<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/">
	<channel>
		<title><![CDATA[Tal der weisen Narren - Alle Foren]]></title>
		<link>https://www.pagan-forum.de/</link>
		<description><![CDATA[Tal der weisen Narren - https://www.pagan-forum.de]]></description>
		<pubDate>Thu, 27 Aug 2026 04:22:10 +0000</pubDate>
		<generator>MyBB</generator>
		<item>
			<title><![CDATA[Das versteckte Lama]]></title>
			<link>https://www.pagan-forum.de/thread-7806.html</link>
			<pubDate>Sat, 15 Aug 2026 06:31:06 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://www.pagan-forum.de/member.php?action=profile&uid=23">Erato</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://www.pagan-forum.de/thread-7806.html</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-size: x-large;" class="mycode_size"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Yacana</span></span><br />
<br />
So, wie wir in unseren Gefilden das Sternbild Orion betrachten, blicken weit über den großen Ozean hinaus die Menschen der Anden auf Yacana. Yacana, das große Lama, gilt als der Beschützer aller Tiere. Nachts wandert es durch die Milchstraße und trinkt aus den irdischen Flüssen und Seen. Würde Yacana nicht jede Nacht aus ihnen trinken, würden die Gewässer überlaufen und das Land fluten.<br />
<br />
<!-- start: postbit_attachments_attachment -->
<br /><!-- start: attachment_icon -->
<img src="https://www.pagan-forum.de/images/attachtypes/image.gif" title="JPG Image" border="0" alt=".jpg" />
<!-- end: attachment_icon -->&nbsp;&nbsp;<a class="attachembed" href="attachment.php?aid=34369" target="_blank" title="">Sternbilder Peru.jpg</a> (Größe: 3,44 MB / Downloads: 19)
<!-- end: postbit_attachments_attachment --><br />
<br />
Das Lama ist eines der wichtigsten Fruchtbarkeits- und Wohlstandssymbole in Peru. Und so erzählt man auch, daß wenn der Schatten dieses Sternbildes im richtigen Moment auf einen Menschen fällt, er mit der weichen Wolle des Lamas beschenkt wird und er großen Wohlstand erlangt.<br />
<br />
<!-- start: postbit_attachments_attachment -->
<br /><!-- start: attachment_icon -->
<img src="https://www.pagan-forum.de/images/attachtypes/image.gif" title="PNG Image" border="0" alt=".png" />
<!-- end: attachment_icon -->&nbsp;&nbsp;<a class="attachembed" href="attachment.php?aid=34370" target="_blank" title="">Sternbilder Peru 1.png</a> (Größe: 129,34 KB / Downloads: 12)
<!-- end: postbit_attachments_attachment --><br />
<br />
In der Nähe von Machu Picchu liegt die archäologische Stätte Patallacta/Llactapata. Diese Stätte ist nach dem großen Sternbild Yacana ausgerichtet.<br />
<br />
<!-- start: postbit_attachments_attachment -->
<br /><!-- start: attachment_icon -->
<img src="https://www.pagan-forum.de/images/attachtypes/image.gif" title="JPG Image" border="0" alt=".jpg" />
<!-- end: attachment_icon -->&nbsp;&nbsp;<a class="attachembed" href="attachment.php?aid=34371" target="_blank" title="">Peru 1.jpg</a> (Größe: 189,46 KB / Downloads: 14)
<!-- end: postbit_attachments_attachment --><br />
<br />
<!-- start: postbit_attachments_attachment -->
<br /><!-- start: attachment_icon -->
<img src="https://www.pagan-forum.de/images/attachtypes/image.gif" title="JPG Image" border="0" alt=".jpg" />
<!-- end: attachment_icon -->&nbsp;&nbsp;<a class="attachembed" href="attachment.php?aid=34374" target="_blank" title="">Machu_Picchu_from_Llactapata.jpg</a> (Größe: 46,74 KB / Downloads: 17)
<!-- end: postbit_attachments_attachment --><br />
<br />
In Choquequirao sind die Inkaterrassen mit Lamas verziert:<br />
<br />
<!-- start: postbit_attachments_attachment -->
<br /><!-- start: attachment_icon -->
<img src="https://www.pagan-forum.de/images/attachtypes/image.gif" title="JPG Image" border="0" alt=".jpg" />
<!-- end: attachment_icon -->&nbsp;&nbsp;<a class="attachembed" href="attachment.php?aid=34373" target="_blank" title="">Lama Terrassen.JPG</a> (Größe: 478,69 KB / Downloads: 14)
<!-- end: postbit_attachments_attachment --><br />
<span style="font-size: smaller">Lamaterrassen von Choquequirao</span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-size: x-large;" class="mycode_size"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Yacana</span></span><br />
<br />
So, wie wir in unseren Gefilden das Sternbild Orion betrachten, blicken weit über den großen Ozean hinaus die Menschen der Anden auf Yacana. Yacana, das große Lama, gilt als der Beschützer aller Tiere. Nachts wandert es durch die Milchstraße und trinkt aus den irdischen Flüssen und Seen. Würde Yacana nicht jede Nacht aus ihnen trinken, würden die Gewässer überlaufen und das Land fluten.<br />
<br />
<!-- start: postbit_attachments_attachment -->
<br /><!-- start: attachment_icon -->
<img src="https://www.pagan-forum.de/images/attachtypes/image.gif" title="JPG Image" border="0" alt=".jpg" />
<!-- end: attachment_icon -->&nbsp;&nbsp;<a class="attachembed" href="attachment.php?aid=34369" target="_blank" title="">Sternbilder Peru.jpg</a> (Größe: 3,44 MB / Downloads: 19)
<!-- end: postbit_attachments_attachment --><br />
<br />
Das Lama ist eines der wichtigsten Fruchtbarkeits- und Wohlstandssymbole in Peru. Und so erzählt man auch, daß wenn der Schatten dieses Sternbildes im richtigen Moment auf einen Menschen fällt, er mit der weichen Wolle des Lamas beschenkt wird und er großen Wohlstand erlangt.<br />
<br />
<!-- start: postbit_attachments_attachment -->
<br /><!-- start: attachment_icon -->
<img src="https://www.pagan-forum.de/images/attachtypes/image.gif" title="PNG Image" border="0" alt=".png" />
<!-- end: attachment_icon -->&nbsp;&nbsp;<a class="attachembed" href="attachment.php?aid=34370" target="_blank" title="">Sternbilder Peru 1.png</a> (Größe: 129,34 KB / Downloads: 12)
<!-- end: postbit_attachments_attachment --><br />
<br />
In der Nähe von Machu Picchu liegt die archäologische Stätte Patallacta/Llactapata. Diese Stätte ist nach dem großen Sternbild Yacana ausgerichtet.<br />
<br />
<!-- start: postbit_attachments_attachment -->
<br /><!-- start: attachment_icon -->
<img src="https://www.pagan-forum.de/images/attachtypes/image.gif" title="JPG Image" border="0" alt=".jpg" />
<!-- end: attachment_icon -->&nbsp;&nbsp;<a class="attachembed" href="attachment.php?aid=34371" target="_blank" title="">Peru 1.jpg</a> (Größe: 189,46 KB / Downloads: 14)
<!-- end: postbit_attachments_attachment --><br />
<br />
<!-- start: postbit_attachments_attachment -->
<br /><!-- start: attachment_icon -->
<img src="https://www.pagan-forum.de/images/attachtypes/image.gif" title="JPG Image" border="0" alt=".jpg" />
<!-- end: attachment_icon -->&nbsp;&nbsp;<a class="attachembed" href="attachment.php?aid=34374" target="_blank" title="">Machu_Picchu_from_Llactapata.jpg</a> (Größe: 46,74 KB / Downloads: 17)
<!-- end: postbit_attachments_attachment --><br />
<br />
In Choquequirao sind die Inkaterrassen mit Lamas verziert:<br />
<br />
<!-- start: postbit_attachments_attachment -->
<br /><!-- start: attachment_icon -->
<img src="https://www.pagan-forum.de/images/attachtypes/image.gif" title="JPG Image" border="0" alt=".jpg" />
<!-- end: attachment_icon -->&nbsp;&nbsp;<a class="attachembed" href="attachment.php?aid=34373" target="_blank" title="">Lama Terrassen.JPG</a> (Größe: 478,69 KB / Downloads: 14)
<!-- end: postbit_attachments_attachment --><br />
<span style="font-size: smaller">Lamaterrassen von Choquequirao</span>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Die Abnehmspritze]]></title>
			<link>https://www.pagan-forum.de/thread-7803.html</link>
			<pubDate>Thu, 13 Aug 2026 17:27:21 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://www.pagan-forum.de/member.php?action=profile&uid=24">Anuscha</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://www.pagan-forum.de/thread-7803.html</guid>
			<description><![CDATA[<!-- start: postbit_attachments_attachment -->
<br /><!-- start: attachment_icon -->
<img src="https://www.pagan-forum.de/images/attachtypes/image.gif" title="JPG Image" border="0" alt=".jpg" />
<!-- end: attachment_icon -->&nbsp;&nbsp;<a class="attachembed" href="attachment.php?aid=34337" target="_blank" title="">Unbenannt-2.jpg</a> (Größe: 146,54 KB / Downloads: 16)
<!-- end: postbit_attachments_attachment --><br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">OZEMPIC – jetzt auch als Jungbrunnen? </span><br />
<br />
Man reibt sich die Augen: Kaum flaut die Euphorie ums „Abnehmen per Spritze“ ab, entdeckt die Pharmaindustrie einen aufregenden neuen Nebeneffekt: Anti-Aging — und zwar „auf Zellebene“! Wie praktisch. <br />
<br />
Schaut man sich die beworbene Studie (Nature Communications, 2026) genauer an, findet man: exakt nichts.<br />
<br />
Kein Teilnehmer wurde jünger. Keiner lebte länger. Kein Organ wurde gesünder. Stattdessen: „DNA-Methylierungs-Uhren“ — computergestützte Algorithmen, die aus Blutwerten fiktive Alterszahlen errechnen. Die medizinische Königsdisziplin, um aus heißer Luft eine Schlagzeile zu backen: Surrogatmarker.<br />
<br />
Die Autoren selbst geben im Kleingedruckten zu:<br />
„Changes in clock-derived age acceleration should not be interpreted as direct evidence of altered lifespan or causative aging processes.“<br />
Zugespitzt übersetzt: Wir haben niemanden verjüngt. Wir haben nur eine Excel-Tabelle manipuliert.<br />
<br />
Die eigentliche Frage lautet also nicht: „Wirkt Ozempic gegen das Altern?“, sondern:<br />
<br />
Wie viele Leben darf ein und dasselbe Präparat durchwandern — Abnehmwunder, Herzschutz, jetzt Jungbrunnen —, bevor selbst treueste Kunden merken, dass sie nicht Patienten sind, sondern Zielgruppen?<br />
<br />
Aber keine Sorge: Die nächste „bahnbrechende Studie“ mit „vielversprechenden ersten Hinweisen“ liegt sicher schon in der Schublade.<br />
<br />
<span class='link'>https://www.tz.de/welt/effekt-studie-zeigt-abnehmspritzen-haben-anti-aging-zr-94426054.html</span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- start: postbit_attachments_attachment -->
<br /><!-- start: attachment_icon -->
<img src="https://www.pagan-forum.de/images/attachtypes/image.gif" title="JPG Image" border="0" alt=".jpg" />
<!-- end: attachment_icon -->&nbsp;&nbsp;<a class="attachembed" href="attachment.php?aid=34337" target="_blank" title="">Unbenannt-2.jpg</a> (Größe: 146,54 KB / Downloads: 16)
<!-- end: postbit_attachments_attachment --><br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">OZEMPIC – jetzt auch als Jungbrunnen? </span><br />
<br />
Man reibt sich die Augen: Kaum flaut die Euphorie ums „Abnehmen per Spritze“ ab, entdeckt die Pharmaindustrie einen aufregenden neuen Nebeneffekt: Anti-Aging — und zwar „auf Zellebene“! Wie praktisch. <br />
<br />
Schaut man sich die beworbene Studie (Nature Communications, 2026) genauer an, findet man: exakt nichts.<br />
<br />
Kein Teilnehmer wurde jünger. Keiner lebte länger. Kein Organ wurde gesünder. Stattdessen: „DNA-Methylierungs-Uhren“ — computergestützte Algorithmen, die aus Blutwerten fiktive Alterszahlen errechnen. Die medizinische Königsdisziplin, um aus heißer Luft eine Schlagzeile zu backen: Surrogatmarker.<br />
<br />
Die Autoren selbst geben im Kleingedruckten zu:<br />
„Changes in clock-derived age acceleration should not be interpreted as direct evidence of altered lifespan or causative aging processes.“<br />
Zugespitzt übersetzt: Wir haben niemanden verjüngt. Wir haben nur eine Excel-Tabelle manipuliert.<br />
<br />
Die eigentliche Frage lautet also nicht: „Wirkt Ozempic gegen das Altern?“, sondern:<br />
<br />
Wie viele Leben darf ein und dasselbe Präparat durchwandern — Abnehmwunder, Herzschutz, jetzt Jungbrunnen —, bevor selbst treueste Kunden merken, dass sie nicht Patienten sind, sondern Zielgruppen?<br />
<br />
Aber keine Sorge: Die nächste „bahnbrechende Studie“ mit „vielversprechenden ersten Hinweisen“ liegt sicher schon in der Schublade.<br />
<br />
<span class='link'>https://www.tz.de/welt/effekt-studie-zeigt-abnehmspritzen-haben-anti-aging-zr-94426054.html</span>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Naturkatastrophen weltweit]]></title>
			<link>https://www.pagan-forum.de/thread-7797.html</link>
			<pubDate>Sun, 09 Aug 2026 19:42:35 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://www.pagan-forum.de/member.php?action=profile&uid=17">Paganlord</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://www.pagan-forum.de/thread-7797.html</guid>
			<description><![CDATA[<div style="text-align: center;" class="mycode_align"><!-- start: postbit_attachments_attachment -->
<br /><!-- start: attachment_icon -->
<img src="https://www.pagan-forum.de/images/attachtypes/image.gif" title="JPG Image" border="0" alt=".jpg" />
<!-- end: attachment_icon -->&nbsp;&nbsp;<a class="attachembed" href="attachment.php?aid=34287" target="_blank" title="">wichtel2.jpg</a> (Größe: 114 KB / Downloads: 24)
<!-- end: postbit_attachments_attachment --></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="text-align: center;" class="mycode_align"><!-- start: postbit_attachments_attachment -->
<br /><!-- start: attachment_icon -->
<img src="https://www.pagan-forum.de/images/attachtypes/image.gif" title="JPG Image" border="0" alt=".jpg" />
<!-- end: attachment_icon -->&nbsp;&nbsp;<a class="attachembed" href="attachment.php?aid=34287" target="_blank" title="">wichtel2.jpg</a> (Größe: 114 KB / Downloads: 24)
<!-- end: postbit_attachments_attachment --></div>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Was ist bloß los in diesem Land?]]></title>
			<link>https://www.pagan-forum.de/thread-7792.html</link>
			<pubDate>Fri, 07 Aug 2026 15:06:27 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://www.pagan-forum.de/member.php?action=profile&uid=22">Wishmaster</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://www.pagan-forum.de/thread-7792.html</guid>
			<description><![CDATA[<!-- start: postbit_attachments_attachment -->
<br /><!-- start: attachment_icon -->
<img src="https://www.pagan-forum.de/images/attachtypes/image.gif" title="JPG Image" border="0" alt=".jpg" />
<!-- end: attachment_icon -->&nbsp;&nbsp;<a class="attachembed" href="attachment.php?aid=34253" target="_blank" title="">756671773_122243932124110124_6398085856703757960_n.jpg</a> (Größe: 54,76 KB / Downloads: 29)
<!-- end: postbit_attachments_attachment --><br />
<!-- start: postbit_attachments_attachment -->
<br /><!-- start: attachment_icon -->
<img src="https://www.pagan-forum.de/images/attachtypes/image.gif" title="JPG Image" border="0" alt=".jpg" />
<!-- end: attachment_icon -->&nbsp;&nbsp;<a class="attachembed" href="attachment.php?aid=34252" target="_blank" title="">754971202_122243932160110124_7820592034217105589_n.jpg</a> (Größe: 291,34 KB / Downloads: 26)
<!-- end: postbit_attachments_attachment --><br />
<br />
<blockquote class="mycode_quote"><cite>Zitat:</cite><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Bitte aufpassen im Rems-Murr Kreis</span><br />
<br />
Im Rems-Murr-Kreis wurden überall solche Schriften auf den Straßen gefunden, oft liegen Nägel/Metallstücke oder Öl in den Kurven, also bitte passt auf euch auf.</blockquote>
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- start: postbit_attachments_attachment -->
<br /><!-- start: attachment_icon -->
<img src="https://www.pagan-forum.de/images/attachtypes/image.gif" title="JPG Image" border="0" alt=".jpg" />
<!-- end: attachment_icon -->&nbsp;&nbsp;<a class="attachembed" href="attachment.php?aid=34253" target="_blank" title="">756671773_122243932124110124_6398085856703757960_n.jpg</a> (Größe: 54,76 KB / Downloads: 29)
<!-- end: postbit_attachments_attachment --><br />
<!-- start: postbit_attachments_attachment -->
<br /><!-- start: attachment_icon -->
<img src="https://www.pagan-forum.de/images/attachtypes/image.gif" title="JPG Image" border="0" alt=".jpg" />
<!-- end: attachment_icon -->&nbsp;&nbsp;<a class="attachembed" href="attachment.php?aid=34252" target="_blank" title="">754971202_122243932160110124_7820592034217105589_n.jpg</a> (Größe: 291,34 KB / Downloads: 26)
<!-- end: postbit_attachments_attachment --><br />
<br />
<blockquote class="mycode_quote"><cite>Zitat:</cite><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Bitte aufpassen im Rems-Murr Kreis</span><br />
<br />
Im Rems-Murr-Kreis wurden überall solche Schriften auf den Straßen gefunden, oft liegen Nägel/Metallstücke oder Öl in den Kurven, also bitte passt auf euch auf.</blockquote>
]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Hirschsteine]]></title>
			<link>https://www.pagan-forum.de/thread-7789.html</link>
			<pubDate>Fri, 07 Aug 2026 06:53:22 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://www.pagan-forum.de/member.php?action=profile&uid=17">Paganlord</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://www.pagan-forum.de/thread-7789.html</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Hirschsteine Burjatiens: Krieger, die im Stein erstarrt sind</span></span><br />
<br />
<!-- start: postbit_attachments_attachment -->
<br /><!-- start: attachment_icon -->
<img src="https://www.pagan-forum.de/images/attachtypes/image.gif" title="JPG Image" border="0" alt=".jpg" />
<!-- end: attachment_icon -->&nbsp;&nbsp;<a class="attachembed" href="attachment.php?aid=34232" target="_blank" title="">_01.jpg</a> (Größe: 42,29 KB / Downloads: 21)
<!-- end: postbit_attachments_attachment --><!-- start: postbit_attachments_attachment -->
<br /><!-- start: attachment_icon -->
<img src="https://www.pagan-forum.de/images/attachtypes/image.gif" title="JPG Image" border="0" alt=".jpg" />
<!-- end: attachment_icon -->&nbsp;&nbsp;<a class="attachembed" href="attachment.php?aid=34234" target="_blank" title="">_03.jpg</a> (Größe: 9,4 KB / Downloads: 325)
<!-- end: postbit_attachments_attachment --><br />
<br />
In den Steppen Burjatiens und Transbaikaliens finden sich uralte steinerne Stelen, bedeckt mit Darstellungen von Hirschen, Waffen, Gürteln und Sonnensymbolen. Man nennt sie Hirschsteine. Diese Denkmäler entstanden am Ende der Bronze- und zu Beginn der Eisenzeit, vor über dreitausend Jahren.<br />
<br />
Der Name hängt mit der Hauptdarstellung zusammen – langgestreckten Figuren von Hirschen mit riesigen, verzweigten Geweihen und schnabelartigen Schnauzen. Die Tiere sind nicht stehend auf der Erde dargestellt, sondern als würden sie nach oben fliegen. Akademiemitglied Alexei Okladnikow verband dieses Bild mit der Sonne und der alten Vorstellung vom Hirschen am Himmel.<br />
<br />
<!-- start: postbit_attachments_attachment -->
<br /><!-- start: attachment_icon -->
<img src="https://www.pagan-forum.de/images/attachtypes/image.gif" title="JPG Image" border="0" alt=".jpg" />
<!-- end: attachment_icon -->&nbsp;&nbsp;<a class="attachembed" href="attachment.php?aid=34233" target="_blank" title="">_02.jpg</a> (Größe: 369,9 KB / Downloads: 22)
<!-- end: postbit_attachments_attachment --><br />
<br />
Die Stele selbst zeigte oft einen Menschen. Im oberen Teil meißelte man Ohrringe oder Sonnenkreise ein, darunter ein Halsband, und im unteren Teil einen Kampfgürtel mit Dolch, Axt, Bogen und anderen Gegenständen. So entstand ein konventionelles steinernes Bild eines Kriegers, obwohl ein Gesicht darauf gewöhnlich fehlt.<br />
<br />
Das bekannteste Denkmal dieses Typs in der Region ist der Ivolginski-Hirschstein. Er wurde im 19. Jahrhundert unweit des heutigen Ulan-Ude entdeckt. Auf der Granitoberfläche sind fliegende Hirsche, Kreise und Gegenstände der Kriegsausrüstung erhalten geblieben. Heute befindet sich die Stele am Eingang des Irkutsker Gebietsmuseums für Heimatkunde.<br />
<br />
<!-- start: postbit_attachments_attachment -->
<br /><!-- start: attachment_icon -->
<img src="https://www.pagan-forum.de/images/attachtypes/image.gif" title="JPG Image" border="0" alt=".jpg" />
<!-- end: attachment_icon -->&nbsp;&nbsp;<a class="attachembed" href="attachment.php?aid=34235" target="_blank" title="">_04.jpg</a> (Größe: 40,79 KB / Downloads: 321)
<!-- end: postbit_attachments_attachment --><!-- start: postbit_attachments_attachment -->
<br /><!-- start: attachment_icon -->
<img src="https://www.pagan-forum.de/images/attachtypes/image.gif" title="JPG Image" border="0" alt=".jpg" />
<!-- end: attachment_icon -->&nbsp;&nbsp;<a class="attachembed" href="attachment.php?aid=34236" target="_blank" title="">_05.jpg</a> (Größe: 35,35 KB / Downloads: 20)
<!-- end: postbit_attachments_attachment --><br />
<br />
Ein anderer bekannter Stein stand bei der Gräberstätte Sannyi Mys am Fluss Uda. Er wurde bereits 1855 entdeckt, doch später spülte eine Überschwemmung die Stele weg. Von ihr sind Beschreibungen und Zeichnungen von Forschern erhalten geblieben – einer der ersten Fälle wissenschaftlicher Untersuchung der Hirschsteine Transbaikaliens.<br />
<br />
Solche Stelen fand man gewöhnlich in der Nähe alter Bestattungen und ritueller Komplexe. Sie konnten zum Gedenken an hochrangige Krieger errichtet oder bei Begräbnisritualen verwendet werden. Dem Hirsch schrieb man die Fähigkeit zu, den Menschen in die andere Welt zu begleiten, weshalb die fliegenden Tiere auf dem Stein als Wegführer zwischen Erde und Anderswelt wahrgenommen wurden.<br />
<br />
Es gibt auch eine schöne Deutung, wonach die Stele als „himmlischer Anbindepfosten“ diente: An sie band man symbolisch die Sonnenhirsche, die bereit waren, die Seele des Kriegers mitzunehmen. Genau deshalb stellte man die Steine senkrecht auf, und richtete die Tierfiguren nach oben.<br />
<br />
<!-- start: postbit_attachments_attachment -->
<br /><!-- start: attachment_icon -->
<img src="https://www.pagan-forum.de/images/attachtypes/image.gif" title="JPG Image" border="0" alt=".jpg" />
<!-- end: attachment_icon -->&nbsp;&nbsp;<a class="attachembed" href="attachment.php?aid=34231" target="_blank" title="">Sonnenhirsch.jpg</a> (Größe: 82,21 KB / Downloads: 20)
<!-- end: postbit_attachments_attachment --><br />
<br />
Die Hirschsteine bewahrten nicht die Namen von Herrschern und die Daten von Schlachten, sondern die Vorstellung der alten Steppenvölker vom Menschen, vom Krieger, von der Sonne und vom Weg in eine andere Welt. Selbst nach drei Jahrtausenden bleiben ihre Darstellungen ohne Inschriften verständlich: Der Gürtel spricht vom irdischen Leben, die Waffen vom Status, und die fliegenden Hirsche lenken den Blick in die andere Welt.<br />
<br />
Koordinaten:<br />
<br />
<span class='link'>https://yandex.com/maps/org/gora_oleney/226365432775/?ll=107.460939%2C51.727009&amp;utm_source=share&amp;z=11</span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Hirschsteine Burjatiens: Krieger, die im Stein erstarrt sind</span></span><br />
<br />
<!-- start: postbit_attachments_attachment -->
<br /><!-- start: attachment_icon -->
<img src="https://www.pagan-forum.de/images/attachtypes/image.gif" title="JPG Image" border="0" alt=".jpg" />
<!-- end: attachment_icon -->&nbsp;&nbsp;<a class="attachembed" href="attachment.php?aid=34232" target="_blank" title="">_01.jpg</a> (Größe: 42,29 KB / Downloads: 21)
<!-- end: postbit_attachments_attachment --><!-- start: postbit_attachments_attachment -->
<br /><!-- start: attachment_icon -->
<img src="https://www.pagan-forum.de/images/attachtypes/image.gif" title="JPG Image" border="0" alt=".jpg" />
<!-- end: attachment_icon -->&nbsp;&nbsp;<a class="attachembed" href="attachment.php?aid=34234" target="_blank" title="">_03.jpg</a> (Größe: 9,4 KB / Downloads: 325)
<!-- end: postbit_attachments_attachment --><br />
<br />
In den Steppen Burjatiens und Transbaikaliens finden sich uralte steinerne Stelen, bedeckt mit Darstellungen von Hirschen, Waffen, Gürteln und Sonnensymbolen. Man nennt sie Hirschsteine. Diese Denkmäler entstanden am Ende der Bronze- und zu Beginn der Eisenzeit, vor über dreitausend Jahren.<br />
<br />
Der Name hängt mit der Hauptdarstellung zusammen – langgestreckten Figuren von Hirschen mit riesigen, verzweigten Geweihen und schnabelartigen Schnauzen. Die Tiere sind nicht stehend auf der Erde dargestellt, sondern als würden sie nach oben fliegen. Akademiemitglied Alexei Okladnikow verband dieses Bild mit der Sonne und der alten Vorstellung vom Hirschen am Himmel.<br />
<br />
<!-- start: postbit_attachments_attachment -->
<br /><!-- start: attachment_icon -->
<img src="https://www.pagan-forum.de/images/attachtypes/image.gif" title="JPG Image" border="0" alt=".jpg" />
<!-- end: attachment_icon -->&nbsp;&nbsp;<a class="attachembed" href="attachment.php?aid=34233" target="_blank" title="">_02.jpg</a> (Größe: 369,9 KB / Downloads: 22)
<!-- end: postbit_attachments_attachment --><br />
<br />
Die Stele selbst zeigte oft einen Menschen. Im oberen Teil meißelte man Ohrringe oder Sonnenkreise ein, darunter ein Halsband, und im unteren Teil einen Kampfgürtel mit Dolch, Axt, Bogen und anderen Gegenständen. So entstand ein konventionelles steinernes Bild eines Kriegers, obwohl ein Gesicht darauf gewöhnlich fehlt.<br />
<br />
Das bekannteste Denkmal dieses Typs in der Region ist der Ivolginski-Hirschstein. Er wurde im 19. Jahrhundert unweit des heutigen Ulan-Ude entdeckt. Auf der Granitoberfläche sind fliegende Hirsche, Kreise und Gegenstände der Kriegsausrüstung erhalten geblieben. Heute befindet sich die Stele am Eingang des Irkutsker Gebietsmuseums für Heimatkunde.<br />
<br />
<!-- start: postbit_attachments_attachment -->
<br /><!-- start: attachment_icon -->
<img src="https://www.pagan-forum.de/images/attachtypes/image.gif" title="JPG Image" border="0" alt=".jpg" />
<!-- end: attachment_icon -->&nbsp;&nbsp;<a class="attachembed" href="attachment.php?aid=34235" target="_blank" title="">_04.jpg</a> (Größe: 40,79 KB / Downloads: 321)
<!-- end: postbit_attachments_attachment --><!-- start: postbit_attachments_attachment -->
<br /><!-- start: attachment_icon -->
<img src="https://www.pagan-forum.de/images/attachtypes/image.gif" title="JPG Image" border="0" alt=".jpg" />
<!-- end: attachment_icon -->&nbsp;&nbsp;<a class="attachembed" href="attachment.php?aid=34236" target="_blank" title="">_05.jpg</a> (Größe: 35,35 KB / Downloads: 20)
<!-- end: postbit_attachments_attachment --><br />
<br />
Ein anderer bekannter Stein stand bei der Gräberstätte Sannyi Mys am Fluss Uda. Er wurde bereits 1855 entdeckt, doch später spülte eine Überschwemmung die Stele weg. Von ihr sind Beschreibungen und Zeichnungen von Forschern erhalten geblieben – einer der ersten Fälle wissenschaftlicher Untersuchung der Hirschsteine Transbaikaliens.<br />
<br />
Solche Stelen fand man gewöhnlich in der Nähe alter Bestattungen und ritueller Komplexe. Sie konnten zum Gedenken an hochrangige Krieger errichtet oder bei Begräbnisritualen verwendet werden. Dem Hirsch schrieb man die Fähigkeit zu, den Menschen in die andere Welt zu begleiten, weshalb die fliegenden Tiere auf dem Stein als Wegführer zwischen Erde und Anderswelt wahrgenommen wurden.<br />
<br />
Es gibt auch eine schöne Deutung, wonach die Stele als „himmlischer Anbindepfosten“ diente: An sie band man symbolisch die Sonnenhirsche, die bereit waren, die Seele des Kriegers mitzunehmen. Genau deshalb stellte man die Steine senkrecht auf, und richtete die Tierfiguren nach oben.<br />
<br />
<!-- start: postbit_attachments_attachment -->
<br /><!-- start: attachment_icon -->
<img src="https://www.pagan-forum.de/images/attachtypes/image.gif" title="JPG Image" border="0" alt=".jpg" />
<!-- end: attachment_icon -->&nbsp;&nbsp;<a class="attachembed" href="attachment.php?aid=34231" target="_blank" title="">Sonnenhirsch.jpg</a> (Größe: 82,21 KB / Downloads: 20)
<!-- end: postbit_attachments_attachment --><br />
<br />
Die Hirschsteine bewahrten nicht die Namen von Herrschern und die Daten von Schlachten, sondern die Vorstellung der alten Steppenvölker vom Menschen, vom Krieger, von der Sonne und vom Weg in eine andere Welt. Selbst nach drei Jahrtausenden bleiben ihre Darstellungen ohne Inschriften verständlich: Der Gürtel spricht vom irdischen Leben, die Waffen vom Status, und die fliegenden Hirsche lenken den Blick in die andere Welt.<br />
<br />
Koordinaten:<br />
<br />
<span class='link'>https://yandex.com/maps/org/gora_oleney/226365432775/?ll=107.460939%2C51.727009&amp;utm_source=share&amp;z=11</span>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Schreiben und Tippen]]></title>
			<link>https://www.pagan-forum.de/thread-7787.html</link>
			<pubDate>Wed, 05 Aug 2026 14:35:15 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://www.pagan-forum.de/member.php?action=profile&uid=34">Alexis</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://www.pagan-forum.de/thread-7787.html</guid>
			<description><![CDATA[Eine norwegische Neurowissenschaftlerin hat 20 Jahre damit verbracht zu beweisen, dass das Schreiben mit der Hand das menschliche Gehirn auf eine Weise verändert, wie es das Tippen physisch nicht vermag, und fast niemand außerhalb ihres Fachgebiets hat die Studie gelesen.<br />
<br />
Ihr Name ist Audrey van der Meer. Sie leitet ein Hirnforschungslabor in Trondheim, und die Studie, die die Debatte endgültig entschied, wurde 2024 in einer Fachzeitschrift namens „Frontiers in Psychology“ veröffentlicht.<br />
<br />
Die Erkenntnis ist so einschneidend, dass sie jedes Klassenzimmer auf der Welt hätte verändern müssen.<br />
<br />
Das Experiment war einfach.<br />
<br />
Sie rekrutierte 36 Universitätsstudenten und setzte jedem eine Kappe mit 256 Sensoren auf, die an die Kopfhaut gedrückt wurden, um die Gehirnaktivität aufzuzeichnen. Auf einem Bildschirm wurden nacheinander Wörter eingeblendet. Manchmal schrieben die Studenten das Wort mit einem digitalen Stift von Hand auf einen Touchscreen, und manchmal tippten sie dasselbe Wort auf einer Tastatur.<br />
<br />
Jede neuronale Reaktion wurde während der gesamten fünf Sekunden aufgezeichnet, in denen das Wort auf dem Bildschirm blieb. Dann untersuchte ihr Team den Teil der Daten, den die meisten Forscher jahrelang ignoriert hatten: nämlich wie verschiedene Teile des Gehirns während der Aufgabe miteinander kommunizierten.<br />
<br />
Wenn die Studenten von Hand schrieben, leuchtete das Gehirn überall gleichzeitig auf. Die Regionen, die für das Gedächtnis, die sensorische Integration und die Kodierung neuer Informationen zuständig sind, feuerten alle gemeinsam in einem koordinierten Muster, das sich über den gesamten Kortex ausbreitete. Das gesamte Netzwerk war aktiv und vernetzt.<br />
<br />
Als dieselben Studenten dasselbe Wort tippten, brach dieses Muster fast vollständig zusammen. Der größte Teil des Gehirns verstummte, und die Verbindungen zwischen Regionen, die Sekunden zuvor noch aktiv gewesen waren, waren im EEG nirgends mehr zu finden.<br />
<br />
Dasselbe Wort, dasselbe Gehirn, dieselbe Person und zwei völlig unterschiedliche neurologische Vorgänge.<br />
<br />
Der Grund dafür war etwas, worauf vor ihrer Arbeit niemand wirklich geachtet hatte.<br />
<br />
Das Schreiben von Hand ist keine einzelne Bewegung, sondern eine Abfolge von Tausenden winziger Mikrobewegungen, die in Echtzeit mit den Augen koordiniert werden, wobei jeder Buchstabe eine andere Form hat, die vom Gehirn die Lösung eines leicht unterschiedlichen räumlichen Problems verlangt.<br />
<br />
Die Finger, das Handgelenk, das Sehvermögen und die Teile des Gehirns, die die Position im Raum verfolgen, arbeiten alle zusammen, um einen Buchstaben zu erzeugen, dann den nächsten, dann den nächsten.<br />
<br />
Das Tippen wirft all das über Bord.<br />
<br />
Van der Meer hat dies in ihren Interviews klar zum Ausdruck gebracht.<br />
<br />
Kinder, die auf Tablets lesen und schreiben lernen, können Buchstaben wie b und d oft nicht unterscheiden, weil sie nie körperlich gespürt haben, was es bedeutet, diese Buchstaben tatsächlich auf einem Blatt Papier zu schreiben.<br />
<br />
Handschrift bringt das Gehirn zum Arbeiten. Tippen lässt es auf der Stelle treten.<br />
<br />
Jede Notiz, die du jemals getippt statt geschrieben hast, gelangte über einen schmaleren Kanal in dein Gehirn.<br />
<br />
Jedes Meeting, jede Buchmarkierung, jede Idee, die du auf deinem Handy statt auf Papier festgehalten hast, wurde nur halb so tief verarbeitet.<br />
<br />
Du hast diese Dinge nicht vergessen, weil dein Gedächtnis schlecht ist. Du hast sie vergessen, weil das Tippen nie den Teil des Gehirns geweckt hat, der sie hätte festhalten können.<br />
<br />
Die Lösung ist das, was deine Großmutter schon wusste. Nimm einen Stift zur Hand. Schreib es auf. Der langsamere Weg ist der schnellere.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Eine norwegische Neurowissenschaftlerin hat 20 Jahre damit verbracht zu beweisen, dass das Schreiben mit der Hand das menschliche Gehirn auf eine Weise verändert, wie es das Tippen physisch nicht vermag, und fast niemand außerhalb ihres Fachgebiets hat die Studie gelesen.<br />
<br />
Ihr Name ist Audrey van der Meer. Sie leitet ein Hirnforschungslabor in Trondheim, und die Studie, die die Debatte endgültig entschied, wurde 2024 in einer Fachzeitschrift namens „Frontiers in Psychology“ veröffentlicht.<br />
<br />
Die Erkenntnis ist so einschneidend, dass sie jedes Klassenzimmer auf der Welt hätte verändern müssen.<br />
<br />
Das Experiment war einfach.<br />
<br />
Sie rekrutierte 36 Universitätsstudenten und setzte jedem eine Kappe mit 256 Sensoren auf, die an die Kopfhaut gedrückt wurden, um die Gehirnaktivität aufzuzeichnen. Auf einem Bildschirm wurden nacheinander Wörter eingeblendet. Manchmal schrieben die Studenten das Wort mit einem digitalen Stift von Hand auf einen Touchscreen, und manchmal tippten sie dasselbe Wort auf einer Tastatur.<br />
<br />
Jede neuronale Reaktion wurde während der gesamten fünf Sekunden aufgezeichnet, in denen das Wort auf dem Bildschirm blieb. Dann untersuchte ihr Team den Teil der Daten, den die meisten Forscher jahrelang ignoriert hatten: nämlich wie verschiedene Teile des Gehirns während der Aufgabe miteinander kommunizierten.<br />
<br />
Wenn die Studenten von Hand schrieben, leuchtete das Gehirn überall gleichzeitig auf. Die Regionen, die für das Gedächtnis, die sensorische Integration und die Kodierung neuer Informationen zuständig sind, feuerten alle gemeinsam in einem koordinierten Muster, das sich über den gesamten Kortex ausbreitete. Das gesamte Netzwerk war aktiv und vernetzt.<br />
<br />
Als dieselben Studenten dasselbe Wort tippten, brach dieses Muster fast vollständig zusammen. Der größte Teil des Gehirns verstummte, und die Verbindungen zwischen Regionen, die Sekunden zuvor noch aktiv gewesen waren, waren im EEG nirgends mehr zu finden.<br />
<br />
Dasselbe Wort, dasselbe Gehirn, dieselbe Person und zwei völlig unterschiedliche neurologische Vorgänge.<br />
<br />
Der Grund dafür war etwas, worauf vor ihrer Arbeit niemand wirklich geachtet hatte.<br />
<br />
Das Schreiben von Hand ist keine einzelne Bewegung, sondern eine Abfolge von Tausenden winziger Mikrobewegungen, die in Echtzeit mit den Augen koordiniert werden, wobei jeder Buchstabe eine andere Form hat, die vom Gehirn die Lösung eines leicht unterschiedlichen räumlichen Problems verlangt.<br />
<br />
Die Finger, das Handgelenk, das Sehvermögen und die Teile des Gehirns, die die Position im Raum verfolgen, arbeiten alle zusammen, um einen Buchstaben zu erzeugen, dann den nächsten, dann den nächsten.<br />
<br />
Das Tippen wirft all das über Bord.<br />
<br />
Van der Meer hat dies in ihren Interviews klar zum Ausdruck gebracht.<br />
<br />
Kinder, die auf Tablets lesen und schreiben lernen, können Buchstaben wie b und d oft nicht unterscheiden, weil sie nie körperlich gespürt haben, was es bedeutet, diese Buchstaben tatsächlich auf einem Blatt Papier zu schreiben.<br />
<br />
Handschrift bringt das Gehirn zum Arbeiten. Tippen lässt es auf der Stelle treten.<br />
<br />
Jede Notiz, die du jemals getippt statt geschrieben hast, gelangte über einen schmaleren Kanal in dein Gehirn.<br />
<br />
Jedes Meeting, jede Buchmarkierung, jede Idee, die du auf deinem Handy statt auf Papier festgehalten hast, wurde nur halb so tief verarbeitet.<br />
<br />
Du hast diese Dinge nicht vergessen, weil dein Gedächtnis schlecht ist. Du hast sie vergessen, weil das Tippen nie den Teil des Gehirns geweckt hat, der sie hätte festhalten können.<br />
<br />
Die Lösung ist das, was deine Großmutter schon wusste. Nimm einen Stift zur Hand. Schreib es auf. Der langsamere Weg ist der schnellere.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Sonnenfinsternis 12.08.26 in Deutschland]]></title>
			<link>https://www.pagan-forum.de/thread-7784.html</link>
			<pubDate>Mon, 03 Aug 2026 15:52:48 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://www.pagan-forum.de/member.php?action=profile&uid=676">Hernes_Son</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://www.pagan-forum.de/thread-7784.html</guid>
			<description><![CDATA[Am 12.08.26 ist eine neue Sonnenfinsternis in Deutschland zu beobachten. Diese startet etwa gegen 19:10 Uhr und wird etwa eine Stunde andauern.<br />
<br />
Das besondere an dieser Sonnenfinsternis ist jedoch, dass sie sehr großflächig ist. Der Mond schiebt sich vor die Sonne und verdunkelt sie größer als bei früheren Sonnenfinsternissen. Sie ist sehr viel größer als die von 2015, und es wird keine größere mehr geben bis zum Jahr 2081! Es lohnt sich also, am 12.08. einen Blick auf die Sonne zu richten. <br />
<br />
Volle Erfolge voraus für alle, die das beobachten und nutzen mögen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Am 12.08.26 ist eine neue Sonnenfinsternis in Deutschland zu beobachten. Diese startet etwa gegen 19:10 Uhr und wird etwa eine Stunde andauern.<br />
<br />
Das besondere an dieser Sonnenfinsternis ist jedoch, dass sie sehr großflächig ist. Der Mond schiebt sich vor die Sonne und verdunkelt sie größer als bei früheren Sonnenfinsternissen. Sie ist sehr viel größer als die von 2015, und es wird keine größere mehr geben bis zum Jahr 2081! Es lohnt sich also, am 12.08. einen Blick auf die Sonne zu richten. <br />
<br />
Volle Erfolge voraus für alle, die das beobachten und nutzen mögen.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Blutwertecheck: Norwegen vs. Deutschland]]></title>
			<link>https://www.pagan-forum.de/thread-7783.html</link>
			<pubDate>Mon, 03 Aug 2026 15:17:03 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://www.pagan-forum.de/member.php?action=profile&uid=17">Paganlord</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://www.pagan-forum.de/thread-7783.html</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-size: large;" class="mycode_size">Dein Heilpraktiker: «Alles normal.»<br />
Dein Körper: «Ich bin erschöpft.»</span><br />
<br />
Wer lügt?<br />
<br />
Niemand. Das Problem ist das System.<br />
<br />
Deutschland checkt: BIST DU KRANK?<br />
Norwegen checkt: BIST DU OPTIMAL?<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Blutwerte, wo „normal“ dich täuscht:</span><br />
<br />
1. FERRITIN<br />
Deutschland: Normal: ab 30 → Norwegen: Optimal: 80-100+<br />
Bei 35 = „ok“ | Realität = chronische Müdigkeit<br />
<br />
2. VITAMIN B12<br />
DE: Normal: ab 200 → NORGE: Optimal: 400-600+<br />
Bei 250 = „unauffällig“ | Realität = Brain Fog<br />
<br />
3. VITAMIN D<br />
DE: Normal: ab 20 → NORGE: Optimal: 40-60<br />
Bei 25 = „ausreichend“ | Realität = Immunschwäche<br />
<br />
4. TSH<br />
DE: Normal: 0.3-4.2 → NORGE: Optimal: 0.5-2.5<br />
Bei 3.5 = „kein Problem“ | Realität = Unterfunktion läuft<br />
<br />
5. hs-CRP<br />
DE: Normal: unter 5 → NORGE: Optimal: unter 1<br />
Bei 2.5 = „nicht erhöht“ | Realität = 2x Herzrisiko<br />
<br />
6. BLUTZUCKER (nüchtern)<br />
DE: Normal: bis 100 → NORGE: Optimal: 70-85<br />
Bei 95 = „super“ | Realität = Insulinresistenz beginnt<br />
<br />
7. HbA1c<br />
DE: Normal: unter 5.7 % → NORGE: Optimal: unter 5.4 %<br />
Bei 5.6 = „grün“ | Realität = Prädiabetes-Vorstufe<br />
<br />
8. TESTOSTERON<br />
DE: Normal: ab 350 ng/dl → NORGE: Optimal: 600-800+<br />
Bei 400 = „normal“ | Realität = Libido/Energie weg<br />
<br />
9. HOMOCYSTEIN<br />
DE: Normal: unter 15 → NORGE: Optimal: unter 8<br />
Bei 12 = „okay“ | Realität = Gefäßschäden laufen<br />
<br />
10. MAGNESIUM (Serum)<br />
DE: Normal: ab 0.7 → NORGE: Optimal: 0.85-1.0+<br />
Bei 0.75 = „paßt“ | Realität = Mangel in Zellen<br />
<br />
<br />
Das Problem:<br />
<br />
Normal = Statistik (95 % der Bevölkerung)<br />
Optimal = Gesundheit (beste Performance)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-size: large;" class="mycode_size">Dein Heilpraktiker: «Alles normal.»<br />
Dein Körper: «Ich bin erschöpft.»</span><br />
<br />
Wer lügt?<br />
<br />
Niemand. Das Problem ist das System.<br />
<br />
Deutschland checkt: BIST DU KRANK?<br />
Norwegen checkt: BIST DU OPTIMAL?<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Blutwerte, wo „normal“ dich täuscht:</span><br />
<br />
1. FERRITIN<br />
Deutschland: Normal: ab 30 → Norwegen: Optimal: 80-100+<br />
Bei 35 = „ok“ | Realität = chronische Müdigkeit<br />
<br />
2. VITAMIN B12<br />
DE: Normal: ab 200 → NORGE: Optimal: 400-600+<br />
Bei 250 = „unauffällig“ | Realität = Brain Fog<br />
<br />
3. VITAMIN D<br />
DE: Normal: ab 20 → NORGE: Optimal: 40-60<br />
Bei 25 = „ausreichend“ | Realität = Immunschwäche<br />
<br />
4. TSH<br />
DE: Normal: 0.3-4.2 → NORGE: Optimal: 0.5-2.5<br />
Bei 3.5 = „kein Problem“ | Realität = Unterfunktion läuft<br />
<br />
5. hs-CRP<br />
DE: Normal: unter 5 → NORGE: Optimal: unter 1<br />
Bei 2.5 = „nicht erhöht“ | Realität = 2x Herzrisiko<br />
<br />
6. BLUTZUCKER (nüchtern)<br />
DE: Normal: bis 100 → NORGE: Optimal: 70-85<br />
Bei 95 = „super“ | Realität = Insulinresistenz beginnt<br />
<br />
7. HbA1c<br />
DE: Normal: unter 5.7 % → NORGE: Optimal: unter 5.4 %<br />
Bei 5.6 = „grün“ | Realität = Prädiabetes-Vorstufe<br />
<br />
8. TESTOSTERON<br />
DE: Normal: ab 350 ng/dl → NORGE: Optimal: 600-800+<br />
Bei 400 = „normal“ | Realität = Libido/Energie weg<br />
<br />
9. HOMOCYSTEIN<br />
DE: Normal: unter 15 → NORGE: Optimal: unter 8<br />
Bei 12 = „okay“ | Realität = Gefäßschäden laufen<br />
<br />
10. MAGNESIUM (Serum)<br />
DE: Normal: ab 0.7 → NORGE: Optimal: 0.85-1.0+<br />
Bei 0.75 = „paßt“ | Realität = Mangel in Zellen<br />
<br />
<br />
Das Problem:<br />
<br />
Normal = Statistik (95 % der Bevölkerung)<br />
Optimal = Gesundheit (beste Performance)]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Bronzezeit]]></title>
			<link>https://www.pagan-forum.de/thread-7782.html</link>
			<pubDate>Fri, 31 Jul 2026 07:37:35 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://www.pagan-forum.de/member.php?action=profile&uid=17">Paganlord</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://www.pagan-forum.de/thread-7782.html</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-size: large;" class="mycode_size">Arkaim: Stadt der Bronzezeit</span><br />
<br />
<!-- start: postbit_attachments_attachment -->
<br /><!-- start: attachment_icon -->
<img src="https://www.pagan-forum.de/images/attachtypes/image.gif" title="JPG Image" border="0" alt=".jpg" />
<!-- end: attachment_icon -->&nbsp;&nbsp;<a class="attachembed" href="attachment.php?aid=34123" target="_blank" title="">_.jpg</a> (Größe: 1,39 MB / Downloads: 25)
<!-- end: postbit_attachments_attachment --><br />
<br />
Im Süden der Oblast Tscheljabinsk, im Tal der Flüsse Bolschaja Karaganka und Utjaganka, liegt Arkaim, eine befestigte Siedlung aus der Bronzezeit, die etwa viertausend Jahre alt ist. Sie gehört zur Sintashta-Kultur und ist Teil der Gruppe antiker Siedlungen im südlichen Ural, die Archäologen „Land der Städte” nennen.<br />
<br />
Arkaim wurde nach einem durchdachten Plan gebaut. Zwei Ringe aus Befestigungen umgaben die dicht an dicht angeordneten Wohnräume. Im Inneren verlief eine Ringstraße, und in der Mitte befand sich ein freier Platz. Der Durchmesser des äußeren Rings betrug etwa 140 Meter.<br />
<br />
Die Häuser waren hier keine einzelnen Hütten, sondern Teil eines gemeinsamen Systems. In den Wohnstätten gab es Feuerstellen, Brunnen, Wirtschaftsgebäude und metallurgische Öfen. Die Bewohner schmolzen Kupfer und Bronze, stellten Messer, Werkzeuge, Schmuck und Waffen her. Das Wasser wurde über ein ausgeklügeltes System von unter den Straßen verlaufenden Kanälen abgeleitet.<br />
<br />
Mich persönlich erinnert es an Su Nuraxi, wenn es auch eine andere Bauweise ist. Aber es ist das Konzept einer bronzezeitlichen Stadt bzw. Burganlage. <br />
<br />
Die Siedlung wurde 1987 entdeckt, als ein Gebiet untersucht wurde, das beim Bau eines Stausees überflutet werden sollte. Die ersten ungewöhnlichen Konturen des Reliefs bemerkten Schüler, die in einem archäologischen Trupp arbeiteten. Nach den Ausgrabungen wurde klar, daß sich unter der Steppe ein seltenes Denkmal aus der Bronzezeit verbirgt und das Staudammprojekt schließlich aufgegeben wurde.<br />
<br />
Arkaim bestand vergleichsweise nur kurz. Vor ihrer Abreise setzten die Bewohner die Stadt den Spuren eines Brandes zufolge selbst in Brand. Warum sie das taten, ist nicht genau bekannt. Möglicherweise zogen sie an einen neuen Ort um oder vollzogen einen rituellen Abschied von der Siedlung.<br />
<br />
Später entstanden rund um Arkaim zahlreiche Erzählungen über ein antikes Observatorium, geheimes Wissen und einen „Ort der Kraft”. Doch auch die "offizielle Geschichte" ist äußerst interessant. Vor viertausend Jahren errichteten Menschen an dieser Stelle eine kompakte befestigte Stadt. Sie betrieben Metallurgie, hielten Vieh und konnten den gemeinsamen Lebensraum deutlich komplexer organisieren, als es für eine Siedlung der Bronzezeit typisch war.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-size: large;" class="mycode_size">Arkaim: Stadt der Bronzezeit</span><br />
<br />
<!-- start: postbit_attachments_attachment -->
<br /><!-- start: attachment_icon -->
<img src="https://www.pagan-forum.de/images/attachtypes/image.gif" title="JPG Image" border="0" alt=".jpg" />
<!-- end: attachment_icon -->&nbsp;&nbsp;<a class="attachembed" href="attachment.php?aid=34123" target="_blank" title="">_.jpg</a> (Größe: 1,39 MB / Downloads: 25)
<!-- end: postbit_attachments_attachment --><br />
<br />
Im Süden der Oblast Tscheljabinsk, im Tal der Flüsse Bolschaja Karaganka und Utjaganka, liegt Arkaim, eine befestigte Siedlung aus der Bronzezeit, die etwa viertausend Jahre alt ist. Sie gehört zur Sintashta-Kultur und ist Teil der Gruppe antiker Siedlungen im südlichen Ural, die Archäologen „Land der Städte” nennen.<br />
<br />
Arkaim wurde nach einem durchdachten Plan gebaut. Zwei Ringe aus Befestigungen umgaben die dicht an dicht angeordneten Wohnräume. Im Inneren verlief eine Ringstraße, und in der Mitte befand sich ein freier Platz. Der Durchmesser des äußeren Rings betrug etwa 140 Meter.<br />
<br />
Die Häuser waren hier keine einzelnen Hütten, sondern Teil eines gemeinsamen Systems. In den Wohnstätten gab es Feuerstellen, Brunnen, Wirtschaftsgebäude und metallurgische Öfen. Die Bewohner schmolzen Kupfer und Bronze, stellten Messer, Werkzeuge, Schmuck und Waffen her. Das Wasser wurde über ein ausgeklügeltes System von unter den Straßen verlaufenden Kanälen abgeleitet.<br />
<br />
Mich persönlich erinnert es an Su Nuraxi, wenn es auch eine andere Bauweise ist. Aber es ist das Konzept einer bronzezeitlichen Stadt bzw. Burganlage. <br />
<br />
Die Siedlung wurde 1987 entdeckt, als ein Gebiet untersucht wurde, das beim Bau eines Stausees überflutet werden sollte. Die ersten ungewöhnlichen Konturen des Reliefs bemerkten Schüler, die in einem archäologischen Trupp arbeiteten. Nach den Ausgrabungen wurde klar, daß sich unter der Steppe ein seltenes Denkmal aus der Bronzezeit verbirgt und das Staudammprojekt schließlich aufgegeben wurde.<br />
<br />
Arkaim bestand vergleichsweise nur kurz. Vor ihrer Abreise setzten die Bewohner die Stadt den Spuren eines Brandes zufolge selbst in Brand. Warum sie das taten, ist nicht genau bekannt. Möglicherweise zogen sie an einen neuen Ort um oder vollzogen einen rituellen Abschied von der Siedlung.<br />
<br />
Später entstanden rund um Arkaim zahlreiche Erzählungen über ein antikes Observatorium, geheimes Wissen und einen „Ort der Kraft”. Doch auch die "offizielle Geschichte" ist äußerst interessant. Vor viertausend Jahren errichteten Menschen an dieser Stelle eine kompakte befestigte Stadt. Sie betrieben Metallurgie, hielten Vieh und konnten den gemeinsamen Lebensraum deutlich komplexer organisieren, als es für eine Siedlung der Bronzezeit typisch war.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Das Natterkrönlein]]></title>
			<link>https://www.pagan-forum.de/thread-7775.html</link>
			<pubDate>Sat, 25 Jul 2026 11:36:30 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://www.pagan-forum.de/member.php?action=profile&uid=17">Paganlord</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://www.pagan-forum.de/thread-7775.html</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Das Natterkrönlein</span></span><br />
<br />
<!-- start: postbit_attachments_attachment -->
<br /><!-- start: attachment_icon -->
<img src="https://www.pagan-forum.de/images/attachtypes/image.gif" title="JPG Image" border="0" alt=".jpg" />
<!-- end: attachment_icon -->&nbsp;&nbsp;<a class="attachembed" href="attachment.php?aid=33984" target="_blank" title="">Das Natterkrönlein2.jpg</a> (Größe: 943,16 KB / Downloads: 24)
<!-- end: postbit_attachments_attachment --><br />
<br />
Das Märchen handelt von einer Magd, die für einen geizigen Bauern arbeitet. Im Stall des Bauern lebte eine weiße Schlange mit einer goldenen Krone auf dem Kopf, die man nachts schöner singen hören konnte als jeden Vogel. Jeden Tag, wenn die Magd in den Stall kam, gab sie der Schlange ein Schälchen Milch. Nach einiger Zeit stellte die Magd fest, dass die Kühe, seit sie die Schlange fütterte, mehr Milch gaben, nie krank wurden und sehr schöne Kälber zur Welt brachten.<br />
<br />
Doch eines Tages kam der Bauer in den Stall, als die Schlange gerade am Trinken war. Wütend darüber, daß die Magd die Milch verschenkte, noch dazu an eine Giftschlange, die nachts den Kühen die Milch aus dem Euter zieht, jagte er die Magd fort. Er warf ihr außerdem vor, daß sie eine Hexe sei die mit dem Teufelwurm im Bunde sei, was ja logisch ist, weil sie Schlangen verehre. Traurig verabschiedete die Magd sich von den Kühen und der Schlange, doch da gab ihr diese ihr Krönlein und verließ dann ebenfalls den Stall.<br />
<br />
Die Krone aber brachte der der Magd Glück, und so traf sie bald den reichen Schulzensohn, der sich in sie verliebte. Sie erzählte ihm von ihrem Leid, und er sandte sie zu seiner Mutter, die sie in ihrem Haus anstellte. Alle Angestellten des Schulzen gewannen sie lieb, und bald machte der Sohn ihr einen Heiratsantrag. So wurde sie zur reichsten und beliebtesten Frau des Dorfes.<br />
<br />
Den Bauern aber hatte mit der Krönleinnatter sein ganzes Glück verlassen. Bald mußte er sein Vieh, seine Äcker und schließlich sogar Haus und Hof verkaufen. All das kaufte der reiche Schulzensohn, und so gewann die Magd ihre geliebten Kühe zurück, die sie weiterhin mit Freuden selbst fütterte und versorgte. Dabei erschien ihr eines Tages die Schlange, und dankbar gab sie ihr die Natternkrone zurück. Von da an wohnte die Schlange wieder in dem Stall und erhielt täglich Milch, und so lange sie da war, hatte der Hof Frieden, Glück und den Segen der alten Götter.<br />
<br />
<br />
Das Märchen ist ein typischer Vertreter der Sagen über Krönleinschlangen. Das Motiv des gierigen Bauern, der schließlich in Armut verfällt, teilt es sich mit der Sage von der Schlangenkönigin.<br />
<br />
Die Vorwürfe des Bauern erinnern uns auch an andere Sagenmotive. So sagt man einigen Schlangen und Drachen nach, Kühen die Milch auszusaugen, so daß diese nur noch Blut geben. Dies geht auf die Beschreibung der Schlange Boas durch Plinius den Älteren zurück. Plinius der Ältere ist ein römischer Gelehrter, Offizier und Verwaltungsbeamter, der im 1. Jh. n. d. Z. vor allem durch seine Naturalis historia (lateinisch für „Naturgeschichte“), ein enzyklopädisches Werk in 37 Büchern zur Naturkunde, Bedeutung erlangt hat. Er starb während des großen Vesuvausbruchs (24.08.79) im Alter von etwa 55 Jahren. Sein Neffe war Plinius der Jüngere.<br />
<br />
Die Vorstellung, daß eine Hexe mit dem Teufel in Gestalt eines Drachen im Bunde ist, erinnert hingegen an die Vorgehensweisen der Inquisition und auch auch um Geschichten und Mythen um einen deutschen Hausdrachen namens Gluhschwanz.<br />
<br />
<!-- start: postbit_attachments_attachment -->
<br /><!-- start: attachment_icon -->
<img src="https://www.pagan-forum.de/images/attachtypes/image.gif" title="JPG Image" border="0" alt=".jpg" />
<!-- end: attachment_icon -->&nbsp;&nbsp;<a class="attachembed" href="attachment.php?aid=33985" target="_blank" title="">Das Natterkrönlein.jpg</a> (Größe: 623,28 KB / Downloads: 28)
<!-- end: postbit_attachments_attachment -->]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Das Natterkrönlein</span></span><br />
<br />
<!-- start: postbit_attachments_attachment -->
<br /><!-- start: attachment_icon -->
<img src="https://www.pagan-forum.de/images/attachtypes/image.gif" title="JPG Image" border="0" alt=".jpg" />
<!-- end: attachment_icon -->&nbsp;&nbsp;<a class="attachembed" href="attachment.php?aid=33984" target="_blank" title="">Das Natterkrönlein2.jpg</a> (Größe: 943,16 KB / Downloads: 24)
<!-- end: postbit_attachments_attachment --><br />
<br />
Das Märchen handelt von einer Magd, die für einen geizigen Bauern arbeitet. Im Stall des Bauern lebte eine weiße Schlange mit einer goldenen Krone auf dem Kopf, die man nachts schöner singen hören konnte als jeden Vogel. Jeden Tag, wenn die Magd in den Stall kam, gab sie der Schlange ein Schälchen Milch. Nach einiger Zeit stellte die Magd fest, dass die Kühe, seit sie die Schlange fütterte, mehr Milch gaben, nie krank wurden und sehr schöne Kälber zur Welt brachten.<br />
<br />
Doch eines Tages kam der Bauer in den Stall, als die Schlange gerade am Trinken war. Wütend darüber, daß die Magd die Milch verschenkte, noch dazu an eine Giftschlange, die nachts den Kühen die Milch aus dem Euter zieht, jagte er die Magd fort. Er warf ihr außerdem vor, daß sie eine Hexe sei die mit dem Teufelwurm im Bunde sei, was ja logisch ist, weil sie Schlangen verehre. Traurig verabschiedete die Magd sich von den Kühen und der Schlange, doch da gab ihr diese ihr Krönlein und verließ dann ebenfalls den Stall.<br />
<br />
Die Krone aber brachte der der Magd Glück, und so traf sie bald den reichen Schulzensohn, der sich in sie verliebte. Sie erzählte ihm von ihrem Leid, und er sandte sie zu seiner Mutter, die sie in ihrem Haus anstellte. Alle Angestellten des Schulzen gewannen sie lieb, und bald machte der Sohn ihr einen Heiratsantrag. So wurde sie zur reichsten und beliebtesten Frau des Dorfes.<br />
<br />
Den Bauern aber hatte mit der Krönleinnatter sein ganzes Glück verlassen. Bald mußte er sein Vieh, seine Äcker und schließlich sogar Haus und Hof verkaufen. All das kaufte der reiche Schulzensohn, und so gewann die Magd ihre geliebten Kühe zurück, die sie weiterhin mit Freuden selbst fütterte und versorgte. Dabei erschien ihr eines Tages die Schlange, und dankbar gab sie ihr die Natternkrone zurück. Von da an wohnte die Schlange wieder in dem Stall und erhielt täglich Milch, und so lange sie da war, hatte der Hof Frieden, Glück und den Segen der alten Götter.<br />
<br />
<br />
Das Märchen ist ein typischer Vertreter der Sagen über Krönleinschlangen. Das Motiv des gierigen Bauern, der schließlich in Armut verfällt, teilt es sich mit der Sage von der Schlangenkönigin.<br />
<br />
Die Vorwürfe des Bauern erinnern uns auch an andere Sagenmotive. So sagt man einigen Schlangen und Drachen nach, Kühen die Milch auszusaugen, so daß diese nur noch Blut geben. Dies geht auf die Beschreibung der Schlange Boas durch Plinius den Älteren zurück. Plinius der Ältere ist ein römischer Gelehrter, Offizier und Verwaltungsbeamter, der im 1. Jh. n. d. Z. vor allem durch seine Naturalis historia (lateinisch für „Naturgeschichte“), ein enzyklopädisches Werk in 37 Büchern zur Naturkunde, Bedeutung erlangt hat. Er starb während des großen Vesuvausbruchs (24.08.79) im Alter von etwa 55 Jahren. Sein Neffe war Plinius der Jüngere.<br />
<br />
Die Vorstellung, daß eine Hexe mit dem Teufel in Gestalt eines Drachen im Bunde ist, erinnert hingegen an die Vorgehensweisen der Inquisition und auch auch um Geschichten und Mythen um einen deutschen Hausdrachen namens Gluhschwanz.<br />
<br />
<!-- start: postbit_attachments_attachment -->
<br /><!-- start: attachment_icon -->
<img src="https://www.pagan-forum.de/images/attachtypes/image.gif" title="JPG Image" border="0" alt=".jpg" />
<!-- end: attachment_icon -->&nbsp;&nbsp;<a class="attachembed" href="attachment.php?aid=33985" target="_blank" title="">Das Natterkrönlein.jpg</a> (Größe: 623,28 KB / Downloads: 28)
<!-- end: postbit_attachments_attachment -->]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Nordstream]]></title>
			<link>https://www.pagan-forum.de/thread-7773.html</link>
			<pubDate>Fri, 24 Jul 2026 06:34:17 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://www.pagan-forum.de/member.php?action=profile&uid=22">Wishmaster</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://www.pagan-forum.de/thread-7773.html</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-size: large;" class="mycode_size">Nordstream</span><br />
<br />
Die Sprengung der Nordstream-Pipeline hat die Haupt-Schlagader für günstige Energie zerstört und die deutsche Wirtschaft massiv geschädigt.<br />
<br />
Der Erfolgs-Regisseur Moritz Enders ("Toxic NATO") untersucht in seinem neuen Dokumentarfilm "Nordstream - Die Sprengung" die Hintergründe, mögliche Täter und die bis heute andauernde, massive Propaganda um den Vorfall.<br />
<br />
Es war mir eine Ehre und eine große Freude, gemeinsam mit Ray McGovern, Dirk Pohlmann, Prof. Theodore Postol, Dr. Werner Rügemer, Prof. Ola Tunander, Erik Andersson und Harald Kujat an der Aufklärung mitwirken zu dürfen.<br />
<br />
Die Premiere war am 2. Juli um 19.30 Uhr im Babylon in Berlin.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-size: large;" class="mycode_size">Nordstream</span><br />
<br />
Die Sprengung der Nordstream-Pipeline hat die Haupt-Schlagader für günstige Energie zerstört und die deutsche Wirtschaft massiv geschädigt.<br />
<br />
Der Erfolgs-Regisseur Moritz Enders ("Toxic NATO") untersucht in seinem neuen Dokumentarfilm "Nordstream - Die Sprengung" die Hintergründe, mögliche Täter und die bis heute andauernde, massive Propaganda um den Vorfall.<br />
<br />
Es war mir eine Ehre und eine große Freude, gemeinsam mit Ray McGovern, Dirk Pohlmann, Prof. Theodore Postol, Dr. Werner Rügemer, Prof. Ola Tunander, Erik Andersson und Harald Kujat an der Aufklärung mitwirken zu dürfen.<br />
<br />
Die Premiere war am 2. Juli um 19.30 Uhr im Babylon in Berlin.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Warum sie alle Kevin heißen]]></title>
			<link>https://www.pagan-forum.de/thread-7772.html</link>
			<pubDate>Wed, 22 Jul 2026 16:32:40 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://www.pagan-forum.de/member.php?action=profile&uid=17">Paganlord</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://www.pagan-forum.de/thread-7772.html</guid>
			<description><![CDATA[Der irische Vorname Kevin erfreut sich seit den 80ern großer Beliebtheit in Deutschland. Schuld daran ist ein Fußballspieler. Kevin Keegan, der wohl damals beste Fußballspieler in Europa, wechselte 1977 für 2,5 Millionen Mark vom FC Liverpool zum Hamburger SV. Es war die damals höchste Ablösesumme, die jemals gezahlt wurde. Als er 1980 zurück nach England wechselte, war sein Name Legende. Am Montag ist Kevin Keegan im Alter von 75 Jahren verstorben. An Krebs. Sein Name lebt jedoch weiter, in den unzähligen Menschen, die von ihren Eltern in Deutschland noch heute Kevin genannt werden. <br />
<br />
<!-- start: postbit_attachments_attachment -->
<br /><!-- start: attachment_icon -->
<img src="https://www.pagan-forum.de/images/attachtypes/image.gif" title="JPG Image" border="0" alt=".jpg" />
<!-- end: attachment_icon -->&nbsp;&nbsp;<a class="attachembed" href="attachment.php?aid=33966" target="_blank" title="">_.jpg</a> (Größe: 187,36 KB / Downloads: 31)
<!-- end: postbit_attachments_attachment --><br />
<span style="font-size: small">Kevin im Dreß des HSV</span><br />
<br />
<!-- start: postbit_attachments_attachment -->
<br /><!-- start: attachment_icon -->
<img src="https://www.pagan-forum.de/images/attachtypes/image.gif" title="JPG Image" border="0" alt=".jpg" />
<!-- end: attachment_icon -->&nbsp;&nbsp;<a class="attachembed" href="attachment.php?aid=33967" target="_blank" title="">w1100_h733_x1018_y678_vogts_keegan-628847b02032e9f9.jpg</a> (Größe: 162,51 KB / Downloads: 29)
<!-- end: postbit_attachments_attachment --><br />
<span style="font-size: small">Champions-League-Endspiel 1977. Berti Vogts gegen Kevin Keegan. Borussia Mönchengladbach gegen den FC Liverpool 1:3.</span><br />
<br />
<br />
<blockquote class="mycode_quote"><cite>Zitat:</cite><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Was für ein Spieler aus was für einer Zeit</span><br />
<br />
Der HSV war deutscher Meister und Europapokalsieger, die Nationalmannschaft Europameister, in der ersten Elf durften nur zwei Ausländer spielen, und auf den Rängen herrschte noch echte Stimmung, nicht – wie heute – dieses neunzigminütige Gesinge der ewig besoffenen Brüllorks („Ultras“).<br />
<br />
Ich war damals, als kleiner Junge, oft beim HSV-Training und habe mir Autogramme meiner Lieblingsspieler geholt. Auch von Kevin. An irgendwelche Einzelheiten kann ich mich aber leider nicht mehr erinnern.<br />
<br />
Kevin Keegan, einer der besten Spieler seiner Zeit, starb heute mit 75 Jahren an den Folgen einer Krebserkrankung.</blockquote>
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Der irische Vorname Kevin erfreut sich seit den 80ern großer Beliebtheit in Deutschland. Schuld daran ist ein Fußballspieler. Kevin Keegan, der wohl damals beste Fußballspieler in Europa, wechselte 1977 für 2,5 Millionen Mark vom FC Liverpool zum Hamburger SV. Es war die damals höchste Ablösesumme, die jemals gezahlt wurde. Als er 1980 zurück nach England wechselte, war sein Name Legende. Am Montag ist Kevin Keegan im Alter von 75 Jahren verstorben. An Krebs. Sein Name lebt jedoch weiter, in den unzähligen Menschen, die von ihren Eltern in Deutschland noch heute Kevin genannt werden. <br />
<br />
<!-- start: postbit_attachments_attachment -->
<br /><!-- start: attachment_icon -->
<img src="https://www.pagan-forum.de/images/attachtypes/image.gif" title="JPG Image" border="0" alt=".jpg" />
<!-- end: attachment_icon -->&nbsp;&nbsp;<a class="attachembed" href="attachment.php?aid=33966" target="_blank" title="">_.jpg</a> (Größe: 187,36 KB / Downloads: 31)
<!-- end: postbit_attachments_attachment --><br />
<span style="font-size: small">Kevin im Dreß des HSV</span><br />
<br />
<!-- start: postbit_attachments_attachment -->
<br /><!-- start: attachment_icon -->
<img src="https://www.pagan-forum.de/images/attachtypes/image.gif" title="JPG Image" border="0" alt=".jpg" />
<!-- end: attachment_icon -->&nbsp;&nbsp;<a class="attachembed" href="attachment.php?aid=33967" target="_blank" title="">w1100_h733_x1018_y678_vogts_keegan-628847b02032e9f9.jpg</a> (Größe: 162,51 KB / Downloads: 29)
<!-- end: postbit_attachments_attachment --><br />
<span style="font-size: small">Champions-League-Endspiel 1977. Berti Vogts gegen Kevin Keegan. Borussia Mönchengladbach gegen den FC Liverpool 1:3.</span><br />
<br />
<br />
<blockquote class="mycode_quote"><cite>Zitat:</cite><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Was für ein Spieler aus was für einer Zeit</span><br />
<br />
Der HSV war deutscher Meister und Europapokalsieger, die Nationalmannschaft Europameister, in der ersten Elf durften nur zwei Ausländer spielen, und auf den Rängen herrschte noch echte Stimmung, nicht – wie heute – dieses neunzigminütige Gesinge der ewig besoffenen Brüllorks („Ultras“).<br />
<br />
Ich war damals, als kleiner Junge, oft beim HSV-Training und habe mir Autogramme meiner Lieblingsspieler geholt. Auch von Kevin. An irgendwelche Einzelheiten kann ich mich aber leider nicht mehr erinnern.<br />
<br />
Kevin Keegan, einer der besten Spieler seiner Zeit, starb heute mit 75 Jahren an den Folgen einer Krebserkrankung.</blockquote>
]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Dunning-Kruger-Effekt]]></title>
			<link>https://www.pagan-forum.de/thread-7771.html</link>
			<pubDate>Wed, 22 Jul 2026 07:46:44 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://www.pagan-forum.de/member.php?action=profile&uid=17">Paganlord</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://www.pagan-forum.de/thread-7771.html</guid>
			<description><![CDATA[Der Dunning-Kruger-Effekt ist ein psychologisches Phänomen. Es beschreibt die Neigung von Menschen mit geringem Wissen oder Können, die eigenen Fähigkeiten maßlos zu überschätzen und gleichzeitig die Fähigkeiten von echten Experten zu unterschätzen. Der Grund dafür ist, daß ihnen das nötige Fachwissen fehlt, um die eigene Inkompetenz zu erkennen.<br />
<br />
Der Kern des Effekts liegt in einer verzerrten Selbstwahrnehmung und einem Mangel an sogenannter Metakognition – also der Fähigkeit, das eigene Denken und Wissen objektiv zu überprüfen. Wer sich in einem neuen Thema nur oberflächlich auskennt, hält sich oft vorschnell für einen Experten. Das tückische Selbstbewußtsein resultiert daraus, daß man die Komplexität der Materie noch gar nicht überblickt. Erst wenn man tiefer in ein Thema einsteigt und Fachwissen aufbaut, realisiert man, wie viel man eigentlich noch nicht weiß. Dies führt dann wiederum dazu, daß diese Personen wiederum an sich selbst zweifeln.<br />
<br />
Das Phänomen wurde 1999 von den Psychologen David Dunning und Justin Kruger formuliert und tritt in vielen alltäglichen Situationen auf: Im Alltag &amp; Beruf: Jemand, der gerade erst einen Kochkurs belegt hat, kritisiert die Speisekarte eines langjährigen Profikochs. Im Straßenverkehr: Ein Großteil der Autofahrer ist fest davon überzeugt, überdurchschnittlich gut zu fahren – was rein statistisch unmöglich ist. In den Medien: Halbwissende äußern sich oft extrem laut und selbstsicher zu komplexen Themen, während sich echte Fachleute aufgrund ihres Detailwissens eher vorsichtig und differenziert ausdrücken.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Der Dunning-Kruger-Effekt ist ein psychologisches Phänomen. Es beschreibt die Neigung von Menschen mit geringem Wissen oder Können, die eigenen Fähigkeiten maßlos zu überschätzen und gleichzeitig die Fähigkeiten von echten Experten zu unterschätzen. Der Grund dafür ist, daß ihnen das nötige Fachwissen fehlt, um die eigene Inkompetenz zu erkennen.<br />
<br />
Der Kern des Effekts liegt in einer verzerrten Selbstwahrnehmung und einem Mangel an sogenannter Metakognition – also der Fähigkeit, das eigene Denken und Wissen objektiv zu überprüfen. Wer sich in einem neuen Thema nur oberflächlich auskennt, hält sich oft vorschnell für einen Experten. Das tückische Selbstbewußtsein resultiert daraus, daß man die Komplexität der Materie noch gar nicht überblickt. Erst wenn man tiefer in ein Thema einsteigt und Fachwissen aufbaut, realisiert man, wie viel man eigentlich noch nicht weiß. Dies führt dann wiederum dazu, daß diese Personen wiederum an sich selbst zweifeln.<br />
<br />
Das Phänomen wurde 1999 von den Psychologen David Dunning und Justin Kruger formuliert und tritt in vielen alltäglichen Situationen auf: Im Alltag &amp; Beruf: Jemand, der gerade erst einen Kochkurs belegt hat, kritisiert die Speisekarte eines langjährigen Profikochs. Im Straßenverkehr: Ein Großteil der Autofahrer ist fest davon überzeugt, überdurchschnittlich gut zu fahren – was rein statistisch unmöglich ist. In den Medien: Halbwissende äußern sich oft extrem laut und selbstsicher zu komplexen Themen, während sich echte Fachleute aufgrund ihres Detailwissens eher vorsichtig und differenziert ausdrücken.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Weihrauch]]></title>
			<link>https://www.pagan-forum.de/thread-7770.html</link>
			<pubDate>Tue, 21 Jul 2026 18:46:05 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://www.pagan-forum.de/member.php?action=profile&uid=17">Paganlord</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://www.pagan-forum.de/thread-7770.html</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">2.500 Jahre alter Bronzewagen sorgt für eine archäologische Sensation</span></span><br />
<br />
Die spektakuläre Entdeckung eines 3.500 Jahre alten Bronzewagens in der archäologischen Fundstätte Casas del Turuñuelo sorgt weltweit für Aufsehen. Das einzigartige Fundstück mit kunstvollen Darstellungen griechischer Mythologie belegt die engen Handels- und Kulturkontakte der rätselhaften Tartessos-Zivilisation mit dem Mittelmeerraum. Gemeinsam mit zahlreichen weiteren Luxusfunden eröffnet der Sensationsfund faszinierende neue Einblicke in eine der geheimnisvollsten Kulturen der Iberischen Halbinsel.<br />
<br />
youtube.com/watch?v=j6xCJeIG_Zc]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">2.500 Jahre alter Bronzewagen sorgt für eine archäologische Sensation</span></span><br />
<br />
Die spektakuläre Entdeckung eines 3.500 Jahre alten Bronzewagens in der archäologischen Fundstätte Casas del Turuñuelo sorgt weltweit für Aufsehen. Das einzigartige Fundstück mit kunstvollen Darstellungen griechischer Mythologie belegt die engen Handels- und Kulturkontakte der rätselhaften Tartessos-Zivilisation mit dem Mittelmeerraum. Gemeinsam mit zahlreichen weiteren Luxusfunden eröffnet der Sensationsfund faszinierende neue Einblicke in eine der geheimnisvollsten Kulturen der Iberischen Halbinsel.<br />
<br />
youtube.com/watch?v=j6xCJeIG_Zc]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Martin Luther und die bösen Zauberinnen]]></title>
			<link>https://www.pagan-forum.de/thread-7758.html</link>
			<pubDate>Sun, 19 Jul 2026 11:25:31 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://www.pagan-forum.de/member.php?action=profile&uid=17">Paganlord</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://www.pagan-forum.de/thread-7758.html</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-size: large;" class="mycode_size">Martin Luther und die bösen Zauberinnen</span><br />
<br />
Auch Martin Luther haßte Hexen – und forderte ihren Tod. Der Wahn ist jedoch deutlich älter als die Reformation. Hunderttausende Menschen brannten in Europa.<br />
<br />
Über dreißig Hexenpredigten hielt Martin Luther, die bekannteste und gewichtigste 1526. Der Reformator sprach über das Alte Testament, und zwar über die Stelle 2. Mose 22 Vers 17. Darin heißt es: „Die Zauberinnen sollst du nicht am Leben lassen.“ Luther war von der Existenz der Hexen überzeugt. Er sah sie als Gefährder der gesellschaftlichen Ordnung. Sie mußten getötet werden.<br />
<br />
Die Konsequenzen des Lutherschen Hexenhasses spürten Millionen von Frauen, und Hunderttausende von ihnen wurden gefoltert und bei lebendigem Leib verbrannt. Luther sagte dazu: „Es ist ein überaus gerechtes Gesetz, daß die Zauberinnen getötet werden, denn sie richten viel Schaden an“, so dokumentierte Johannes Bugenhagen die Predigtworte seines Freundes Luther, die er in Wittenberg hielt. „Was bisweilen ignoriert wird, sie können nämlich Milch, Butter und alles aus dem Haus stehlen, indem sie es aus einem Handtuch, einem Tisch, einem Griff melken, das ein oder andere gute Wort sprechen und an eine Kuh denken.“<br />
<br />
Rückblick: Mindestens seit dem Römischen Reich beginnt sich der Hexenglaube zu verfestigen. Das aufkommende Krötentum ist ein erbitterter Widersacher der alten Religion, der diese Frauen angehören. Der Kirchengelehrte und Massenmörder Augustinus ist der Meinung, daß Hexen mit Hilfe eines Teufelspaktes Magie, also Zauber, anwendeten. Hier wird die Fähigkeit der weisen Frauen der Antike jedoch bereits als Teufelswerk verleumdet. Weder die Zauberinnen, noch Druiden oder Priesterinnen der antiken heidnischen Kulte waren Satanisten oder Teufelsweiber. Das alles ist eine Erfindung der Kirche, die einen Feindbegriff definierte und die alten Heiden somit zu Teufelsanbetern umbenannte. Die alten Heiden kannten jedoch gar keinen Teufel, Belzebub oder Satan – da diese Figuren rein chr*stliche Erfindungen sind. Im Heidentum gab es eine solche Figur wie den Teufel nicht. <br />
<br />
Eine politisch-religiös motivierte Verfolgung von Frauen und Männern unter dem Vorwurf der Hexerei findet von dort an statt. Es gibt jedoch auch gegenteilige Meinungen innerhalb der Kirche. Eine Rechtsvorschrift des Canon Episcopi aus dem Jahr 906 hält die angegebenen nächtlichen Flüge sogenannter Hexen jedoch noch für Wahnvorstellungen. Bis etwa 1250, also bis zum Hochmittelalter, spricht die Kirche (offiziell), wenn es sich um Hexenglauben und Schadzauber dreht, sogar noch offiziell von antikem Aberglauben.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Die Hexenbulle kommt</span><br />
<br />
Doch Thomas von Aquin (1225–1274), einer der bedeutendsten Kirchentheoretiker des Mittelalters, ändert diese offizielle Politik. Er ist davon überzeugt, daß sogenannte Hexen im bewußten Pakt mit dem Teufel Schaden anrichten. Schriften und Predigten verbreiten diese Theorien in den kommenden zwei Jahrhunderten massenhaft. Die völlig indoktrinierten Gläubigen verlangen von der Obrigkeit, Hexen zu jagen.<br />
<br />
Dieses Verlangen trifft auf verfolgungswillige Landesherren. Die Kirche sieht sich endlich in der Lage, Inquisitoren zum Aufspüren der Hexen durchs Land zu schicken.<br />
<br />
In diesen Zeiten spricht der Dominikaner Heinrich (Institoris) Kramer beim Papst vor und bittet um eine Bulle. Der Wunsch wird erfüllt. Bequemerweise hat Kramer schon alles vorformuliert. Am 5. Dezember 1485 wird die sogenannte „Hexenbulle“ Summis desiderantes affectibus von Papst Innozenz VIII. unterschrieben. Sie beginnt mit den Worten: „In unserem sehnlichsten Wunsche …“ Diese Bulle erklärt Kramer zum Inquisitor und erlaubt es ihm, Menschen zu verfolgen, anzuklagen und „an Leib und Vermögen zu strafen“.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Zunächst wird Kramer fortgejagt</span><br />
<br />
Der Papst stellt sich damit klar gegen den Canon Episcopi. So aufmunitioniert geht es für den Dominikaner nach Brixen zu Bischof Georg Golser, der ihn nach Innsbruck entsendet. Dort kann der Mönch schalten und walten. Er sammelt Gerüchte, läßt Frauen und Männer inhaftieren und vernimmt sie persönlich. Seine die Sexualität der Frauen betreffenden Fragen lösen Empörung aus. Die anwesenden Juristen beschweren sich beim Bischof in Brixen und beginnen sogar, die Frauen zu verteidigen. Schließlich jagt der Bischof Kramer aus der Stadt. Eine Schmach für den Hexenjäger.<br />
<br />
1486 schreibt er deshalb mit seinem Dominikanerbruder Jakob Sprenger den „Hexenhammer“ oder „Malleus Malificarum“. Dieser Anleitung zur Hexenverfolgung stellt Kramer als Vorwort die Hexenbulle des Papstes voran. Das ebenfalls abgedruckte Gutachten der theologischen Fakultät Köln stellt sich später als gefälscht heraus. Heute würde man es Fake-News nennen.<br />
<br />
Nun kommt die ersehnte Bewegung in die Sache. Im Rhein-Mosel-Raum bis nach Metz beginnt es zu brennen. Der Hexenhammer erreicht bis 1523 dreizehn Auflagen. Schätzungen gehen von zehntausenden gedruckten Exemplaren aus. Luther skizziert in seiner Predigt im Mai 1523 sein Frauenbild folgendermaßen: „Satan versucht alle. Adam greift er nicht an. Immer greift er uns nämlich an der Stelle an, wo er uns für schwächer hält. So hat er Eva angegriffen, nicht Adam.“<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Lukas Cranach fertigt einen Holzschnitt über die Verbrennung an</span><br />
<br />
Trotz aller Unbestimmtheit in begrifflichen Fragen konzentrierte sich Luther, wenn es um die Verurteilung von Zauberei und Hexerei ging, vor allem auf die ‘alte Frau’“. Um so ein altes Weib geht es in einem spektakulären Wittenberger Verfahren.<br />
<br />
23 Jahre nach dem Thesenanschlag des Augustinermönchs Luther 1517 an die Schloßkirche zu Wittenberg und neun Jahre nach seiner Hexenpredigt bricht in der Stadt mit ihren 2.000 Einwohnern 1540 der Hexenwahn aus. Am 29. Juni beginnt eine besonders brutale Hexenhinrichtung, über die sogar Lukas Cranach d. J., auch er wohnt in Wittenberg, einen Holzschnitt anfertigt.<br />
<br />
<!-- start: postbit_attachments_attachment -->
<br /><!-- start: attachment_icon -->
<img src="https://www.pagan-forum.de/images/attachtypes/image.gif" title="JPG Image" border="0" alt=".jpg" />
<!-- end: attachment_icon -->&nbsp;&nbsp;<a class="attachembed" href="attachment.php?aid=33902" target="_blank" title="">Hexenverbrennung_in_Wittenberg_1540.jpg</a> (Größe: 118,38 KB / Downloads: 41)
<!-- end: postbit_attachments_attachment --><br />
<span style="font-size: small">Die Hexenverbrennung von Wittenberg, Holzstich von Lucas Cranach</span><br />
<br />
Die Abdeckerin Prista Frübottin, eine Frau über 50 Jahre, wird gemeinsam mit einem ihrer Söhne und zwei Knechten an Eichenpfähle geschmiedet und tagelang über kleinen Strohfeuern lebendig geräuchert. Den Verurteilten wird vorgeworfen, das Wetter verhext und so die Ernte gefährdet zu haben. Ein Zauber, der zwingend nur mit Hilfe des Satans gelingt. Darüber hinaus hätten sie Weiden vergiftet, so daß Tiere tot umgefallen seien und sie die Kadaver zu Geld machen konnten.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Luther bejubelt die Hexenmorde</span><br />
<br />
Der Prozeß gegen die Frau zieht weitere Verfahren nach sich, mit mindestens zwei Todesopfern, beides Männer. Luther geht in einer seiner gewohnt hetzerischen Tischreden, in der er die Wetterkatastrophe nennt, auf diesen Hexenprozeß ein: „Wie ein böser Geist ist der Teufel! Wie macht er so grausame Wetter durch sich und seine Hexen!“ Heute würde man sagen: "die bösen Andersgläubigen sind schuld an der Klimakatastrophe". <br />
<br />
Zu diesem Zeitpunkt hat die "Peinliche Halsgerichtsordnung" Kaiser Karl V., also die "Constitutio Criminalis Carolina (CCC)," schon acht Jahre Rechtsgültigkeit. Sie macht das Strafrecht und das Strafprozeßrecht reichseinheitlich. Juristen an der Universität Osnabrück erklären diesen Schritt: „Hintergründe waren unter anderem das Spannungsverhältnis zwischen Territorial- und Reichsinteressen und die durch die Reformation entstandene Glaubenskonflikte. Durch die CCC sollten Unzufriedenheit, Ungleichheit und Kriminalität der Bevölkerung entgegengewirkt werden. Zudem wurden viele Klagen an das Reichskammergericht gerichtet und oft ohne Beweis, häufig durch Folter, begründet. Dieses ungeordnete Vorgehen sollte durch die CCC als Strafprozeßrecht geordnet werden.“<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Wer ohne Schaden gezaubert haben sollte, durfte überleben</span><br />
<br />
Es gibt schreckliche Leibstrafen, ja auch die Todesstrafe, aber nun will man „die Anwendung der Folter an frühe rechtsstaatliche Grenzen zu binden“, so Klaus Geppert, ehemaliger Präsident der Juristischen Gesellschaft zu Berlin. Folter durfte nur bei Vorliegen von Indizien angewendet werden. Voraussetzung für ein Urteil waren das Geständnis oder zwei Zeugen. Und die CCC sah für Zauberei, die keinen Schaden zufügte, nicht mehr zwingend die Todesstrafe vor: „Wo aber jemant zauberey gepraucht und damit nymandt schadenn gethon hete, soll sunst gestraft werden nach gelegennheit der sache;…“ Die strikte Anwendung der CCC hätte viele Leben retten können. Doch sie war subsidiäres Recht, bestehendes Landesrecht hatte leider Vorrang.<br />
<br />
Wie viele Hexenprozesse insgesamt durchgeführt wurden, ist unbekannt. Auch die Anzahl der gefolterten und ermordeten Zauberer und Zauberinnen wurde bis heute nie wirklich erforscht. Akten wurden oftmals nach Abflauen einer Hinrichtungswelle vernichtet. Reichhaltiges Quellenmaterial an Prozessakten ist bei Soldans „Geschichte der Hexenverfolgung“ aus dem 19. Jahrhundert zu finden.<br />
<br />
Soldan hielt sich mit Zahlenangaben zurück. Sein Schwiegersohn nannte hingegen Opferzahlen von Millionen Menschen. Heutige Schätzungen haben die Aufgabe, die Verbrechen der Kirche zu relativieren und zu reduzieren. So werden "nur noch" 60.000 Opfer in Europa genannt. <br />
<br />
Mit dem rheinischen Jesuit Friedrich Spee von Langenfeld wandte sich im 17. Jh. erstmals ein Kirchenvertreter gegen die Praxis der Hexenverfolgung. Er schrieb ein Buch gegen den Verfolgungswahn. In der Cautio Criminalis behauptet er zwar nicht, daß es keine Hexen gäbe. Er greift aber die Hexenanklage über den Einsatz der Folter an. Trotzdem werden Hexen in Deutschland noch bis ins 18. Jahrhundert zum Tode verurteilt. Friedrich der Große, König von Preußen, beendet als eine seiner ersten Amtshandlungen die Verfolgung von Hexen und Ketzern (1740). <br />
<br />
<!-- start: postbit_attachments_attachment -->
<br /><!-- start: attachment_icon -->
<img src="https://www.pagan-forum.de/images/attachtypes/image.gif" title="JPG Image" border="0" alt=".jpg" />
<!-- end: attachment_icon -->&nbsp;&nbsp;<a class="attachembed" href="attachment.php?aid=33903" target="_blank" title="">Fritz.jpg</a> (Größe: 166,3 KB / Downloads: 40)
<!-- end: postbit_attachments_attachment --><br />
<span style="font-size: small">König Fritz, Friedrich der Große, besteigt im Jahr 1740 den preußischen Thron </span><br />
<br />
Als aufgeklärter Monarch schafft er genau zu seinem Amtsantritt die Folter in der Rechtsprechung und die Verfolgung von Hexen und Ketzern per königlichem Dekret ab. Bezüglich der Hexenprozesse bedeutete dies das endgültige Ende in Preußen, da Friedrich den Hexenwahn als fiktiv und unwissenschaftlich einstuft. <br />
<br />
Die wichtigsten historischen Eckpunkte zu diesem Thema: Das Ende der Folter (1740): Mit Dekret vom 3. Juni 1740 verbot Friedrich II. in den preußischen Ländern die Anwendung der Folter bei Verhören (Inquisitionen). Für den König war der Glaube an Hexerei und Teufelspakte ein reiner Aberglaube. Er sah Hexerei nicht als reales Verbrechen an, was die Grundlage für Hexenprozesse zerstörte. Es gab keine weiteren Hexenprozesse: Unter Friedrich dem Großen wurden in Preußen keine Menschen mehr wegen Hexerei angeklagt oder verbrannt. <br />
<br />
Außerhalb von Preußen wurden die Hexenprozesse jedoch weitergeführt. Durch den Einsatz und die Vorreiterrolle Preußens und des "Alten Fritz" fand dies jedoch nur noch reduziert statt, bis es einige Jahre später in Deutschland völlig endete. <br />
<br />
Das letzte Todesurteil gegen eine Zauberin in Süddeutschland am 8. April 1775 in Kempten (Allgäu) findet 35 Jahre nach Friedrichs Hexenverfolgungsverbot statt. Das Todesurteil wird in eine Haftstrafe umgewandelt. <br />
<br />
Der allerletzte Hexenprozess findet 1782 in der Schweiz im Kanton Glarus statt. Am 13. Juni 1782 wurde die Dienstmagd Anna Göldi durch das Schwert hingerichtet. Sie gestand unter Folter den vermeintlichen Pakt mit dem Teufel. Der Fall gilt europaweit als eine der letzten Hinrichtungen wegen angeblicher Hexerei und wurde 2008 offiziell als Justizmord rehabilitiert. <br />
<br />
Hiernach kommt es "nur noch" durch die seit Jahrhunderten aufgehetzte Bevölkerung in Süddeutschland und anderen europäischen Regionen zum Hexenmord in Selbstjustiz. Solche Mordtaten finden leider bis heute statt. Es sind Fälle auf dem Balkan und in Afrika und Asien bekannt, bei welchen aufgebrachte Gläubige (auch im 21. Jh. noch), Frauen und Männer wegen des Vorwurfes der Hexenerei lynchen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-size: large;" class="mycode_size">Martin Luther und die bösen Zauberinnen</span><br />
<br />
Auch Martin Luther haßte Hexen – und forderte ihren Tod. Der Wahn ist jedoch deutlich älter als die Reformation. Hunderttausende Menschen brannten in Europa.<br />
<br />
Über dreißig Hexenpredigten hielt Martin Luther, die bekannteste und gewichtigste 1526. Der Reformator sprach über das Alte Testament, und zwar über die Stelle 2. Mose 22 Vers 17. Darin heißt es: „Die Zauberinnen sollst du nicht am Leben lassen.“ Luther war von der Existenz der Hexen überzeugt. Er sah sie als Gefährder der gesellschaftlichen Ordnung. Sie mußten getötet werden.<br />
<br />
Die Konsequenzen des Lutherschen Hexenhasses spürten Millionen von Frauen, und Hunderttausende von ihnen wurden gefoltert und bei lebendigem Leib verbrannt. Luther sagte dazu: „Es ist ein überaus gerechtes Gesetz, daß die Zauberinnen getötet werden, denn sie richten viel Schaden an“, so dokumentierte Johannes Bugenhagen die Predigtworte seines Freundes Luther, die er in Wittenberg hielt. „Was bisweilen ignoriert wird, sie können nämlich Milch, Butter und alles aus dem Haus stehlen, indem sie es aus einem Handtuch, einem Tisch, einem Griff melken, das ein oder andere gute Wort sprechen und an eine Kuh denken.“<br />
<br />
Rückblick: Mindestens seit dem Römischen Reich beginnt sich der Hexenglaube zu verfestigen. Das aufkommende Krötentum ist ein erbitterter Widersacher der alten Religion, der diese Frauen angehören. Der Kirchengelehrte und Massenmörder Augustinus ist der Meinung, daß Hexen mit Hilfe eines Teufelspaktes Magie, also Zauber, anwendeten. Hier wird die Fähigkeit der weisen Frauen der Antike jedoch bereits als Teufelswerk verleumdet. Weder die Zauberinnen, noch Druiden oder Priesterinnen der antiken heidnischen Kulte waren Satanisten oder Teufelsweiber. Das alles ist eine Erfindung der Kirche, die einen Feindbegriff definierte und die alten Heiden somit zu Teufelsanbetern umbenannte. Die alten Heiden kannten jedoch gar keinen Teufel, Belzebub oder Satan – da diese Figuren rein chr*stliche Erfindungen sind. Im Heidentum gab es eine solche Figur wie den Teufel nicht. <br />
<br />
Eine politisch-religiös motivierte Verfolgung von Frauen und Männern unter dem Vorwurf der Hexerei findet von dort an statt. Es gibt jedoch auch gegenteilige Meinungen innerhalb der Kirche. Eine Rechtsvorschrift des Canon Episcopi aus dem Jahr 906 hält die angegebenen nächtlichen Flüge sogenannter Hexen jedoch noch für Wahnvorstellungen. Bis etwa 1250, also bis zum Hochmittelalter, spricht die Kirche (offiziell), wenn es sich um Hexenglauben und Schadzauber dreht, sogar noch offiziell von antikem Aberglauben.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Die Hexenbulle kommt</span><br />
<br />
Doch Thomas von Aquin (1225–1274), einer der bedeutendsten Kirchentheoretiker des Mittelalters, ändert diese offizielle Politik. Er ist davon überzeugt, daß sogenannte Hexen im bewußten Pakt mit dem Teufel Schaden anrichten. Schriften und Predigten verbreiten diese Theorien in den kommenden zwei Jahrhunderten massenhaft. Die völlig indoktrinierten Gläubigen verlangen von der Obrigkeit, Hexen zu jagen.<br />
<br />
Dieses Verlangen trifft auf verfolgungswillige Landesherren. Die Kirche sieht sich endlich in der Lage, Inquisitoren zum Aufspüren der Hexen durchs Land zu schicken.<br />
<br />
In diesen Zeiten spricht der Dominikaner Heinrich (Institoris) Kramer beim Papst vor und bittet um eine Bulle. Der Wunsch wird erfüllt. Bequemerweise hat Kramer schon alles vorformuliert. Am 5. Dezember 1485 wird die sogenannte „Hexenbulle“ Summis desiderantes affectibus von Papst Innozenz VIII. unterschrieben. Sie beginnt mit den Worten: „In unserem sehnlichsten Wunsche …“ Diese Bulle erklärt Kramer zum Inquisitor und erlaubt es ihm, Menschen zu verfolgen, anzuklagen und „an Leib und Vermögen zu strafen“.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Zunächst wird Kramer fortgejagt</span><br />
<br />
Der Papst stellt sich damit klar gegen den Canon Episcopi. So aufmunitioniert geht es für den Dominikaner nach Brixen zu Bischof Georg Golser, der ihn nach Innsbruck entsendet. Dort kann der Mönch schalten und walten. Er sammelt Gerüchte, läßt Frauen und Männer inhaftieren und vernimmt sie persönlich. Seine die Sexualität der Frauen betreffenden Fragen lösen Empörung aus. Die anwesenden Juristen beschweren sich beim Bischof in Brixen und beginnen sogar, die Frauen zu verteidigen. Schließlich jagt der Bischof Kramer aus der Stadt. Eine Schmach für den Hexenjäger.<br />
<br />
1486 schreibt er deshalb mit seinem Dominikanerbruder Jakob Sprenger den „Hexenhammer“ oder „Malleus Malificarum“. Dieser Anleitung zur Hexenverfolgung stellt Kramer als Vorwort die Hexenbulle des Papstes voran. Das ebenfalls abgedruckte Gutachten der theologischen Fakultät Köln stellt sich später als gefälscht heraus. Heute würde man es Fake-News nennen.<br />
<br />
Nun kommt die ersehnte Bewegung in die Sache. Im Rhein-Mosel-Raum bis nach Metz beginnt es zu brennen. Der Hexenhammer erreicht bis 1523 dreizehn Auflagen. Schätzungen gehen von zehntausenden gedruckten Exemplaren aus. Luther skizziert in seiner Predigt im Mai 1523 sein Frauenbild folgendermaßen: „Satan versucht alle. Adam greift er nicht an. Immer greift er uns nämlich an der Stelle an, wo er uns für schwächer hält. So hat er Eva angegriffen, nicht Adam.“<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Lukas Cranach fertigt einen Holzschnitt über die Verbrennung an</span><br />
<br />
Trotz aller Unbestimmtheit in begrifflichen Fragen konzentrierte sich Luther, wenn es um die Verurteilung von Zauberei und Hexerei ging, vor allem auf die ‘alte Frau’“. Um so ein altes Weib geht es in einem spektakulären Wittenberger Verfahren.<br />
<br />
23 Jahre nach dem Thesenanschlag des Augustinermönchs Luther 1517 an die Schloßkirche zu Wittenberg und neun Jahre nach seiner Hexenpredigt bricht in der Stadt mit ihren 2.000 Einwohnern 1540 der Hexenwahn aus. Am 29. Juni beginnt eine besonders brutale Hexenhinrichtung, über die sogar Lukas Cranach d. J., auch er wohnt in Wittenberg, einen Holzschnitt anfertigt.<br />
<br />
<!-- start: postbit_attachments_attachment -->
<br /><!-- start: attachment_icon -->
<img src="https://www.pagan-forum.de/images/attachtypes/image.gif" title="JPG Image" border="0" alt=".jpg" />
<!-- end: attachment_icon -->&nbsp;&nbsp;<a class="attachembed" href="attachment.php?aid=33902" target="_blank" title="">Hexenverbrennung_in_Wittenberg_1540.jpg</a> (Größe: 118,38 KB / Downloads: 41)
<!-- end: postbit_attachments_attachment --><br />
<span style="font-size: small">Die Hexenverbrennung von Wittenberg, Holzstich von Lucas Cranach</span><br />
<br />
Die Abdeckerin Prista Frübottin, eine Frau über 50 Jahre, wird gemeinsam mit einem ihrer Söhne und zwei Knechten an Eichenpfähle geschmiedet und tagelang über kleinen Strohfeuern lebendig geräuchert. Den Verurteilten wird vorgeworfen, das Wetter verhext und so die Ernte gefährdet zu haben. Ein Zauber, der zwingend nur mit Hilfe des Satans gelingt. Darüber hinaus hätten sie Weiden vergiftet, so daß Tiere tot umgefallen seien und sie die Kadaver zu Geld machen konnten.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Luther bejubelt die Hexenmorde</span><br />
<br />
Der Prozeß gegen die Frau zieht weitere Verfahren nach sich, mit mindestens zwei Todesopfern, beides Männer. Luther geht in einer seiner gewohnt hetzerischen Tischreden, in der er die Wetterkatastrophe nennt, auf diesen Hexenprozeß ein: „Wie ein böser Geist ist der Teufel! Wie macht er so grausame Wetter durch sich und seine Hexen!“ Heute würde man sagen: "die bösen Andersgläubigen sind schuld an der Klimakatastrophe". <br />
<br />
Zu diesem Zeitpunkt hat die "Peinliche Halsgerichtsordnung" Kaiser Karl V., also die "Constitutio Criminalis Carolina (CCC)," schon acht Jahre Rechtsgültigkeit. Sie macht das Strafrecht und das Strafprozeßrecht reichseinheitlich. Juristen an der Universität Osnabrück erklären diesen Schritt: „Hintergründe waren unter anderem das Spannungsverhältnis zwischen Territorial- und Reichsinteressen und die durch die Reformation entstandene Glaubenskonflikte. Durch die CCC sollten Unzufriedenheit, Ungleichheit und Kriminalität der Bevölkerung entgegengewirkt werden. Zudem wurden viele Klagen an das Reichskammergericht gerichtet und oft ohne Beweis, häufig durch Folter, begründet. Dieses ungeordnete Vorgehen sollte durch die CCC als Strafprozeßrecht geordnet werden.“<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Wer ohne Schaden gezaubert haben sollte, durfte überleben</span><br />
<br />
Es gibt schreckliche Leibstrafen, ja auch die Todesstrafe, aber nun will man „die Anwendung der Folter an frühe rechtsstaatliche Grenzen zu binden“, so Klaus Geppert, ehemaliger Präsident der Juristischen Gesellschaft zu Berlin. Folter durfte nur bei Vorliegen von Indizien angewendet werden. Voraussetzung für ein Urteil waren das Geständnis oder zwei Zeugen. Und die CCC sah für Zauberei, die keinen Schaden zufügte, nicht mehr zwingend die Todesstrafe vor: „Wo aber jemant zauberey gepraucht und damit nymandt schadenn gethon hete, soll sunst gestraft werden nach gelegennheit der sache;…“ Die strikte Anwendung der CCC hätte viele Leben retten können. Doch sie war subsidiäres Recht, bestehendes Landesrecht hatte leider Vorrang.<br />
<br />
Wie viele Hexenprozesse insgesamt durchgeführt wurden, ist unbekannt. Auch die Anzahl der gefolterten und ermordeten Zauberer und Zauberinnen wurde bis heute nie wirklich erforscht. Akten wurden oftmals nach Abflauen einer Hinrichtungswelle vernichtet. Reichhaltiges Quellenmaterial an Prozessakten ist bei Soldans „Geschichte der Hexenverfolgung“ aus dem 19. Jahrhundert zu finden.<br />
<br />
Soldan hielt sich mit Zahlenangaben zurück. Sein Schwiegersohn nannte hingegen Opferzahlen von Millionen Menschen. Heutige Schätzungen haben die Aufgabe, die Verbrechen der Kirche zu relativieren und zu reduzieren. So werden "nur noch" 60.000 Opfer in Europa genannt. <br />
<br />
Mit dem rheinischen Jesuit Friedrich Spee von Langenfeld wandte sich im 17. Jh. erstmals ein Kirchenvertreter gegen die Praxis der Hexenverfolgung. Er schrieb ein Buch gegen den Verfolgungswahn. In der Cautio Criminalis behauptet er zwar nicht, daß es keine Hexen gäbe. Er greift aber die Hexenanklage über den Einsatz der Folter an. Trotzdem werden Hexen in Deutschland noch bis ins 18. Jahrhundert zum Tode verurteilt. Friedrich der Große, König von Preußen, beendet als eine seiner ersten Amtshandlungen die Verfolgung von Hexen und Ketzern (1740). <br />
<br />
<!-- start: postbit_attachments_attachment -->
<br /><!-- start: attachment_icon -->
<img src="https://www.pagan-forum.de/images/attachtypes/image.gif" title="JPG Image" border="0" alt=".jpg" />
<!-- end: attachment_icon -->&nbsp;&nbsp;<a class="attachembed" href="attachment.php?aid=33903" target="_blank" title="">Fritz.jpg</a> (Größe: 166,3 KB / Downloads: 40)
<!-- end: postbit_attachments_attachment --><br />
<span style="font-size: small">König Fritz, Friedrich der Große, besteigt im Jahr 1740 den preußischen Thron </span><br />
<br />
Als aufgeklärter Monarch schafft er genau zu seinem Amtsantritt die Folter in der Rechtsprechung und die Verfolgung von Hexen und Ketzern per königlichem Dekret ab. Bezüglich der Hexenprozesse bedeutete dies das endgültige Ende in Preußen, da Friedrich den Hexenwahn als fiktiv und unwissenschaftlich einstuft. <br />
<br />
Die wichtigsten historischen Eckpunkte zu diesem Thema: Das Ende der Folter (1740): Mit Dekret vom 3. Juni 1740 verbot Friedrich II. in den preußischen Ländern die Anwendung der Folter bei Verhören (Inquisitionen). Für den König war der Glaube an Hexerei und Teufelspakte ein reiner Aberglaube. Er sah Hexerei nicht als reales Verbrechen an, was die Grundlage für Hexenprozesse zerstörte. Es gab keine weiteren Hexenprozesse: Unter Friedrich dem Großen wurden in Preußen keine Menschen mehr wegen Hexerei angeklagt oder verbrannt. <br />
<br />
Außerhalb von Preußen wurden die Hexenprozesse jedoch weitergeführt. Durch den Einsatz und die Vorreiterrolle Preußens und des "Alten Fritz" fand dies jedoch nur noch reduziert statt, bis es einige Jahre später in Deutschland völlig endete. <br />
<br />
Das letzte Todesurteil gegen eine Zauberin in Süddeutschland am 8. April 1775 in Kempten (Allgäu) findet 35 Jahre nach Friedrichs Hexenverfolgungsverbot statt. Das Todesurteil wird in eine Haftstrafe umgewandelt. <br />
<br />
Der allerletzte Hexenprozess findet 1782 in der Schweiz im Kanton Glarus statt. Am 13. Juni 1782 wurde die Dienstmagd Anna Göldi durch das Schwert hingerichtet. Sie gestand unter Folter den vermeintlichen Pakt mit dem Teufel. Der Fall gilt europaweit als eine der letzten Hinrichtungen wegen angeblicher Hexerei und wurde 2008 offiziell als Justizmord rehabilitiert. <br />
<br />
Hiernach kommt es "nur noch" durch die seit Jahrhunderten aufgehetzte Bevölkerung in Süddeutschland und anderen europäischen Regionen zum Hexenmord in Selbstjustiz. Solche Mordtaten finden leider bis heute statt. Es sind Fälle auf dem Balkan und in Afrika und Asien bekannt, bei welchen aufgebrachte Gläubige (auch im 21. Jh. noch), Frauen und Männer wegen des Vorwurfes der Hexenerei lynchen.]]></content:encoded>
		</item>
	</channel>
</rss>