Bienenhotel
#1
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#2
Schönes Thema und gutes Argument fürs "wildere" Gärtnern.
Leider sind die meisten kaufbaren Nisthilfen unbrauchbar.

Deswegen möchte ich gerne folgenden Seite verlinken, wo übliche Fehler angezeigt werden, und auch ausreichend Wissen vermittelt wird, wo und wie es richtig geht.
Mit diesen Infos und etwas kreativität könnte man sogar einfach selber was basteln (oder zumindest wissen auf was man beim Kauf achtet)

http://www.wildbienen.info/artenschutz/nicht-geeignete-nisthilfen.php
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#3
Einsiedlerbienen leben nicht in großen Staaten wie ihre Verwandten, die Honigbienen. Da sie keine großen Nahrungsvorräte verteidigen müssen, besitzen sie auch keinen kräftigen Stachel mit Widerhaken. 

Jedes Einsiedlerbienen-Weibchen schleppt Nektar und Blütenstaub in ihr Nest, legt ein Ei darauf und verschließt die Brutzelle. Die kleinsten Bienen-Arten sind übrigens gerade mal 2 mm groß. Die Bienenlarve ernährt sich selbständig von diesem Proviant und verläßt erst im darauffolgenden Jahr als junge Biene das Nest. Honig für unser Butterbrot oder den Tee gibt es hier also nicht zu holen, denn diesen brauchen die Bienenkinder selber. 
Kein besserer Freund – kein schlimmerer Feind!
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#4
(30.12.12014, 20:53)Hælvard schrieb: https://www.pagan-forum.de/post-47632.html#pid47632Honig für unser Butterbrot oder den Tee gibt es hier also nicht zu holen, denn diesen brauchen die Bienenkinder selber. 

Jedoch bestäuben die Bienen unsere Pflanzen und sorgen so für reichlich Ernte an Bäumen, Sträuchern, Kräutern und Gemüsen.
"Wer die Wahrheit sagt, braucht ein schnelles Pferd."
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#5
(31.12.12014, 10:18)Anuscha schrieb: https://www.pagan-forum.de/post-47633.html#pid47633Jedoch bestäuben die Bienen unsere Pflanzen und sorgen so für reichlich Ernte an Bäumen, Sträuchern, Kräutern und Gemüsen.

Richtig. Forschungen deuten darauf hin, dass ohne Wildbienen und Hummeln nur etwa ein drittel so viel bestäubt würde, selbst wenn man Honigbienen hielte.
Hummeln fliegen schon bei sehr niedrigen Temperaturen, Wildbienen bei niedrigeren als Honigbienen, Hummeln und Wildbienen fliegen auch in Bäume und Sträucher hinein, während es der Honigbiene eher beliebt aussen in der Sonne zu bleiben.

Damit diese sich alle wohlfühlen brauchts schon ne diverse Landschaft, keinen Acker oder eine Plantage...
Interessanterweise steigt die Artenvielfalt dafür in naturnah von Menschen bewirtschafteten Räumen mehr an, als sie es ohne den Menschen würde. Das durfte ich selbst beobachten.
Unsre Entscheidung ob wir Fluch oder Segen sein wollen.
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#6
Als ich meinen alten Schuppen saniert habe, habe ich festgestellt, daß ich damit viele Ritzen und andere Nistmöglichkeiten für Insekten abdichtete.
Also mußte ich eine Alternative den Insekten dafür bieten.

   

Ich kaufte ein einfaches Insektenhotel und brachte es am Schuppen an.

Zur Regentonne müssen wir immer an dem Insektenhotel vorbei.
Dabei wurden wir auf das emsige Brummen der Wildbienen aufmerksam.

   

Wir haben uns natürlich riesig gefreut, einigen Wildbienen einen Nistplatz bieten zu können.

   

Nun gilt es, den Bienen auch entsprechende Blüten zu bieten.
Im Moment blühen noch allerhand Pflanzen, aber nach der Maisblüte werden es immer weniger Blüten.
Unter anderem kann man ein Stück Wiese ungemäht lassen und so den Klee, die Gänseblümchen und andere Pflanzen blühen lassen.
Es gibt auch einige spät blühende Blumen und Bäume.
Damit werden wir uns in Zukiunft beschäftigen und den Garten damit entsprechend bereichern.
Unterm Strich ist es ein Gewinn für den Gärtner und die Natur.
Lebe für Deine Ideale!
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Es bedanken sich: Violetta
#7
(06.06.12017, 18:53)Saxorior schrieb: https://www.pagan-forum.de/post-52296.html#pid52296Nun gilt es, den Bienen auch entsprechende Blüten zu bieten.
Im Moment blühen noch allerhand Pflanzen, aber nach der Maisblüte werden es immer weniger Blüten.
Unter anderem kann man ein Stück Wiese ungemäht lassen und so den Klee, die Gänseblümchen und andere Pflanzen blühen lassen.
Es gibt auch einige spät blühende Blumen und Bäume.n auch entsprechende Blüten zu bieten.

Probiert doch mal Lavendel. Sieht prima aus, duftet vorzüglich und fängt genau jetzt an zu blühen > für den ganzen Rest des Sommers ... Und ist extrem pflegeleicht (muß nicht gegossen werden).
Sei!
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#8
Passend dazu hab ich in unserem Gartenkalender dieses Liedlein gefunden:

Summ, summ, summ! Bienchen summ herum!
Ei, wir tun Dir nichts zuleide,
flieg nur aus in Wald und Heide!
Summ, summ, summ! Bienchen summ herum!

Summ, summ, summ! Bienchen summ herum!
Such in Blüten, such in Blümchen
Dir ein Tröpfchen, dir ein Krümchen!
Summ, summ, summ! Bienchen summ herum!

Summ, summ, summ! Bienchen summ herum!
Kehre heim mit reicher Habe,
bau uns manche volle Wabe!
Summ, summ, summ! Bienchen summ herum!

August Hoffmann von Fallersleben (1798-1874)
Geduld in allen Dingen führt sicher zum Gelingen.
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#9
Hallo Ela,

das haben wir als Kinder gerne gesungen, das war gaanz weit verschüttet.
Danke Lächeln
"Die Menschen drängen sich zum Lichte, nicht um besser zu sehen, sondern um besser zu glänzen"
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#10
80 Prozent der Bienenhotels im Handel sind für Bienen tödliche Fallen

Wenn man Heinrich auf industrielle Insektenhotels anspricht, wird der ruhige Thüringer deutlich. „Die Leute kaufen diese Dinge mit den besten Absichten“, sagt er und lässt den Hobel sinken. „Aber was sie nach Hause tragen, ist Dekoration – kein Lebensraum. Es ist, als würde man versuchen, in einer Ruine aus Pappe Schutz zu finden.“

In über 43 Jahren hat er die fünf Todsünden der Massenware analysiert:

– Die Splitter-Falle (unsaubere Bohrungen): „Das ist das Schlimmste. Billigware wird meist nur grob gebohrt. Es bleiben feine Holzsplitter in den Gängen stehen. Wenn die Biene mit ihren hauchdünnen Flügeln hineinkriecht, zerfetzt sie sich das Flugorgan. Sie kommt nie wieder heraus. Ein echtes Hotel braucht spiegelglatte Wände.“

– Gift im Garten (minderwertiges Nadelholz): „Tanne oder Kiefer harzen extrem nach. Das verklebt die Brutröhren, und die Tiere ersticken darin. Zudem ist Industrieware oft künstlich behandelt. Wildbienen haben einen extremen Geruchssinn – die chemischen Ausdünstungen von Leimen und Lacken vertreiben sie sofort.“

– Der „Nasszellen-Effekt“ (fehlendes Kupferdach): „Die meisten Hotels haben nur dünne Holzdeckel. Wenn das Holz nass wird, quillt es auf und fault. Es entsteht Schimmel in den Brutgängen, der die Larven tötet. Zedernholz und ein echtes Kupferdach sind kein Luxus, sondern der einzige Weg, das Nest trocken und schimmelfrei zu halten.“

– Falsche Maße (zu flache Röhren): „Die Industrie baut oft zu flach, um Material zu sparen. Aber für eine erfolgreiche Brut brauchen viele Arten mindestens 15 bis 20 cm Tiefe. In kurzen Röhren haben Parasiten wie die Schlupfwespe leichtes Spiel und fressen die Bienenbrut einfach auf.“

– Die „Sinnlos-Füllung“ (Deko-Kitsch): „Schauen Sie sich die Baumarktdinger an: Da stecken oft Tannenzapfen oder Stroh drin. Das sieht für den Menschen nett aus, ist für Wildbienen aber völlig nutzlos. Es zieht nur Spinnen und Ohrenkneifer an, die dann die Bienenbrut rauben. Ein echtes Hotel besteht aus massivem Holz mit exakten Bohrlöchern – nichts anderem.“

Heinrich schüttelt den Kopf. „Die Menschen wollen helfen, aber sie werden allein gelassen. Niemand erklärt ihnen, dass eine Biene lieber in einem alten Bohrloch in der Wand nistet als in einem gefährlichen Billig-Hotel aus dem Prospekt.“


Gut zu wissen!
Glück ist unsichtbare Planung.
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