Irland
#2
Die Fomori/Fomorier

Die Fomori gehören zu den Urzeitwesen, welche die Erde mitgestalteten. Sie sind die Riesen, die Titanen, die wir aus den germanischen und griechischen Sagen kennen.

In den Überlieferungen des Mittelalters beschreibt man sie, wie folgt:

Zitat:Sie erscheinen als dämonische Riesen mit nur einem Arm und einem Bein, und einige Angehörige ihres Volkes haben Tierköpfe (Ziegen-, Hirsch- oder Stier-), sind gehörnt oder reptilienartig. Sie wurden in der mittelalterlichen Sage Irlands auch als „Seeräuber aus Afrika“ gedeutet.

Eine Vermischung der Urzeitgeschichte, der Geschichte der genetischen Experimente und der späteren Invasoren Irlands. Das ursprüngliche Volk, das sich hier niederließ, hatte keine Schriften. Alles wurde mündlich in den Sippen, Familien und Priesterkasten weitergegeben. Vieles ist verlorengegangen und nur noch rudimentär zu erahnen. Es gilt also die einzelnen Geschichten zu betrachten, um die unterschiedlichen „Wesen“ voneinander zu unterscheiden. Jegliche Form von „gut, böse und dämonisch“, also jegliche Bewertung, ist zu hinterfragen. Es ist tatsächlich sehr schwierig, den Faden der Ariadne in diesem Sagenlabyrinth zu finden.


Zitat:Das sogenannte Buch der Invasionen ist Teil des Books of Leinster und wurde etwa 1160 n. d. Z. niedergeschrieben. Es berichtet von den verschiedenen Stämmen, die quasi in Invasionswellen nach Irland kamen. Die Fomori jedoch gehörten zu keiner dieser Wellen, sondern waren, als die erste davon anrollte, bereits auf der Insel.

Zwei Riesen(-kräfte) werden historisch überliefert. Diese sollen nur in ihrer Urzeitgeschichte betrachtet werden und nicht ihre Einbindung in die späteren Epochen.


Tehtra:

   
Tethra (https://mythologyinquirer.com/wp-content/uploads/2024/09/interactions-with-Fomori.jpg)

Tethra ist jener, der über die Wasserreiche herrscht. Er besitzt eine unglaubliche Macht. Er soll Stürme heraufbeschwören und das Meer mit seinem Willen aufpeitschen können. Er überschwemmte das Land mit den Wassermassen und zog das Land und seine Klippen in die Tiefe. Die Meeresfische werden als Tethras Herden überliefert.

Jeder kann sich die unglaubliche Gewalt des Meeres vorstellen. Wie sich die Wellen an den Klippen brechen und Strände oder sogar größere Landmassen mit riesigen Wellen erobert werden. Okeanos, der Herrscher aller Meere, entscheidet, was er formt und was er verschlingt.


Balor:

Von Balor ist nur wenig aus der Urzeitgeschichte überliefert. Wenn Balor sein einziges Auge öffnete, konnte er jeden „Feind verbrennen oder versteinern“. Balor soll riesig gewesen sein und konnte sich wohl kaum bewegen. Sein Augenlid war so schwer, daß die Fomori sein Auge mit einem Haken öffneten.

Ich denke dabei an einen Vulkan. Aus einem Schlot (Auge) dringt die gewaltige Lava hervor und verbrennt alles auf seinem Weg. Wenn die Lava und alles, was sie durchdrungen hat, erkaltet, wird sie zu Stein. Mir fallen hierbei Pompeii und die versteinerten Toten ein. Hmm

   


Mit diesen beiden Riesenkräften kann man sich vorstellen, wie Irland geschaffen und geformt wurde. Es soll zwei Besiedlungsversuche nach der großen Flut auf Irland gegeben haben. Beide Versuche scheiterten an den Riesenkräften des Landes. Es scheint gar, als hätte es ein wenig länger gedauert, bis Irland (wieder) bewohnbar für die Menschen wurde. 

Anmerkung: Es ist schon erstaunlich, daß in vielen Schriften die Fomori als älter und dann wieder als Teil neuerer Invasoren betrachtet werden. Das passiert teilweise auf derselben Seite der Bücher. Kein Autor macht sich dazu Gedanken. Ob meine Interpretation richtig ist, kann ich nicht genau sagen. Doch alle Geschichten in einen Topf zu werfen, scheint aus meiner Betrachtungsweise so verkehrt, daß ich einfach versuchen muß, die Geschichten zu durchdringen.  Pfeif
Finde Dich selbst!
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Irland - von Erato - 18.11.12025, 18:38
RE: Irland - von Erato - 22.11.12025, 12:18
Irland - von Paganlord - Gestern, 09:43

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