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Inselbegabte und das Savant-Syndrom
#11
Die Savants haben da noch eher Glück, sie sind spektakulär genug, dass man sie so sein lässt wie sie sind, im Normalfall werden Autisten zu Idioten abgestempelt, irgendwo in Heimen verwaltet und es wird nur versucht sie wieder normal zu machen anstatt das zu fördern was sie können.
Ich denke, dass die Nichtbehinderung in der Entwicklung auch einer der Schlüsselfaktoren ist, warum ein Autist zu einem Savant wird.
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#12
Hallo zusammen!

@Yogurt
So sein lassen wie sie sind ist allerdings nicht ganz richtig. So wären die meisten nicht wirklich überlebensfähig. Sie können sich nur schwer selbstversorgen.
Ein Autist wird nicht zu einem Savant sondern er ist und bleibt immer ein Autist - Savants sind nur Autisten die zusätzlich mir einer Inselbegabung ausgestattet sind. Das autistische Spekturm beinhaltet halt die ganze Palette von Schwerstbeeinträchtigt bis Uni-Professor. Ein Kanner Autist wird sich nie selbstversorgen können, ein Asperger Autist jedoch vielleicht mit guter Förderung und Begleitung schon.
Was alle gemeinsam haben ist, daß sie sich nicht in jemanden hineinversetzen können um zu interpretieren was der andere z.B. zu einem Thema denkt. Weiters weisen alle Autisten zwischenmenschliche Inkompetenz auf, Asperger Autisten schaffen es dies etwas zu kompensieren bzw. gehen anders damit um und können daruch in der Gesellschaft besser existieren. Man kann es mit Programme vergleichen, bei denen bestimmte Funktionen/Abläufe fehlen, dafür aber andere vielleicht besser oder sogar überdurschnittlich funktionieren.

Grüße
Tue was Du willst, aber wisse was Du willst!
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#13
Hallo,
ich habe mit großen Interesse euren Forenbeitrag zum Savant-Syndrom gelesen.
Nun zu meinem Problem,mein Bruder ist auch ein Savant.Ich suche schon eine
ganze Weile einen Kontakt im Internet zu Wissenschaftlern die dieses in Deutschland oder
anderswo erforschen.
Könnt ihr mir dabei helfen?

Gruß
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#14
Zu Sebastian P.

Ich kenne in Wien (Österreich) Frau Mag. Muchitsch bzw. Frau Dr. Muchitsch (schon verstorben); die beiden beschäftigen/beschäftigten sich seit über 20 Jahren intensiv mit dem Thema Autismus. Haben dort einige Kindergärten, Schulen und Unterbringungsmöglichkeiten - Tagesstätten aufgebaut.
Und Herrn Dr. Kaschnitz aus Graz (Österreich), welcher sich auch sehr intensiv mit Autisten beschäftigt.
Kann dir jetzt aber nicht sagen, ob diese auch das ganze Thema wissenschaftlich aufgearbeitet haben, pädagogisch allerdings auf alle Fälle.

Grüße
Tue was Du willst, aber wisse was Du willst!
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#15
Im Rollstuhl durch den wilden Kaukasus

http://www.spiegel.de/reise/fernweh/0,1518,721206,00.html

"Jens kann zwar kaum sprechen, aber geistig ist er schlauer als wir alle hier, er kriegt alles mit." In holprigem Russisch, das noch aus der Schulzeit in der DDR hängengeblieben ist, erklärt Theo, wie sehr "mir der Jens oft hilft": "Ich würde die Hälfte meiner Termine verpassen ohne den Jens." Vor der Abfahrt nach Marokko hatte der Rollstullfahrer tagelang Reiseführer und Landkarten studiert. "Dort haben wir dann fast keine Karte mehr gebraucht, Jens hatte sich einfach alles gemerkt: Städte, Sehenswürdigkeiten, sogar Abzweigungen."
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