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Olivenöl
#1
Hallo,

ich habe das hier heute gelesen. Muß mich das beunruhigen?
Da stehen auch BIO-Öle in der Liste der durchgefallenen Öle.



Nur eines ist "sehr gut" - 16 Olivenöle fallen krachend durch

https://www.n-tv.de/ratgeber/16-Olivenoele-fallen-krachend-durch-article23275798.html

So langsam wird es wärmer. Da kann eine mediterrane Ernährung zusätzlich frühsommerliche Gefühle anheizen. Unverzichtbarer Protagonist einer solchen Kost ist Olivenöl. Nur leider sind fast alle Produkte mit Mineralöl verunreinigt, wie Öko-Test betrübt feststellt.

Olivenöl geht immer, ganzjährig. Vor allem, da derzeit die eine oder andere Alternative im Supermarkt nicht zu haben ist. Denn das beliebteste Öl hierzulande ist nicht Oliven-, sondern das heimische Rapsöl, gefolgt von der Essenz der Sonnenblume. Erst dann greifen Verbraucher zum Olivenöl.

Doch nicht nur damit das mediterrane Lebensgefühl stimmt oder der Mangel an anderen Ölen kompensiert wird, sollte auch die Qualität stimmen und das grüne Gold schmecken. Aber insbesondere bei ersterem Kriterium mangelt es bei vielen Olivenölen, wie Öko-Test festgestellt hat.

Untersucht wurden 19 Olivenöle der höchsten Güteklasse "nativ extra" zu Preisen zwischen 5,19 und 23,98 Euro pro Liter. Darunter neun Bio-Produkte, Eigenmarken der großen Supermärkte und Discounter und Markenprodukte. Was alle eint, ist die Annahme, dass pflanzlichen Fetten eine positive Wirkung auf die Herzgesundheit nachgesagt wird. Was allerdings relativiert wird, wenn alle bis auf ein entsprechendes Produkt durch Mineralölkohlenwasserstoffe verunreinigt sind oder schlicht ein fehlerhafter Geruch und/oder Geschmack attestiert wird, so dass die angegebene höchsten Güteklasse nicht stimmt. Denn geschmackliche Fehler sind hier nicht erlaubt. Schmeckt ein Öl ranzig, ist es stark oxidiert. Ist bereits eine Gärung im Gang, kann das Öl stichig schmecken.

Nur ein einziges ist "sehr gut"

Unter Mineralölkohlenwasserstoffen versteht man eine sehr große Gruppe vieler verschiedener Stoffe. Darunter können potenziell krebserregende Verbindungen sein. Besonders bedenklich sind die aromatischen Mineralölkohlenwasserstoffe MOAH, die in sieben der Öle nachgewiesen wurden. Daneben stecken in fast jedem Öl unterschiedlich stark die gesättigten Kohlenwasserstoffe MOSH/MOSH-Analoge. Diese lagert der Körper in der Leber, den Lymphknoten, der Milz und dem Fettgewebe ab. Was das für die Funktion dieser lebenswichtigen Organe bedeutet, ist bisher noch ungeklärt.

Als ein einziges Öl schneidet das "Rapunzel Kreta Olivenöl Nativ Extra" mit "sehr gut" ab (21,98 Euro je Liter). Es ist das Einzige im Test, in dem im Labor nicht einmal Spuren von Mineralöl nachgewiesen wurden.

Zwei weitere bringen es immerhin zu einem "befriedigend" ("Mani Bläuel Natives Olivenöl Extra Selection" und "Fiore Natives Olivenöl Extra", 17,98 beziehungsweise 6,65 Euro). 16 rasseln jedoch in der Untersuchung gnadenlos mit "mangelhaft" oder "ungenügend" durch.

Da die Liste der mies bewerteten Olivenöle so unerfreulich lang ist, wird sich an dieser Stelle auf die Ware beschränkt, welche mit "ungenügend" beurteilt wurde. Als da wären: "Alnatura Natives Olivenöl Extra", "Bio Planète Olivenöl Nativ Extra fruchtig", "Dennree Italienisches Olivenöl Nativ extra", "Ener Bio Spanisches Natives Olivenöl Extra", "Edeka Natives Olivenöl Extra D.O.P. Terra di Bar", "Filippo Berio Classico Natives Olivenöl Extra", "La Española Natives Olivenöl Extra", "Rewe Beste Wahl Italienisches Natives Olivenöl Extra" und "Vegola Natives Olivenöl Extra".
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#2
(21.04.12022, 09:45)Heimdall schrieb: https://www.pagan-forum.de/post-72827.html#pid72827ich habe das hier heute gelesen. Muß mich das beunruhigen?
Da stehen auch BIO-Öle in der Liste der durchgefallenen Öle.[/color]

Mich beunruhigt das sehr. Am besten mal eine Fachkraft fragen. Gibt es hier jemandem im Forum aus einem Bio-Markt?
Tue was immer ich will!
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#3
Hallo zusammen,

ich versuche gerade über die Firma mehr Informationen zu sammeln. Die betroffenen Hersteller haben noch keine Stellungnahme herausgegeben.

Zum allgemeinen Themenschwerpunkt:

In der Vergangenheit gab es bereits Fälle der Verunreinigung von Bio-Produkten. Das Problem war in den mir bekannten Fällen nicht das Produkt selbst, sondern die (wiederverwertete) Verpackung. Im speziellen Fall die Rückstände der vergangenen verwendeten Farbstoffe. Diese diffundieren nach einer gewissen Zeit in das Lebensmittel. Plastik und Papier können betroffen sein.

Nun stellt sich die Frage, wie diese Form der Verunreinigung in ein Speiseöl gelangt? Die Verunreinigung durch Mineralölbestandteile kann eigentlich nicht durch die Produktion des Öls erfolgen. Sind es nun die Transportbehälter, oder nimmt die Pflanze die Schadstoffe über den Boden auf? Doch dann stellt sich die Frage, warum es bei den Untersuchungen der Chargen nicht festgestellt wurde. Hmm 

Es bleibt für mich auch die Frage offen, ob Mineralölbestandteile nicht grundsätzlich nachweisbar sind? Frau Erde produziert sie doch natürlich  Hmm  Also ist aus meiner Sicht auch zu erfragen, um welchen Nachweis es sich handelt? Werden wieder zwei unterschiedliche Dinge in einen Ring geworfen? Das wäre ja auch nichts Neues...


Was bei einer Bewertung durch Ökotest beachtet werden sollte:

- Es handelt sich um eine finanzierte Zeitschrift.
- Bioprodukte werden sensorisch mit chemisch und teilweise genetisch veränderten/manipulierten Produkten verglichen.
- Man weiß nicht, wie kompetent der sensorische Prüfer ist.
      *Kenntnisse über den Unterschied zwischen "Bio" und "konventionell"
      *Kenntnisse über den originalen bzw. tatsächlichen Geschmack eines Produktes
Finde Dich selbst!
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#4
Dann warten wir mal, ob die Hersteller reagieren.

Zu dem Test.
Dann dürfte man ja nichts glauben, was man nicht selbst getestet hat.
Ich habe leider kein Labor im Keller. Biggrin

Hier fällt halt auf, daß nicht nur Bio-Öle, sondern auch konventionelle Öle durchfallen.
In der Vergangenheit waren es entweder die Bio- oder die anderen Produkte.
Diesmal sind beide betroffen.
Wer hat denn dann die Untersuchung bezahlt? Rapunzel?

Gruß Heimdall
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#5
Hallo zusammen,

es gibt leider noch keine aktuellen Rückmeldungen der Hersteller. Bei Nachforschungen im Netz findet man jedoch eine Stellungnahme aus 2016 einer bekannten Bio-Marke:

Zitat:Stellungnahme zur Beurteilung des Mani Bläuel Kalamata g.U. Olivenöls durch die Stiftung Warentest in Deutschland (Februar 2016)

HINTERGRUND
Stiftung Warentest bewertet 26 Olivenöle unterschiedlichster Herkünfte, Sorten, Qualitäten und
Abfülldaten. 13 der getesteten Öle werden als mangelhaft eingestuft. Darunter auch unser Mani
Bläuel Kalamata g.U. Olivenöl mit MHD 01.10.2016. Wir sind ein ökologisch und sozial
verantwortlich wirtschaftendes Unternehmen, das überdurchschnittlich viel in chemische und
sensorische Qualitätssicherung und -kontrollen investiert. Momentan prüfen wir alle Daten und
Fakten.

AKTUELLE SACHLAGE
1. Sensorische Qualität
Alle bei uns abgefüllten Olivenöle werden von unseren geschulten und zertifizierten Sensorikern
geprüft. So auch die im Test beschriebene Charge welche zum Zeitpunkt der Abfüllung als
einwandfrei bewertet wurde. Von unseren Kunden bekommen wir durchwegs positive
Rückmeldungen. Auch erste Rückmeldungen auf die Stiftung Warentest Testergebnisse
bestätigen uns, dass sie die Bewertung nicht nachvollziehen können
.


2. Mineralölrückstände
Stiftung Warentest kommentiert das Kalamata Olivenöl mit „hoch mit Mineralöl-
Kohlenwasserstoffen (MOAH) belastet“. Nach unserem aktuellen Kenntnisstand können wir eine
Verursacher-Quelle für Mineralölrückstände in unserer Produktion ausschließen.
Da wir jedoch im
Mineralöl-Zeitalter leben, sind diese ubiquitär. Experten sprechen deshalb von einer
umweltbedingten Grundbelastung. Um genau diese Umweltbelastungen, u.a. auch verursacht
durch Düngung oder Pflanzenschutz, so gering wie möglich zu halten, setzen wir seit über 35
Jahren auf eine ökologische Wirtschaftsweise.
Die Problematik der Mineralölrückstände – auch beeinflusst durch immer feinere Messmethoden –
beobachten wir seit einigen Jahren und führen stichprobenartige Untersuchungen durch. In diesem
Zusammenhang ist auch zu erwähnen, dass es keine offiziellen Richtwerte gibt. Umso
verwunderlicher ist es, dass Stiftung Warentest von „hohen“ Werten spricht, ohne einen genauen
Grenzwert zu nennen.
Wie Stiftung Warentest anmerkt, geht eine akute Gesundheitsgefahr – bei
üblicher Verzehrsmenge – von keinem geprüften Olivenöl aus. Ungeachtet von Messwerten sind
wir der Meinung, dass Lebensmittel frei von Mineralölrückständen sein sollten. Dies wird jedoch
auf absehbare Zeit aufgrund der mineralölbasierten Wirtschaft nicht 100 Prozent zu gewährleisten
sein. Wir beobachten die Entwicklungen zu dieser Thematik sehr genau und verpflichten uns, auch
in Zukunft alle Richtlinien einzuhalten.

https://mani.bio/stellungnahme-zur-beurteilung-des-mani-blaeuel-kalamata-g-u-olivenoels-durch-die-stiftung-warentest-in-deutschland-februar-2016/
Finde Dich selbst!
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#6
Zitat:"Olivenöl nativ extra, fruchtig" bei Stiftung Warentest

"Ausreichend (3,6)" für bereits länger gelagertes Öl in der Ausgabe Februar 2018

[Januar 2018]  Das Rapunzel „Olivenöl nativ extra, fruchtig“ erhielt von Stiftung Warentest im Februar 2018 die Bewertung „ausreichend (3,6)“. Die Gründe für die Abwertung sind laut der Zeitschrift eine mit „befriedigend“ bewertete Sensorik, eine Analyse der chemischen Qualität sowie der Nachweis von gesättigten Kohlenwasserstoffen (MOSH). Zu allen Punkten beziehen wir gern Stellung. Besonders bezüglich der chemischen Qualität widersprechen wir der Darstellung in Stiftung Warentest.

Zur Sensorik und chemischen Qualität:
 
Die Interpretation von Stiftung Warentest, dass die chemische Qualität des Öls auf eine unzulässige Wärmebehandlung hinweisen würde, ist nicht korrekt. Das Öl von Rapunzel wird selbstverständlich ohne jegliche Wärmezufuhr und nach den strengen Kriterien der Olivenöl-Verordnung hergestellt.

Olivenöl nativ extra verändert im Lagerverlauf allerdings die sensorischen Ausprägungen. Das heißt, es verliert während der Lagerung z.B. an Fruchtigkeit und Schärfe. Zudem verändern sich die chemischen Qualitätsparameter. Stiftung Warentest hat das Rapunzel Olivenöl zum Ende der Ernte analysiert, wo sich natürlicherweise Parameter durch den Lagerverlauf bereits verändert haben. Die analysierten chemischen Qualitätsparameter weisen darauf hin, dass es sich nicht um ein erntefrisches Öl handelt (neue Ernte ist immer erst ab ca. Januar/Februar verfügbar). Dies hat jedoch nichts mit Schadstoffen oder Rückständen zu tun.

Zu Mineralölen (MOSH):
 
Alle von Stiftung Warentest geprüften Olivenöle weisen gesättigte Mineralölrückstände (MOSH) auf. Eine deutliche Belastung liegt beim Rapunzel Olivenöl nativ extra nicht vor; es handelt sich um eine Grundbelastung.

Der Grund hierfür ist, dass wir in einer mineralölbasierten Gesellschaft leben, in der selbst Produkte des täglichen Bedarfs, ob Textilien oder Pflegeartikel, auf Basis von Mineralölen hergestellt werden und weswegen Experten auch von einer ubiquitären Grundbelastung sprechen.

Rapunzel hat bereits seit vielen Jahren ein Mineralöl-Minimierungskonzept implementiert. An diesem arbeiten wir konsequent weiter, auch, wenn sich im Einzelfall Mineralöl in geringen Spuren nicht immer ausschließen lässt. Hierzu führen wir im Sinne von Prozess- und Produktqualität laufend Stufenkontrollen durch.

https://www.rapunzel.de/stellungnahme-olivenoel-0218.html
Finde Dich selbst!
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#7
Hier mal ein paar Ausschnitte aus dem Test. Vielleicht kann ja eine Laborfachkraft etwas zu den Testmethoden sagen.

   

   

   

   

   

   
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