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Dolmen in Mecklenburg
#21
(30.08.12015, 23:31)THT schrieb: https://www.pagan-forum.de/post-48919.html#pid48919
Zitat:Ich weiß es nicht mehr. Es sind einfach so viele.

Also Du hast jetzt schon so viele Gräber ausgebeint, daß so langsam der Überblick verlorengegangen ist? Machst Du das systematisch?

Vermutlich treibt Dich ein innerer, unerfüllter Todeswunsch, und Dein Wachbewußtsein bekommt es einfach nur nicht mit?

Es ist ja nicht schlimm, sich mit dem Tod zu beschäftigen - das kann durchaus sehr lehrreich sein - aber wie bei vielen Dingen sollte es einen "roten Faden" geben, ein konstruktives Ziel, auf das hingesteuert wird.

Gruß

Was heißt denn ausgebeint?? Wie soll ich das denn verstehen?
Und nein, ich habe keinen Todeswunsch  Wow
Aber faszinierend finde ich das schon, denn wer die Steine bewegt hat, hat mehr als nur "Kräne" oder ähnliches benutzt, und je älter, umso größer. Es sind halt meine Frumpels (Freund und Kumpels), ich fühl mich wohl bei den Bauten. Es ist ein Gefühl von innerer Erhabenheit, es gefällt mir zu wissen, dass die Altvorderen einfach so viel mehr drauf hatten als die heutzutage. Hat aber nichts mit Todeswunsch oder so zu tun.

Systematisch mache ich es nicht, aber wenn wir fahren und was sehen, halten wir an. Und sagen mal Hallo. Biggrin Und derzeitig sind es halt viele, weil die Gegend viele Bauten hat. Schön ist es, wenn man eines endeckt, was nicht verzeichnet ist. Traurig ist es, wenn Müll in den Gräbern ist. Verpackungen, Taschentücher etc.
Aber wer so blöd ist und da Müll reinschmeißt ... Hab ich aber auch nur 2mal erlebt.

Winken
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#22
Siegurd ist gerade neugierig und sammelt seine Erfahrungen mit einer völlig anderen Kultur. Er versucht diese logisch und spirituell zu erfassen und entsprechende Erlebnisse zu analysieren. Da holt man sich auch mal eine blutige Nase, das bleibt nicht aus. Wichtig ist, daß man eine innere Verbindung zum alten Weg, zur Religion unserer Ahnen, aufbaut. Sowas geht heutzutage eben auch über antike Bodenmonumente, die Hünen- und Hügelgräber, die es zum Glück noch in großer Vielzahl in allen Regionen gibt. (Garantiert auch in Dresden übrigens.) Mach nur weiter Siegurd, das ist der richtige Weg. Auch wenn Dir dann im Forum erzählt wird, daß Du dieses und jenes hättest anders machen müssen oder können. Selbst die Schlauschreiber machen ihre Fehler; aber das macht nichts, nur so lernen wir alle voneinander.

Was die Steine betrifft: In früherer Zeit wurden die gar nicht bewegt. Man hat sie an Ort & Stelle wachsen lassen. Daß man die Megalithen über viele Kilometer transportierte, kam erst später in Mode, als immer mehr Wissen verlorengegangen war. Jedenfalls nutzt es nichts, sich einen Stein hinzustellen (oder gar einen ganzen Steinkreis z. B. als Thingplatz im eigenen Garten/Grundstück zu errichten), wenn die Steine nicht angeschlossen/angedockt werden. Das ist identisch wie bei einer Lampe. Es nutzt nichts, die Lampe an die Decke zu schrauben, wenn man sie nicht gleichzeitig an das Stromnetz anbindet. Dann hat das alles nur einen optischen Effekt.
Entweder man findet einen Weg oder man schafft einen Weg!
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#23
   

Biggrin   Biggrin   Biggrin
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#24
Zitat:Siegurd ist gerade neugierig und sammelt seine Erfahrungen mit einer völlig anderen Kultur.

Ja, so sieht es jetzt nach der letzten Antwort aus. Daumen hoch


@Siegurd:
Habe halt mal nachfragen müssen. Nichts für ungut!
Bei dem Thema ist die Duldungsgrenze (die es laut Forenregeln erst gar nicht gibt) zumindest bei mir schnell überschritten.

Ich würde Dir auf jeden Fall raten, bezüglich Grabvisiten etwas vorsichtiger zu sein und Deine Neugier zu kontrollieren.
Erst wissen, dann denken. Erst denken, dann reden.
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#25
Auch wir waren in Rerik, wenn auch zu einer anderen Jahreszeit, und haben die Steingräber ausfindig gemacht.

   
Jeweils bei den Baumgruppen.

   

   

Wichtig ist, daß man den Ahnen gegenüber nicht geizig ist! Also immer ein paar Extranüsse dalassen!
Das schafft Freunde! Und wenn an diesen Orten keine schöne Schwingung herrscht und man das noch nicht so mitbekommt, gibt es vorher in der Regel Warnsignale. So wollten wir vor einigen Jahren eine Dysse besuchen, als plötzlich einige Menschen in Warnwesten auf der Straße hin- und herliefen. Vorbeigefahren sind wir zudem auch noch. Da hätte man eigentlich umdrehen müssen! Aber wie die Logik so manchmal gestrickt war, ging es mit dem Kopf durch die Wand, und dieser tat nach dem Besuch an diesem Ort natürlich auch weh.
Kein besserer Freund – kein schlimmerer Feind!
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Es bedanken sich: Dancred
#26
Wir haben vorige Woche das schöne Wetter genutzt, um einen Fahrradausflug nach Stolpe bei Parchim zu machen. Auf dem Weg sah ich ein Hinweisschild im Spornitzer Forst.

   


Wir folgten den schönen Waldweg zirka 800 Meter, bis wir mitten im Wald den besagten Brautstein fanden.

       
       

Der Stein erinnert an einen riesigen Schädel. Leider hatte ich keine Kompass mit, um die Ausrichtung der geraden Linie zu überprüfen.


Der Brautstein im Spornitzer Forst

Brautsteine sind aus vorchr*tl. Zeit überlieferte Kult- und Rechtsteine. Hier wurden Ehen geschlossen, Urteile gesprochen und Verträge bekräftigt.
Das heute feststellbare Verbreitungsgebiet derartiger Steine in Europa und Asien stimmt überein mit der Ausbreitung indogermanischer Sprachgruppen (Germanen, Kelten, Balten u.a.) in der Jungsteinzeit (bis 1800 v.d. Zeit).


Die Sage vom Brautstein
Von Walter Dahnke

   

Ein junges Mädchen aus Godems
traft sich hier öfter mit einem jungen Jäger aus Spornitz.
Die Hochzeit schob sie hinaus, weil sie noch so jung sei.
Schließlich war sie einverstanden ihn zu nehmen,
sobald er diesen Stein in zwei Teile gespalten habe.
Da kam ein Krieg, in dem der Jäger fiel.
Seitdem ging sie täglich zu dem Stein und weinte.


Einen weiteren Brautstein habe ich hier gefunden:
http://www.brautstein.de/brautstein.html
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#27
Wieder einmal im wunderschönen Mecklenburg unterwegs, dort ist gefühlt in jedem Ort ein besonderer Platz mit einer dazugehörigen Geschichte.

Der Ort Frauenmark hat es mir angetan. Ich recherchierte zuvor im Netz über den Ort. Interessant kam mir die Ausrichtung der dortigen K*rche vor. Man weiß ja, dass die Chri*ten bevorzugt ihre Ki*chen auf alte Tempel errichtet haben. Laut Internet ist die um 1230 gegründete Ki*che  eine der ältesten Ki*chen in Mecklenburg. Die Ki*che ist von Ost nach West ausgerichtet und steht, wie am Bild ersichtlich, nicht wie gewohnt an der Straße. Das Dehio-Handbuch bezeichnet sie als spätromanischen Feldsteinbau von seltener Einheitlichkeit. Hauptmaterial ist Feldstein, jedoch gibt es einige Bauelemente aus Backstein.

   
(siehe Ausrichtung zur Straße)

   


Lisch schreibt dazu:

Zitat:Die Ki*che zu Frauenmark bei Parchim, zwischen Crivitz und Parchim, ist eine der merkwürdigsten Ki*chen in Mecklenburg, da sie nach dem Baustyle, als eine vollständig ausgebildete romanische Felsenki*che, eines der ältesten Ki*chengebäude im Lande ist. Die Entdeckung dieser Ki*che im Sommer des Jahres 1858 überraschte mich um so mehr, als ich in dieser Gegend, welche wenig alte und große Gebäude aufzuweisen hat, einen solchen Bau nicht vermuthete und die romanischen Felsenki*chen mehr dem östlichen Theile des Landes zuzuschreiben veranlaßt war. Die Ki*che zu Frauenmark gleicht ganz der im J. 1857 entdeckten Ki*che zu Lübchin, welche ich in den Jahrbüchern XXIII, S. 311 flgd. beschrieben und mit andern ähnlichen Bauten in Zusammenhang zu bringen gesucht habe. Die Ki*che zu Frauenmark zeichnet sich aber nicht allein durch ihren Baustyl, sondern auch durch die Nachrichten aus, welche über ihre Erbauung nach und nach entdeckt sind und zu den seltensten Schriftdenkmälern Norddeutschlands gehören.
Die Ki*che zu Frauenmark, ein vollständiges Ki*chenbauwerk fast aus enem Gusse, ist ganz aus "Feldsteinen" (Granitgeschiebe) ohne Anwendung von Ziegeln aufgeführt. Die Ki*che besteht aus folgenden, im Aeußern abgegrenzten Theilen von Osten gegen Westen: einer halbkreisförmigen Apsis, einem quadratischen Chor, einem etwas breitern, oblongen Schiffe und einem quadratischen Thurmgebäude, alles aus zugerichteten Granitsteinen in den Ringmauern ohne Ziegel gebauet; die Ecken sind regelmäßig behauen und der Chor und die Apsis haben einen gut gegliederten, behauenen Sockel. Die Apsis hat 3 Fenster, von denen das mittelste ein rundes Rosenfenster bildet, welches aber jetzt zugemauert ist; der Chor hat an jeder Seite 2 einzeln stehende Fenster; das Schiff hat an jeder Seite in der Mitte 3 neben einander stehende Fenster, von denen das mittelste höher ist, als die beiden andern; dies ist die ursprüngliche Anlage; in dem Ostende der südlichen Seitenwand ist aber ein größeres Fenster mit Ziegeleinfassungen neben den drei alten Fenstern durchgebrochen, wahrscheinlich um mehr Licht in die etwas dunkle Ki*che zu lassen. Die Ki*che hat also ihrer ursprünglichen Anlage nach 13 Fenster, oder vielmehr 12 Fenster und hinter dem Altare 1 Rosenfenster, nicht ohne tiefere Bedeutung, wie es oft in alten Ki*chen zu sein pflegt…

Quelle:
Georg Chr*stian Friedrich Lisch:
Die Ki*che zu Frauenmark
In: Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde, Band 25 (1860), S. 282-307



   
Zudem ist in der Nähe die Warnower Quelle.  Daumen hoch (rechter Bildausschnitt unten)


Etwas weiter von Frauenmark befinden sich auch Hügelgräber.

   


Eines habe ich davon aufgesucht. Es mitten in einem Ackerfeld. Eigentlich ein herrlicher Tag, aber Ruhe findet man an diesem Ort dennoch nicht.

   

   
Steingrab Frauenmark 1


Der unsagbare ständige Lärm von Windrädern und das unnatürliche Wolkengebilde am Himmel trüben den Anblick.

   

   


Vielleicht hat das kleine Ständchen und der Willkommensgruß dort die Stimmung etwas gehoben...

Auch befindet sich ein Tempelberg in der Nähe. Leider steht da jetzt ein riesiges Windrad – Zufall?? Wer weiß. Es ist jedoch nicht mehr viel übrig von dem „Berg“. Durch das Windrad ist jetzt dort eine riesige Kuhle. An den Baumreihen findet man noch unzählige Feldsteine…


       
   
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#28
Wieder unterwegs in Mecklenburg Fettes Grinsen

Heute in Begleitung eines echten Giganten. Und man erkennt, wie klein ein Gigant neben einem so großen Bauwerk wirken kann  Lol

   


Entlang des Teufelsbachs findet sich ein Großsteingrab, der sogenannte Teufelsbackofen in Neu Ruthenbeck.

   


Eine alte Sage besagt, der Teufel hätte hier einen Backofen für seine Großmutter erbaut.

   
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#29
Des Teufels Großmutter, von der wird ja öfter geredet. Es handelt sich hierbei um Hel, Hella, Frau Holle. Das Kenning ist ein Hinweis darauf, daß die Unterwelt einmal von einer weiblichen Gottheit beherrscht wurde. Also lange bevor die Chr**ten kamen und ihren Teufel erfanden. Und daß dieses "Großmütterchen" einen Backofen hat, das wissen ja schon alle Kinder.

   
Des Teufels Großmutter
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#30
Unser nächstes Ziel war das Großsteingrab in Badegow bei Radepohl. Da uns nur die Infotafeln in den Ortschaften als Hilfestellung dienten, mussten wir erstmal etwas suchen.

   


Das Steingrab liegt in der Mündung, wo der Teufelsbach auf die Warnow trifft. Man läuft an einem Feldweg einige Zeit entlang, bis man es dann sehen kann.

   


Finde den Giganten Herz  Biggrin

   


Eine wunderschöne Eiche steht ganz alleine auf dem Grab, und weit und breit ist nur ebenes Land. 

   


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