Vor 6 Stunden
80 Prozent der Bienenhotels im Handel sind für Bienen tödliche Fallen
Wenn man Heinrich auf industrielle Insektenhotels anspricht, wird der ruhige Thüringer deutlich. „Die Leute kaufen diese Dinge mit den besten Absichten“, sagt er und lässt den Hobel sinken. „Aber was sie nach Hause tragen, ist Dekoration – kein Lebensraum. Es ist, als würde man versuchen, in einer Ruine aus Pappe Schutz zu finden.“
In über 43 Jahren hat er die fünf Todsünden der Massenware analysiert:
– Die Splitter-Falle (unsaubere Bohrungen): „Das ist das Schlimmste. Billigware wird meist nur grob gebohrt. Es bleiben feine Holzsplitter in den Gängen stehen. Wenn die Biene mit ihren hauchdünnen Flügeln hineinkriecht, zerfetzt sie sich das Flugorgan. Sie kommt nie wieder heraus. Ein echtes Hotel braucht spiegelglatte Wände.“
– Gift im Garten (minderwertiges Nadelholz): „Tanne oder Kiefer harzen extrem nach. Das verklebt die Brutröhren, und die Tiere ersticken darin. Zudem ist Industrieware oft künstlich behandelt. Wildbienen haben einen extremen Geruchssinn – die chemischen Ausdünstungen von Leimen und Lacken vertreiben sie sofort.“
– Der „Nasszellen-Effekt“ (fehlendes Kupferdach): „Die meisten Hotels haben nur dünne Holzdeckel. Wenn das Holz nass wird, quillt es auf und fault. Es entsteht Schimmel in den Brutgängen, der die Larven tötet. Zedernholz und ein echtes Kupferdach sind kein Luxus, sondern der einzige Weg, das Nest trocken und schimmelfrei zu halten.“
– Falsche Maße (zu flache Röhren): „Die Industrie baut oft zu flach, um Material zu sparen. Aber für eine erfolgreiche Brut brauchen viele Arten mindestens 15 bis 20 cm Tiefe. In kurzen Röhren haben Parasiten wie die Schlupfwespe leichtes Spiel und fressen die Bienenbrut einfach auf.“
– Die „Sinnlos-Füllung“ (Deko-Kitsch): „Schauen Sie sich die Baumarktdinger an: Da stecken oft Tannenzapfen oder Stroh drin. Das sieht für den Menschen nett aus, ist für Wildbienen aber völlig nutzlos. Es zieht nur Spinnen und Ohrenkneifer an, die dann die Bienenbrut rauben. Ein echtes Hotel besteht aus massivem Holz mit exakten Bohrlöchern – nichts anderem.“
Heinrich schüttelt den Kopf. „Die Menschen wollen helfen, aber sie werden allein gelassen. Niemand erklärt ihnen, dass eine Biene lieber in einem alten Bohrloch in der Wand nistet als in einem gefährlichen Billig-Hotel aus dem Prospekt.“
Gut zu wissen!
Wenn man Heinrich auf industrielle Insektenhotels anspricht, wird der ruhige Thüringer deutlich. „Die Leute kaufen diese Dinge mit den besten Absichten“, sagt er und lässt den Hobel sinken. „Aber was sie nach Hause tragen, ist Dekoration – kein Lebensraum. Es ist, als würde man versuchen, in einer Ruine aus Pappe Schutz zu finden.“
In über 43 Jahren hat er die fünf Todsünden der Massenware analysiert:
– Die Splitter-Falle (unsaubere Bohrungen): „Das ist das Schlimmste. Billigware wird meist nur grob gebohrt. Es bleiben feine Holzsplitter in den Gängen stehen. Wenn die Biene mit ihren hauchdünnen Flügeln hineinkriecht, zerfetzt sie sich das Flugorgan. Sie kommt nie wieder heraus. Ein echtes Hotel braucht spiegelglatte Wände.“
– Gift im Garten (minderwertiges Nadelholz): „Tanne oder Kiefer harzen extrem nach. Das verklebt die Brutröhren, und die Tiere ersticken darin. Zudem ist Industrieware oft künstlich behandelt. Wildbienen haben einen extremen Geruchssinn – die chemischen Ausdünstungen von Leimen und Lacken vertreiben sie sofort.“
– Der „Nasszellen-Effekt“ (fehlendes Kupferdach): „Die meisten Hotels haben nur dünne Holzdeckel. Wenn das Holz nass wird, quillt es auf und fault. Es entsteht Schimmel in den Brutgängen, der die Larven tötet. Zedernholz und ein echtes Kupferdach sind kein Luxus, sondern der einzige Weg, das Nest trocken und schimmelfrei zu halten.“
– Falsche Maße (zu flache Röhren): „Die Industrie baut oft zu flach, um Material zu sparen. Aber für eine erfolgreiche Brut brauchen viele Arten mindestens 15 bis 20 cm Tiefe. In kurzen Röhren haben Parasiten wie die Schlupfwespe leichtes Spiel und fressen die Bienenbrut einfach auf.“
– Die „Sinnlos-Füllung“ (Deko-Kitsch): „Schauen Sie sich die Baumarktdinger an: Da stecken oft Tannenzapfen oder Stroh drin. Das sieht für den Menschen nett aus, ist für Wildbienen aber völlig nutzlos. Es zieht nur Spinnen und Ohrenkneifer an, die dann die Bienenbrut rauben. Ein echtes Hotel besteht aus massivem Holz mit exakten Bohrlöchern – nichts anderem.“
Heinrich schüttelt den Kopf. „Die Menschen wollen helfen, aber sie werden allein gelassen. Niemand erklärt ihnen, dass eine Biene lieber in einem alten Bohrloch in der Wand nistet als in einem gefährlichen Billig-Hotel aus dem Prospekt.“
Gut zu wissen!
Glück ist unsichtbare Planung.
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