23.07.12008, 20:04
LANDWIRTSCHAFT: Sperrvermerk soll Äcker schützen
Amt Brück übt Solidarität mit GVO-Anbau-Gegnern
BRÜCK - Mit dem Ergebnis hatte Volker Rottstock zumindest nicht so schnell
gerechnet. Zufrieden packte der Biobauer aus Deutsch Bork seine Sachen
zusammen. Die vom Amtsausschuss Brück angeregte Informations- und
Diskussionsveranstaltung hat dem Aktivisten gegen die Gentechnik in der
Landwirtschaft praktisch nur Zuspruch eingebracht.
Viele Gemeindevertreter, Ortsbürgermeister und Bürger waren Dienstag der
Einladung gefolgt. Heike Moldenhauer vom Bund für Umwelt und Naturschutz
Deutschland (BUND) und Ute Spranger, Fachfrau für internationale
Entwicklungs- und Ressourcenpolitik, hatten in das Thema eingeführt. Die
Befürworter des technischen Eingriffs waren in einem Film zu Wort gekommen.
Bienenzüchter und Landwirte fühlten sich von den dort angeführten
Argumenten zu Nachfragen herausgefordert. Jürgen Klünder unterstrich die
Wichtigkeit der Bienen, die er aber in Gefahr sieht. "80 Prozent der
Bestäuber sind Bienen, damit sind sie nach Rindern und Schweinen die
wichtigsten Nutztiere", erklärte der Naturparkimker. Der Einfluss von
genveränderten Pflanzen auf Insekten ist immer noch nicht geklärt. So
berichtete sein Kollege Alfred Sonntag, dass früher 75 bis 99 Prozent
seiner Völker den Winter überlebt hätten, jetzt seien alle eingegangen.
"Nach einer eingehenden Untersuchung wurde mir mitgeteilt, woran sie nicht
verendet sind. Was die Ursache war, weiß ich immer noch nicht", so der
Damelanger.
Ratlosigkeit muss keine Tatlosigkeit folgen, wie die Nachfrage von Linthes
Bürgermeisterin Ulrike Schübel ergeben hat. Präventiv kann immerhin der
Anbau von genveränderten Organismen (GVO) untersagt werden. Die Kirche
verbiete das in den Vereinbarungen mit den Pächtern ihrer Äcker und stehe
weiter dazu, berichtete Pastor Helmut Kautz. Diese Idee griffen die
Bürgermeister Angelika Schultz (Borkheide) und Ulf Dingelstaedt
(Planebruch) auf. Sie wollen in den Gemeindvertretersitzungen einen solchen
Vorschlag unterbreiten: Gemeindeflächen sollen nur noch mit dem
Sperrvermerk verpachtet werden. Sie wissen allerdings, dass die Beschlüsse
im Moment vor allem symbolische Wirkung haben werden. Bislang ist hier zu
Lande laut Standortregister des Bundesamtes für Verbraucherschutz und
Lebensmittelsicherheit kein GVO-Anbau geplant.
Amtsdirektor Chr*stian Großmann wollte mithin die Endverbraucher nicht aus
der Verantwortung entlassen. "Wenn die Kunden immer wieder nach der
Zusammensetzung der Produkte fragen, werden auch die Konzerne reagieren,
also je mehr Nachfragen desto weniger Probleme", so der Verwaltungschef.
Ulrike Schübel stimmte dem zu und meinte, dass dadurch die
Landwirtschaftsbetriebe unterstützt werden könnten, die einem enormen
Druck der Konzerne unterworfen seien. Volker Rottstock, denen in vorderster
Reihe mit der Initiative Fläming-Gen-Nein gegenüber stehend, nahm
derlei Solidarität in nächster Nähe wohlwollend zur Kenntnis.
Quelle:
www.standortregister.de: http://www.standortregister.de
www.FlaemingGENein.de: http://www.FlaemingGENein.de (Von Andreas Koska)
http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/11242777/60889/Amt_Brueck_ueb
t_Solidaritaet_mit_GVO_Anbau_Gegnern.html
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Amt Brück übt Solidarität mit GVO-Anbau-Gegnern
BRÜCK - Mit dem Ergebnis hatte Volker Rottstock zumindest nicht so schnell
gerechnet. Zufrieden packte der Biobauer aus Deutsch Bork seine Sachen
zusammen. Die vom Amtsausschuss Brück angeregte Informations- und
Diskussionsveranstaltung hat dem Aktivisten gegen die Gentechnik in der
Landwirtschaft praktisch nur Zuspruch eingebracht.
Viele Gemeindevertreter, Ortsbürgermeister und Bürger waren Dienstag der
Einladung gefolgt. Heike Moldenhauer vom Bund für Umwelt und Naturschutz
Deutschland (BUND) und Ute Spranger, Fachfrau für internationale
Entwicklungs- und Ressourcenpolitik, hatten in das Thema eingeführt. Die
Befürworter des technischen Eingriffs waren in einem Film zu Wort gekommen.
Bienenzüchter und Landwirte fühlten sich von den dort angeführten
Argumenten zu Nachfragen herausgefordert. Jürgen Klünder unterstrich die
Wichtigkeit der Bienen, die er aber in Gefahr sieht. "80 Prozent der
Bestäuber sind Bienen, damit sind sie nach Rindern und Schweinen die
wichtigsten Nutztiere", erklärte der Naturparkimker. Der Einfluss von
genveränderten Pflanzen auf Insekten ist immer noch nicht geklärt. So
berichtete sein Kollege Alfred Sonntag, dass früher 75 bis 99 Prozent
seiner Völker den Winter überlebt hätten, jetzt seien alle eingegangen.
"Nach einer eingehenden Untersuchung wurde mir mitgeteilt, woran sie nicht
verendet sind. Was die Ursache war, weiß ich immer noch nicht", so der
Damelanger.
Ratlosigkeit muss keine Tatlosigkeit folgen, wie die Nachfrage von Linthes
Bürgermeisterin Ulrike Schübel ergeben hat. Präventiv kann immerhin der
Anbau von genveränderten Organismen (GVO) untersagt werden. Die Kirche
verbiete das in den Vereinbarungen mit den Pächtern ihrer Äcker und stehe
weiter dazu, berichtete Pastor Helmut Kautz. Diese Idee griffen die
Bürgermeister Angelika Schultz (Borkheide) und Ulf Dingelstaedt
(Planebruch) auf. Sie wollen in den Gemeindvertretersitzungen einen solchen
Vorschlag unterbreiten: Gemeindeflächen sollen nur noch mit dem
Sperrvermerk verpachtet werden. Sie wissen allerdings, dass die Beschlüsse
im Moment vor allem symbolische Wirkung haben werden. Bislang ist hier zu
Lande laut Standortregister des Bundesamtes für Verbraucherschutz und
Lebensmittelsicherheit kein GVO-Anbau geplant.
Amtsdirektor Chr*stian Großmann wollte mithin die Endverbraucher nicht aus
der Verantwortung entlassen. "Wenn die Kunden immer wieder nach der
Zusammensetzung der Produkte fragen, werden auch die Konzerne reagieren,
also je mehr Nachfragen desto weniger Probleme", so der Verwaltungschef.
Ulrike Schübel stimmte dem zu und meinte, dass dadurch die
Landwirtschaftsbetriebe unterstützt werden könnten, die einem enormen
Druck der Konzerne unterworfen seien. Volker Rottstock, denen in vorderster
Reihe mit der Initiative Fläming-Gen-Nein gegenüber stehend, nahm
derlei Solidarität in nächster Nähe wohlwollend zur Kenntnis.
Quelle:
www.standortregister.de: http://www.standortregister.de
www.FlaemingGENein.de: http://www.FlaemingGENein.de (Von Andreas Koska)
http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/11242777/60889/Amt_Brueck_ueb
t_Solidaritaet_mit_GVO_Anbau_Gegnern.html
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