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Gesichtserkennung Bhf Südkreuz startet planmäßig
#1
Schon ein paar Monate her, aber nicht überraschend...

Zitat:Laut einer Meldung der Berliner Zeitung können die Tests zur Erprobung einer neuen Überwachungstechnik am Bahnhof Südkreuz beginnen. Die Voraussetzung, dass sich genügend Menschen freiwillig als Versuchspersonen dafür zur Verfügung stellen, wurde offensichtlich erfüllt.

Für einen geplanten Probelauf am 01.08.2017 zur Gesichtserkennung per Videotechnik am Berliner Bahnhof Südkreuz suchte die Bundespolizei bis zu 275 Testpersonen. Das Interesse ging sogar darüber hinaus, was wohl auch daran liegen könnte, dass es u.a. Einkaufsgutscheine zu gewinnen gibt. Beteiligt am Probelauf sind sowohl das Bundesinnenministerium, als auch die Deutsche Bahn und das Bundeskriminalamt. Den Polizeibehörden geht es darum, die technischen Möglichkeiten unter realen Bedingungen auszuloten.

Quelle: https://tarnkappe.info/bahnhof-suedkreuz-probelauf-zur-gesichtserkennung-per-videotechnik-startet-planmaessig/
Weisheit ist nicht mitteilbar. Weisheit, welche ein Weiser mitzuteilen versucht, klingt immer wie Narrheit.
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Es bedanken sich: Alexis
#2
Zitat:was wohl auch daran liegen könnte, dass es u.a. Einkaufsgutscheine zu gewinnen gibt.

Tragische Volltrottel - reif für den Pranger.

Ich verabscheue zudem die Scheibchentechnik der Volkszerstörung. Das ist nichts Halbes und nichts Ganzes.
Immerhin sieht es aber danach aus, daß vor lauter Scheibchen die Wurst vorzeitig von der Theke rollt ... die Frage ist: wohin? Bzw. wer schnappt sie sich statt dessen?
Erst wissen, dann denken. Erst denken, dann reden.
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Es bedanken sich: Alexis
#3
Der Test ist inzwischen abgeschlossen, natürlich ein "voller Erfolg" bei den Propagandisten...

Zitat:Nach Abschluss des Projekts zur biometrischen Gesichtserkennung am Bahnhof Berlin Südkreuz und der Auswertung der vorliegenden Testergebnisse kann ein positives Resümee gezogen werden. Mit einer durchschnittlichen Trefferquote von mehr als 80 Prozent konnten die Testpersonen durch die Software erkannt werden. Auch unter schwierigen Lichtverhältnissen wurden dabei gute Ergebnisse erzielt. Hierbei war es egal, ob die Probanden zeitgleich den Testbereich durchschritten oder das äußerliche Erscheinungsbild durch Kleidung oder Brille veränderten.

Im Ergebnis bleibt festzustellen, dass Verfahren zur Gesichtserkennung künftig die polizeiliche Arbeit wesentlich unterstützen können und so einen enormen Mehrwert aufweisen. Eine Entscheidung unter welchen Bedingungen und in welchem Umfang die neue Technik verwendet wird, steht noch aus.

Was zu erwarten war...
Weisheit ist nicht mitteilbar. Weisheit, welche ein Weiser mitzuteilen versucht, klingt immer wie Narrheit.
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Es bedanken sich: Cleopatra , Alexis
#4
Keine Geister: Geheimdienste dürfen Sicherheit verschlüsselter Kommunikation nicht untergraben

   
Bitte keine Geister!

Geheimdienste und Polizei wollen verschlüsselte Kommunikation mitlesen, indem sie unbemerkt Kommunikationsteilnehmer werden. Eine Koalition aus Zivilgesellschaft, Wirtschaft und IT-Sicherheit lehnt das ab. Der Vorschlag ist ernsthafte Bedrohung für IT-Sicherheit und grundlegende Menschenrechte.

https://netzpolitik.org/2019/keine-geister-geheimdienste-duerfen-sicherheit-verschluesselter-kommunikation-nicht-untergraben/
Tue was immer ich will!
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Es bedanken sich: Erato , Dancred
#5
Polnisches Startup im Fokus - Sorge wegen "hochgefährlicher" Suchmaschine

Zitat:Ein polnisches Startup betreibt eine Suchmaschine für Gesichter. Deutsche Politiker nehmen die Datenbank von Pimeyes ins Visier und skizzieren ein Schreckensszenario. Es geht um eine schnelle, strenge Regulierung der Gesichtssuche, den Schutz von Anonymität und um Sicherheit.

Politiker von Regierung und Opposition im Deutschen Bundestag haben die Regulierung eines polnischen Startup-Unternehmens verlangt, das im Internet eine Suchmaschine für Gesichter betreibt. Nach Recherchen des Portals netzpolitik.org analysiert die Suchmaschine Pimeyes massenhaft Gesichter im Internet nach individuellen Merkmalen und speichert die biometrischen Daten ab. Die Datenbank umfasse rund 900 Millionen Gesichter.

Tankred Schipanski, der digitalpolitische Sprecher der Union im Bundestag, bezeichnete das Angebot als "unhaltbar". "Wenn (eine Regulierung) auf Ebene der EU zeitnah nicht gelingen sollte, müssen wir hier als nationaler Gesetzgeber tätig werden", sagte er netzpolitik.org. Jens Zimmermann, digitalpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion, forderte eine genaue Prüfung, ob die bestehenden gesetzlichen Regelungen einen ausreichenden Schutz bieten. "Wollen wir wirklich in einer Gesellschaft leben, in der Anonymität im öffentlichen Raum de facto nicht mehr möglich ist?"

Die netzpolitische Sprecherin der Linken im Bundestag, Anke Domscheit-Berg, bewertete PimEyes als "hochgefährlich". Frauen, die sich anonym im öffentlichen Raum bewegen möchten, könnten leichter identifiziert und Belästigungen ausgesetzt werden, sagte Domscheit-Berg. Sie wandte sich an den Bundesdatenschutzbeauftragten Ulrich Kelber. "Wenn diese App keine Rechtsgrundlage hat, wie sie die DSGVO vorschreibt, müssen daher entsprechende Sanktionen verhängt und eine Verbreitung der App schnellstmöglich unterbunden werden." In der Europäischen Datenschutz-Grundverodnung (DSGVO) heißt es, dass die Verarbeitung biometrischer Daten zur eindeutigen Identifizierung einer natürlichen Person untersagt ist.

Pimeyes erklärte, es gehe bei der Suchmaschine nicht um die Identifizierung einer Person. Nutzer und Nutzerinnen sollten dort allein ihr eigenes Gesicht hochladen und könnten so sehen, wo Bilder von ihnen im Netz auftauchen.

Der Fall erinnert an die umstrittene US-Firma Clearview AI, die rund drei Milliarden Bilder von Menschen aus dem Internet zusammengestellt hatte, um eine umfassende Datenbank zur Gesichtserkennung zu entwickeln. Für die Datenbank wurden öffentlich zugängliche Bilder bei Plattformen wie Facebook und YouTube oder dem US-Bezahlservice Venmo eingesaugt, wie die "New York Times" berichtete. Gegen Clearview AI laufen inzwischen etliche privatrechtliche Klagen. Außerdem ermitteln Strafverfolgungsbehörden im US-Bundesstaat Vermont gegen die Firma.

Quelle: ntv.de, ter/dpa

Clearview AI stellt ihre Daten zumeist Strafverfolgungsbehörden in den USA zur Verfügung. Angeblich, um  hauptsächlich Personen zu identifizieren, die Straftaten begangen haben. Auch Belgien, Frankreich, Irland, Italien, den Niederlanden, Spanien, Schweden und der Schweiz nutzen die Software. Clearview AI stellt ca. 600 Kunden die Daten zur Verfügung. Peter Thiel hat das Projekt 2017 finanziell unterstützt. Thiel gründete gemeinsam mit Max Levchin und Elon Musk den Online-Bezahldienst Paypal und war teilweise Geschäftsführer des Unternehmens. Er ist auch Mitgründer und Vorstandsvorsitzender von Palantir Technologies. Palantir Technologies, Inc. ist ein privat geführter US-amerikanischer Anbieter von Software und Dienstleistungen, der sich auf die Analyse großer Datenmengen (Big Data) spezialisiert. Zu den ersten Kunden des 2004 gegründeten Unternehmens gehörten Bundesbehörden der Nachrichtendienstgemeinschaft der Vereinigten Staaten (USIC). Weitere Kunden des Wirtschaftsunternehmens findet man in der Finanz- und Pharmabranche.

Dafür, daß diese Art von Überwachungssystemen nicht gewünscht ist, sind die doch sehr erfolgreich...
Finde Dich selbst!
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