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Zusammenleben zw. Mensch und Tier (geteilt aus: Schlangenaufheben ...)
#1
Wenn ägyptische Priesterinnen reale Schlangen um einen Gefallen gebeten haben (in ein Ritual eingebunden haben), dann ging es immer nur um eine Sache: Der Biß der Schlange als schnellster Weg, sich aus einem Körper zurückzuziehen.

Genau an soetwas habe ich gedacht, da ja auch der Schlangenbiss entsprechend symbolisch zu verstehen ist.

Wer Tiere (jedweder Art) in Gefangenschaft hält und diese dann auch noch unfreiwillig für seine Rituale mißbraucht, der muß sich über die entsprechenden Fußtritte (auch in Folgeinkarnationen) nicht wundern.


Wie sieht das mit dem Hirten aus, der eine Schaf- oder Ziegenherde in der Steppe hat und davon seinen Lebensunterhalt bestreitet? Aber halt auch am Abend einzäunt? Ist hier die Ausübung des Berufes nach Absprache möglich?

Oder allgemein die Haltung von Nutztieren. Die Pferde der Niedersachsenstämme. Oder die Katzen der Bastet, welche die Kornkammern von Mäusen frei hielten.

Es geht bei deiner Erwähnung doch hauptsächlich um die emotional Unkontrollierten, welche entweder ihre zweifelhaften "Liebesgefühle" an den Tieren auslassen wollen oder halt perverse Ritualpraktiken mit Tieren durchführen, wie bei dem Pastor?
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#2
Zitat:Wie sieht das mit dem Hirten aus, der eine Schaf- oder Ziegenherde in der Steppe hat und davon seinen Lebensunterhalt bestreitet? Aber halt auch am Abend einzäunt? Ist hier die Ausübung des Berufes nach Absprache möglich?

Oder allgemein die Haltung von Nutztieren. Die Pferde der Niedersachsenstämme. Oder die Katzen der Bastet welche die Kornkammern von Mäusen frei hielten.

Eine gerechte Partnerschaft zwischen Mensch & Tier funktioniert nicht anders als eine Partnerschaft zwischen Mensch & Mensch: Sie muß auf beiderseitiger Freiwilligkeit beruhen.


Zitat:Es geht bei deiner Erwähnung doch hauptsächlich um die emotional Unkontrollierten,

... und damit um die gesamte Menschheit. Uns paar Hansels hier darfst Du nicht mitzählen.
Entweder man findet einen Weg oder man schafft einen Weg!
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#3
Zitat:Wie sieht das mit dem Hirten aus, der eine Schaf- oder Ziegenherde in der Steppe hat und davon seinen Lebensunterhalt bestreitet? Aber halt auch am Abend einzäunt?
da wird normalerweise nichts eingezäunt, der Schäfer sammelt die Herde mit dem Hund zusammen wieder ein und bringt sie dahin, wo es grad gutes futter gibt.
Die alten Tiere kennen sich auch aus wies läuft und zeigens den jungen, da verschwinden selten Tiere, meist eher aus Unfall, oder weils gerissen werden.
In Gegenden mit Wildtieren sind auch oft Hunde bei den Schafen.

Also es ist durchaus so, dass diese Tiere bei ihren Menschen bleiben, selbst wenn sie weg könnten. Denn es ist eine Co-Abhängigkeit, in die sich alle begeben haben. Den Schafen gehts besser als in freier Wildbahn, weil sie gepflegt werden (z.b. die klauen gestutzt, wenn sich ne hornhaut bildet und sie humpeln).
Viele Menschen beleben Lebensräume, die ohne Co-Abhängikeiten nicht menschlich belebbar wären. Es sind fast schon symbiosen - z.b. bewohner des tibet hochlands oder kasachische steppe und ihre schafe - ohne geht da nichts. Zu karg ist das Land für unsere üppigen Selbstversorger Gärten.
Auch bei uns was es in alten Zeiten notwendig Vieh zu halten, musste nur mal ein schlechter Sommer kommen gefolgt von einem harten Winter, dann brachen in den Alpentälern schon die Hungernöte aus. Wer Kühe oder ähnliches hatte, war klar im Vorteil.
Die Kühe profitierten ihrerseits bis die ausbeutung für Geld begann überhand zu nehmen - die natürliche Beziehung ging dann allmählich verloren - ist aber noch in Spuren vorhanden.

Es gibt sie immer noch, die Bauern, Schäfer und Nomaden mit ihren alten Rassen und einem spartanischem Leben.
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#4
(24.02.12014, 02:13)Katanka schrieb: https://www.pagan-forum.de/Thema-Zusammenleben-zw-Mensch-und-Tier-geteilt-aus-Schlangenaufheben?pid=46655#pid46655
Zitat:Wie sieht das mit dem Hirten aus, der eine Schaf- oder Ziegenherde in der Steppe hat und davon seinen Lebensunterhalt bestreitet? Aber halt auch am Abend einzäunt?
da wird normalerweise nichts eingezäunt, der Schäfer sammelt die Herde mit dem Hund zusammen wieder ein und bringt sie dahin, wo es grad gutes futter gibt.
Die alten Tiere kennen sich auch aus wies läuft und zeigens den jungen, da verschwinden selten Tiere, meist eher aus Unfall, oder weils gerissen werden.
In Gegenden mit Wildtieren sind auch oft Hunde bei den Schafen.

Also es ist durchaus so, dass diese Tiere bei ihren Menschen bleiben, selbst wenn sie weg könnten. Denn es ist eine Co-Abhängigkeit, in die sich alle begeben haben. Den Schafen gehts besser als in freier Wildbahn, weil sie gepflegt werden (z.b. die klauen gestutzt, wenn sich ne hornhaut bildet und sie humpeln).
Viele Menschen beleben Lebensräume, die ohne Co-Abhängikeiten nicht menschlich belebbar wären. Es sind fast schon symbiosen - z.b. bewohner des tibet hochlands oder kasachische steppe und ihre schafe - ohne geht da nichts. Zu karg ist das Land für unsere üppigen Selbstversorger Gärten.
Auch bei uns was es in alten Zeiten notwendig Vieh zu halten, musste nur mal ein schlechter Sommer kommen gefolgt von einem harten Winter, dann brachen in den Alpentälern schon die Hungernöte aus. Wer Kühe oder ähnliches hatte, war klar im Vorteil.
Die Kühe profitierten ihrerseits bis die ausbeutung für Geld begann überhand zu nehmen - die natürliche Beziehung ging dann allmählich verloren - ist aber noch in Spuren vorhanden.

Es gibt sie immer noch, die Bauern, Schäfer und Nomaden mit ihren alten Rassen und einem spartanischem Leben.

Der Mensch ist selber schuld unter harten Bedingungen zu leiden, wenn er versucht lebensfeindliche Bereiche zu besiedeln. Viele begründen ja auch Fleischessen damit, dass Völker wie die Inuit sonst nicht überleben könnten. Wer zwingt den Menschen denn dazu, im ewigen Eis zu leben oder in der Wüste?

Was den Profit der Tiere angeht, so sag ich mal, würdest du gerne das Eigentum von irgendjemandem darstellen, wenn du dafür gepflegt wirst? Ich schneid dir auch die Fingernägel...
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#5
Zitat:Der Mensch ist selber schuld unter harten Bedingungen zu leiden, wenn er versucht lebensfeindliche Bereiche zu besiedeln. Viele begründen ja auch Fleischessen damit, dass Völker wie die Inuit sonst nicht überleben könnten. Wer zwingt den Menschen denn dazu, im ewigen Eis zu leben oder in der Wüste?

Wo sollens denn hin? In die Städte, wo sie so wunderschön frei leben können? Biggrin
Ne, wenn ich da aufgewachsen wär, und es gewohnt wär, würd ich wohl auch nicht weg wollen.
Immerhin hat man schöne Ruhe, und die die man trifft sind freundlich und ehrlich kooperativ.

Zitat:Was den Profit der Tiere angeht, so sag ich mal, würdest du gerne das Eigentum von irgendjemandem darstellen, wenn du dafür gepflegt wirst? Ich schneid dir auch die Fingernägel...
Nein Danke, da bin ich gut selbst dazu in der Lage. Das Wort Eigentum habe ich nicht in den Mund genommen, das hast du interpretiert.
Dein Gemüse ist in einer stärkeren Abhängigkeitsbeziehung zu dir, das kannst von mir aus als dein Eigentum betrachten, auch wenn das Schnecken und Co anders sehen Biggrin
Würdest du es auch Eigentum nennen, wenn für ne Firma arbeiten gehst? Die sagen dir auch was zum tun und lassen hast, und ernähren dich dafür.
Da bist sogar unfreier als das Schaf in den Bergen mit dem Schäfer der Tagsüber über die Herde wacht und sie führt.
Meinst der Staat trauert dir nach, wenn du dich entscheidest deine Steuern nicht mehr zu bezahlen? Hast Mitleid mit dem Nutzvieh, weil selbst Nutzvieh bist?
Die Eigentumsfrage ist nichts weiter als eine Bewusstseinsfrage. Kann man ein Stück Land besitzen? Ein Tier? Ein Ding? Ein Recht?
Dazu sind Werke von Soziologen wie Fromm "Haben oder Sein" ganz interessant, oder die Thesen mancher alternativer Denker aus dem Bereich der Gemeingüter.

Die Viehaltung ist eine Kooperation von beidseitigem Nutzen, dafür gibt es Millionen Beispiele in der Natur.
Veganismus funktioniert nur in einer globalisierten Weltwirtschaft, oder aber, wenn man in kauf nimmt, dass regelmäßig überall viele am Hungertod sterben (was dann wieder automatisch einige durch viehhaltung zu umgehen versuchen werden)

Übrigens funktionieren unsere Ökosysteme tws gar nicht ohne unser vieh, und/oder durch regulierung des Bestandes durch schlachtung/Jagd. Es gibt in Mitteleuropo kaum wirkliche Natur. Das was die meisten als Wald bezeichnen, wenn sie spazierengehen ist oft nichts andres als eine Plantage oder eine angelegte Parklandschaft.

Ich weiss, jetz droht der Shitstorm über mir. Frevelei, eine relativierung des Vegitarismus. Dann noch ein englisches Wort. Und 2 Smileys. Schön dass man sich mit was identifizieren kann, ich find es lieb.

Es gibt nicht nur eine Wahrheit, und wenn dann ist sie für ein Individuum nicht fassbar. Den Bezug den ein Inuit zur Robbe hat, das können wir gar nicht verstehen, auch nicht den vom Schaf zum Schäfer, oder umgekehrt. Also besser gar nichts davon beurteilen, sondern es sein lassen, wenn es denn sein will.

Schönen Tag allerseits.

p.s.: ich schliesse noch mit den Worten von Paganlord oben:

Zitat:Eine gerechte Partnerschaft zwischen Mensch & Tier funktioniert nicht anders als eine Partnerschaft zwischen Mensch & Mensch: Sie muß auf beiderseitiger Freiwilligkeit beruhen.

edit und ps: Auch die Pflanzengeister leben und fühlen, und wollen genauso repsektiert werden, wie Tiere. Es geht um die Qualität der Beziehung, nicht um die Tatsache, dass wir töten, denn isst du etwa nur Früchte? wirklich? Auch z.b. die Walnuss trägt Leben.
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