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Venusbrunnen in Moritzburg
#1
Der Venusbrunnen bei Moritzburg

Bei einem Ausflug nach Moritzburg entdeckten wir vergangenes Wochenende einen Venusbrunnen.
Eigentlich waren wir wegen des Fasanenschlößchens da, aber wie das manchmal so ist, empfand ich diesen Brunnen eher als Höhepunkt des Ausfluges. An der Churfürstlichen Waldschänke, ca. 250 m vom Brunnen entfernt, gab es Beelitzer Spargel in einem 4-Sterne-Restaurant. Irgendwie verstand ich das als Gruß aus der Heimat. Es war lecker, und wir haben gut auf der Terrasse gesessen Lächeln

   
Rückansicht des Brunnens

Venus wird Aphrodite gleichgesetzt, aber Venus muß letztlich auf Isis zurückgeführt werden. Es ist ein weiterer Name der Muttergöttin aus einer anderen Inkarnation und in einer anderen Gegend des Mittelmeerraumes.

   

Der Venusbrunnen befindet sich bei Moritzburg im Schatten des Fasanenschlößchens. Es gibt hier eine Sichtlinie, die ca. 2 km lang ist und freien Blick auf Schloß Moritzburg ermöglicht. Der Blick auf das Schloß Moritzburg geht fast exakt in Richtung Westen. Anders ausgedrückt, der Venusbrunnen liegt von dort aus betrachtet im Osten, dort, wo die Sonne aufgeht und das Leben beginnt, nämlich mit, durch und bei der Göttin.

Der Brunnen wurde ca. 1772 erbaut. Der Architekt soll Carl Friedrich Schäfer gewesen sein, der damals Hofbildhauer des sächsischen Kurfürsten Friedrich August III. war. Der Brunnen war seiner Zeit einer der größten barocken Brunnenanlagen in Sachsen. Ein muschelähnliches Bassin wird von einem Felsmassiv geziert, auf welchem Venus mit Schwänen lagert. Auch Aphrodite, die Schaumgeborene, reist in einem Wagen, der von Schwänen durch die Lüfte gezogen wird.
An einer häßlichen riesengroßen Informationstafel vor Ort wird Venus als die Schaumgeborene beschrieben.

Die sogenannten Putten (kleine dicke und nackte Kinder mit Flügeln) sind ein beliebtes Stilmittel des Barocks.

   
Dem Schwan fehlt leider schon der Kopf, weswegen er auf dem Photo schwer zu erkennen ist

   
Rückansicht mit Sichtlinie auf Schloß Moritzburg

   
Was für ein herrlicher Widderkopf an der Vase

   
Der Teich vor dem Brunnen

   
Im Hintergrund das Fasanenschlößchen
Kein besserer Freund – kein schlimmerer Feind!
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#2
Hier noch ein nachgeliefertes Bild, das die riesige Informationstafel vor dem Brunnen zeigt.

   

Daß die Leute ihre Gören nicht im Griff haben, zeigt deren kulturloses Gebaren, daß man um so ein Bauwerk einen Zaun zum Schutz errichten muß. Traurig, denn dieser Zaun schmältert die Ausstrahlung des Brunnens.

Interessant auch, daß sich der Kurfürst August III. und seine Gattin eine heidnische Göttin, die Göttin, zur Schutzpatronin wählten, wenn man dem Text auf dem Schild Glauben schenken darf. Wie dem auch sei, daß dies Erwähnung findet, liest sich mit einem Lächeln im Gesicht.
Kein besserer Freund – kein schlimmerer Feind!
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