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Urmutter Ascherah
#1
Von Ascherah sagt man, sie habe alle anderen Gottheiten geboren.

Ihr Ursprung liegt in der syrischen Steppe. Dort hieß sie Aratum und ihr Gefährte war der G*tt Amurru.

Ausgrabungen belegen Verehrung der Ascherah/Astarte bereits um 1750 v.d.Z., ihre Tempel in Syrien, Libanon und Israel wurden erst um 300 n.d.Z. geschlossen.

In der aktuellen Bibelforschung wird mittlerweile davon ausgegangen, dass Ascherah sowohl in Israel als auch in Juda jahrhundertelang nicht nur neben dem biblischen G*tt Ja**e verehrt wurde. Denn sie wurde zuerst als eigenständige Göttin, viel später erst als Gefährtin/Ehefrau von Ja**e angesehen.
Das ist nicht verwunderlich, denn Ascherah hatte schon immer Gefährten an ihrer Seite, schon lange vor Ja**e. Das sind z.B. die Götter Adad, Baal oder Assur bzw. der G*tt El in den kanaanäischen Regionen Palästinas.
Wohlgemerkt: Sie war die große Göttin und hatte Gefährten. Nicht umgekehrt, dass sie das nette Beiwerk zu einem männlichen G*tt gewesen wäre. Denn die Sprachwurzel von «G*tt» ist die gleiche wie von «Gatte» — jener Mann, der einer Göttin zur Seite stand.

Schon bei oberflächlichem Studiums des Alten Testaments wird offensichtlich:
Es hat anscheinend schon vor dem babylonischen Exil Zeiten gegeben, in denen Israel nicht allein Ja**e, sondern auch eine weibliche Gottheit anbetete. Zahlreiche Inschriften belegen das:
«Ich segne euch durch ... von Samaria und durch seine Ascherah.»

Und kaum eine andere zum jüdisch-Chr*stlichen G*tt konkurrierende Gottheit wurde in der Bibel so oft erwähnt wie sie (etwa 40 Mal). Dies allerdings mit wildesten Warnungen und Anweisungen, ihren Kult niederzumetzeln und auszurotten (siehe auch die untenstehenden Bibelzitate).

An der Vehemz der Aussagen ist zu erkennen, welch ernstzunehmende Gefahr der alte Göttinnen-Glauben zu der verhältnismäßig jungen Religion des einen männlichen Gottes darstellte.

Die Göttin wurde auch das «Erste Brot des Lebens» genannt.

Verehrt wurde Ascherah auch als Kultpfahl, der einen stilisierten Baum darstellt. Erwähnt wird dieser z.B. im 5. Buch Mose im Zusammenhang mit dem Laubhüttenfest.
Es gibt dort eine Ermahnung, die aufhorchen lässt:

«Stellt niemals einen höl­zer­nen Ascherah-Pfahl ... .»

Erst König Josia, der von 639-609 über das südliche Hebräer-Königreich Juda herrschte, beseitigte mit einer großen religiösen Reform alle Kulte, die nicht JHW huldigten.

Besonders bemühte sich der Prophet Hosea, die Göttin in dieser Weise als «Hure» darzustellen.
Hosea gilt als so etwas, wie der «Scheidungsanwalt Gottes». Denn als man nun endgültig das weibliche Element neben Ja**e streichen wollte, trat Hosea auf den Plan:
Der Scheidebrief, den Hosea im Namen seines mächtigen Mandanten ausstellte, ist in den Prophetenbüchern der Bibel überliefert:

In der modernen katholischen Einheitsübersetzung heißt es:

«Verklagt eure Mutter, verklagt sie! Denn sie ist nicht meine Frau, und ich bin nicht ihr Mann.»

Wichtig ist in diesem Zusammenhang, die Bezeichnungen «Hure» bzw. «Hurerei» näher zu beleuchten: Das Wort «Hure» kommt von Horen – Göttinnen der Ordnung und der Jahreszeiten, in deren Namen auch Tempeltänzerinnen die Zeit und die Jahreszeiten choreographisch darstellten.

Der hebräische Ausdruck «qədešāh» bedeutet «geweihte (Frau)», das bezeichnet keine Tempelprostituierte, sondern eine zum kultischen Dienst befähigte Frau.

Ascherah wurde auch als Löwenfrau mit dem Körper einer Löwin und dem Kopf einer Menschenfrau dargestellt. Auf Reliefen hält Ascherah oft auch einen Heroldstab, der von Schlangen umschlungen ist.

Sie wird in vielen alten Schriften, auch der Bibel erwähnt. So bestätigen jüdisch-kabbalistische Schriften, dass es eine frühe Göttin Namens Shekinah gab, die Ascherah gleichzusetzen ist.

In späteren Zeiten, in der griechischen und römischen Mythologie wurde aus Ascherah vermutlich Astarte. Sie ist auch mit den mesopotanischen Göttinen Ischtar und Inanna gleichzusetzen.

5. Mose 12,3
Bibelzitat

http://www.artedea.net/ascherah/

http://www.welt.de/kultur/article112208654/Gottes-geschiedene-Frau-heisst-Aschera.htm
Antworten
Es bedanken sich: verdandi


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