02.10.12026, 11:45 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 02.10.12026, 11:47 von Inara.)
An der Stelle, an der eigentlich das Radar für den neuen Flughafen installiert werden sollte, entdeckten Archäologen ein monumentales, kreisförmiges Bauwerk. Auf dem Papoura-Hügel wurde 2024 ein riesiger, kreisrunder „Ringbau“ aus minoischer Zeit ausgegraben.
Der Fund ist außergewöhnlich. Der Rundbau hat einen Durchmesser von etwa 48 Metern und umfasst rund 1.800 Quadratmeter. Er besteht aus acht übereinanderliegenden Steinringen und erreicht eine Höhe von bis zu 1,7 Metern. Im Inneren befindet sich ein weiterer kreisförmiger Bereich, von dem aus sich kleinere, miteinander verbundene Räume labyrinthartig ausbreiten. Zwei mögliche Haupteingänge wurden ebenfalls entdeckt.
Eine vergleichbare Anlage ist aus der minoischen Archäologie bisher nicht bekannt.
Angeblich soll der Bau um 2000 v. d. Z. seine Hauptnutzung erfahren haben. Eine vorherige Datierung scheint es bei den Minoern nicht gegeben zu haben. Die Minoer scheinen also kurz vor ihrem Untergang noch einmal richtig aktiv geworden zu sein. So wie eben in Ägypten alles in der 4. Dynastie erbaut worden sein soll.
Dieser Rundbau ist eindeutig weiblich und damit minoisch. Hier sieht man auch in der Architektur den Göttinnenkult. Der Bau erinnert uns zudem an das Symbol des atlantischen Mondes.
Da müssen wir hin!
Die Bilder im Netz haben uns sofort angesprochen und unser Interesse geweckt. Und da die Ausgrabungsstätte nur 13 km von unserer Unterkunft entfernt liegt, war klar, dass wir uns das zumindest einmal vor Ort selbst ansehen müssen.
Im Internet ist bereits zu lesen, dass das Gelände weiträumig abgesperrt, teilweise militärisch genutzt und angeblich sogar mit Hunden bewacht wird. Und tatsächlich, ganz heran kommen wir nicht. Zum einen liegt der Fundort hoch oben auf dem Hügel, zum anderen ist das gesamte Areal weiträumig eingezäunt.
Umgebung vor Ort! Die Ziegen beobachten unser Treiben.
Wir gehen also so dicht wie möglich heran, lassen ein paar wPs dort und verlassen den Ort wieder.
Wie geht es weiter?
Der neue Flughafen soll 2027 eröffnet werden und künftig bis zu 18 Millionen Passagiere jährlich abfertigen. "Eine jahrelange Unterbrechung der Bauarbeiten wäre entsprechend problematisch", so heißt es von Kulturministerin Lina Mendoni. Die betonte deshalb, dass beides möglich sein müsse: Die archäologischen Untersuchungen sollen fortgesetzt und das Denkmal geschützt werden, während gleichzeitig der Flughafenbau weitergeht.
Das Wort "Labyrinth" ist ein ganz typischer Hinweis auf eine matriarchale Epoche. Also Minoer. Toll gefunden!
Das Labyrinth ist ein Ursymbol für die Große Göttin, für den weiblichen Schoß und den zyklischen Lebensweg. Es unterscheidet sich grundlegend von einem Irrgarten. In einem Labyrinth gibt es keine Sackgassen, sondern einen einzigen verschlungenen Pfad, der unweigerlich in die Mitte und wieder heraus führt. Das wird in heutigen Filmen gern durcheinandergewürfelt. Also Labyrinth und Irrgarten.
Der männliche Heros bezwingt dieses Labyrinth (als Prüfung), oftmals mit weiblicher Hilfe. Und gerade von Kreta kennen wir die Überlieferung "des roten Fadens".
Ariadne gibt Theseus den Faden, damit dieser den Weg aus dem Labyrinth findet und dem Minotauros entkommen kann.
Das klassische siebenkreisige Labyrinth (oft auch als „Ur-Labyrinth“ bezeichnet) ist der zyklische, verschlungene weibliche Weg, der sich im Gegensatz zur linearen und patriarchalen Denkweise befindet, die nur den Weg von A nach B kennt.
In der bekannten kretischen Labyrinth-Sage von Ariadne und dem roten Faden wird der Ursprung patriarchal um- und damit fehlgedeutet (Theseus tötet den Minotaurus). Aus matriarchaler Sicht ist jedoch Ariadne die zentrale Figur. Sie besitzt als Priesterin des Labyrinths den „roten Faden“ (das Wissen um Leben, Tod, Einweihung und Initiation), welcher den Weg durch die Transformation weist. Das ist das weibliche Prinzip. Der verschlungene Pfad, der kein Ziel haben muß. Das steht im krassen Gegensatz zum männlichen Prinzip: der Weg bzw. der Idiot, der immer ein "Ziel vor Augen" haben will. Eventuell wollen wir das beim nächsten Seminar vertiefen?
Entweder man findet einen Weg oder man schafft einen Weg!
Steinlabyrinthe findet man viel zu selten in heimischen Gärten. Dabei zieht dieses dekorative und verspielte Element viele Blicke auf sich und macht nicht nur Kindern Spaß. Es gibt prähistorische Labyrinthe. Darstellungen aus Europa und anderen antiken Nationen, denn Labyrinthe gehören zu den universellen Symbolen der Menschheit. Labyrinthe wurden mit Gesteinsbrocken auf den Erdboden gelegt und bei Frühjahrsritualen oder Initiationsritualen durchtanzt oder einfach durchschritten. Im Mittelalter dienten Labyrinthe auf Kirchenböden zum Abschreiten der inneren Andacht und Meditation.
Der männliche Heros dringt in den Mittelpunkt des Labyrinthes vor und wird dadurch zu einem Mann, der
fortan das Recht besitzt, von einer Frau erwählt zu werden.
Entweder man findet einen Weg oder man schafft einen Weg!
02.10.12026, 17:18 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 02.10.12026, 17:21 von Inara.)
(02.10.12026, 12:47)Paganlord schrieb: https://www.pagan-forum.de/post-96650.html#pid96650
Das Wort "Labyrinth" ist ein ganz typischer Hinweis auf eine matriarchale Epoche. Also Minoer. Toll gefunden!
Das Labyrinth ist ein Ursymbol für die Große Göttin, für den weiblichen Schoß und den zyklischen Lebensweg. Es unterscheidet sich grundlegend von einem Irrgarten. In einem Labyrinth gibt es keine Sackgassen, sondern einen einzigen verschlungenen Pfad, der unweigerlich in die Mitte und wieder heraus führt. Das wird in heutigen Filmen gern durcheinandergewürfelt. Also Labyrinth und Irrgarten.
Der männliche Heros bezwingt dieses Labyrinth (als Prüfung), oftmals mit weiblicher Hilfe. Und gerade von Kreta kennen wir die Überlieferung "des roten Fadens".
Ariadne gibt Theseus den Faden, damit dieser den Weg aus dem Labyrinth findet und dem Minotauros entkommen kann.
Das klassische siebenkreisige Labyrinth (oft auch als „Ur-Labyrinth“ bezeichnet) ist der zyklische, verschlungene weibliche Weg, der sich im Gegensatz zur linearen und patriarchalen Denkweise befindet, die nur den Weg von A nach B kennt.
In der bekannten kretischen Labyrinth-Sage von Ariadne und dem roten Faden wird der Ursprung patriarchal um- und damit fehlgedeutet (Theseus tötet den Minotaurus). Aus matriarchaler Sicht ist jedoch Ariadne die zentrale Figur. Sie besitzt als Priesterin des Labyrinths den „roten Faden“ (das Wissen um Leben, Tod, Einweihung und Initiation), welcher den Weg durch die Transformation weist. Das ist das weibliche Prinzip. Der verschlungene Pfad, der kein Ziel haben muß. Das steht im krassen Gegensatz zum männlichen Prinzip: der Weg bzw. der Idiot, der immer ein "Ziel vor Augen" haben will. Eventuell wollen wir das beim nächsten Seminar vertiefen?
Also ich würde das Thema gern vertiefen.
Auch in Knossos und Malia wird die Bauform durchgehend als Labyrinth beschrieben. Der einzige Unterschied besteht darin, dass diese Labyrinthe nicht rund, sondern quadratisch bzw. rechteckig angelegt wurden. Zumindest wird das so dargestellt.
Damit werden hier weibliche Symbole (Labyrinth) mit männlichen Symbolen (Quadrat/ Rechteck) kombiniert.
Unberührt davon bleibt die eigentliche Funktion des Labyrinths. Nämlich, dass der Weg stets ins Zentrum führt. In Knossos oder auch Malia ist dies der Zentralhof.
Modellbau Mailia
Besonders wertvoll fand ich Paganlords Abgrenzung zum Irrgarten, da beide Begriffe tatsächlich häufig gleichgesetzt werden. Symbolkundlich lässt sich das Labyrinth am treffendsten mit der Spirale vergleichen.
Sie steht für Wettkampf und Bewährungsprobe. Nur der Beste ist in der Lage, die Frau (hier Ariadne) zu befreien und sie auf diese Weise zu erreichen. Auch wenn es hierbei in der Urbedeutung nicht um Befreiung geht, sondern um Bewährung. Also um die Ausdauer und Beharrlichkeit des männlichen Heros, um sein Ziel zu erreichen.
Die schlängelnde Linienführung erinnert zudem an eine liegende Schlange – das Ursymbol der Göttin.
Auch die Art der Bewegung fand ich einen aufschlussreichen Hinweis. Frauen (keine „Emanzen“) versuchen, geschickt und umsichtig ihr Ziel zu erreichen. Sie meiden Konflikte, wo es möglich ist, und nehmen gegebenenfalls auch mehr Zeit in Kauf, um ihre Ziele geduldig und beharrlich zu verfolgen.
Anhand der Bewegung kann man also auch sehr gut weibliche und männliche Elemente voneinander trennen.
03.10.12026, 15:03 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 04.10.12026, 01:10 von THT.)
Zitat:Symbolkundlich lässt sich das Labyrinth am treffendsten mit der Spirale vergleichen.
Ja genau, ich habe schon sehr oft "Labyrinthe" technisch als neutrale Spirale verwendet.
Neutral deswegen, weil sich die Felder bzw. Schwingungen (Schlange steht technisch gesprochen für eine Frequenz) in einem mythischen Labyrinth immer gegenseitig aufheben:
Jede Stelle des Labyrinthes wird durch eine Gegenbewegung ständig "neutralisiert".
Diese spezielle, gegenläufige Bewegungsform erschließt das sogenannte "Nullfeld", also einen anderen Frequenzbereich.
Man kann auch biophysikalisch sagen: Die Gehirnwindungen werden synchronisiert, und dadurch erlangt man einen speziellen Zugang.
4-polige Spulenanordnung, römisches Vorbild, daher patriarchalisch eckig...
Macht sich als Wandheizungselement gut!
Ist mir gerade aufgefallen:
Bewegt mal das Bild hoch und runter oder links und rechts. Man sieht dann den optischen Effekt einer Pyramide von oben mit 4 "Rechtecken", jeweils eines auf jeder Pyramidenseite und insgesamt wie eine Swastika angeordnet.
Erst wissen, dann denken. Erst denken, dann reden.
07.10.12026, 10:37 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 07.10.12026, 10:41 von Aglaia.)
Klassische Siebenkreislabyrinthe, gefunden auf antiken griechischen Münzen und Tafeln
Original nach der antiken Mythologie: Das allererste Labyrinth wurde von Daedalus für König Minos von Kreta erbaut in Knossos, um den Minotaurus einzusperren. Prähistorische Labyrinthe sind als Fallen für böse Geister und als Initiationsweg gedacht, während mittelalterliche Versionen den Weg zum Krötentum darstellen sollen.
Labyrinthe gibt es weltweit. Von Ägypten bis nach Indien. Hier das sehr bekannte Steinlabyrinth auf der Insel Blå Jungfrau (Blaue Jungfrau), in Schweden.
Die Insel Blå ist ein zentraler Bestandteil der schwedischen Folklore und gilt als magischer und böser Ort. Das liegt daran, daß Menschen auf dieser Insel (hier im Labyrinth) ihre "bösen Geister" losgeworden und sozusagen als "Jungfrau" wieder zurückgefahren sind. Doch die bösen Geister blieben leider vor Ort, weshalb es Ungemach bringt, durch das dortige Labyrinth zu schreiten.
Wie mache ich ein kreisrundes 7-gängiges kretisches Labyrinth?
Man kann beispielsweise im Winter entsprechende Übungen experimentieren. Im Schnee ist es am leichtesten direkt den Weg zu konstruieren, also den Ariadnefaden. Wenn man diese Labyrinthe aber zum Beispiel im Sand an einem Strand erproben möchte, ist es besser die Begrenzungslinien zu konstruieren. Dafür eignet sich die kreisrunde Form ganz gut. Es würde mich freuen, wenn ich damit möglichst viele Labyrinthbegeisterte anregen könnte, das Aussehen und Anfühlen dieser Labyrinthe zu erleben.
In den Zeichnungen ist das enthaltene Grundmuster farblich abgesetzt. Beim kretischen kreisrunden Labyrinth mit der Wegfolge 3-2-1-4-7-6-5-8 kann man erkennen, dass die rechte Hälfte des Musters gegenüber der sonst üblichen Darstellung um eine Wegbreite nach oben verschoben ist.
Das Grundmuster ist etwas vereinfacht. Die waagrechten Balken des Zentrierkreuzes und der Winkel gehen in die Kreisform über, sodass man nur die senkrechten Linien des Musters braucht. Zur Konstruktion des Labyrinths kann man, wie gewohnt, von rechts nach links alle freien Punkte und die freien Linienenden miteinander verbinden.
Im Sand ritzt man sinnvollerweise erst einmal alle acht Kreise vollständig in den Boden und konstruiert anschließend die senkrechten Linien. Dabei sollte man auf die Lage der Hauptachse achten. Die überflüssigen Teile der Kreise lassen sich leicht „ausradieren“. Die eigentlichen Begrenzungslinien können verstärkt nachgezeichnet werden.
In den Beispielen ist der Weg 50 cm breit, die Mitte hat 2 m Durchmesser (= das Vierfache der Wegbreite). Dadurch bekommt man einen Gesamtdurchmesser von 9 m. Die Linienlänge beläuft sich dann auf ungefähr 138 m, und der einfache Weg in die Mitte beträgt etwa 120 m.
Das Ganze lässt sich skalieren. Das heißt: Soll das Labyrinth z. B. doppelt so groß werden, also 18 m Durchmesser haben, multipliziert man alle Werte mal zwei. Der Weg wäre dann 1 m breit und man müsste 240 m zurücklegen, um in die Mitte zu kommen.
Die unterschiedlichen Labyrinthtypen lassen sich am besten mit der Wegfolge bezeichnen. Das ist bekanntlich die Reihenfolge, in der die einzelnen Umgänge auf dem Weg zum Zentrum begangen werden.
Hier als Zusammenstellung alle acht Typen der 7kreisigen antiken kretischen Originale (Anklicken zum Vergrößern):
Das letzte Beispiel, der Typ 5674 1238, ist neben dem kretischen Labyrinth (Typ 3214 7658) das einzige selbstduale. Das zeugt von besonderer Qualität. Labyrinthe, deren Muster symmetrisch zur Mitte des Weges ist, sind selbstdual. Das bedeutet: die beiden Hälften sind kongruent. Sie können miteinander zur Deckung gebracht werden. Das originale und das duale Labyrinth sind identisch.
Daher hätte es es auch verdient, einmal als begehbares, permamentes Labyrinth gebaut zu werden. Weltweit gibt es davon noch keines, soviel ich weiß. Wer macht den Anfang?
Für fleißige Labyrinthbauer gibt es hier für alle vorgestellten Labyrinthtypen eine Konstruktionszeichnung im PDF-Format zum Anschauen, Drucken oder Kopieren:
Was man will – nicht was man wünscht – empfängt man.
07.10.12026, 11:46 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 07.10.12026, 21:08 von Inara.)
Ich bin das Labyrinth gedanklich abgelaufen. Es gibt nur einen Weg, der letztlich immer zum Ziel führt. Das Durchschreiten des Labyrinths erinnert mich an eine Art Choreografie, die einer vorgegebenen Taktung folgt. Fast wie ein Reigentanz.
Man durchläuft dabei sieben Wege. Die Sieben lässt sich als Göttinnenzahl und zugleich als Ausdruck eines Siebenerrhythmus verstehen. Durch den Wechsel der Richtungen bewegt man sich nacheinander durch unterschiedliche Frequenzbereiche (links, rechts, links, rechts...). Eine Art Pendelbewegung, die dadurch einen Ausgleich schafft.
Diese Abfolge ist für jeden, der das Labyrinth durchschreitet, gleich. In diesem Sinne könnte man die einzelnen Stationen als unterschiedliche Initiationspunkte verstehen.
Das Labyrinth folgt somit einem vorgegebenen Rhythmus, der sich innerhalb verschiedener Frequenzbereiche entfaltet. Besonders interessant finde ich dabei die Reihenfolge der Bewegungen: Man beginnt in der dritten Reihe, geht zunächst über die zweite Reihe bis ganz nach nach unten und gelangt erst danach in die vierte Reihe. Diese Bewegung wirkt für mich wie eine festgelegte Entwicklungsfolge.
Erst nachdem die tieferliegende Ebene durchlaufen wurde, erfolgt der Übergang in die vierte Reihe. Symbolisch könnte dies bedeuten, dass zunächst eine bestimmte innere Entwicklung oder Vorbereitung notwendig ist, bevor die nächste Ebene, eine Art Höherentwicklung, erreicht werden kann.
Das Labyrinth empfinde ich wie eine vorgegebene Abfolge von Bewegungen, Rhythmen und Frequenzbereichen. Jeder Schritt markiert dabei einen bestimmten Entwicklungs- oder Initiationspunkt. Im Zentrum wird dann die höchste Entwicklungsstufe erreicht.