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Terra Preta - Das Gold der Erde
#11
Ich wiederum fand das alles sehr schlüssig.

Kompost und jeder andere Dünger, wie Brennesseljauche usw., versorgt die Pflanzen mit Nährstoffen. Wie ein Apfel etc. den Organismus mit Nährstoffen versorgt. Das ist auch alles wichtig und gut.

Aber, um mal bei einem Körper zu bleiben, warum ist mancher mit Nährstoffen gut versorgte Körper krank, und manch schlecht versorgter aber (trotzdem) gesund?

Meine Antwort: Weil das "Klima" nicht stimmt, das mikrobielle Klima. Das könnte durchaus eine Erklärung sein. Woher das rührt, ist wieder eine andere Frage. Wenn dieses Klima dann stimmt, kann ein Körper auch aus wenig Nährstoffen noch das Beste machen, stimmt es nicht, kann er manchmal sogar viel Nährstoffe kaum gut verwerten. Für mich klingt das sehr schlüssig.

Und so ist es auch mit einem Boden. Ist das (mikrobielle) Klima dort schlecht, ungünstig, muß man immer wieder Nährstoffe zuführen, um eine Pflanze auch gut zu versorgen. Wäre es besser, würde das die Pflanze mitbeeinflussen, sie könnte auch aus wenig viel machen.

Daher fand ich die Aussage jener Frau in dem Video auch so interessant, so um Min. 9, sie hat noch nie gedüngt, und hat die beste Ernte. Ihr Nachbar, ohne Terra Preta, aber nicht.

Die Frage ist natürlich auch, wie gut ist die Terra Preta am Amazonas mit diesen EM und Holzkohle nachgeahmt. Wenn man jedenfalls nicht dieses teure Zubehör kauft, ist man mit allem dazu nötigen mit so ungefähr 50 Euro dabei (statt mehr als 50 Euro allein für den Eimer). Das werde ich wohl mal investieren, und es ausprobieren. Ich werde dann berichten.
Aus Tränen Gold und Perlen machen
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Es bedanken sich: Slaskia , Paganlord , Northern , Sirona
#12
Ich halte Euch mal ein wenig auf dem Laufenden, falls es noch jemand machen möchte, hat man schon mal Anhaltspunkte.

Nach neun Tagen habe ich nun einen 20 l Eimer voll, vorwiegend Obst- und Gemüseschalen, was ich alles penibel in 1/2 cm große Stücke geschnitten habe. Ganz so klein muß es aber glaube ich nicht sein, aber ich schnippel halt gerne Grünzeug. Auch etwa 500 g altes Brot und eine Ladung Kaffeesatz. Gekochtes kann ja auch rein, und so landeten auch 100 g gekochter Reis in diesem Eimer, was ich ja echt klasse finde, daß das reinkann und nicht in die Mülltonne muß.

Ich bin jetzt auch froh, daß ich gleich einen ganzen Satz Eimer (5 St.) gekauft habe, eigentlich, weil sie dann pro Eimer billiger waren, und verschließbare Eimer kann man ja immer brauchen, auch für Brennesslejauche usw. verwenden. Aber da das Füllen doch recht zügig geht, ist das schon gut, mehr als einen Eimer zu haben. Ich habe so ganz schlichte weiße Eimer mit festschließendem Deckel genommen, im Grunde die, die es auch in Gaststätten vermutlich umsonst gibt.

Inzwischen habe ich auch Holzkohle und habe jetzt zum Schluß eine Schicht obendraufgetan, nochmal mit EM eingesprüht, dann richtig verschlossen und in den Keller gestellt. Einen Zettel mit Datum drauf, und dann kann es dort in Ruhe fermentieren.
Ab sofort werde ich nun immer Holzkohle auch zwischenrein streuen. Außerdem habe ich nun noch Urgesteinsmehl gekauft, das ich dann auch zwischenrein streuen werde.
Den Umgang mit Holzkohle muß ich noch üben, es staubt, und schnell ist auch die Umgebung damit eingestaubt.

Ich habe etwa 50 ml EM verbraucht, was ein bißchen wenig sein könnte, ich denke, ich werde beim nächsten Eimer ungefähr die doppelte Menge benutzen. Es ist auch mit so wenig EM keinerlei Geruch entstanden die Tage über jetzt.

Wenn das nun nach ein paar Wochen fertig fermentiert ist, werde ich den Eimer (so im Februar irgendwann) einfach auf ein freies Beet stülpen (vorher den Deckel abnehmen, versteht sich), den Rand mit Erde abdichten, und dann kann er da noch weiter fermentieren und sich alles in den Boden verteilen schon mal bis zum Frühjahr.

Ich freue mich schon sehr auf den neuen Gartenstart im Frühjahr. Für mich gibt das Fermentieren einfach großen Sinn. Auch beim Fermentieren von Gemüse zum Essen verbessert man dessen Eigenschaften, z. B. soll es anschließend mehr Vitamine haben, aber es geschehen auch andere günstige Dinge, beim Fermentieren verdrängen die günstigen Mikroorganismen (Bakterien, Pilze) ja die ungünstigen (und potentiell schädlichen). Warum sollte es beim Boden anders sein, und es wird damit wiederum die Pflanzen ebenfalls günstig beeinflussen. Ich sehe jedenfalls schon supergesunde und kräftige Pflanzen und eine richtig gute Ernte vor mir.

Na, warten wir mal ab, ich werde wieder berichten.
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#13
Eine Besonderheit der Terra Preta sind die vielen Tonscherben, die in ihr gefunden werden.

Und da taucht die Frage auf, warum die Tonscherben. Welchen Sinn haben sie? Und ich fand dazu verschiedene Erklärungsansätze: Zur Durchlüftung des Bodens, um Kleinlebewesen Unterschlupf zu bieten, weil in Tongefäßen fermentiert wurde und diese dann kaputtgingen, weil darin fermentiert wurde, und die Gefäße anschließend wie Hochbeete genutzt wurden, wozu der obere Teil gezielt abgeschlagen wurde.

Es gibt inzwischen sog. "EM-Keramik" zu kaufen. Z. B. sog. "EM-Pipes", das sind kleine kurze oder auch mal längere Röhrchen aus Keramik mit verschiedenen Eigenschaften, mal poröser mal weniger usw., für verschiedene Zwecke angeboten, letztlich soll sie immer das Wasser günstig beeinflussen, in das sie gelegt wird. Sie werden folgendermaßen hergestellt: Ein paar Monate wird der Ton in eine EM-Lösung gelegt, danach wird er gebrannt, was die EM zwar abtötet, aber die Information der EM hinterläßt in der Keramik. So wird es erklärt. Wer auf diese "geniale" (Vermarktungs-)Idee kam (und ich halte das für nichts weiter), habe ich nicht herausfinden können.


Aus einem Artikel:

Überall, wo im Regenwald Terra Preta gefunden wird, finden sich auch große Mengen von Tonscherben. Diese stammen von großen, zum Teil heute noch erhaltenen Tongefäßen, welche oft mit aufwendigen Ornamenten verziert waren. Schätzungen von Archäologen ergaben die gewaltige Anzahl von 8.000 bis 12.000 Gefäßen pro Hektar. Somit lag es auf der Hand, dass diese Gefäße mit der Herstellung der Terra Preta im Zusammenhang standen.

https://stiftunglebensraum.org/wp-content/uploads/2019/04/2019_Fachbeitrag_TerraPetra_StiftungLebensraum_JoachimBoettcher.pdf


Siehe dazu auch in dem Videobeitrag ab etwa Min. 32. Es werden auch einige Gefäße gezeigt.

Es sind Göttergaben, Ehrungen und Opfer an Gaia.
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#14
Nach 16 Tagen ist nun ein zweiter 20-Liter-Eimer voll. Und diesmal habe ich sogar übrig von dem 50 ml Fläschchen, obwohl ich eifrig bei jedem Füllen die EM reingesprüht habe. Nur mal als Anhaltspunkt.

Was ich bei dem ersten Eimer vergessen hatte, man soll die eingefüllten Bestandteile zusammendrücken, verdichten. Das Fermentieren geschieht ja unter Luftabschluß, und die will man damit schonmal rauspressen.

Den ersten lasse ich jetzt aber so, wie er ist, schon zum Vergleich. Man kann auch noch ein Gewicht obenauflegen, einen Sandsack oder einen Sack voll Steine z. B. Ich lasse das weg.
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