Chili
#1
Manche lieben es, wenn ihr Essen mal so richtig Feuer hat. Das scharfe Essen ist besonders in tropischen Ländern üblich, und das hat seinen Grund. Viele Scharfstoffe haben positive Wirkungen auf unsere Gesundheit.

Wenn man in eine scharfe Chili beißt, dann merkt man direkt, was die Schärfe in unserem Körper macht: Uns wird heiß, Schweißperlen stehen auf unserer Stirn, und unser Mund brennt. Das Capsaicin (der Scharfstoff in der Chili) bewirkt jedoch noch mehr. Es bringt unseren Kreislauf auf Trab, reguliert den Blutdruck und senkt die Cholesterinwerte.

Weil die Durchblutung verbessert wird, werden Krankheitserreger (z. B. Erkältungsviren) schneller über die Schleimhäute der Atemwege aus dem Körper geschleust.

Die Scharfstoffe regen außerdem die Magensäfte an und machen fette Speisen besser verträglich. Und sie sorgen für gute Laune, denn das Gehirn reagiert auf das Feuer im Mund mit der Ausschüttung von Glückshormonen.

Eine andere Art von Scharfstoffen, die Senfölglykoside, stecken in Rettichen, Radieschen, Wassabi, Meerrettich oder in Barbarakraut, Schnittlauch, Kapuzinerkresse, Knoblauch und in Kresse. Sie töten Bakterien und Pilze ab. Dadurch lindern sie Entzündungen und Infektionen im ganzen Körper, denn ein Teil der Stoffe gelangt ins Blut und wird so überallhin transportiert.

Man sollte daher seinen Kräutergarten (oder Balkonkasten) mit genügend scharfen Gewürzen und Gemüsen bepflanzen und regelmäßig Scharfes zu sich nehmen.
Ein schwacher Verstand ist wie ein Mikroskop, das Kleinigkeiten vergrößert und große Dinge nicht erfaßt.
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Es bedanken sich: Ela , Wasserfrau
#2
Chili-Öl

Wir haben heute unsere Chilipflanze abgeerntet. Es sind viele grüne und vereinzelt rote Chilis dabei, und was macht man nun damit?
Richtig - Chiliöl!  Vikfrau

   

Zutaten:
  • 2 Hände voll Chilis
  • 750 ml Olivenöl (hitzebeständig)
  • 2 Nelken
  • 1 Sternanis
  • 3 Schalotten

Zubereitung:

In ein großes Einwegglas die klein geschnittenen Schalotten, die Nelken und den Sternanis hineintun. Die Chilis mit einem Mixer zerkleinern und in das Glas füllen.
Das Olivenöl erhitzen, mit einem Holzstab prüfen, ob das Öl heiß genug ist.
Dann das Olivenöl etappenweise vorsichtig in das Glas geben (Achtung, es sprudelt leicht!). Das Glas verschließen und für 2 Tage ziehen lassen.

       


Nach 2 Tagen das Chiliöl-Gemisch durch ein Sieb filtern und in eine Glasflasche umfüllen.

   


Das Restgemisch noch einmal mit dem Mixer pürieren und erneut durch das Sieb pressen und zum Chiliöl geben.

   


Das Chiliöl ist sehr mild (es waren mehr grüne als rote Chilis), deswegen kamen noch extra Chiliflocken dazu.

   

Das Chiliöl dann bitte im Kühlschrank aufbewahren!

Da bei mir nix weg kommt, habe ich die pürierte Masse in ein Extraglas gefüllt. Man kann es noch zum Anbraten oder für Chilibutter verwenden.
Geduld in allen Dingen führt sicher zum Gelingen.
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