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Lebensmittel-Neuigkeiten
Eier umdeklariert?

Schwere Anschuldigungen hat die Tierrechtsorganisation PETA gegen den Bioeier-Produzenten Hennenberg erhoben. Er soll Eier aus diversen Haltungsformen gemischt gelagert und je nach Auftragslage etikettiert haben. Dabei beruft sich PETA auf die eidesstattliche Erlärung eines früheren Mitarbeiters Hennenbergs. Bereits im Juni hatte der nordrhein-westfälische Agrarindustrielle Schlagzeilen gemacht, weil er Bio-Hühnern nicht genug Auslauf gewährt haben soll.
Diese Vorwürfe sind inzwischen bestätigt. Die Ökokontrollbehörde hat deshalb die Staatsanwaltschaft eingeschaltet. In die Kritik geriet die Öko-Kontrollstelle IMO, weil sie den Betrieb nicht risikoorientiert mehrmals im Jahr überprüft hatte. Auflagen wurden ein Jahr lang nicht umgesetzt.

Quelle: BioHandel 11/09
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Bio-Kritik ohne Basis

In Bio-Produkten sind „kaum Pflanzenschutzmittelrückstände“ und „keine bedenklichen Schwermetallgehalte“. Das hat das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) gerade wieder festgestellt. Trotzdem gibt es immer wieder Kritik an Bio. // Manfred Loosen

Auch „Panorama“ nahm unlängst den Bio-Anbau ins Visier. Die Redakteure der Sendung „Geheimsache Bio“ hatten sich unter anderem mit dem Kupfereinsatz im Öko-Obstbau und der Geflügelhaltung auseinandergesetzt. Der Beitrag suggerierte, dass diese Themen von der Bio-Branche totgeschwiegen würden. Die Probleme werden jedoch laufend thematisiert: auf Tagungen der Öko-Verbände, in öffentlichen Diskussionen und natürlich auch in Schrot&Korn.

In der Sendung wurden die Vorteile von Bio zu wenig oder nicht gewürdigt: Erst vor Kurzem stellten BVL und das Ministerium für Ernährung und Ländlichen Raum Baden-Württemberg, das regelmäßig Bio-Produkte kontrolliert, fest: Bio-Produkte führen das Öko-Siegel zu Recht; es gibt fast keine Rückstände von Pflanzenschutzmitteln und Schwermetallen. Konventionelles Obst und Gemüse weist 300 bis 400 Mal mehr Pestizidrückstände auf als Bio-Produkte – um nur einige belegte Vorteile zu nennen. Und selbst die Deutsche Bank hat sich im Herbst für die biologische Landwirtschaft ausgesprochen (siehe hier).

Dass Bio-Bauern Kupfer spritzen, ist ein viel diskutiertes Thema (Schrot&Korn wird darüber erneut im Januar berichten). Es ist bekannt, dass die Branche hartnäckig versucht, Spritzmengen zu verringern und an Alternativen arbeitet.

Auch die großen Bio-Geflügelställe hat Schrot&Korn thematisiert (zuletzt 8/2009). Die Öko-Verordnung begrenzt die Zahl der Tiere pro Stall auf 3?000 Legehennen. Ein Betrieb darf mehrere Ställe umfassen. Unbestritten sind die Vorteile für Hühner und Hähne: unter anderem mehr Raum in den Ställen, Auslauf, kontrollierte Beleuchtung.

Fazit: Die Bio-Branche tut gut daran, weiterhin die Vorteile von Bio darzustellen; ebenso ist es wichtig, auch die Probleme immer wieder offen zu kommunizieren. // ml

Quelle: Schrot&Korn 12/09
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Azofarbstoffe im Fokus

Vom 20. Juli dieses Jahres an müssen in der Europäischen Union Lebensmittel mit bestimmten künstlichen Farbstoffen einen Warnhinweis tragen.

Hersteller, die für ihre bunten Süßwaren und Getränke Azofarbstoffe benutzen, müssen dann auf die Verpackung schreiben: „Kann Aktivität und Aufmerksamkeit bei Kindern beeinträchtigen.“

Aus diesem Anlass hat der Verein für Unabhängige Gesundheitsberatung (UGCool erneut vor Azofarbstoffen gewarnt. Eine britische Studie war bereits 2007 zu dem Ergebnis gekommen, dass die künstlichen Farbstoffe in der Ernährung die Hyperaktivität bei Kindern erhöhen können. Die Lebensmittelbehörde in Großbritannien empfahl daraufhin, hyperaktiven Kindern keine Lebensmittel mehr zu geben, die derartige Farbstoffe enthalten. Hergestellt werden Azofarbstoffe aus Anilin, einer aromatischen Verbindung. Dieser Stoff steht schon lange im Verdacht, Krebs auszulösen. Wer Azofarbstoffe für sich und seine Kinder vermeiden und sie auch nicht unabsichtlich zu sich nehmen
will, der ist mit Bio-Produkten auf der sicheren Seite: Hier sind künstliche Farbstoffe verboten. // ml

Quelle: Schrot&Korn 01/10
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Gegen Patente auf Brot und Milch

Greenpeace wirft Gentechnik-Firmen vor, das Patentrecht zu missbrauchen, um sich Monopolrechte an Pflanzen und Tieren und sogar an Milch und Brot zu sichern.

Patentexperte Chr*stoph Then hat im Namen von Greenpeace die neue Bundesregierung aufgefordert, die Gesetzgebung und die Praxis der Patentämter radikal zu ändern. Nur so könne „diese Privatisierung von Pflanzen und Tieren“ verhindert werden. Wenn neben Saatgut und Nutztieren nun auch Lebensmittel wie Milch, Butter und Brot zum Patent angemeldet würden, erreichten die Patentansprüche eine neue Dimension, sagt auch die Koalition Keine Patente auf Saatgut, der neben Greenpeace unter anderem internationale Bauernorganisationen, Swiss-aid und Misereor angehören. Es bestehe die Gefahr, dass bald multinationale Konzerne wie Monsanto, Dupont und Syngenta die gesamte Kette der Lebensmittelerzeugung kontrollieren. Keine Patente auf Saatgut hat deshalb einen globalen Appell gestartet. Zu den Erstunterzeichnern des Aufrufs gegen die sogenannte „Monsantisierung“ gehören große Bauernverbände in Europa, Asien und Südamerika. Der Appell soll im März 2010 an Regierungen und Patentämter mit der Aufforderung übergeben werden, Patente auf Tiere und Pflanzen zu verbieten. Die Patentgegner stehen nicht allein da: Auch UN-Sonderberichterstatter Olivier De Schutter kritisierte, dass solche Patente Nahrungsmittelkrisen verstärken könnten. // ml

Quelle: Schrot&Korn 01/2010
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„Test“ meint, Bio sei nicht besser
Die Stiftung Warentest hat 52 eigene Kontrollen bezüglich Bio-Qualität ausgewertet. Ihr Fazit: Bio ist „nach den Qualitätsurteilen unserer Tests nicht besser.“ Die Details sehen anders aus. // Ralf Bürglin

Im Text der Veröffentlichung von Stiftung Warentest steht: „Pestizide kommen in der Bio-Ware selbst in geringen Mengen selten vor. Außerdem können Käufer von Bio-Lebensmitteln Unternehmen unterstützen, die soziale, ethische und ökologische Verantwortung übernehmen. Unsere Untersuchungen dazu zeigen, dass dabei auf die Bio-Branche Verlass ist.“

Auch an der Bio-Qualität der Produkte allgemein hätten die Tests „kaum Zweifel“ ergeben, schreibt Stiftung Warentest. Der Hauptkritikpunkt liegt bei der gesundheitsfördernden Wirkung von Bio. „Bio hat nicht mehr bioaktive Stoffe“, heißt es. Die Argumentation in diesem Punkt ist zumindest fragwürdig. Die Stiftung kanzelt die Ergebnisse des EU-Forschungsprojektes QLIF ab, das herausstellt, dass Bio-Lebensmittel reich an bioaktiven Stoffen sind. Stattdessen verweist sie auf eigene Tests bei Apfelsaft und Rapsöl. Ihr Fazit: Sekundäre Pflanzenstoffe kämen in naturnah hergestellten Produkten verstärkt vor, unabhängig davon, ob der Apfelsaft oder das native Rapsöl öko oder konventionell sei.

Der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) begrüßt zwar, dass Stiftung Warentest die Kritik an vorangegangenen Berichten aufgegriffen habe und die Ergebnisse differenzierter auswerte. Sie widme dem Thema Nachhaltigkeit ein eigenes Kapitel und berücksichtige bei der Geschmacksbeurteilung die Besonderheit von Bio-Produkten. Dass Bio im Schnitt keine höheren Gehalte an gesundheitsfördernden Inhaltsstoffen aufweise, stehe aber im Widerspruch zu europaweit angelegten Studien. So sei beim Vergleich von Produkten, wie ihn Stiftung Warentest vornehme, der Einfluss von Sorte, Boden und Klima oft größer als die Bewirtschaftungsweise. „Wird unter gleichen Bedingungen erzeugt, schneiden Bio-Produkte bei sekundären Inhaltsstoffen deutlich besser als konventionelle ab“, so der BÖLW.

Quelle: Schrot&Korn 07/10


Anmerkung: Und wieder einmal versucht Stiftung Warenpest... äh -test ihre bezahlten Meinungen so gut wie möglich zu präsentieren. Einfach einige Informationen weglassen und das offizielle Bild der Bio-Produkte wird in Skepsis gehalten. Es funktioniert jedoch nicht mehr ohne fundierte Gegenwehr ... hihi ...
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Hallo

Nach meiner Auffassung ist Stiftung Warentest sowieso kein Maßstab der Qualitätsüberprüfung, da die Unabhängigkeit von Großkonzernen nicht garantiert ist. Des Weiteren verfolgt sie das Ziel der Manipulation, um das Kaufverhalten der Konsumenten zu beeinflussen. Die Frage stellt sich, können solche Unternehmen überhaupt ihre Unabhängigkeit legitimieren, ohne von Interessengruppen instrumentalisiert zu werden?
Die Masse lässt sich allzu gern beeinflussen, insbesondere wenn es sich um Themen wie Ernährung und Gesundheit handelt. Nicht denkende Bevölkerungsschichten und Gruppierungen werden bevorzugt manipuliert, dadurch legitimieren sie ihre Präsenz im Marionettentheater. Eine Gruppierung mehr, die Suggestionen und Diffamierungen verbreitet, um die Unmündigkeit ihrer Bürger immer wieder zur Schau zu stellen. Zombies dieser Welt erfreuen sich an der Präsenz, ja sie wünschen es sich sogar, nimmt ihnen das Schein-Denkvermögen, dass sie sowieso nicht inne haben.

Gruß Leonidas
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Du hast es auf den Punkt gebracht! Eventuell waren die Erschaffer dieser Zeitschrift irgendwann einmal mit ideologischem Geist beseelt, wahrheitsgemäße Aussagen über Produkte zu publizieren. Oder es war von Beginn an der Auftrag. Wer weiß, wer weiß...

Bleiben wir bei den Tatsachen. Das heutige Ergebnis zählt... Und das ist eindeutig!
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Mit Geschmack, ohne Extrakt

Als erster Konservenhersteller bietet Ökoland alle Suppen und Eintöpfe ohne Hefeextrakte und Aromen an. Sie sind exklusiv im Naturkostfachhandel erhältlich.

Die Umstellung begann schon im Herbst letzten Jahres. Mittlerweile werden alle Produkte ohne Hefeextrakt ausgeliefert. „Wir folgen mit diesem Vorgehen dem Wunsch eines immer größer werdenden Teils der Bevölkerung, der diese Zutaten aus ernährungsphysiologischen und gesundheitlichen Gründen bewusst vermeiden will“, sagt Patrik Müller, Geschäftsführer der Ökoland GmbH Nord.

Neben der Umstellung der Rezeptur hat Ökoland auch den Auftritt der Produkte überarbeitet. Im Zuge des Marken-Relaunchs sind jetzt auf allen Konserven-Etiketten die Nährwertangaben aufgedruckt, ebenso wie das Qualitätsgebot: „ohne Hefeextrakt, ohne Aromen und ohne Geschmacksverstärker“.

Aufgrund der langen Restlaufzeiten bei Konserven wird es noch einige Zeit dauern, bis die Umstellung im Einzelhandel bei allen Artikeln bundesweit vollständig vollzogen ist. //sk

Quelle: Schrot&Korn 07/10

Anmerkung: Na das nenne ich doch mal biologischen Fortschrit...Konserven sind möglicherweise für einige von uns interessant...Blinzeln
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Hallo Erato,

was ist jetzt eigentlich so schlimm an Hefeextrakten?
In einem anderen Artikel über vegetarische Brot-Aufstriche wird die Verwendung von Hefeextrakten von Dir selbst (!) lobend erwähnt ...
Kleiner Widerspruch, oder?

Zitat:Statt Aromen setzen Bio-Hersteller auf Gewürze und Rauch, allenfalls Sojasoße und Hefeextrakt sorgen für Geschmack.

Grüße von
Tessa
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Liebe Tessa,

bitte nicht alles durcheinanderwürfeln. Hier werden gerade Zusammenhänge auseinandergerissen. Hefeextrakt ist eine natürliche Basis für Brotaufstriche. Und zu dieser Thematik ging es um Alternativen zu chemischen Grundsubstanzen.
Die "Positiv"-Information zum Thema hefefreie Eintöpfe ist für Konsumenten, die keine Hefe vertragen. Und Geschmacksverstärker in Eintöpfen, für Konsumenten, die den Eintopf so natürlich wie möglich essen möchten.

Ich betone auch gern nochmals an dieser Stelle, daß es sich um eine Sammlung von Informationen handelt. Es gibt bei dem von dir angemerkten Artikel überhaupt keine Anmerkung bzw. Wertung von mir.

Stell es Dir einfach wie den Wetterbericht vor. Der Mann im Fernsehen sagt auch nur, daß die Sonne scheint und nur selten, daß er sich darüber persönlich freut. Und ich habe auch überhaupt keine Stellung bezogen, oder?

Saluti
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