Jelling in Dänemark > kein gutes Reiseziel
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Sven Gabelbart (963 - 1014 n. d. Z.), Enkel vom Alten Gorm, Sohn vom Ch**enwikinger Blauzahn und Großvater vom chr. Knut dem Großen, der seiner Zeit ebenfalls mit der Kirche paktierte, um seinen Machtanspruch als König von England, Dänemark, teils Norwegen, teils Schweden zu bestätigen.

Sven Gabelbart, König von Dänemark und England,
986 n. d. Z. verdrängt er als heidnische Reaktion den dänischen Thron seines Vaters Harald und tritt die Nachfolge an.
Ab 994 führt er immer wieder Raubzüge gegen England.
Um 1000 besiegt er in der Seeschlacht vor der Insel Svold seinen Schwager Olaf Tryggvason und kann dadurch seine Herrschaft auch auf Norwegen ausdehnen.

Am 13. 11. 1002 befiehlt König Aethelred II. von England das St. Brice Day Massaker mit dem Ziel, alle in England lebenden Dänen zu töten. Daraufhin zieht Sven erneut gegen England, vertreibt Aethelred in die Normandie und wird 1013 selbst König. Er stirbt kurz vor der geplanten Krönung.

   
König Sven Gabelbart setzte diesen Stein für Skarthi, seinen Gefolgsmann, der nach Westen gefahren war, aber nur den Tod fand bei Haithabu

Wikipedia schreibt in einem Satz, daß Sven Gabelbart ein Ch*st gewesen sei.
Diese Seite schreibt ebenfalls, daß der Zwist zwischen Gabelbart und seinem Vater daraus resultierte, daß Gabelbart ein Bastard gewesen sei und bei der Thronfolge nicht berücksichtig wurde. Kein Wort über den Streit der Religionen zw. Gabelbart und Blauzahn.
Ich bin mir da aus einigen Aspekten unsicher, ob das der Wahrheit entspricht, denn Gabelbart verblaßt in der heutigen Gesichtsschreibung zwischen seinem Vater und Sohn, die beide chr**lich waren. Das allein ist schon ein Hinweis für mich, eben weil man den Heiden lieber nicht erwähnt, dafür aber die chr. Schergen heroisiert. Dabei hat er viele Schlachten geschlagen, war selbst König von Dänemark, England usw.
Und dann gibt es da noch unseren guten alten Theodor Fontane, der sich seiner in einer Ballade annimmt. In dieser Ballade klingt es eher so, als würde Gabelbart den chr. Glauben nicht mögen.
Ich denke, daß Gabelbart ein König und Anhänger der alten Religion war!

Befragt man nicht Wikipedia, sondern eine KI aus dem Netz, ob Gabelbart Heide war, kommt folgende Antwort:
Ja, Sven Gabelbart (dänisch: Svend Tveskæg) war Heide. Er war König von Dänemark ab etwa 986 und führte ab 1003 großangelegte Raubzüge und Invasionen gegen England durch. 1013 eroberte er große Teile Englands und wurde für kurze Zeit der erste dänische König von England, bevor er im Februar 1014 starb.

   
Sven Gabelbart - König von Dänemark, teils Norwegen und von England


Nun aber die Ballade von Fontane:

Swend Gabelbart

Swend Gabelbart, über Sund und Belt,
Er siegreich das Zepter von Dänemark hält,
Seine Schiffe von Insel zu Insel ziehn,
Unterworfen ist Wendland und Julin,
Und nun gen Westen, über das Meer,
Jagt er, der Schrecken vor ihm her,
In die Themsemündung fährt er ein,
Ganz London ist ein Feuerschein.
Und nun zu Roß und nun zu Hauf,
Essex und Norfolk zieht er hinauf,
Und mit Zechgenossen und Kumpanei,
Reitet er ein in Sankt Edmunds-Abtei.[85]

Da sitzen sie nun die Hall' entlang,
Aus der Kirche klingt frommer Mönche Gesang.
"Was soll das Geplärr uns?" Und in die Kapell'n
Swend Gabelbart läßt seinen Marstall er stell'n,
Er mag sie nicht hören, die Litanein,
(Lärm und Gewieher, so soll es sein),
In der Rosse Gestampf erlischt der Chor,
Swend aber lacht: "Die tun's euch zuvor!
Schüttet Hafer auf Sankt Edmunds Truh,
Er selber nickt euch den Segen dazu."

Sankt Edmund, an schwarz-goldener Wand,
Hall' aufwärts in seiner Nische stand.
Einst war er König. Ein mattes Licht
Umspielt ihn flackernd; Swend aber spricht:
"Sankt Edmund, du schufst hier Kirch' und Abtei,
Dein Land, es ging verloren dabei,
nun stehst du da, trägst mönchisch Gewand,
Hältst wie zum Spott ein Schwert in der Hand,
Ein zerbrochen Schwert, wenn recht ich seh'.
Und doch, o König, warst König du je,
Du tätest jetzt ab deine Todesruh
Und kämst als ein Rächer auf mich zu,
Und ob zerbrochen auch dein Schwert,
Es wäre dir doch des Kampfes wert,
Aus dieser Hall' hier, aus diesem Haus,
Auch mit stumpfem Schwerte triebst du mich aus.
Nie warst du König. Trotz Reif und Kron',
Ein Mönchsbild warst du bei Lebzeit schon."

Swend Gabelbart schwieg. Im Kreise rundum
Ward es so still und ward es so stumm,
In der Nische das Licht immer düsterer brennt.
Da steigt es herab vom Postament,
Und tapp und tapp, in steinerem Schuh
Auf Swend Gabelbart schreitet Sankt Edmund zu,
Vor streckt er sein zerbrochen Schwert:
"Nun, Swend, laß sehn, wer besser bewehrt."
Aus des Königs Aug' ein Entsetzen spricht,
Er schlägt nach dem Schwert, sein Schwert zerbricht,
Das stumpfe Schwert, es traf ihn gut,
Swend Gabelbart liegt in seinem Blut.
Näher klingt der Mönche Gesang –
Sie tragen den Toten die Hall' entlang.

Theodor Fontane
Kein besserer Freund – kein schlimmerer Feind!
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Jomsburg in Wollin - von Hælvard - 25.10.12021, 17:17
Viking Valhalla - von Hælvard - 06.08.12025, 14:41
Sven Gabelbart - von Hælvard - 08.08.12025, 23:20

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