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Kontra Goethe
#1
Hallo Wishmaster!

Ich muß ja nicht auf alles antworten. Kommt vielleicht später. Ich bleib ja noch hier und werde mich mit Dir sehr gern schreiben. Nimm,s nicht übel, wenn ich mit Goethes Worten antworte:

" Mein Freund, urteile nicht so schnell!
Du tust gewaltig klug und hell,
Wenn es in Deinem Kopfe nachtet."


Beste Grüße von E.Y. Herz Herz
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#2
Goethe? Ist das nicht dieser Mörder.
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#3
Ajax, das war jetzt etwas plump.

Manchen kann man es nie recht machen.
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#4
Es ist plump, wenn man die Wahrheit beim Namen nennt? Wie sonst würdest du es umschreiben? Willst du es beschönigen?

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#5
bravo mein lieber mitgrieche! obwohl es jetzt schon zwei davon gibt. Blinzeln du spielst auf den mord an dem grossartigen friedrich schiller an, in den goethe mitverwickelt war. dieses detail sollte man nie vergessen, wenn man ueber den logenbruder und geheimrat goethe spricht und ihn stets damit branntmarken. goethe liess den schaedel von schiller sogar ausbuddeln und dann in seinem zimmer aufstellen, habe ich neulich am tv gesehen. der schien also tatsaechlich gemuetskrank zu sein dieser goethe. also niemand den man zitieren sollte.

alexis
EigenSinnige Frauen
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#6
Zitat:(Nuculeuz @ 24.11.2005 - 09:49) Ajax, das war jetzt etwas plump. Manchen kann man es nie recht machen.

hallo nuculeuz, das finde ich nicht. ich finde es voellig gut, wenn man diesem goethe-typen eine spirituelle rechnung praesentiert. nichts anderes hat ajax getan. schiller war einer von den guten und wenn hier goethe zitiert wird, dann ist es wichtig, ein kontra zu geben.

alexis
EigenSinnige Frauen
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#7
Die Ermordung unseres Freundes Schiller kommt mir als erstes in den Sinn, begegnet mir der Name Goethe. Die Aussage mit dem Schädel ist auch mir geläufig. Eine Handlung diesen Charakters ist ekelerregend.
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#8
Bei solchen Entscheidungen bin ich nicht so leichtfertig.
Bin mit dem Thema bisher einfach nicht genügend konfrontiert worden, nur mit zahlreichen, durchweg genialen Formulierungen des hier Angeklagten. :-)
Ich bin aber auch nicht ganz unvoreingenommen, bin ich doch fast ein Jahrzehnt im goethianischen Sinne geprägt worden. Zudem ist Goethe die einzige Figur aus der deutschen Geschichte, die für mich zeitweise eine Vorbildfunktion eingenommen hat.

Deswegen meine Reaktion, ich tu mir da einfach noch schwer. Ist ein "Prozeß". :-)

Wenn das alles wirklich so stimmt, wie ihr meint und wie mir auch schon vorher zu Ohren gekommen ist, setze ich mal auf Austauschprogramm als mögliches Erklärungsmodell.

Grüße

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#9
Hallo Nucueluz!

Goethe beschreibt im Faust, der seine Lebensgeschichte aus seiner Sicht ist (Autobiographie), was ihm passiert ist. Er hat sich in jungen Jahren auf den "Seelenverkauf" eingelassen im vollen Bewußtsein dessen, was er tut.

Zudem fallen mir wirklich größere Personen unserer Landesgeschichte ein, als der "Möchte-Gern-Amerika-Auswanderer" Goethe. Einer von denen ist zum Beispiel Friedrich Schiller.


Friedrich Schiller "Wallenstein"

Fünfzehnter Aufzug

Wallenstein läßt zehn Kürassiere, von einem Gefreiten geführt, aufmarschieren und sie stellen sich nach dem Kommando in einem Glied vor den Herzog, die Ehrenbezeugung machend.


Wallenstein (nachdem er sie eine Zeitlang mit den Augen gemessen, zum Gefreiten): Ich kenne dich wohl. Du bist aus Brügg' in Flandern, Dein Name ist Mercy.

Gefreiter: Heinrich Mercy heiß ich.

Wallenstein: Du wurdest abgeschnitten auf dem Marsch, von Hessischen umringt und schlugst dich durch, mit hundertachtzig Mann durch ihrer tausend.

Gefreiter: So ist's, mein General.

Wallenstein: Was wurde dir für diese wackre Tat?

Gefreiter: Die Ehr', mein Feldherr, um die ich bat, bei diesem (schwarzen) Korps zu dienen.

Wallenstein (wendet sich zu einem andern): Du warst darunter, als ich die Freiwilligen heraus ließ treten auf dem Altenberg, die schwed'sche Batterie hinwegzunehmen.

Zweiter Kürassier: So ist's, mein Feldherr.

Wallenstein: Ich vergesse keinen, meiner treuen Kämpfer.

(zu einem dritten gewendet): Du nennst dich Risbeck, Köln ist dein Geburtsort.

Dritter Kürassier: Risbeck aus Köln.

Wallenstein: Den schwed'schen Oberst Dübald brachtest du Gefangen ein im Nürenberger Lager.

Dritter Kürassier: Ich nicht, mein General.

Wallenstein: Ganz recht! Es war Dein ältrer Bruder, der es tat - du hattest noch einen jüngern Bruder, wo blieb der?

Dritter Kürassier: Er steht zu Olmütz bei des Kaisers Heer.

Wallenstein: Tragt Euer Anliegen vor!

Gefreiter: Ein kaiserlicher Brief kam uns zu Handen, der uns befiehlt, die Pflicht dir aufzukündigen, weil du ein Feind und Landsverräter seist.

Wallenstein: Was habt ihr drauf beschlossen?

Gefreiter: Die Batallione zu Braunau, Budweis, Prag und Olmütz haben bereits gehorcht, und ihrem Beispiel folgten die Regimenter Tiefenbach und Toscana.

Aber wir glauben's nicht, daß du ein Feind und Landsverräter bist, wir halten's bloß für Lug und Trug und spanische Erfindung. Denn du bist immer wahr mit uns gewesen, das höchste Zutraun haben wir zu dir Feldherr. Kein fremder Mund soll zwischen uns sich schieben, den guten Feldherrn und die guten Truppen.

Wallenstein: Daran erkenn ich meine Pappenheimer!

Gefreiter: Und dies entbietet dir dein (schwarzes) Regiment: Ist's deine Absicht, das Kriegeszepter, das dir gebührt in deinen Händen zu bewahren, so wollen wir dir beistehn und dich schützen bei deinem guten Rechte gegen jeden - Und wenn die andern Regimenter alle sich von dir wenden, wollen wir allein Dir treu sein, unser Leben für dich lassen. Denn das ist unsre Reckenpflicht, daß wir umkommen lieber, als dich sinken lassen.
Entweder man findet einen Weg oder man schafft einen Weg!
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#10
Zitat:(Nuculeuz @ 24.11.2005 - 12:59) nur mit zahlreichen, durchweg genialen Formulierungen des hier Angeklagten. :-)

Mein Reden, schreiben konnte es, das Wolfi. Zumindest das bleibt doch irgendwie anzuerkennen, wenn es auch das Einzige sein mag.
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