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Goldraub im Kelten-Römer-Museum in Manching
#1
Spektakulärer Raub in Bayern: Unbekannte haben uralte Goldmünzen aus dem Kelten-Römer-Museum gestohlen. Für Archäologen ist das Diebesgut hochspannend.

Jetzt, wo er weg ist, fragen alle danach: Der keltische Goldschatz von Manching, der mutmaßlich in der Nacht von Montag auf Dienstag aus dem Kelten-Römer-Museum gestohlen wurde. Rund 2.000 Jahre sind die Münzen alt, ihr Fund ist noch gar nicht so lange her. 1999 war das Gold entdeckt worden, es galt als Aushängeschild des Museums. Jetzt steht zu befürchten, dass es bald für immer verloren sein könnte.

Rund 450 Münzen gehörten zu dem Fund aus den späten Neunzigern. Wie das Museum auf seiner Seite schreibt, war die Entdeckung der "größte keltische Goldfunds des 20. Jahrhunderts". Der Fundort ist indes beinahe logisch: In Manching befand sich bis etwa 30 vor Chr*stus eine bedeutende Keltensiedlung. Über Jahrzehnte forschten und gruben Archäologen hier nach Spuren der Kelten, von denen viele im 2006 eröffneten Kelten-Römer-Museum ausgestellt wurden.

Bei einer Routine entdeckte man das Keltengold in Bayern

Wie die Münzen gefunden wurden, war indes wie so häufig bei derart großen Funden ein Zufall. Bei einer "routinemäßigen Begehung" erkannte ein Forscher "einige pfostenartige Verfärbungen", wie das Museum schreibt. Die Forscher gingen der Spur nach, und entdeckten "einen schmalen gelblichen Gegenstand, der sich bei näherer Begutachtung als eine Goldmünze entpuppte". Aus der einen Münze wurden über 450.

Die Forscher gehen davon aus, dass der Schatz von den Kelten einst versteckt worden war – weshalb er womöglich so lange verschollen blieb. Wieso der Schatz wohl versteckt worden war, darüber lässt sich nur mutmaßen. "Kriegerische Zeiten oder eine Katastrophe", heißt es zu den möglichen Gründen auf der Seite des Museums: "Denn andernfalls wäre der verborgene Schatz wieder gehoben worden."

Wenig überraschend ist, dass der Schatz wohl einer wohlhabenden Person gehört haben muss. Wie wertvoll die insgesamt rund vier Kilogramm schweren Münzen nach heutigen Maßstäben sind, ist noch nicht ermittelt. "Der Sammlerwert betrage allerdings mehrere Millionen Euro", berichtet der Bayerische Rundfunk. Verkaufen lassen sich die Münzen jedoch nur schwer, weshalb für Sammler und Archäologen der schlimmste Fall eintreten könnte: Dass die Diebe die Münzen einschmelzen.

Raub von Goldschatz in Manching trifft Archäologen hart

Wie bedeutend und berühmt der Fund war, dürfte vielen erst mit dem spektakulären Raub der Münzen klar geworden sein. Das Museum liegt in Manching recht unscheinbar am Rande der Marktgemeinde bei Ingolstadt, etwa dort, wo früher die Keltensiedlung war. Die Forscher dort sind schockiert von Raub: "Ich könnte heulen", zitiert die "Süddeutsche Zeitung" Rupert Gebhard, den Leitenden Sammlungsdirektor.

Auch ohne den Raub hatten die Archäologen einige Rätsel rund um die Goldmünzen zu klären: Wie gelangten die Münzen nach Manching? Welche Rolle spielte der große Goldklumpen, den man bei den Münzen fand? Und worin war der Schatz aufbewahrt? Seit dieser Woche beschäftigt der Goldschatz jedoch nicht mehr nur die Forscher. Inzwischen ist er auch zum Fall für die Ermittler der Polizei geworden.

https://www.t-online.de/region/muenchen/id_100085340/goldraub-im-manchinger-keltenmuseum-das-ist-der-wertvolle-gestohlene-schatz-.html


Anmerkung:
Wir waren erst vor wenigen Monaten dort und haben uns die schöne Keltenausstellung angesehen: https://www.pagan-forum.de/thread-6411.html
Im A & O das Geheimnis liegt - Omega siegt!
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