Stehen seelische Probleme im Vordergrund, z. B. eine häufige depressive Stimmung, dann kann auch eine weitere Heilpflanze gut helfen, nämlich das Johanniskraut.

Regelstörungen ("Dysmenorrhoe")

Auch bei wechselndem Verlauf des Monatszyklus, wenn sich also die Länge der Zyklen auffällig ändert, kann Mönchspfeffer wertvolle Hilfe leisten. Wenn im Regelverlauf Unterleibsschmerzen oder schmerzhaftes Brustspannen die Zeit vor Beginn der Regelblutung zur Qual machen, gibt es neben Mönchspfeffer noch andere Alternativen: Besonders bei krampfartig-schmerzhaften Regelbeschwerden können folgende schmerz- und krampflindernde Heilpflanzen hochwirksam sein: Kamillenblüten (lat. Matricaria recutita; als Tee), die großartige Schafgarbe (lat. Achillea millefolium; als Tee), oder das ungeliebte "Unkraut" Queckenwurzelstock (lat. Agropyron repens; als Tee).

Endometriose und PCO

Zwei weitere Erkrankungen der Frau sind stark von körpereigenen Geschlechtshormonen abhängig: Zum einen die Endometriose, bei der Gebärmutter-Schleimhautgewebe auch an anderen Stellen des Bauchraums wächst (oft von Schmerzen begleitet). Zum anderen das polyzystische Ovar (PCO), bei dem flüssigkeitsgefüllte Bläschen in den Eierstöcken die Hormon-Funktionen dieses Organs stören (was z. B. zu ausbleibender Regel und Unfruchtbarkeit führt). Bei diesen Erkrankungen kann eine naturheilkundliche Behandlung unter Verwendung von Heilpflanzen (aber auch anderen Therapien wie z. B. Homöopathie, Ernährungstherapie) im Einzelfall sehr erfolgreich sein.


http://www.heilpflanzen-welt.de

Natürlich spielt bei allen Symptomen die Ernährung eine wichtige Rolle.
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#2
Es ist Hopfenzeit! So, liebe Kräuterfrauen und natürlich auch Kräutermänner, raus in die Natur, und auf zur Ernte. Man kann den Hopfen natürlich auch anderwertig einsetzen, nicht nur als Phytohormon-Pflanze Biggrin

Der Hopfen ist eine Kletterpflanze mit zackigen Blättern und hübschen grüngelben Zapfen, die das Typische am Hopfen sind. Diese Zapfen werden auch in der Heilkunde verwendet.

   
http://www.baldur-garten.at

Heilwirkung: antibakteriell, beruhigend, blutreinigend, entzündungshemmend, schmerzstillend, tonisierend, Fieber, Nervöse Magenbeschwerden, Magenkrämpfe, Darmkrämpfe, Verstopfung, Blasenentzündung, Blasensteine, Nervöse Herzbeschwerden, Herzklopfen, Nervöse Unruhe, Schlafstörungen, Migräne, Angstzustände, Wechseljahrsbeschwerden, Menstruationsstörungen, Muttermilch fördernd, Haarausfall, Wunden, Furunkel

Pflanzenfamilie: Hanfgewächse = Cannabaceae

Verwendete Pflanzenteile: Fruchtzapfen bzw. Ähren

Sammelzeit: Spätsommer

Anwendung
Vom Hopfen werden ausschließlich die Ähren (Zapfen) der weiblichen Pflanzen verwendet. Sie wirken beruhigend und aufgrund ihrer speziellen Bitterstoffe bakterientötend. Man kann den Hopfen als Tee oder Tinktur einnehmen.

Tee: Für einen Hopfentee übergießt man einen Teelöffel Hopfenzapfen mit kochendem Wasser und läßt den Tee fünf bis zehn Minuten ziehen. Danach abseihen und in ruhiger Umgebung in kleinen Schlucken trinken.

Beruhigende Wirkung: Hopfen ist ein wichtiger Bestandteil der meisten Beruhigungstees. Er schmeckt etwas bitter, entspannt und hilft beim Einschlafen.

Verdauungsystem: Aufgrund seiner entspannenden Eigenschaften und der Bitterstoffe ist der Hopfen geeignet, nervöse Verdauungsbeschwerden zu lindern. Außerdem wird die Verdauung angeregt.

Phyto-Östrogene gegen Wechseljahrsbeschwerden: Da Hopfen Phytohormone enthält, die dem Östrogen ähneln, kann man Hopfen gegen Wechseljahrsbeschwerden verwenden, denn sie gleichen das schwindende Östrogen etwas aus. In der Anfangsphase der Wechseljahre besteht jedoch eher ein Progesteron-Mangel und dadurch ein relativer Östrogen-Überschuß. Daher ist in dieser Phase der Hopfen eher ungeeignet.

Auch wenn man außerhalb der Wechseljahre unter Östrogenmangel leidet, kann man Hopfen-Tee trinken.

Pflanzenbeschreibung
Der Hopfen ist in Europa heimisch. Als Wildpflanze wächst er bevorzugt an stickstoffreichen Standorten mit ausreichend Feuchtigkeit. Man findet ihn vor allem an Waldrändern, Lichtungen und Gebüschen. Der wilde Hopfen kommt nicht sehr häufig vor, aber dort wo er wächst, steht er meist in kleinen Gruppen.
Das Blattwerk und die Stengel wachsen jedes Jahr neu, nur die Wurzeln überwintern.
Im Frühling treibt der Stengel aus und rankt sich im Laufe des Sommers bis zu sieben Meter lang an Pflanzen oder Gestellen hoch.
Die Form der Blätter erinnert ein wenig an Weinblätter, aber die Ränder sind zackiger als die der meisten Weinreben. Die Blätter sind gelappt und etwa handgroß.
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#3
Ich trinke regelmäßig Passionsblume-Tee.

Die Passionsblume (Passiflora incarnata) ist eine Heilpflanze mit sanfter Phytoprogesteron-Wirkung und ausgeprägten entspannenden Fähigkeiten.

An Phytohormonen enthält die Passionsblume Stigmasterol und Luteolin.

Mithilfe der Passionsblume kann man daher die Behandlung der Östrogendominanz unterstützen und vor allem gezielt gegen Unruhe, Nervosität und Stimmungsschwankungen einwirken.

Z.B. Gegen Progesteronmangel, auch bei Männern.

http://www.klinik-st-georg.de/dr-douwes-sprechstunde/hormonsprechstunde-mit-dr-douwes/
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