Der Weg
Ich streif durch Wiesen und durch Wälder,
und plötzlich merk ich: Ich werd älter.
Der Baum war gestern doch noch klein,
jetzt scheint er plötzlich groß zu sein.
Nun dämmerts mir, die Zeit vergeht,
wie leis das große Rad sich dreht.
Und immer, wenn ich hier verweil,
erscheint mir diese Welt so heil.
War einst mein Herz auch müd und schwer,
an manchen Tagen trüb und leer,
so tat mein Freund mir stets so gut,
er schenkte Kraft, er gab mir Mut.
Beim Vogelklang erblüht mein Herz,
vergessen sind dann Leid und Schmerz.
Der Nadelduft weckt meine Sinne,
ich hör mich selbst, hör meine Stimme.
Und auch der Wind, er ruft mir zu:
„Wer stets nur stürmt, findet nie Ruh.“
Das Reh, es flieht zur rechten Zeit,
der Wolf bleibt wach und kampfbereit.
Wenn ich auf seinem Boden steh,
ich plötzlich wieder klarer seh.
Was vorher noch bedeutsam schien,
ergibt hier draußen keinen Sinn.
Das Kind in mir streift durch die Wiesen,
staunt über Wunder und auch Riesen,
ist unbedarft und voll von Glück.
All das bringt mir der Wald zurück.
Und rinnt die Zeit auch rasch dahin,
so bleibt der Wald mein Lebenssinn.
Ich treu den alten Weg stets halte -
als Kind, als Frau und auch als Alte.
Ein Kind des Waldes
Ich streif durch Wiesen und durch Wälder,
und plötzlich merk ich: Ich werd älter.
Der Baum war gestern doch noch klein,
jetzt scheint er plötzlich groß zu sein.
Nun dämmerts mir, die Zeit vergeht,
wie leis das große Rad sich dreht.
Und immer, wenn ich hier verweil,
erscheint mir diese Welt so heil.
War einst mein Herz auch müd und schwer,
an manchen Tagen trüb und leer,
so tat mein Freund mir stets so gut,
er schenkte Kraft, er gab mir Mut.
Beim Vogelklang erblüht mein Herz,
vergessen sind dann Leid und Schmerz.
Der Nadelduft weckt meine Sinne,
ich hör mich selbst, hör meine Stimme.
Und auch der Wind, er ruft mir zu:
„Wer stets nur stürmt, findet nie Ruh.“
Das Reh, es flieht zur rechten Zeit,
der Wolf bleibt wach und kampfbereit.
Wenn ich auf seinem Boden steh,
ich plötzlich wieder klarer seh.
Was vorher noch bedeutsam schien,
ergibt hier draußen keinen Sinn.
Das Kind in mir streift durch die Wiesen,
staunt über Wunder und auch Riesen,
ist unbedarft und voll von Glück.
All das bringt mir der Wald zurück.
Und rinnt die Zeit auch rasch dahin,
so bleibt der Wald mein Lebenssinn.
Ich treu den alten Weg stets halte -
als Kind, als Frau und auch als Alte.
Ein Kind des Waldes
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