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Gentechnik-Neuigkeiten
#11
Kelda schrieb:Ist das jetzt eine neue Taktik, um die Gentechnik bei Pflanzen populärer zu machen?

Ich denke schon. Genau wie man nun auch z.B. Apfelgene in andere Apfelsorten einbringen möchte, weil man hofft, daß es dann eher akzeptiert wird, als wenn das Fremdgen von einer ganz anderen Pflanze oder gar einem Tier stammt. So stand es tatsächlich sogar, ich meine, im Spiegel. Aber Hoffnungen können ja manchmal auch ins Leere gehen. Blinzeln
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#12
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#13
Gen-Öl in Friteuse
In manchen Kantinen, Gaststätten und Frittenbuden wird immer noch Öl aus genmanipulierten Sojabohnen eingesetzt, ohne dass die Kunden dies erfahren.

Auf den Skandal hat Greenpeace München hingewiesen. Deren Gentech-Detektive observieren seit zwei Jahren Gastronomie-Großhändler, die „Gen-Öl“ führen. Es gibt nach Angaben von Greenpeace München derzeit dort noch drei Großhändler, die Gen-Öl der Marke Sedina der Ölmühle Hamburg verkaufen. Zwei weitere wollen noch Restbestände abverkaufen und dann auf Gentech-Öl verzichten. Die Öle selbst sind entsprechend gekennzeichnet – in der Regel findet sich aber keine Kennzeichnung in den Speisekarten von Gaststätten, Kantinen oder Imbissständen, die diese Öle weiterverarbeiten. Greenpeace fordert mehr Kontrollen. Kunden bleibt nur, in den Imbissbuden nachzufragen. //ml

Quelle: Schrot&Korn, Oktober 2009
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#14
Uns Normalköstler betrifft dieser Bericht zwar nicht, aber ich muß ihn einfach hineinstellen... Die Bevölkerungsmasse wird doch vom allerfeinsten aufs Korn genommen... Lol ...Die Frage ist nur, will die Bevölkerung nicht erkennen oder kann sie es nicht...


„Ohne Gentechnik“ ohne Substanz
Jetzt gibt es ein einheitliches Logo für tierische Produkte, die „ohne Gentechnik“ hergestellt werden. Wegen Ausnahmeregelungen ist das Konzept jedoch fraglich.

Ohne Gentechnik Logo
Eine große Mehrheit der Verbraucher lehnt mithilfe von Gentechnik hergestellte Nahrungsmittel ab. Doch beim Einkauf ist oft nicht zu erkennen, ob das Rindersteak von einem Tier stammt, dessen Futter Gentechnik enthielt.

Nun gibt es ein Logo des Bundesverbraucherschutzministeriums, das auf den entsprechenden Produkten angebracht werden kann. Es löst die bisherigen Siegel ab. Dem Gesetz zufolge müssen die Tiere aber nicht ihr ganzes Leben lang ohne Gentechnik gefüttert werden: Rinder dürfen ein Jahr vor der Schlachtung kein Genfutter mehr bekommen, Schafe und Ziegen sechs und Schweine vier Monate vorher. Geflügel muss sogar nur sechs Wochen „genfrei“ gefüttert worden sein, bevor das Fleisch entsprechend gekennzeichnet werden darf. Der Anbauverband Bioland sieht im neuen Logo trotz der zeitlichen Ausnahmeregeln einen Schritt für die Wahlfreiheit der Verbraucher. Wer aber ganz sicher gehen wolle – mit oder ohne Siegel –, könne im Bio-Laden einkaufen gehen: „Bio-Lebensmittel werden per se ohne Gentechnik hergestellt“, sagte Bioland-Chef Thomas Dosch. Bio-Tiere dürfen laut Gesetz nie Gen-Futter bekommen. //ml

Quelle: Schrot&Korn, Oktober 2009
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#15
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#16
Der Verband Bioland gewinnt Klage gegen das Land Schleswig-Holstein

Das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume Schleswig-Holstein muss jetzt alle Flächen öffentlich machen, auf denen im Jahr 2007 versehentlich gentechnisch verunreinigtes Raps-Saatgut ausgesät worden ist. Das hat das Verwaltungsgericht Schleswig bekannt gegeben.

Der Öko-Anbauverband Bioland hatte Klage eingereicht, weil sich das Ministerium weigerte, die Standorte zu benennen. In Schleswig-Holstein waren 300 Hektar Ackerland betroffen. „Über das Urteil sind wir sehr erleichtert“, sagt Carola Ketelhodt, Geschäftsführerin des Landesverbandes. „Diese Informationen hätten wir vom Ministerium allerdings schon viel eher benötigt. Sie ermöglichen Landwirten und Imkern in der Nachbarschaft verunreinigter Flächen, sich darauf einzustellen.“ Rapssamen bleiben im Boden bis zu zehn Jahren keimfähig. Für Öko-Landwirte heißt das, sie müssen in den nächsten Jahren mit ihrem Bio-Raps sehr weiten Abstand halten. Bio-Raps darf keine Genraps-Samen enthalten. Und Imker müssen ihre Bienenvölker fernhalten, um ihren Honig vor der Verunreinigung mit Gen-Pollen zu schützen. Genverunreinigter Honig ist unverkäuflich.

Quelle: Schrot und Korn, November 2009
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#17
Zitat:auf denen im Jahr 2007 versehentlich gentechnisch verunreinigtes Raps-Saatgut ausgesät worden ist. Das hat das Verwaltungsgericht Schleswig bekannt gegeben.

... wenn ich schon "versehentlich" lese.
Entweder man findet einen Weg oder man schafft einen Weg!
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#18
Gen-Pflanzen brauchen mehr Gift
Genmanipulierte Sojabohnen, Mais und Baumwolle sollten den Verbrauch von Pestiziden drastisch senken. Nun belegt eine US-Studie: Gentech erfordert mehr Pestizide.

Außerdem seien viele herbizid-resistente Unkräuter entstanden. Zu diesem Ergebnis kommt ein Bericht, den der amerikanische Agrarexperte Charles Benbrook vorgelegt hat. Er hatte bereits 2004 eine Studie zu diesem Thema verfasst. Seitdem sei die negative Entwicklung rasant fortgeschritten. Für die neue Studie „Impacts of Genetically Engineered Crops on Pesticide Use“ hat Benbrook Daten des US-Landwirtschaftsministeriums ausgewertet. Er kam zu dem Ergebnis, dass durch den Anbau von Bt-Mais und -Baumwolle zwar etwa 29.000 Tonnen Insektizide weniger ausgebracht worden sind als zu Zeiten ohne Gentechnik. Bei allen anderen Genpflanzen aber sind in den vergangenen 13 Jahren mehr als 172.000 Tonnen Herbizide zusätzlich eingesetzt worden. Insgesamt sei der Genpflanzenanbau also für einen bisher aufgelaufenen Mehrverbrauch von 143.000 Tonnen Pestiziden in den Vereinigten Staaten verantwortlich, sagte Benbrook. // ml

Quelle: Schrot&Korn 02/2010
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#19
Risiko Gen-Mais
Eine Studie von französischen Wissenschaftlern der Universitäten Caen und Rouen zeigt deutliche Hinweise auf Gesundheitsrisiken bei drei gentechnisch veränderten Maisvarianten.

Die Maissorten MON810, MON863 und NK603 der US-Firma Monsanto haben offenbar Auswirkungen auf Leber und Nieren, also auf die Organe, die für das Ausscheiden giftiger Stoffe wichtig sind. Untersucht wurden Rohdaten aus Fütterungsversuchen an Ratten, die Monsanto selbst in Auftrag gegeben hatte. Greenpeace hatte im Jahr 2007 dafür gesorgt, dass ein Teil dieser Daten per Gerichtsbeschluss öffentlich gemacht wurde.

Von der Bundesregierung fordert Greenpeace nun, in der EU ein Importverbot und einen Anbaustopp der betroffenen Genpflanzen durchzusetzen. Zudem müsse Ministerin Ilse Aigner am nationalen Anbauverbot für Genmais festhalten. // ml

Quelle: Schrot&Korn 02/2010
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#20
„Gentechnik: Die Voraussetzungen für eine Entscheidung fehlen“
Regisseur Bertram Verhaag hat in den letzten neun Jahren sieben Filme über Gentechnik gedreht, darunter „Leben außer Kontrolle“.

Bertram Verhaag
Ihr neuer Film, „Scientists under Attack“, soll um die Jahreswende in die deutschen Kinos kommen. Wovon handelt er?

Wichtig ist die deutsche Unterzeile des Titels: „Wissenschaft im Magnetfeld des Geldes.“ Es ist ein politischer Thriller über Gentechnik und Meinungsfreiheit, der direkt an „Leben außer Kontrolle“ anschließt. Dieser Film endete vor 5 Jahren mit einer Aussage des norwegischen Wissenschaftlers Terje Traavic. Er schätzte, dass 95 Prozent der Wissenschaftler, die im Bereich Gentechnik forschen, von der Industrie abhängig sind.

„Ein Film über Geheimhaltung, Gefahr und Mut“, schreiben Sie in Ihrer Ankündigung. Starke Worte!

Es geht ja auch um starke Menschen: Die beiden Gentechniker Árpád Pusztai und Ignacio Chapela zum Beispiel. Beide sind bedeutende Wissenschaftler auf dem Gebiet der Gentechnik und beiden wurde ihre Karriere ruiniert, weil sie öffentlich die Mächtigen in Forschung und Industrie kritisiert haben. Sie wurden nicht befördert, mit Redeverboten belegt, erhielten keine Forschungsgelder mehr, wurden der Lüge bezichtigt.

Aber als Wissenschaftler können sie ihre Kritik doch beweisen!

Nicht wirklich, das ist es ja! Denn um Studien in vergleichenden Versuchsreihen durchzuführen, brauchen sie die original Saatgutlinien und ihre genveränderte Version. Die aber sind patentiert und „geistiges Eigentum“ von Konzernen wie zum Beispiel Monsanto. Und die halten sie unter Verschluss. Schon deswegen ist eine objektive Beurteilung der Gentechnik überhaupt nicht möglich.

Was wollen Sie mit Ihrem Film bei den Zuschauern erreichen?

Dass sogenannte wissenschaftliche Erkenntnisse mit Vorsicht genossen werden, denn unter Umständen sind sie von der Industrie bezahlt. Wir sollten objektive Informationen und Untersuchungen einfordern, weil sie die Voraussetzung für eine demokratische Entscheidung für oder gegen die Gentechnik bilden. //sk

Quelle: Schrot&Korn 12/09


Dieser Dokumentarfilm ist vermutlich sehr interessant. Wenn jemand diesen Film besorgen könnte, würde ich mich sehr freuen...
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