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Der Kräutergarten
#1
Kräuter können die Küche kulinarisch sehr abwechslungsreich gestalten, aus einem Gericht geschmacklich etwas "ganz anderes" machen. Wer kennt nicht beispielsweise die Rosmarin-Kartoffeln oder die Schnittlauch-Butter.

Kräuter sind außerdem gesund, und das Anlegen eines "Kräutergartens" lohnt deshalb auf jeden Fall. Man kann einfach beginnen mit einem Topf des Lieblingskrauts, und ab und zu probiert man mal etwas Neues, vielleicht entwickelt sich dann ja so nach und nach "eine Kräuterliebe"?


Koriander oder "chinesische Petersilie"

Koriander und Petersilie sind verwandt und sehen sich auch recht ähnlich.

Voranzucht etwa im April und dann Mitte Ende Mai ins Beet bzw. im Topf nach draußen. Er kann auch drinnen verbleiben. Spätestens im Juni sollten die Pflänzchen bereit sein, dann schaffen sie es noch bis zur Blüte. Sofern man die Samen und nicht nur die Blätter möchte, ist das ja wichtig. Will man nur die Blätter, kann man ihn den ganzen Sommer über ansäen.
Einfach auf die Erde legen und leicht andrücken. Oder nur leicht mit lockerer Erde berieseln. Die Samen sind recht groß, aber es ist ein Lichtkeimer.
Er ist nicht winterhart.

Der Koriander ist einjährig ,blüht also im ersten Jahr bereits. Läßt man die Blüte stehen, trocknet sie ein und man kann den Samen sammeln. Es funktioniert ähnlich wie bei Schnittlauch, Zwiebel usw., siehe hier:

https://www.pagan-forum.de/thread-6016.html


Zum Aufbewahren den Samen vorher auslegen und einige Tage gut durchtrocknen lassen, um Schimmelbildung zu vermeiden. Man kann den Samen aber auch gleich frisch verwenden. In beiden Fällen kann man ihn noch zerreiben vorher (mörsern z. B.). Ich habe zwei Mörser mit Gefäß, einmal aus Holz und einmal aus Keramik, und bald habe ich drei, denn die beiden sind seit dem Umzug verschollen, und ich werde jetzt wieder einen kaufen. Aber das gehört ja gar nicht hierher.
Oder doch, irgendwie schon, denn ein Mörser ist ein gutes Hilfsmittel für Kräuter, die man, wenn sie getrocknet sind, alle gut damit verreiben kann.

Einige Samen für die Aussaat im Folgejahr aufheben.

Wenn man zeitlich versetzt immer wieder ansät, hat man immer junge Blättchen, die den älteren gegenüber zu bevorzugen sind (wegen des Geschmacks). Wem auch die jungen Blätter nicht schmecken, der kann trotzdem den Samen probieren, der wieder ganz anders schmeckt.

Er wächst gut im Halbschatten, in Vollsonne geht er schneller in Blüte. Je nachdem, was man ernten möchte, sollte man daher den Standort wählen. Denn wenn er einmal blüht, schmecken die Blätter nicht mehr so gut (mehr bitter).
Der Boden sollte gut durchlässig sein, eventuell etwas Sand untermischen, denn Staunässe mag er gar nicht.

Es ist ein sog. Schwachzehrer, das heißt, düngen ist nicht nötig und kann sogar nachteilig sein und ihn anfällig für Krankheiten machen.
Aus Tränen Gold und Perlen machen
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#2
Das Bohnenkraut

Bohnenkraut gehört zu meinen Lieblingskräutern, ich könnte das überall draufstreuen, sogar auf ein Marmeladebrot.
Aber Scherz beiseite, es paßt zu sehr viel mehr als nur zu Bohnen.

Ab Ende April kann es direkt draußen eingesät werden. Ins Beet oder auch in einen Topf auf dem Balkon. Auch Bohnenkraut ist ein Lichtkeimer, also nur in der Erde leicht andrücken genügt. Bohnenkraut braucht man nur einmal im Leben ansäen, um es mal pointiert zu sagen, denn es sät sich dann zuverlässig immer wieder selbst aus.

Auch Bohnenkraut ist, wie die meisten Kräuter, ein Schwachzehrer, das heißt, man braucht und soll höchstens ganz wenig düngen. Auch das Bohnenkraut mag lockeren, durchlässigen Boden und schätzt keine Nässe, vor allem keine Staunässe. Also immer für einen guten Wasserablauf sorgen.

Man erntet im Hochsommer, bevorzugt wenn es blüht, weil es dann am aromatischsten ist. Aber es blüht sowieso dauernd, so daß es kaum möglich wäre, ohne Blütenstand zu ernten.
Manche sagen genau umgekehrt, man muß vor der Blüte ernten, weil es an Aroma verlieren würde, das möchte ich nur erwähnen.
Man schneidet den gesamten Stock ab oder zieht ihn mitsamt den Wurzeln heraus, wenn sie schon zu dicht saßen (und die dann abschneiden), und hängt ihn überkopf zum Trocknen an eine luftige Stelle. Vor dem Aufhängen kann man den ganzen Stock auch noch ganz gut mal durch ein Wasser ziehen, um Staub und Schmutz zu entfernen. Eventuell darin versteckte Tierchen krabbeln aber von selber weg.

Ist er dann trocken, Dauer je nach Witterung, aber nach etwa zwei bis drei Wochen, werden die Blätter über einer großen Schüssel (groß, damit nicht so viel danebengeht) mit den Händen abgerebelt. Das geht ganz leicht und schnell. Grobe Stiele werden gleich raussortiert, den gesamten Rest kann man dann in ein grobes Sieb (Nudelsieb und Ähnliches) legen und über einer Schüssel schütteln. Die feineren Blättchen fallen durch, und die gröberen Stiele verbleiben (hoffentlich alle) im Sieb.

In Schraubgläser füllen, am besten noch beschriften mit Inhalt und Erntejahr, und dann ist man schon fertig.
Die paar kleinen Blüten können verbleiben, sie können mitgegessen werden. Man kann sie aber auch abzupfen, bevor man den ganzen Stock zum Trocknen aufhängt. Getrocknet schmeckt das Bohnenkraut aromatischer als frisch (finde ich).

Dies bezieht sich auf das einjährige Sommerbohnenkraut. Es gibt noch das mehrjährige Bergbohnenkraut, da ist es, vermute ich, alles ähnlich, müßte man mal ausprobieren.
Aus Tränen Gold und Perlen machen
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