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Beinwellsalbe - Druckversion

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Beinwellsalbe - Solveigh - 08.11.12010

Hallo.

Ich werde diese Woche zum ersten Mal Beinwellsalbe selbst herstellen.
Nur mit Bienenwachs oder auch mit einem Wachs-Lanolin-Gemisch zu arbeiten scheint mir nicht sinnvoll, da in beiden Fällen ein Großteil des eigentlichen Wirkstoffs auf der Haut verbleibt, ohne tatsächlich über sie aufgenommen zu werden.
Mir wurde jetzt als Träger Excipial empfohlen. Diese Lotion soll sehr gut von der Haut aufgenommen werden, und diese durch den Urea-Anteil zusätzlich pflegen.
Hat damit schon jemand Erfahrung gemacht?

Grüße


Re: Beinwellsalbe - Paganlord - 08.11.12010

Ich habe Beinwell bisher nur direkt angewendet. Also direkt auf der Haut fixiert und über Tage einwirken lassen. Eine eigene Salbe herzustellen ist eine gute Idee, vor allem für die kalte Jahreszeit. Mal sehen, ob die Kräuterfrauen hier eine Idee dazu haben?


Re: Beinwellsalbe - Gast aro - 08.11.12010

Hallo Solveigh,

versuche es doch mal mit Kokosöl. Das ist sehr angenehm auf der Haut, sehr pflegend, und am besten mit etwas Pflanzenöl geschmeidig machen. Das trägt sich sehr gut auf.

Das ist ein Erfahrungswert aus meiner eigenen Praxis, so stelle ich mein Kokos-Zimt-Balsam her. Winken


Re: Beinwellsalbe - Solveigh - 08.11.12010

Hallo aro.

Prinzipiell gefällt mir die Idee, einen Träger auf rein pflanzlicher Basis zu verwenden (mit Lanolin hingegen kann ich mich nicht wirklich anfreunden).
Ich will die Salbe gerne mit Beinwellöl herstellen, nicht die gehackte Wurzel direkt bei der Salbenherstellung zugeben.
Nun überlege ich, ob sie bei Verwendung von Kokosöl dann nicht sehr flüssig wird?
Eine Beigabe von Bienenwachs wird wohl auch hier nötig sein?

Grüße


Re: Beinwellsalbe - Gast aro - 09.11.12010

Hallo Solveigh,

Kokosöl ist unter 24 Grad ziemlich fest, da braucht es keinen Emulgator. Da ich den Ehrgeiz habe, alles ganz und gar ohne irgendwelche Zutaten zu machen in meiner Aromatherapie, ist Kokosöl ideal. Doch etwas Pflanzenöl, damit es sich besser auftragen läßt, ist optimal.
Wie willst Du das Beinwell da hineintun? Als Auszug, als Tinktur? Man kann ja in dem Fett die Kräuter direkt über mindesten 2 Wochen ausziehen lassen.


Re: Beinwellsalbe - Solveigh - 09.11.12010

Hallo aro.

Ich will einen Ölauszug (mit Johanniskrautöl vom Sommer) machen. Per Wasserbad, so dauert es nur ein bis zwei Tage. Für einen Platz an der Sonne ist es ja leider ein wenig zu spät.
Mit was für einem Mischverhältnis arbeitest du?

Übrigens wollte ich ursprünglich Vitamin E beigeben, um einem Ranzigwerden der Salbe vorzubeugen. Nachdem ich heute etliche Apotheken aufgesucht habe, und ob meines Anliegens gemustert wurde, als hätte ich nicht mehr alle Tassen im Schrank, habe ich diesen Plan vorläufig verworfen.
Eigentlich unglaublich, daß die das scheinbar nicht mal bestellen können... oder wollen.

Grüße


Re: Beinwellsalbe - Gast aro - 10.11.12010

Hallo Solveigh,

nimm gegen das Ranzigwerden Jojobaöl, so ca. 1 - 2 Eßlöffel auf 50 ml. Muß man ein wenig probieren, da ja schon Öl vom Auszug da ist.

Dies Verhalten der Apotheke ist nachvollziehbar, wenn man bedenkt, daß Heilkräuter ja jetzt "verboten" sind. :roll:


Re: Beinwellsalbe - Solveigh - 10.11.12010

Hallo aro.

Ursprünglich wollte ich auf allzu viele Fette (als Träger) verzichten, weil ihre Moleküle einfach zu groß sind, um von den Poren aufgenommen zu werden. Davon abgesehen zieht die Haut eben nur, was sie wirklich braucht. Da gehört Fett, das sie ja selbst als 'Abfallprodukt' abgibt, halt nicht unbedingt dazu. Darum wollte ich gerne mit Feuchtigkeit statt mit Fett arbeiten. Nur habe ich bislang keine zündende Idee, wie ich bei einer Beinwellöl-Feuchtigkeitslotion-Mischung einigermaßen Konsistenz in die Sache bekomme. Wachs in kleinen Mengen zugeben funktioniert nicht, da man die Lotion nicht erhitzen kann bzw. sollte.

Am effektivsten ist natürlich (im besten/ursprünglichsten Sinne des Wortes) der von Paganlord angesprochene Beinwellbrei. Leider ist das nicht immer die praktischste Methode.

Also lande ich doch wieder bei den Fetten.
Ich werde es tatsächlich mal mit dem Kokosöl versuchen. Und der Tipp mit dem Jojobaöl ist toll, danke.
Mische ich das Kokosöl 1:1 mit dem Kräuteröl, oder brauche ich mehr?
(Nachtrag: Oder spare ich mir das separate Ansetzen des Beinwellöls ganz, und gebe die Wurzel direkt ins Kokosöl?)

Grüße


Re: Beinwellsalbe - Gast aro - 11.11.12010

Hallo Solveigh,

ob das gleich im Kokosöl optimal ist, kann ich Dir nicht sagen, einfach mal probieren. Solche Rezepte gibt es ja auch mit Schmalz, müßte also gehen.
Oder in Jojobalöl geben, das geht auf jeden Fall.
1 zu 1 Kokosöl mit dem Jojobaöl würde ich nicht machen. So wie ich schon schrieb, 1 - 2 Eßlöffel zum Kokosöl geben, dann ist das eine sehr schöne Creme. Und das natürliche Öl gibt auch Feuchtigkeit, da braucht man keine Zusätze. Wenn Du das mal probierst, wirst Du feststellen, daß Deine Haut sich nie weicher und schöner angefühlt hat, es ist einfach das optimalste. Herz


Re: Beinwellsalbe - Arnika - 18.11.12010

Hallo ihr zwei!

Ich habe hier euer Gespräch über die Zusammensetzung der Salbengrundlage gelesen.
Ich stelle selbst jedes Jahr Ringelblumensalbe her.
Hierzu verwende ich 200 ml Olivenöl (kaltgepreßt), getrocknete Ringelblumenblätter und nur 25g Bienenwachs.
Die Blätter werden ganz kurz nur in dem Öl aufgekocht, dann läßt man es abkühlen.
Wenn es kalt genug ist, siebe ich die Blätter ab, drücke die Blütenblätter dabei aus und gebe jetzt den Wachs in das Öl. Nun lasse dann alles noch mal ganz langsam erwärmen, so daß der Bienerwachs sich mit dem Öl verbindet.
Die Konsitenz der Salbe ist fest, wird aber durch die körpereigene Temperatur dann weich, so daß man sie schön verreiben kann.

Und wenn ich mal genau überlege, kann man ja die Grundlage für alle eigenen Salben verwenden.
Man muß nur schauen, ob das Kräutlein sich für kurze Erhitzung eignet.

Liebe Grüße
Arnika :bluemchen: