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Einschleuserpflanzen
#1
Einschleuserpflanzen

Unsere Bioläden (und auch Wochenmärkte) sind gefüllt mit einer Vielzahl an verschiedensten gesunden Lebensmitteln.
Und doch kann eine Mangelerscheinung an wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen auftreten. Es werden ausreichend gesunde Lebensmittel verzehrt, und trotzdem liegt ein Mangel vor.
Wie kann das sein?

Der Körper ist phasenweise nicht in der Lage, Mineralstoffe und Spurenelemente aufzunehmen, auch wenn diese zur Verfügung stehen. Die Aufnahme der Nährstoffe erfolgt hauptsächlich im Dünndarm: dem Darmabschnitt, der unserem Magen am Nächsten ist. Dort gelangen die lebenswichtigen Stoffe durch die Darmschleimhaut direkt in unseren Blutkreislauf und werden so dem Körper zur Verfügung gestellt. Hat der Stoffwechsel an der Stelle ein Problem, so kann der Körper die wichtigen Stoffe nicht aufnehmen.

Folgen sind:
  • Antriebsschwäche
  • chronische Müdigkeit
  • Haut- und Haarprobleme
  • Konzentrationsschwäche
  • Nervosität
  • Kopf- und Gliederschmerzen

In der Heilkräuterkunde wurden Pflanzen entdeckt, die bei derartigen Resorptionsschwierigkeiten unserem Körper helfen, die lebenswichtigen Mineralstoffe aufzunehmen. Es sind sogenannte "Einschleuserpflanzen".

Es gibt eine Reihe von Pflanzen, die in Form von Gewürzen, Wildgemüse, Tee, Pflanzenauszügen und Kräuterpulver in unserem täglichen Speiseplan mit integriert werden sollten.

Allen voran sind hier die "Universaleinschleuserpflanzen", die in der Lage sind, die Resorption aller wichtigen Mineralstoffe zu verbessern.
Die Wurzel vom Bertram und die Blätter der Melisse.

       
Quelle: Internet

https://www.amazon.de/Sonnentor-Bertram-gemahlen-Hildegard-Pack/dp/B09F3RPQSN/ref=sr_1_6?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&crid=PMTBN8XDC1DF&keywords=bertram+bio&qid=1672777219&sprefix=bertram+bio%2Caps%2C99&sr=8-6

1 bis 3 Messerspitzen vom Bertrampulver über jedes Essen gestreut oder mitgekocht.
Auch bei der Gabe von Vitaminen sollte dieses Gewürz parallel zur Verabreichung kommen.

„Denn für einen gesunden Menschen ist er gut zu essen, weil er die Fäulnis in ihm vermindert und das gute Blut in ihm vermehrt und einen klaren Verstand im Menschen bereitet. Aber auch den Kranken, der schon fast in seinem Körper gestorben ist, bringt er wieder zu Kräften, und im Menschen schickt er nichts unverdaut heraus, sondern bereitet ihm eine gute Verdauung.“
Hildegard von Bingen

Einschleuserpflanzen speziell für Magnesium sind:
  • Ackerschachtelhalm (Kraut) kräftigt Gewebe und Gefäße
  • Huflattich (Blüten) ist eine alte Heilpflanze für die Atemwege
  • Kamille (Blüten) wirkt entzündungshemmend und wundheilend
  • Löwenzahn (Kraut und Wurzel) unterstützt die Leber und das Verdauungssystem
für Kalzium:
  • Löwenzahn (Kraut und Wurzel) unterstützt die Leber und das Verdauungssystem
  • Steinklee (Kraut) lässt alles besser fließen
  • Weißdorn (Blüte und Blätter) bringt Herz und Kreislauf auf Trab
  • Gänsefingerkraut (Kraut) heilt den Darm, aber auch die Mund- und Rachenschleimhaut
für Eisen:
  • Bärlauch (Blätter) gilt schon lange als Blutreiniger
  • Brombeere (Blätter) regt die Hormonproduktion bei Frauen an
  • Liebstöckel (Wurzel und Blätter) stärkt den Magen und wirkt ausleitend
  • Thymian (Kraut) wirkt heilend und stärkt die Atemwege
  • Brennnessel (Blätter, Wurzel und Samen) stoffwechselanregend, blutreinigend und harntreibend
  • Löwenzahn (Kraut und Wurzel) unterstützt die Leber und das Verdauungssystem
für Kalium:
  • Wegwarte (Wurzel) unterstützt das Verdauungssystem
  • Melisse (Blätter) unterstützt das Verdauungssystem und beruhigt außerdem die Nerven
  • Königskerze (Blüten) wirkt entzündungshemmend und unterstützt die Atemwege
  • Acker-Stiefmütterchen (Kraut) reinigt das Blut, verbessert die Haut, löst Schleim und regt die Harnblase an
  • Bitterklee (Blätter) hilft bei Verdauungsprobleme, unterstützt die Leber und Gallenblase
  • Ackerschachtelhalm (Kraut) kräftigt Gewebe und Gefäße
  • Melisse (Blätter) beruhigt das Nervensystem, Herzbeschwerden, Schlafstörungen, Unruhe, Reizbarkeit
  • Bertram (Wurzel) stimuliert die Verdauungssäfte von Leber und Bauchspeicheldrüse
für Natrium:
  • Schafgarbe (Blüten und Blätter) wirkt krampflösend, blutstillend und appetitanregend
  • Artischocke (Blätter) fördert die Verdauung und schützt die Leber
  • Goldrute (Blüten) hat eine entwässernde, entzündungshemmende sowie antimykotische Wirkung und entspannt die glatte Muskulatur
  • Malve (Blüten und Blätter) ist reizmildernd, entzündungshemmend, wundheilend und zusammenziehend
  • Ackerschachtelhalm (Kraut) kräftigt Gewebe und Gefäße
  • Löwenzahn (Wurzel und Kraut) unterstützt die Leber und das Verdauungssystem
  • Bertram (Wurzel) stimuliert die Verdauungssäfte von Leber und Bauchspeicheldrüse
für Kieselsäure:
  • Ackerschachtelhalm (Kraut) kräftigt Gewebe und Gefäße
  • Vogelknöterich (Kraut) schleimlösenden, entzündungshemmenden, zusammenziehenden Eigenschaften
Geduld in allen Dingen führt sicher zum Gelingen.
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#2
Universaleinschleuserpflanze = Bertram

Der römische BertramAnacyclus pyrethrum Linné - wird als Echter Bertram bezeichnet (mehrjährig). Er enthält die meisten Würz- und Heilkräfte.
Demgegenüber steht der Deutsche Bertram - Anacyclus officinarum, der als "Ersatzpflanze" oder Verfälschung gilt (einjährig).

Die Bertramwurzel schmeckt scharf und ist in römischer Zeit daher ein willkommener Ersatz für teuren Importpfeffer.

Ela: Für mich schmeckt er zunächst nach Piment und dann kommt eine leichte pfeffrige Note dazu.


Aussehen:
Aus einer Pfahlwurzel heraus wächst der Bertram rosettenförmig kriechend ein Stück über den Boden, bevor sich die Stängel bis zu einer Höhe von etwa 20-30 cm aufrichten. Die Blätter sind zerstreut stehend, fiederartig eingekerbt und leicht bläulich-grün gefärbt.
Ab Mai bis in den September hinein bilden sie ihre Blüten aus. Diese sind durch zahlreiche gefiederte, weiße Blütenblätter und ein gelbes Blütenkörbchen gekennzeichnet. Die Unterseiten der Bertramblüten an den Unterseiten rötlich-lila gefärbt.
Bertram hat Ähnlichkeit mit der Kamille.

verwendete Pflanzenteile:
Wurzel

   
Quelle: Internet, römischer Bertram

Hildegard von Bingen:
"Einen Kranken, der körperlich fast ganz heruntergekommen ist, bringt er wieder zu Kräften."

Anwendungsgebiete:
innerlich:
  • Zahnprobleme
  • Beschwerden im Rachenraum (Mundtrockenheit, Entzündungen von Schleimhaut und Zahnfleisch)
  • Magen-Darm-Problemen (Verdauungsschwäche, Verstopfung, Blähungen)
  • regt den Speichelfluß an
  • sorgt dafür, daß Nährstoffe (Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente) besser im Organismus aufgenommen werden können
  • rheumatischen Beschwerden
  • Diabetes
  • Herzbeschwerden
  • Lungenleiden
  • Wechselfieber
  • Angstzustände
  • Schlaflosigkeit
  • Depressionen
äußerlich:
  • Rückenbeschwerden (Hexenschuß oder Ischias)
  • Gliederschmerzen

Eigenschaften:
  • adstringierend (zusammenziehend)
  • entzündungshemmend
  • antibakteriell
  • immunstimulierend
  • verdauungsfördernd
  • schleimlösend
  • lokalanästhetisch (lokal schmerzbetäubend)
  • nervenstärkend
  • stimmungsaufhellend
  • blutreinigend
  • hautreizend

Dosierung:
Die passende Menge bzw. Dosierung von Bertram sind 1 - 3 Messerspitzen des Pulvers.

   
Quelle: Internet

Nebenwirkung:
Bei starker Überdosierung können Übelkeit, Erbrechen, Magenschmerzen und Durchfall sowie Kopfschmerzen auftreten.


Ela: Wir nehmen das Pulver (von Sonnentor) seit 1 Woche. Es ist bekömmlich, und man schmeckt wenig vor.
Das Pulver kann in jedem Reformhaus bzw. im Bioladen gekauft werden.
Da ich leider nicht weiß, wie weit das Pulver bei Sonnentor bearbeitet/verarbeitet ist, habe ich dort angefragt. Sobald sie mir antworten, gebe ich Bescheid.

Hekate
Geduld in allen Dingen führt sicher zum Gelingen.
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#3
(15.01.12023, 18:36)Ela schrieb: https://www.pagan-forum.de/post-78025.html#pid78025Da ich leider nicht weiß, wie weit das Pulver bei Sonnentor bearbeitet/verarbeitet ist, habe ich dort angefragt. Sobald sie mir antworten, gebe ich Bescheid.

Da bin ich auch mal gespannt.
Soweit ich weiß, sind die Gewürze und Kräuter von Sonnentor allesamt Rohkost. Diese Antwort habe ich vor vielen Jahren von Ihnen bekommen. Mal schauen, ob sie es immer noch so handhaben.
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#4
Und hier die Antwort von Sonnentor:

"Sämtliche Rohwaren, die wir verarbeiten, werden vor Ort sofort nach der Ernte getrocknet, andernfalls könnte die Ware nicht gelagert oder transportiert werden (Mikrobiologie). Die Trocknung erfolgt sowohl bei Drusch als auch bei Blattware mit Trocknungsanlagen (z. B. Bandtrockner, Hordentrocknung, Flachrost etc.) sowie bei Blüten durch Lufttrocknung im Freien im Schatten, damit die Farben erhalten bleiben. Die meisten Produkte werden mit max. 35-40 Grad getrocknet, damit die äth. Öle erhalten bleiben.
Garantieren können wir dieses Trocknungsverfahren bei den Produkten unserer Bauern und Bäuerinnen im Inland.

Ausgenommen sind auch Produkte wie Paprika, Kurkuma, Chili, Petersilie oder eben auch Bertram, die bei der Trocknung teilweise auf 65° C erhitzt werden.
Hintergrund ist die mikrobiologischen Belastung, die Wurzeln mitbringen.
"
Geduld in allen Dingen führt sicher zum Gelingen.
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