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Hustensirupe - selbst gemacht
#1
Der Winter hat nun mit reichlich Schnee sichtbar Einzug gehalten. Bei dem ein- oder anderen machen sich erster Schnupfen und Husten bemerkbar.

Die Natur hält viele Pflanzen für Hustensirupe und -säfte bereit, mit denen wir hier unseren Körper ohne fragwürdige Zusätze (wie in den Apothekenprodukten meist enthalten) unterstützen können.


Zwiebelsirup – wirkt anitbakteriell , erleichtert das Abhusten und verschafft den vom Husten gereizten Schleimhäuten Linderung

Der Sirup ist schnell mit wenigen Zutaten herzustellen, man braucht:
  • 100 g Zwiebeln (sehr fein geschnitten)
  • 100-150 g Zucker (alternativ: Honig; oder für Kinder das zahnfreundliche Xylit)
  • 1 Schraubglas
  • Nach Wunsch: Kräuter, z.B. Thymian

Getestet habe ich:
- rote Zwiebeln (milder im Geschmack) mit Xylit; alternativ zusätzlich mit getrockneten Thymian
- weiße Zwiebeln mit Honig, alternativ auch wieder mit Thymian

   
   

Ich habe die Sirupe abends angesetzt, also die Zutaten in mehreren Schichten in ein Schraubglas gefüllt. Den obersten Abschluss bildet immer der Zucker/Honig/Xylit.
Bereits am nächsten Morgen hatte sich der Glasinhalt verflüssigt.
Die Gläser mit dem Thymian habe ich jedoch mehrere Tage auf der Fensterbank stehen lassen, damit die Thymian-Wirkstoffe gut gelöst werden konnten. Der Thymian hat den Sirup deutlich bräunlicher gefärbt.

Die Masse durch ein feines Sieb streichen und in ein (vorher heiß durchgespültes) Schraubglas füllen – und fertig ist der Sirup.

   

Durch den hohen Zuckergehalt ist der Sirup wochenlang im Kühlschrank haltbar.

Es besteht kein Risiko einer Überdosierung – es kann daher jeweils bei Bedarf ein Teelöffel davon eingenommen werden.

Mir persönlich haben die Varianten mit dem Thymian besser geschmeckt (ich mag Thymian sehr Biggrin) - aber auch die reinen Zwiebelvarianten schmecken eher süß denn nach Zwiebel.
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#2
Da die Geschmäcker bekanntlich verschieden sind, habe ich hier noch eine "schärfere" Alternative ausprobiert:

Ingwer-Zitronen-Sirup

Ingwer stärkt das Immunsystem, lindert Erkältungssymptome und beschleunigt die Regeneration.
Zusätzlich nutzen wir die entzündungshemmende und antibiotische Wirkung des Honigs  Daumen hoch

Für den Sirup benötigt man:
  • Bio-Zitrone
  • Ingwer
  • Honig
  • Schraubglas

Die gewaschene und in feine Scheiben geschnittene Zitrone und den ebenfalls in feinen Scheiben geschnittenen Ingwer abwechselnd in ein Schraubglas schichten und mit Honig übergießen, bis alles bedeckt ist.

   

Den Sirup mehrere Stunden/Tage durchziehen lassen. Ich habe den Sirup dann abgeseiht, da die dünnen Zitronenscheiben nach dem nötigen Umrühren am "Zerfallen" waren.
Und dann kann "genascht" werden. Entweder pur auf einem Teelöffel oder einfach in den Tee geben.

Durch den hohen Zuckeranteil ist der Sirup wochenlang haltbar. Ich bewahre ihn im Kühlschrank auf.
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#3
Einen wahren Klassiker habe ich noch zum vorläufigen Abschluss, den

Winterrettich-Sirup


Der Winterrettich hat eine reinigende, schleimlösende und antibakterielle Wirkung bei Husten und Heiserkeit.

Es gibt zwei sehr schnelle Möglichkeiten, diesen Sirup herzustellen.


1. Variante

Den Rettich schälen, grob raspeln, in ein Schraubglas geben und mit Honig auffüllen.
Schon nach einer Stunde kann davon gelöffelt werden, da der Rettich sehr schnell „ausweint“.

   

Ich habe mein Glas eine Nacht stehen lassen und dann abgeseiht.


2. Variante

Man benötigt:
  • 1 Winterrettich
  • 1 Glas/Kanne mit einem Durchmesser etwas kleiner als der Rettich
  • 1 Schaschlik-Spieß
  • Kandiszucker, Rohrohrzucker o.ä.

Am Strunk wird ca. ein 1 cm breiter Deckel abgeschnitten.
In den Rettich wird eine Kuhle gegraben (mit einem Messer vorritzen und einem Löffel anschließend aushöhlen; dieses Rettichmaterial könnt ihr zerkleinern und wie unter der Variante 1 verwenden).
Mit dem Schaschlikspieß wird von der Höhle aus bis unten zur Wurzel ein Loch durch den Rettich gestoßen.
Den Rettich auf das Glas setzen, Kandiszucker (ich habe Rohrohrzucker genommen) in die Vertiefung füllen, den Strunk-Deckel wieder aufsetzen und das "Ausweinen" des Rettichs abwarten.

   

Der Sirup tropft durch das Loch am Wurzelende in das Glas.

   

Der Vorgang kann ca. zweimal wiederholt werden. Also die Vertiefung weiter aushöhlen und nochmal Zucker einfüllen.
Aus einem Winterrettich kann man ca. 100 ml Sirup gewinnen, der durch den hohen Zuckeranteil wieder lange haltbar ist.

Wobei natürlich immer gilt: je frischer, desto wirksamer!  Daumen hoch

Das war es erst mal zu den Sirupen. Ich halte die Augen offen, welche sirup-fähigen Stoffe mir im Laufe des Jahres in der Natur noch begegnen... Winken
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#4
Den Rettichsirup habe ich aus Kind auch bekommen Werdrot
Achte auf deine Gedanken - sie sind der Anfang deiner Taten
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#5
Vielen Dank für diese tolle Idee, Yule!

Ich habe das gleich selbst ausprobiert und bin gespannt auf meinen Sirup.

Mein Versuch: Ingwer, Zitrone, Xylit und Propolishonig (Mischung aus Propolis und Honig).

Ich finde es ganz klasse, wenn ihr Kräuterhexen für "Kräuterfrischlinge" diese praktische Dinge (wie die Bonbons und den Sirup) reinstellt; so bin ich gleich motiviert es selbst auszuprobieren! Der Erfolg bringt dann doppelt so viel Freude! Lol

Winken
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