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VON WEGEN - brauchen doch JOD und FLEISCH?!
#71
Zwei unterschiedliche Antworten von Alnatura zum Thema Jod im Essen. Interessant dabei ist, daß beide Antworten von der selben Dame (Frau Borufka) bei Alnatura verfaßt wurden. Also entweder wurde die Dame zwischenzeitlich bestochen, bedroht oder sonstwie beeinflußt, oder sie hat innerhalb weniger Tage komplett und radikal ihre Meinung verändert.

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An die Firma Alnatura

Sehr geehrte Damen und Herren, ich wollte Ihnen ein Feedback
geben, daß ich es besser finden würde, wenn Ihre geschätzten
Produkte weiterhin kein Jodsalz enthalten. Inzwischen wird in
Nahrungsmitteln so viel Jodsalz verwendet, daß die Menschen hierzulande
mehr Schilddrüsenprobleme von zu viel als von zuwenig bekommen.
Auf jeden Fall könnte man ohne das Jodsalz auf jeder Packung
nachlesen zu müssen, den Jodkonsum besser kontrollieren, wenn
man weiß, daß bei Ihnen keines drin ist. Ich habe übrigens Hashimoto-Thyreoditis, da soll man kein Jod zusätzlich essen, da es die Krankheit verschlimmert.

Es gibt immer mehr Fälle dieser Krankheit in Deutschland, wogegen
der Jodmangelkropf inzwischen ein echte Rarität geworden ist.
Danke für Ihr Verständnis. Viele Grüße!

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1. Antwort von Alnatura

Sehr geehrte Frau Reim,
vielen Dank für Ihr Interesse an Alnatura und unseren Produkten.
Wir prüfen aktuell, ob wir das Jodsalz in unseren Pasteten durch unjodiertes Meersalz ersetzen, da dieser Wunsch häufig von unseren Kunden an uns heran getragen wird.
Eventuell können Sie bald wieder vermehrt unsere Produkte ohne Jodzusatz kaufen.
Mit freundlichen Grüßen
Bianca Borufka
AlnaturA Produktions und Handels GmbH
- Verbraucherservice -
Darmstädter Straße 3
D-64404 Bickenbach

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Nur 3 Tage später erhielt eine andere Person, die wegen des gleichen Sachverhalts bei Alnatura anfragte eine völlig andere Antwort von der selben Dame:

Sehr geehrte Frau Geiger,
vielen Dank für Ihr Interesse an Alnatura und unseren Produkten.
Das Spurenelement Jod nimmt wichtige Aufgaben in unserem Stoffwechsel wahr. Etwa 80% des in unserem Körper vorhandenen Jods findet sich in der Schilddrüse, die das Hormon Thyroxin aufbaut und abgibt, das unseren Energieumsatz und den Auf- und Abbau von Zellen und Geweben steuert. Jodmangel führt zu Vergrößerungen der Schilddrüse, dem sog. Kropf, an dem rund ein Sechstel der Bevölkerung unseres Landes leidet. Frauen und Heranwachsende sind stärker gefährdet als Männer.
Der natürliche Jodgehalt der Nahrungsmittel ist sehr unterschiedlich. Alles, was aus dem Meer kommt (Fisch, Algen, Kelp), enthält viel Jod, während es bei den an Land gewachsenen pflanzlichen oder tierischen Lebensmitteln mehr auf den Jodgehalt des Bodens ankommt. Dieser ist in Deutschland, vor allem im süddeutschen Gebieten eher niedrig. Deutschland wird daher insgesamt als Risikogebiet für Jodmangel eingestuft.
Früher wurde empfohlen, einmal in der Woche Seefisch zu essen, um Jodmangel vorzubeugen. Heute geht man davon aus, dass die so dem Körper zugeführte Jodmenge nicht ausreicht, dies auch deshalb, weil durch das Zubereiten des Fisch (oder auch anderer jodhaltiger Nahrungsmittel) ein großer Anteil des wertvollen Spurenelementes verloren geht.
Die DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung), ebenso die Empfehlungen für die Vollwerternährung raten daher heute den privaten Haushalten wie auch Ernährungshandwerk und -industrie zum Einsatz von jodiertem Salz. Dieses ist rechtlich nicht mehr als diätetisches Nahrungsmittel, sondern als Nahrungsmittel für den allgemeinen Verzehr eingestuft.
Die Fachleute der Vollwerternährung wissen um die verbreitete Skepsis gegenüber diesem Spurenelementzusatz zum Salz, betonen aber seine Bedeutung und mahnen Aufklärung an. Eine Steigerung des Verzehrs von Seefisch oder Algen ist zum einen aufgrund der verbreiteten Ernährungsgewohnheiten unwahrscheinlich, zum anderen möchte man ihn aus ökologischen Gründen nicht empfehlen.
Eine Überversorgung mit Jod ist beim Verwenden von jodiertem Speisesalz nicht zu befürchten. Erst die tägliche Aufnahme von 2000µg Jod könne bei einem gesunden Erwachsenen langfristig zu Hyperthyreose (Schilddrüsenüberfunktion) führen; für eine solche Jodaufnahme müsse aber die gesundheitsschädliche Menge von 80g (!) Salz täglich verzehrt werden.
AlnaturA hat sich daher entschlossen, neben unjodiertem Meersalz und Kräutersalz auch jodiertes anzubieten. So haben die Kunden die Wahl und können sich für die Art des Salzes entscheiden, die sie gerne verwenden möchten. Bei den verarbeiteten AlnaturA Produkten wird in den pflanzlichen Pasteten jodiertes Meersalz eingesetzt (was in der Zutatenliste deklariert ist). Übrigens stammt das dem Salz zugesetzte Jod aus Mineralien (Gestein), nicht aus Meeresalgen (und auch nicht aus irgendwelchen industriellen
Abfällen!).
AlnaturA hat das Ziel, seinen Kundinnen und Kunden eine gesunde Auswahl an Lebensmitteln anzubieten, mit denen eine gute und vollwertige Ernährung ganz nach der Entscheidung des mündigen Verbrauchers selbst möglich ist.
Wir werden Ihren wertvollen Hinweis, in unseren Produkten unjodiertes Meersalz zu verwenden, um den Verbrauchern, die kein jodiertes Salz verwenden möchten, auch den Konsum unserer Alnatura Produkte zu ermöglichen, zur Prüfung an die zuständige Abteilung weiter leiten.
Vielen Dank für Ihren wertvollen Hinweis.
Mit freundlichen Grüßen
Bianca Borufka
AlnaturA Produktions und Handels GmbH
- Verbraucherservice -
Darmstädter Straße 3
D-64404 Bickenbach
Telefon: 0 62 57 - 93 22 0
Telefax: 0 62 57 - 93 22 160
Internet: www.alnatura.de: http://www.alnatura.de
e-mail: produkte@alnatura.de
Fulvia Flacca Bambula
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#72
Hat Frau Borufka von Alnatura eine gespaltene Persönlichkeit? Wurde sie bestochen oder erpreßt? Oder warum gibt es zwei verschiedene Antworten innerhalb weniger Tage?

Die neue, jodfreundlich-belehrende, und die ältere, ausgewogene in nicht-standardisierter Textform.
"Wer die Wahrheit sagt, braucht ein schnelles Pferd."
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#73
Oder die haben bei Alnatura einen Zufallsgenerator, der sich Borufka nennt. Biggrin
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#74
Da ich beruflich auch ähnliche Kundenanfragen beantwortete, würde ich tippen, dass in dem Fall die Möglichkeit hoch ist, zwei verschiedene Sachbearbeiter angetroffen zu haben. Hier stellt sich die Frage: was ist die "wirkliche" Philosophie von Allnatura?

Grüße Waldläufer
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#75
Hallo zusammen,

das erste ist sicher eine persönlichere Nachricht und von jemandem geschrieben, der sich bewusst mit der Materie auseinandersetzt (themenbezogene Beantwortung). In der zweiten Nachricht sehe ich nur Textbausteine, hat also irgendwer irgendwie beantwortet, vermutlich eine Aushilfskraft.

Der einzige Weg, um Alnaturas Firmenpolitik zu erfahren, ist wohl über die Pressestelle (sprich den dortigen Pressestellenleiter) oder direkt die Geschäftsführung.

Grüße vom

Ritter
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"Sie wollen die Wahrheit? Sie können die Wahrheit doch gar nicht vertragen!" Jack Nicholson in Eine Frage der Ehre
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#76
Australien: Eltern wegen streng veganer Ernährung ihres Kindes zu 300 Arbeitsstunden verurteilt

Unterernährt, untergewichtig und zu klein. So beschrieb die Richterin den Zustand des kleinen 18 Monate alten Mädchens, das ausschließlich vegan ernährt worden war.

„Es liegt in der Verantwortung aller Eltern dafür zu sorgen, dass die Ernährung ihrer Kinder ausgewogen ist und ausreichend Nährstoffe enthält, um richtig zu wachsen.“ Das sagte Richterin Sarah Huggett in ihrem Urteilsspruch.

Wegen der streng veganen Ernährung seiner kleinen Tochter ist ein Elternpaar aus Australien zu jeweils 300 Stunden gemeinnütziger Arbeit verurteilt worden.

Um eine Gefängnisstrafe kamen die 33-jährige Mutter und der 35-jährige Vater am Donnerstag in Sydney herum. Die beiden hatten ihr Baby in den ersten anderthalb Lebensjahren strikt ohne Fleisch oder andere Lebensmittel von Tieren ernährt. Das Mädchen bekam Obst, Haferflocken, Kartoffeln, Reis, Tofu, Brot, Erdnussbutter und Reismilch.

Das Kind war dann erst so weit entwickelt wie normale Kleinkinder im Alter von drei Monaten. Mit 19 Monaten hatte es noch überhaupt keine Zähne und wog nicht einmal fünf Kilogramm. Der Fall wurde erst bekannt, als das Mädchen mit Krämpfen ins Krankenhaus musste.

Richterin Sarah Huggett sah es als erwiesen an, dass das Paar – das zwei weitere Kinder hatte – nicht „sehr jung oder ungebildet“ sei. Vielmehr hätte die Mutter zum damaligen Zeitpunkt an einer Depression gelitten. In ihrer Überzeugung war sie „zunehmend fixiert“, auch bezüglich ihrer veganen Ernährung.

Die Richter kritisierte den Vater dafür, dass er „überhaupt nichts getan hat, um den Zustand seiner Tochter zu beheben“.

Im Prozess hatten sich Mutter und Vater schuldig bekannt, das Kind vernachlässigt und in Gefahr gebracht zu haben. Als Höchststrafe wären fünf Jahre Haft möglich gewesen.

Bei der Bekanntgabe des Urteils schluchzten beide. Richterin Sarah Huggett sagte, die Ernährung des Kindes sei „völlig unangemessen“ gewesen.

Das Kind ist jetzt in der Obhut von Verwandten. Die leiblichen Eltern dürfen es regelmäßig besuchen.
Entweder man findet einen Weg oder man schafft einen Weg!
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#77
Volle Propagandameldung. Man vermißt Nachrichten darüber, wieviele Kinder und Erwachsene krank werden und elendig leiden vom übermäßigen Fleischkonsum.
Fulvia Flacca Bambula
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