21.10.12026, 10:03
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 21.10.12026, 10:07 von Wishmaster.)
KI kann Fingerabdrücke aus Selfies rekonstruieren
Experten warnen vor Datenschutzrisiken
Wer auf Fotos gerne das Victory-Zeichen (Schere) mit ausgestreckten Fingern zeigt, könnte dabei ungewollt biometrische Daten preisgeben. In China sorgte eine Fernsehdemonstration für Aufsehen, bei der ein Experte mithilfe von Bildbearbeitung und künstlicher Intelligenz Fingerabdrucklinien aus einem Promi-Foto sichtbar macht.
Wie funktioniert das?
Sind die Finger gut beleuchtet, scharf abgebildet und direkt auf die Kamera ausgerichtet, können feine Hautlinien unter bestimmten Bedingungen auf Fotos erkennbar sein. Durch Bildbearbeitung und KI-gestützte Schärfung lassen sich schwache Details verstärken und Bildrauschen reduzieren.
Bei einer chinesischen Fernsehsendung demonstrierte der Finanzexperte Li Chang, wie sich solche Strukturen aus einem Selfie herausarbeiten lassen. Laut seiner Einschätzung ist dies bei günstigen Aufnahmebedingungen und einer Entfernung von bis zu etwa 1,5 Metern besonders gut möglich. Auch bei größeren Entfernungen könnten noch einzelne Details erkennbar sein.
Je höher die Bildauflösung und je mehr geeignete Aufnahmen einer Person verfügbar sind, desto größer können die Möglichkeiten zur Rekonstruktion sein. Allerdings hängt das Ergebnis stark von Faktoren wie Beleuchtung, Fokus, Blickwinkel und Bildqualität ab.
Bedeutet das, dass Hacker das Smartphone dieser Person entsperren können?
Nein, ein erkennbarer Fingerabdruck auf einem Foto bedeutet nicht automatisch, dass sich damit ein Smartphone entsperren lässt. Zwischen der Rekonstruktion von Hautlinien und der erfolgreichen Täuschung eines Fingerabdrucksensors liegen weitere technische Hürden. Außerdem benötigt ein Angreifer Zugriff auf das betreffende Gerät oder einen anderen Angriffspunkt.
Trotzdem ist das Thema nicht völlig aus der Luft gegriffen: Bereits früher wurde untersucht, wie sich Fingerabdrücke anhand hochauflösender Fotografien nachbilden lassen. Moderne Bildbearbeitung und KI können die Aufbereitung solcher Bilddaten erleichtern.
Was kann man dagegen tun?
Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann bei öffentlichen Fotos einige einfache Vorsichtsmaßnahmen beachten:
- Fingerspitzen nicht unnötig nah und scharf vor die Kamera halten.
- bei hochauflösenden Nahaufnahmen die Fingerabdruckbereiche gegebenenfalls unkenntlich machen.
- Fotos vor dem Veröffentlichen darauf prüfen, ob sensible biometrische Details sichtbar sind.
- der entscheidende Unterschied zu einem Passwort: Ein kompromittiertes Passwort lässt sich ändern. Der eigene Fingerabdruck bleibt dagegen grundsätzlich derselbe. Das macht biometrische Daten besonders schützenswert.
Quelle: https://www.scmp.com/news/people-culture/trending-china/article/3352777/china-tv-variety-show-exposes-scam-linking-peace-sign-selfies-privacy-risks?pgtype=search
Experten warnen vor Datenschutzrisiken
Wer auf Fotos gerne das Victory-Zeichen (Schere) mit ausgestreckten Fingern zeigt, könnte dabei ungewollt biometrische Daten preisgeben. In China sorgte eine Fernsehdemonstration für Aufsehen, bei der ein Experte mithilfe von Bildbearbeitung und künstlicher Intelligenz Fingerabdrucklinien aus einem Promi-Foto sichtbar macht.
Wie funktioniert das?
Sind die Finger gut beleuchtet, scharf abgebildet und direkt auf die Kamera ausgerichtet, können feine Hautlinien unter bestimmten Bedingungen auf Fotos erkennbar sein. Durch Bildbearbeitung und KI-gestützte Schärfung lassen sich schwache Details verstärken und Bildrauschen reduzieren.
Bei einer chinesischen Fernsehsendung demonstrierte der Finanzexperte Li Chang, wie sich solche Strukturen aus einem Selfie herausarbeiten lassen. Laut seiner Einschätzung ist dies bei günstigen Aufnahmebedingungen und einer Entfernung von bis zu etwa 1,5 Metern besonders gut möglich. Auch bei größeren Entfernungen könnten noch einzelne Details erkennbar sein.
Je höher die Bildauflösung und je mehr geeignete Aufnahmen einer Person verfügbar sind, desto größer können die Möglichkeiten zur Rekonstruktion sein. Allerdings hängt das Ergebnis stark von Faktoren wie Beleuchtung, Fokus, Blickwinkel und Bildqualität ab.
Bedeutet das, dass Hacker das Smartphone dieser Person entsperren können?
Nein, ein erkennbarer Fingerabdruck auf einem Foto bedeutet nicht automatisch, dass sich damit ein Smartphone entsperren lässt. Zwischen der Rekonstruktion von Hautlinien und der erfolgreichen Täuschung eines Fingerabdrucksensors liegen weitere technische Hürden. Außerdem benötigt ein Angreifer Zugriff auf das betreffende Gerät oder einen anderen Angriffspunkt.
Trotzdem ist das Thema nicht völlig aus der Luft gegriffen: Bereits früher wurde untersucht, wie sich Fingerabdrücke anhand hochauflösender Fotografien nachbilden lassen. Moderne Bildbearbeitung und KI können die Aufbereitung solcher Bilddaten erleichtern.
Was kann man dagegen tun?
Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann bei öffentlichen Fotos einige einfache Vorsichtsmaßnahmen beachten:
- Fingerspitzen nicht unnötig nah und scharf vor die Kamera halten.
- bei hochauflösenden Nahaufnahmen die Fingerabdruckbereiche gegebenenfalls unkenntlich machen.
- Fotos vor dem Veröffentlichen darauf prüfen, ob sensible biometrische Details sichtbar sind.
- der entscheidende Unterschied zu einem Passwort: Ein kompromittiertes Passwort lässt sich ändern. Der eigene Fingerabdruck bleibt dagegen grundsätzlich derselbe. Das macht biometrische Daten besonders schützenswert.
Quelle: https://www.scmp.com/news/people-culture/trending-china/article/3352777/china-tv-variety-show-exposes-scam-linking-peace-sign-selfies-privacy-risks?pgtype=search
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