Merkels Verzicht
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Merkels Verzichtserklärung

Auf der Tagung des CDU-Präsidiums in Magdeburg hat Angela Merkel öffentlich ihren Verzicht auf die Kanzlerkandidatur verkündet. Ihre Erklärung im Wortlaut:
Magdeburg - "Ich habe heute Morgen Edmund Stoiber in Wolfratshausen besucht und mit ihm gemeinsam gefrühstückt. Wir haben bei diesem Frühstück vereinbart, dass Edmund Stoiber der Kanzlerkandidat der Union für die Bundestagswahl 2002 sein wird. Ich habe diesen Vorschlag entsprechend unserem Beschluss des Dresdner Parteitages eben dem Bundesvorstand unterbreitet, und er ist einstimmig akzeptiert und bestätigt worden.

Was hat zu dieser Entscheidung der beiden Parteivorsitzenden geführt? Ich habe immer gesagt, Kanzlerkandidat der Union soll derjenige werden, der die größten Siegeschancen hat. Was gehört an Kriterien zu den größten Siegeschancen? Neben der Eignung zur Kanzlerkandidatur, und der Bereitschaft selbstverständlich, rechne ich dem Kriterium der Geschlossenheit allergrößte Bedeutung zu.

Ich glaube, dass die Geschlossenheit der Union mit dem Kanzlerkandidaten Edmund Stoiber hervorragend herzustellen ist, und deshalb halte ich diesen Vorschlag für richtig. Ich habe den Bundesvorstand gebeten - und das aus tiefster Überzeugung -, dass wir nach einem spannenden Kandidatenverfahren jetzt den nächsten Schritt im Wahlkampf tun und das, was wir an Siegeschancen am Anfang dieses Jahres haben, auch in die Tat umsetzen.

Ich werde meinen Beitrag zusammen mit Edmund Stoiber dazu leisten, dass diese Siegeschancen nicht nur eine Möglichkeit sind, sondern dass sie Realität werden. Und zwar aus tiefer Überzeugung und mit großer Leidenschaft."

Merkel antwortete im Anschluss an ihre Erklärung auf Fragen von Journalisten. Einige Auszüge:

"Ich habe dem Bundesvorstand gesagt, dass unterschiedliche Auffassungen innerhalb der gesamten Union selten als Grenzlinie zwischen CDU und CSU verlaufen, sondern sehr häufig innerhalb der CDU ausgetragen werden. Ich glaube, dass sich das auch in dieser Frage der Kandidatensuche und der Kandidatenentscheidung widergespiegelt hat. Ich bin Parteivorsitzende der Chr*stlich-Demokratischen Union Deutschlands, und ich glaube, verantwortlich gehandelt zu haben, und deshalb bin ich ein Stück weit stolz."

"Es wird eine Wahlkampfkommission geben, die von den beiden Parteivorsitzenden geleitet wird. Zweitens wird natürlich in absehbarer Zeit eine Mannschaft mit den verschiedenen Kompetenzfeldern vorgestellt. Ich werde als Parteivorsitzende den Spitzenkandidaten unterstützen, also kein Kompetenzfeld selber in Anspruch nehmen. Außerdem haben wir festgelegt, dass der Wahlkampf der CDU in Berlin weiter unter der Leitung von Laurenz Meyer stattfinden wird. Selbstverständlich zusammen mit der CSU und einer Kampagne für den Spitzenkandidaten."

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Merkels Verzicht - von Sothis - 12.01.12002, 09:26
Kommentar: beim Wettpissen verloren - von Sothis - 12.01.12002, 09:28

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