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Ludwig II.
#1
Am 26.12. startet der Film Ludwig II., eine Neuverfilmung des Lebens "unseres" Königs. Die Vorschau und einige Bilder sehen vielversprechend aus. Mal sehen, der könnte mich nach langem mal wieder ins Lichtspielhaus bringen.

Hier die Seite mit Vorschaufilm und weiteren Informationen:
http://wwws.warnerbros.de/ludwigii/#/home
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#2
Was ich bisher in der Vorschau des Filmes gesehen habe, hat mich eher irritiert. Ich empfinde den Film als beleidigend gegenüber Ludwig und werde ihn mir daher nicht anschauen.
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#3
Die üblichen Verschmähungen und Vorurteile sind natürlich drin, das ist nicht anders zu erwarten, wenn eine Firma wie Warner da mitmischt. Für die Masse soll Ludwig ja der "Spinnerte Märchenkönig" sein und bleiben.
Ich bin eigentlich eher gespannt, ob sich zwischen den Bildern des Films noch etwas anderes findet ...
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#4
Hallo Wilder Mann,

der Vorschaufilm sieht sehr vielversprechend aus, meine Zustimmung.
Ich habe jedenfalls das Gefühl, daß Ludwig II. dort als positiver Charakter dargestellt werden soll.
Auf jeden Fall einen Blick wert, damit kommt er auf die Filmeabendliste.
Danke für den Fingerzeig!

Grüße

Benu
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#5
Hat sich den Film jemand ansehen können und kann dazu eine Stellungnahme abgeben, ob es sich lohnt den Film anzuschauen?
Im A & O das Geheimnis liegt - Omega siegt!
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#6
hat den film mittlerweile jemand gesehen ? Häh?
ich kenne nur den film , indem romy schneider noch ein letztes mal die sisi spielt und der ist relativ gut gelungen ..
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#7
Nach dem ich diesen Kreis geöffnet habe, wird es nun Zeit, ihn wieder zu schließen.
Seinerzeit fand ich mangels Zeit keinen Weg ins Kino, als ich wieder Zeit hatte, war der Film bereits im Kino abgesetzt.
Vor einiger Zeit kam die DVD des Films heraus, und ich hatte schließlich die Gelegenheit, ihn mir anzusehen.

Vorweg: Der Film ist keine Zierde für Ludwig. Es quillt an allen Stellen die Botschaft heraus: Ludwig sei ein seltsamer, einsamer und letztlich verrückter König gewesen (mit homosexuellen Neigungen). Gefühlt die halbe Zeit sieht man den Darsteller in Posen, die auf diese Eigenschaften hinweisen sollen. Selbst seine Verehrung der Musik und der Kunst wird ihm als Schwäche ausgelegt. Tdown

Als nächstes wird die Person von Richard Wagner in schiefem Licht gezeigt: wer ohne Vorwissen den Film sieht, bekommt den Eindruck, Wagner sei ein jähzorniger Revoluzzer gewesen, der den schwachen König von Bayern ausnutzen will. Tdown

Und schließlich noch die historische Unschärfe: geschichtlichen Daten werden nur kurz angerissen, es folgt kaum eine Erklärung oder auch nur eine Spur von Tiefgang. So sieht der Zuschauer den deutschen Bruderkrieg zwischen Österreich-Ungarn und Preußen als Bedrohung aufziehen, der kurz darauf schon wieder vorbei ist. Und Ludwig hätte ihn verloren, weil er sich nicht recht entscheiden wollte oder konnte.
Dabei wird auch gleich noch Bismarck als grimmiger Kriegstreiber beschrieben, keine Erwähnung findet die Verehrung, die Bismark für Ludwig hatte und auch nicht die geistige Verbindung, die beide teilten.

Die Filmvorschau hatte mehr versprochen, als der Film in Wirklichkeit hergibt. Ich hatte mehr Bilder von Ludwigs Bauten und Schlössern erwartet, auch von den Menschen und seinem Umfeld.

Kurz und knapp:
Prädikat nicht empfehlenswert!
Tdown Tdown Tdown

Grüße vom Wilden Mann
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#8
Wenn ihn jemand ansehen mag, diese Verfilmung läuft gerade hier und bis 25.06.:

In einer Zeit, in der Krieg und Armut allgegenwärtig sind, glaubt Ludwig II. an eine bessere Welt und möchte seine Macht dafür einsetzen, dass sein Volk in Frieden und Glück leben kann.

https://www.ardmediathek.de/video/film-und-serie/ludwig-ii-oder-historiendrama/br-fernsehen/Y3JpZDovL2JyLmRlL3ZpZGVvL2E5NTZhMmYzLTJjZTQtNGVmMS1hZmNmLTZiOTI0ZGE2M2Y0MA/
Aus Tränen Gold und Perlen machen
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#9
Zitat:der Vorschaufilm sieht sehr vielversprechend aus, meine Zustimmung.
Ich habe jedenfalls das Gefühl, daß Ludwig II. dort als positiver Charakter dargestellt werden soll.
Auf jeden Fall einen Blick wert, damit kommt er auf die Filmeabendliste.

Ich habe den Film nun zur Hälfte gesehen und bin sehr angetan. Er zeigt einen jungen Mann, der mit viel Ernsthaftigkeit sein Amt, seine Pflicht und seine Verantwortung übernimmt. Ein junger Mann, der es als wichtig erachtet, sich an Schönheit, Kunst, Natur zu erfreuen, auch die Freude an guten technischen Errungenschaften kommt zur Sprache. Und der auch andere damit erfreuen möchte. Und sie vom Blutvergießen abhalten. Eine sehr schöne Szene, wie er Kindern erzählt, wie man mit wahrer Schönheit der Kunst das Herz berühren, und somit "entwaffnen" kann. Ein König, dem sein Volk am Herzen liegt, dem das Glück seines Volkes am Herzen liegt.

Der Text zum Film beschreibt den Film schon recht gut:

In einer Zeit, in der Krieg und Armut allgegenwärtig sind, glaubt Ludwig II. an eine bessere Welt und möchte seine Macht dafür einsetzen, dass sein Volk in Frieden und Glück leben kann.


Der Film ist ohne großen Pathos gedreht, mit einer direkten ehrlichen Schau auf die Personen. Der Pathos, der dennoch übermittelt wird, entspringt der tatsächlichen Person des Kini und nicht der Kameraführung oder einer sonstigen mehr äußerlichen Inszenierung.
Ich war erst nicht so erfreut, als ich all die "bekannten Schauspielgesichter" des Fernsehens sah. Aber ich wurde eines Besseren belehrt, sie spielen alle ihre Rolle sehr gut. Wer in einem solchen Film mitspielen darf, kann sich ja auch geehrt fühlen und strengt sich dann wohl besonders an.

Ich habe schon mal eine andere Verfilmung über König Ludwig gesehen, die ich auch gut fand. Diese ist auf eine andere, modernere Art gedreht. Sie ist außerdem und deshalb dazu geeignet, auch solche Leute für den Kini zu interessieren und vielleicht sogar geradezu zu begeistern, die mit den "mehr altmodischen Schinken", wie das ja manche empfinden, nicht viel anfangen können. Man könnte schon so formulieren, ein guter Film auch für junge Leute. Ein Film über einen Politiker, der seine Macht einsetzen möchte für Frieden, für das Schöne im Leben, für das Glück der ihm Anvertrauten, derer, die ihm diese Macht anvertrauten.

Und ja, er wird als positiver Charakter dargestellt. Schöngeistig, ehrlich, verantwortungsvoll und wohlwollend gegenüber jenen, über deren Wohl und Wehe er ja mitbestimmt. Ein Schöngeist, kein Träumer im Sinn von "der Realität verlustig". Er erkennt z.B. seinen Fehler und möchte ihn wiedergutmachen, so gut als möglich. Auch das wird sehr klar herausgestellt. Das gefällt mir sehr gut an dieser Verfilmung, daß die "Kettenrassler" keine Stimme bekommen. Sie sagen schon auch, was sie denken, aber sie bekommen "keine Stimme".

Dies sage ich zum ersten Teil des Films. Ob ich mir gleich anschließend auch den zweiten Teil ansehe, weiß ich noch nicht, denn nun begehren ja die "finsteren Mächte" auf.
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