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Michelle Obamas Bio-Garten beunruhigt die Biotech-Lobby - Knight - 24.04.12009 Ich hab überlegt ob ich das in die Gartenabteilung stelle oder hierher. Nachdem es aber uns nicht im einzelnen betrifft, habe ich mich für dieses Eck hier entschieden, aber lest selbst. Zitat:Michelle Obamas Bio-Garten beunruhigt die Biotech-Lobby Grüße vom Ritter Re: Michelle Obamas Bio-Garten beunruhigt die Biotech-Lobby - Fulvia - 24.04.12009 Offensichtlich wissen einige der Reichen ganz genau was gut zum Essen ist: Der Öko-Prinz Er ist ein Kämpfer für den guten Geschmack, ein Pionier der ökologischen Landwirtschaft, der Ritter der Biokost. Prinz Charles. Mit einem Keks fing alles an. Einem Haferplätzchen, in den schottischen Highlands gebacken. Der Vorkoster: Prinz Charles persönlich. Über 100 Rezepturen soll Königliche Hoheit probiert haben, bis eines seine Gnade fand. Schließlich bürgte er mit seinem großen Namen dafür. Das Oaten Biscuit war das erste Produkt, mit dem seine edle Biomarke „Duchy Originals“ 1992 auf den Markt kam. Heute haben die Kunden die Wahl zwischen mehr als 200 verschiedenen Lebensmitteln: Truthahn und Chr*stmas Pudding, Mulligatawny Soup, würzige Würstchen und Speck, Himbeer-Limetten-Marmelade, Schokoladen-Orangen-Plätzchen und Vollmilchjoghurt von königlichen Ayrshire-Kühen. Mit Duchy Originals hat der Prince of Wales die Biokost in Großbritannien hoffähig gemacht. Und das im Supermarkt. Prinz Charles, der König der Ökowelle. Wie leicht es ist, sich über ihn lustig zu machen. Kübel voller Spott wurden schon über ihn ausgeschüttet. Der Thronfolger im ewigen Wartestand, als Polospieler bereits im Ruhestand. Der Möchtegern-Tampon. Der Mann im Schatten von Mutter und Ehefrau, der von Vater und Volk ungeliebte Prinz mit den Segelohren, der sich eine Frau mit Pferdegesicht zur Geliebten nahm. Der Sonntagsmaler, der mit seinen Pflanzen redet. Der Ewiggestrige, der gegen moderne Architektur wettert. Wo kein Lachen ist, ist Schweigen. Selbst in einer königstreuen Londoner Buchhandlung wie Hatchards findet man zwar meterweise Literatur über Lady Di, aber über Prinz Charles kaum mehr als das kleine Fotoalbum, das der Buckingham Palace jetzt zu seinem 60. Geburtstag am 14. November herausgegeben hat. Charles Philip Arthur George Mountbatten-Windsor ist der am längsten amtierende Thronanwärter der britischen Geschichte. Seit 56 Jahren, seit seine Mutter Königin wurde, wartet er auf seinen eigentlichen Job. Anfang dieses Jahres überholte er dabei selbst den bisherigen Spitzenreiter, Edward VII. Der hat sich die lange Wartezeit bis zum Tod von Mutter Victoria mit zahlreichen Geliebten und allgemeinem Lotterleben vertrieben – Glücksspiel, Nachtklubs, Pferderennen. Prinz Charles hat sich eine andere Beschäftigung gesucht. Und unbeirrt verfolgt. Da er ökologische Landwirtschaft und das Prinzip der Nachhaltigkeit propagierte, lange bevor es Mode war, wurde er auch dafür verspottet: als „Königliches Maskottchen der Grünen“. In den USA wird er derzeit gefeiert dafür: als Pionier der Ökobewegung, als Radikaler, der kein Blatt vor den Mund nimmt, der McDonald’s angreift und auf der Seite der Kleinbauern gegen die Lebensmittel- und Landwirtschaftskartelle kämpft. Al Gore und Meryl Streep überreichten ihm im letzten Jahr den „Global Environmental Citizen Award“ der Harvard Medical School. In Kalifornien wurde er enthusiastisch begrüßt von Eric Schlosser, der sich mit seinem Bestseller „Fast Food Nation“ die Lebensmittelindustrie zum ebenso erbitterten Feind gemacht hat wie Michael Moore die Regierung Bush mit seinen Filmen. Alice Waters, die als Erfinderin der neuen kalifornischen Küche mit frischen Produkten gilt, feierte Seine Hoheit als „radikalen Humanisten“. Denn saisonal und regional – heute ein Gemeinplatz, in den 80er Jahren eine Revolution – lautet auch eine zentrale Botschaft von Prinz Charles. Der, wie die Amerikanerin, ein aktives Mitglied der Slow Food-Bewegung ist sowie Schirmherr der britischen „Academy of Culinary Arts“, die sich nicht nur um die Ausbildung von Profiköchen kümmert, sondern auch, wie Alice Waters, um die kulinarische Bildung von Kindern. Und in Deutschland: attestiert Wolfram Siebeck dem Prinzen guten Geschmack, gehört Renate Künast zu seinen Fans. Noch als junger Junggeselle hatte der Herzog von Cornwall 1980 das Anwesen Highgrove in Gloucestershire gekauft, um das zu dem Landsitz gehörige Gut auf ökologische Landwirtschaft umzustellen. Den Biogarten von Highgrove hat Prinz Charles mit Hilfe von Freundinnen selbst angelegt. Dass der königliche Küchenabfall auf dem Kompost landet, versteht sich von selbst. Die Duchy Home Farm (die trotz ihrer geographischen Lage zum Duchy of Cornwall, dem Herzogtum von Cornwall gehört) ist inzwischen so etwas wie ein britischer Bio-Musterhof, in die der Hausherr, wie er sagt, sein Herz und seine Seele – und seine Überzeugungen gesteckt hat. Etliche Zutaten für die Duchy Originals kommen von hier, darunter auch der Hafer für die allerersten Kekse. Ansonsten arbeitet die Firma mit überwiegend kleinen Züchtern und Produzenten zusammen. Auch bei der Kooperation mit bekannteren Firmen wie Crabtree & Evelyn oder Walkers werden Marmelade und Kekse nach eigenen Rezepten hergestellt. Der Erfolg von Duchy Originals ist nicht allein auf die schöne Verpackung, das herzogliche Siegel, das geschickte Marketing zurückzuführen. Die Kostproben schmecken köstlich. (Nur die Haferkekse sind eher was für eingeborene Schotten.) Die Erträge gehen an „The Prince’s Charities“, eine Reihe von gemeinnützigen Projekten, die gerade in der Jugendarbeit und im Umweltschutz aktiv sind. In diesem Frühjahr hat Prinz Charles einen eigenen Lebensmittelladen in Tetbury in der Nähe von Highgrove eröffnet. Dort kriegt man unter anderem sein Lieblingsobst und -gemüse vom eigenen Gut, Kartoffeln namens „Charlotte“ zum Beispiel oder Erdbeeren der Sorte „Happil“. Was man damit machen kann, weiß sein Stiefsohn am besten: Food-Journalist Tom Parker Bowles hat zwei Bücher zum Thema geschrieben – „E is for Eating“ und „The Year of Eating Dangerously“. Für gefährlich – zumindest sehr gewagt – halten viele Charles’ Einsatz für die Renaissance des Hammelfleischs, das einmal britische Nationalspeise war, aber von dem milder schmeckenden Schaf fast verdrängt wurde. Die 2004 gestartete Initiative, für die der Prinz wieder belächelt wurde, liegt ganz im Trend: der Renaissance von Hausmannskost und Innereien, die man auch hierzulande in immer mehr jungen Großstadtlokalen bekommt. Tradition und Fortschritt liegen beim Essen im Moment so nah beieinander wie nie. Dazu gehört auch die Wiederbelebung alter Obst- und Gemüsesorten und damit die Vielfalt gegenüber der Einfalt der Industrieprodukte, die Aufzucht vom Aussterben bedrohter Rinder und Schweine, die schmackhafteres Fleisch liefern als die mit Hormonen gefütterten. Was es auf Prinz Charles’ Geburtstagsparty nächste Woche auf Highgrove zu essen gibt, wird nicht verraten. Das sei privat, so die Auskunft vom Hofe. Nur soviel: Am Donnerstag wird ihm in seinem Londoner Heim, Clarence House, der erste echte Renaissance-Hammel der Saison, gut abgehangen, überreicht – von einem Farmer, einem Metzger und einem Koch. Und noch eine Frage kann der Hofstaat klären: ob der Prinz sich tatsächlich jeden Morgen sieben weiche Eier kochen lässt, alle aufschlägt, aber nur eines, das eine perfekte isst, wie Jeremy Paxman in seinem Buch „On Monarchy“ schreibt: Nein! heißt die offizielle Antwort. „Macht er nicht, hat er nie getan, weder zum Frühstück noch zu irgendeiner anderen Zeit.“ Aber das steht fest: Wenn er zu Hause eins isst, dann nur von einem glücklichen Huhn. Ausgewählte Gruppen können Highgrove besichtigen – wenn sie einen langen Atem haben: Im Moment beträgt die Wartezeit zwei Jahre. Der Farmshop in Tetbury steht allen offen (www.highgroveshop.com: http://www.highgroveshop.com). Duchy-Produkte findet man in Großbritannien in den meisten Supermärkten, in Berlin gibt es eine kleine Auswahl unter anderem bei Broken English in Kreuzberg, Körtestraße 10, oder im KaDeWe. „Das Duchy Originals Kochbuch“ ist auf Deutsch im Chr*stian Verlag erschienen (29,95 Euro), das Buch des Prinzen über „Highgrove, Clarence House, Birkhall – Königliche Biogärten“ bei Busse & Seewald (29,90 Euro). Informationen über die Hammel-Renaissance-Initiative unter www.muttonrenaissance.org.uk: http://www.muttonrenaissance.org.uk. Quelle: http://www.tagesspiegel.de/magazin/essen-trinken/Prinz-Charles;art301,2656195 Re: Michelle Obamas Bio-Garten beunruhigt die Biotech-Lobby - Liza - 19.05.12009 Hat der arme Kerl sich das ausgesucht ???????????? Kennt ihn jemand persönlich und weiss ob er sich nicht villeicht langweilig fühlt ????????????? :keinplan: :tuch: :protest: Es ist so einfach abzuurteilen und er wird hier ja kein User sein der sich zur Wehr setzen kann. Nicht das ich ein Fan von ihm wäre :roll: Aber ............villeicht hätte der Bericht ops: von Fulvia nicht so so klingen müssen als wenn sie es gerade erlebt hat. .........Nichts für UNGUT und liebe Grüsse von La Palma liz Re: Michelle Obamas Bio-Garten beunruhigt die Biotech-Lobby - Fulvia - 19.05.12009 Liza schrieb: Wer lesen kann ist klar im Vorteil! Ich weiss nicht was du meinst, werte Liza. Erstens ist der Artikel nicht von mir, sondern siehe die Quellenangabe unten und zweitens kommt der Charles doch gut dabei weg. Zitat:Quelle: http://www.tagesspiegel.de/magazin/essen-trinken/Prinz-Charles;art301,2656195 Re: Michelle Obamas Bio-Garten beunruhigt die Biotech-Lobby - Liza - 20.05.12009 Na ja lassen wir das...........lesen kann ich schon..........nur Worte darüber verlieren und seien es auch noch wiedergegebene...........! Ausserdem möchte ich nicht belehren ! Die Natur geht schon ihren Gang. Liebe nächtliche Grüsse an ALLE. Bin heute leider gestürzt und habe mir den linken Zeigefinger ausser Gefecht gesetzt ... :twisted: .........weiss leider auch nicht ob der nun gebrochen oder "nur " verstaucht ist. Re: Michelle Obamas Bio-Garten beunruhigt die Biotech-Lobby - Inte - 20.05.12009 Hallo liebe Liza, das ist jetzt zwar ein wenig ab vom Thema dieses Fadens, aber es ist ein so schönes Beispiel, wie die Gedanken lenken (zumindest sieht es nach Zusammenhang aus), daß ich es mal bemerken möchte: Zitat:Ausserdem möchte ich nicht belehren ! Zitat:Bin heute leider gestürzt und habe mir den linken Zeigefinger ausser Gefecht gesetzt Liebe Grüsse Inte Re: Michelle Obamas Bio-Garten beunruhigt die Biotech-Lobby - Noxi - 22.05.12009 Es scheint ja so, dass da wirklich ein extremer Wandel stattgefunden hat in Amerika. Der (augenscheinliche) Unterschied zwischen den beiden Regierungen könnte ja größer kaum sein. Zum Bio-Garten: Die Symbolwirkung ist schon nett. Allerdings wäre ein Kampf der US-Regierung gegen Monsanto o.Ä. wohl der Untergang selbiger. Die Patentierungen auf Gene, Mais und ganze Lebewesen sind ja ein explodierender Geschäftszweig. Ich bin als Biologie-Student übrigens gegen Gentechnik und stehe damit nicht allein da
Re: Michelle Obamas Bio-Garten beunruhigt die Biotech-Lobby - KATANA - 23.05.12009 Hat sich da wirklich etwas verändert? http://www.initiative.cc/Artikel/2009_05_12_genverbot.htm Re: Michelle Obamas Bio-Garten beunruhigt die Biotech-Lobby - Kelda - 25.05.12009 Das Paar im Weißen Haus wird doch von den Medien sehr positiv dargestellt. Und da Bio und Klimaschutz große Sympathiepunkte versprechen, werden diese Bereiche eben genutzt. Selbst wenn sie aus persönlichen Gründen ein echtes Interesse und Vorhaben haben sollten - die Lobby und die unbekannten Fadenzieher im Hintergrund sind nicht zu unterschätzen. Viele Grüße von Kelda Re: Michelle Obamas Bio-Garten beunruhigt die Biotech-Lobby - Knight - 02.06.12009 Kelda, da muss ich Dir vehement ... zustimmen Es geht in erster Linie darum, die 2 als Stimmungsmacher, Zugpferde oder ähnliches zu nutzen. Auch ev. darum, die Organisation hinter den beiden besser darzustellen. Dazu passt eben die Kritik von der Gegenorganisation von wegen dadurch würde die Gentechlobby Geld verlieren usw. usf. Auch gerade heute wieder gelesen, dass der ungesunde Lebenswandel weiter im Steigen ist in USA ... Jeder kann sich somit weiter ein Bild machen wie's weitergeht ![]() Grüße vom Ritter |