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Argumente gegen Gentechnik
#1
Genfood mach Mäuse krank

In Australien ist ein mehrjähriger Versuch mit gentechnisch manipulierten Erbsen wegen Sicherheitsbedenken abgebrochen worden. Mäuse, die mit manipuliertem Gemüse gefüttert worden waren, erkrankten an Lungenentzündung.

"Die Reaktion der Mäuse könnte etwas widerspiegeln, das auch bei Menschen vorstellbar ist.", meinte der stellvertretende Leiter des australischen Forschungsinstituts CSIRO, Thomas Higgins. Nach seinen Forschungsergebnissen, die er im "Journal of Agricultural and Food Chemistry" veröffentlicht hat, wurde die Lungenentzündung der Mäuse durch ein verändertes Protein ausgelöst. Das wiederum wurde darauf zurückgeführt, daß den Mäusen zwei Mal wöchentlich Erbsen verfüttert wurden, die mit einem manipuliertem Gen versehen waren.

Aus Schrot und Korn 2/2006

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#2
Aus Schrot & Korn 07/06

Stellen Sie sich vor: Ihr Nachbar pflanzt einen Baum an der Grenze zu Ihrem Grundstück, und zwar eine Sorte, die Ihre eigene Ernte ungenießbar und unverkaufbar macht. Der Baum verbreitet seine Samen auf Ihr Grundstück und Sie kommen mit dem Jäten der Schösslinge nicht nach. Der Nachbar jedoch schickt einen Privatdetektiv, der Ihr Grundstück ohne Ihre Erlaubnis betritt und die Schösslinge findet. Der Nachbar zieht mit diesem Beweis vor Gericht, klagt Sie des Diebstahls an und will Schadensersatz in Höhe des Wertes Ihres Hauses mit Garten. Dann gibt ihm das Gericht Recht.

Unglaublich? Passiert ist das dem kanadischen Farmer Percy Schmeiser. Der "Nachbar" war der weltgrößte Gentechnik-Konzern Monsanto. Wobei dies beileibe kein Einzelfall ist, sondern allem Anschein nach systematische und breit eingesetzte Strategie: Nicht nur aus Kanada, auch aus Indien und Indonesien wird Ähnliches berichtet.

Was ich nicht verstehe: Warum lässt eine kanadische Regierung das zu? Wählerinteresse? So viele Arbeitsplätze und damit Regierungswähler kann Monsanto (weltweit ca. 13.700 Mitarbeiter) überhaupt nicht schaffen, um die Bauern und Unternehmen als Wähler zu ersetzen, die durch Agro-Gentechnik geschädigt werden und auf die Regierung sauer sein müssen. Auch für eine deutsche Regierung macht es keinen Sinn, Handlanger des Unternehmens zu sein, denn deutsche Wähler sprechen sich mit großer Mehrheit gegen Genfood aus. Selbst der sonst eher industriefreundliche Bauernverband rät seinen Mitgliedern von Agro-Gentechnik ab. Warum lassen deutsche Regierungen in Bund und Ländern dennoch neue genmanipulierte Pflanzen zu? Ich begreife es einfach nicht.

Indien hat die Zulassung für Gen-Baumwolle des Konzerns für den Bundesstaat Andhra Pradesh widerrufen. Die Regierung des Bundesstaates forderte Monsanto auf, die Bauern für die erlittenen Verluste zu entschädigen, die aus den schlechten Ernten und der schlechten Baumwollqualität entstanden. Das kann ich gut verstehen.

In Indonesien verbrannten Bauern öffentlich ihre Schuldscheine, mit denen Monsanto ihnen ermöglicht hatte, das teure genmanipulierte Saatgut zu kaufen, das ihnen bessere Ernten und bessere Qualitäten versprach. Die Ernte verbrannten sie gleich mit, denn sie war wegen unzureichender Qualität kaum verkäuflich. Die Proteste nahmen den Charakter eines Volksaufstandes an. Monsanto verließ das Land. Der indonesische Landwirtschaftsminister zog im Dezember 2003 das Fazit: "Die Anpflanzung von Gen-Baumwolle hat uns mehr geschadet als genützt." Das kann ich gut verstehen.

Nutzen für die Dritte Welt, weniger Pestizideinsatz, höhere Ernten und bessere Qualität - das sei der Nutzen der Agro-Gentechnik, wird argumentiert. Sie hat schon jetzt weltweit erheblichen ökologischen, ökonomischen und sozialen Schaden verursacht und kein Nutzenversprechen gehalten. Wer in Anbetracht aller dieser Fakten Monsanto und Co. als Beglücker von Mensch, Natur, Volkswirtschaft und Dritter Welt behandelt, den kann ich einfach nicht verstehen.

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#3
Monsanto ist also ein sogenannter Lebensmittelhersteller und Gentechnik dient nur dem Wohle des Menschen? Na dann wollen wir mal schauen, was die noch so herstellen und den Baum an seinen Fruechten erkennen.

Also da waere zum Beispiel:


Monsanto sagt immer die Wahrheit

PCB: Monsantos Konzernleitung wusste bereits 1937, dass PCB ( polychlorierte Biphenyle), die als Hydraulikflüssigkeiten und zur Kühlung und Isolierung von Trafos weit verbreitet waren, Leberschäden verursachen. 1947 warnten Wissenschaftler das Monsanto-Management erneut vor PCB, weil deren extreme Giftigkeit erwiesen sei. Seit 1956 wusste Monsanto, dass seine PCB mit Dioxinen verseucht waren, und 1971 wurde auf einer internen Konferenz anerkannt, dass PCB zu Missbildungen beim Menschen führten. Aus Angst vor Klagen und Imageverlusten beschloss die Konzernleitung, die Ergebnisse zu bestreiten und die PCB als ungefährlich darzustellen. Das von Monsanto mit den PCB-Studien beauftragte Labor, Industrial Bio-Test Labs (IBT), war kurz darauf in einen der größten US Fälschungsskandale verwickelt. Tausende von Studien erwiesen sich als gefälscht. Der Verantwortliche, der frühere Monsanto-Toxikologe Paul Wright, wurde verurteilt.


Monsanto kocht lecker Sachen

Dioxin: Ähnlich wie im Fall der PCB wusste Monsanto bereits früh von den vielen Gesundheitsgefahren des Dioxin-Giftes, das in etlichen von Monsantos Produkten enthalten war. Die Firma leugnete jedoch bis in die 70er Jahre hinein die Schädlichkeit und setzte seine Beschäftigten hohen Dioxinwerten aus. Die Firma ließ zudem mehrere Studien fälschen, die Dioxin Unbedenklichkeit attestierten.



Monsanto ist Buerger- und Umweltfreundlich

Agent Orange: Seit 1969 produzierte Monsanto das Herbizid "Lasso", besser unter dem Namen Agent Orange bekannt. 1961 bis 1971 wurden über Südvietnam 79,5 Millionen Liter Herbizide versprüht, um dem Vietcong und den Nordvietnamesen Deckung und Nahrung zu nehmen. Bis zu vier Millionen Vietnamesen leiden an den Folgen. Noch heute werden Kinder, deren Eltern besprüht wurden, mit schwersten Behinderungen geboren. Monsanto behauptet bis heute, zwischen Agent Orange, Fehlgeburten, Missbildungen, Krebs und anderen Krankheiten sei kein Zusammenhang nachweisbar. Für den Einsatz von Agent Orange sei zudem allein die US-Regierung verantwortlich. Die Opfer aus Vietnam versuchen bislang vergeblich, ihre Ansprüche gerichtlich durchzusetzen.
EigenSinnige Frauen
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#4


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#5
Abartig, wie die Ratte für die Verbrechen großer Konzerne leiden muss; wäre es ein Mensch, wäre der Aufschrei gewaltig.

Ich kann nur bestätigen, dass mir von den meisten Sojaprodukten des öfteren schon mal schlecht wird, auch bei Bioprodukten. Eigentlich absurd, dass gerade die Pflanze, welche den Fleischkonsum für immer stoppen könnte, mittlerweile hochgradig genetisch verdorben wurde. Wohl ein gezielter Schlag gegen die Normalkost.

Gegen den regelmäßigen Zuckerkonsum gibt es mehr als genug Honigsorten. Die haben eine Vielzahl an Aromen, sind gesund und schon fast als Medizin zu betrachten. Ein Geschenk der Natur, wenn man so will.
Und wenn man nicht gerade den zusammengepanschten von Aldi kauft, braucht man auch kein schlechtes Gewissen gegenüber den Bienen zu entwickeln, wie es viele Veganer tun.
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#6
Gentech: Schmidt beharrt auf 16 Einzelentscheidungen (19.03.15)

Zum Auftakt der Agrarministerkonferenz in Bad Homburg hat Bundesminister Chr*stian Schmidt (CSU) erneut seinen Plan verteidigt, Verbote von gentechnisch veränderten Pflanzen künftig von jedem Bundesland einzeln vornehmen zu lassen. Kritik kommt von grünen Ministern, aber auch von Schmidts bayerischer CSU und von Brandenburger Landwirten.

„Unser gemeinsames Ziel ist ein bundesweites und flächendeckendes Anbauverbot von Gentechnikpflanzen. Und dieses Verbot muss so rechtssicher wie möglich sein“, beteuerte Schmidt laut einer Pressemitteilung seines Ministeriums. „Nach einer fachlichen und juristischen Prüfung sind nach Auffassung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) die strikten rechtlichen Vorgaben für Anbauverbote rechtssicher am besten von den Ländern zu erfüllen“, hieß es darin.
Das sehen die meisten Bundesländer anders. Die hessische Umwelt- und Landwirtschaftsministerin Priska Hinz (Bündnis 90/Die Grünen), die dem noch bis morgen dauernden Treffen der Ressortchefs vorsitzt, hatte zuvor verkündet: „Bei diesem Thema sind sich die 16 Landesministerinnen und -minister einig: das Anbauverbot von gentechnisch veränderten Pflanzen muss bundesweit geregelt werden.“

Auch Johannes Remmel (Bündnis 90/Die Grünen), Landwirtschaftsminister Nordrhein-Westfalens, hatte Schmidts Vorschlag vor der Konferenz kritisiert. „Ein Flickenteppich mit Anbauverboten ist gefährlich, weil die Verbreitung der gentechnisch veränderten Organismen dann schlecht zu verhindern ist“, zitierte ihn RP Online.

Widerstand kommt auch aus der CSU, der Partei des Bundeslandwirtschaftsministers. Es sei „naheliegend“, dass der Bund die Verantwortung für die Gentechnik-Anbauverbote übernehmen müsse, sagte der bayerische Agrarminister Helmut Brunner dem Bayerischen Rundfunk.

Umwelt- und Verbraucherschutzverbände lehnen ein zersplittertes Anbauverbot ohnehin ab - sie demonstrierten heute in Bad Homburg, verwiesen dabei auf fast 340.000 Unterschriften von gentech-kritischen Bürgern. Doch auch Landwirte, zum Beispiel aus Brandenburg, fordern Berlin zum Handeln auf. „Es ist für mich ein Rätsel, warum ausgerechnet ein CSU-Minister jetzt nicht den Schneid hat, Deutschlands Bauern wirksam vor der wirtschaftlichen Monopolstellung der Gentechnik-Konzerne zu schützen“, kommentierte Marcus Schilka, Vorstand des Bauernbund Brandenburg. Sein Verband bezeichnet sich selbst als „Chr*stlich“, „konservativ“ und „heimatverbunden“.

Zuvor hatte sich auch schon Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) für ein bundesweites und vom Bund erlassenes Gentech-Anbauverbot ausgesprochen.

http://www.keine-gentechnik.de/news-gentechnik/news/de/30466.html
Kein besserer Freund – kein schlimmerer Feind!
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