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Heilkräuter, die antiviral und antibakteriell wirken
#1
Der Bärlauch

   

Bärlauch wirkt antibakteriell, fungizid und antiviral. Dies ist vor allem auf die Wirkstoffgruppe der Thiosulfinate zurückzuführen. Dies sind Allicin and Allyl-Methyl- und Methyl-Allyl Thiosulfinat sowie ein Abbauprdodukt des Allicins, das Ajoene.

Am bekanntesten und am besten erforscht ist das Allicin. Allicin ist eine schwefelhaltige, aromatisch schmeckende Aminosäure und das Reaktionsprodukt des in allen Lauchgewächsen vertretenen Alliins. Sobald die Pflanze verletzt wird, entsteht es zum Beispiel beim Schneiden von Zwiebeln, Knoblauch, Lauch und Schnittlauch. An der Luft wird es schnell weiter abgebaut, und seine Abbauprodukte sind für den bekannten Zwiebel- bzw. Knoblauchgeruch verantwortlich.

Allicin ist ein natürliches Antibiotikum. Bärlauch wirkt also gegen die meisten Bakterien, auch gegen multiresistente Keime, wie den Krankenhauskeim Staphylococcus aureus. Noch in einer Verdünnung von 1:100.000 konnte diese Wirkung festgestellt werden. Auch Streptokokkeninfektionen wie Scharlach oder Angina können gut mit Allicin oder allicinhaltigen Pflanzen wie Bärlauch behandelt werden. Leider ist Allicin relativ instabil. An der Luft oder beim Erhitzen zersetzt es sich schnell. Will man also in den vollen Genuss der antibakteriellen, antiviralen und fungiziden Eigenschaften des Allicins kommen, muss man Bärlauch am Besten ganz frisch zubereiten und schnell verzehren.

Zum Teil sind auch Abbauprodukte des Allicins wirksam. Eine Studie konnte auch für das Ajoene, einem Abbauprodukte des Allicins die antivirale Wirkung nachweisen. Es ist bezüglich der Viren sogar wirksamer als das Allicin selbst. Ajoene entsteht, wenn Allicin in einer öligen Umgebung zerfällt. Somit wäre zum Beispiel auch in Öl eingelegter Bärlauch noch antiviral aktiv.

   

Nachgewiesen wurde die antivirale Wirkung für Herpes simplex 1 und 2, Parainfluenza Virus Typ 3, Vaccinia Virus, Vesicular Stomatitis Virus und das Humane Rhinovirus Typ 2.

Bärlauch ernten
Die Blätter der Gewürzpflanze lassen sich aber am besten verwerten, auch wenn Bärlauchzwiebel und Bärlauchblüten ebenfalls essbar sind. Da Bärlauch frisch am besten schmeckt, sollten man nur so viele Blätter ernten, wie man benötigt oder weiterverarbeiten kann. Schneide pro Pflanze nur ein bis zwei Blätter mit einer Schere oder einem scharfen Messer ab – so kann die Bärlauchpflanze leichter regenerieren.
Im Kühlschrank halten sich die frisch gesammelten Bärlauchblätter in ein feuchtes Tuch einwickelt bis zu einer Woche.

Die wissenschaftliche Forschung bestätigt also das überlieferte Wissen der Volksheilkunde: Ist eine Grippe oder Erkältung im Anflug, iss reichlich frischen Bärlauch. Oder stelle dir ein Bärlauchöl her.
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#2
Thymianöl (Thymi aetheroleum)

   

Thymianöl ist eine wirksame Hilfe bei Erkältung und Atemwegserkrankungen. 

Das Thymianöl wird durch Wasserdampfdestillation aus dem Kraut gewonnen und enthält daher hochkonzentrierte Inhaltsstoffe. Es eignet sich zum Beispiel als Inhalation sehr gut zur Behandlung einer Bronchitis und zur unterstützenden Therapie bei Keuchhusten. Es wirkt erwiesenermaßen hustenreizlindernd, schleimlösend und entzündungshemmend.
Im Unterschied zum Thymiankraut darf Thymianöl nicht bei Säuglingen und Kleinkindern angewendet werden, speziell im Bereich des Gesichtes, da es sonst zu Atemstillstand kommen kann.

Auf einen Blick:

Thymianöl
• Wirkt: hustenreizlindernd, schleimlösend, entkrampfend auf die Bronchien, gegen Bakterien, gegen Viren
• Kann eingesetzt werden: bei Bronchitis, Keuchhusten, Entzündungen der oberen Luftwege


Inhaltsstoffe vom Thymianöl:

Thymianöl ist leicht an seinem typisch aromatischen Geruch zu erkennen. Es setzt sich im Wesentlichen aus den im ätherischen Öl enthaltenen Phenolen Thymol (20 bis 25 %) und Cravacrol (3 bis 10 %) zusammen. Phenole besitzen erwiesenermaßen eine starke Wirkung gegen Krankheitskeime. Aus diesem Grund sind Thymol und Cravacrol besonders wirksam gegen Bakterien und Viren. Außerdem helfen die Inhaltsstoffe bei Entzündungen, können schleimlösend wirken und Hustenreiz lindern.


Wirkung bei entzündeten Luftwegen und Husten, Bronchitis:

Eine akute Bronchitis wird zu 90 Prozent durch Viren verursacht. Meistens lag jedoch zuvor ein leichter bakterieller Infekt der oberen Luftwege vor, der die Schleimhaut in den Bronchien angegriffen hat. Oft kommt dann nach der viralen Infektion wieder ein bakterieller Infekt hinzu, der letztlich eine Entzündung in den Atemwegen auslösen kann.
Eine akute Bronchitis beginnt häutig mit trockenem, schmerzhaften Husten und einem Gefühl wunder Lungen. Zusätzlich leiden viele Personen an Halsschmerzen. Später kommt es zu Schleimbildung und zusätzlich oft zu typischen Erkältungssymptomen wie erhöhter Körpertemperatur.

Thymianöl ist als Wirkstoff zur unterstützenden Behandlung von Bronchitis und Keuchhusten besonders gut geeignet, weil es sowohl Bakterien als auch Viren bekämpfen kann. Phenole, zu denen auch die Inhaltsstoffe des Thymianöls gehören, gelten allgemein gegen Keime als wirksam. Der Hauptinhaltstoff Thymol, der im Thymianöl enthalten ist, wirkt zwanzigmal stärker als reines Phenol, was die herausragenden Wirkeigenschaften des Öls ganz gut erklärt.

Zusätzlich wirken die ätherischen Öle entkrampfend auf die Atemwege und schleimlösend, weil sie die Tätigkeit des Lungengewebes (Flimmerepithel) anregen. Aus diesem Grund packt Thymianöl „das Problem an der Wurzel“: Es hemmt die Krankheitskeime, sorgt dafür, dass Fremdstoffe (auch Schleim) aus den Atemwegen heraustransportiert werden und hilft durch die entkrampfende Wirkung dabei, dass Schmerzen gelindert werden.

Außerdem gehört Thymianöl zu den Wirkstoffen, die sehr arm an Nebenwirkungen sind und daher im Allgemeinen gut vertragen werden.


Anwendung und Dosierung:

Thymianöl-Inhalation
Die wohltuenden ätherischen Öle des Thymianöls können am besten in Form einer Inhalation aufgenommen werden. Es kann bei einer beginnenden oder bestehenden Bronchitis oder bei Keuchhusten die Symptome lindern. Nimm hierzu ein größeres, breites Gefäß. Gib in das Gefäß etwa 1 Liter heißes Wasser und 7 bis 10 Tropfen des ätherischen Öls. Zur Inhalation lege dir ein großes Handtuch über den Kopf, damit die Dämpfe nicht entweichen können.

Dosierung
Inhaliere je nach Intensität der Beschwerden 3 bis 4mal täglich.
Sollte einmal keine Zeit zum Inhalieren haben, träufle auf ein sauberes Taschentuch 1 Topfen des ätherischen Öls und rieche über den Tag verteilt immer wieder daran.
Tue was Du willst, aber wisse was Du willst!
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#3
Wacholder

   

Die Heilwirkung des Wacholders reicht von Infektionskrankheiten bis zum Atmungsapparat, von der Förderung der Verdauung bis über die Harnorgane.

Heilwirkung: antibakteriell, antibiotisch, antiviral, blutbildend, blutreinigend, fungizid, harntreibend, pilzhemmend, schleimlösend, schmerzlindernd, schweißtreibend, tonisierend

Verwendete Pflanzenteile: Beeren, Nadeln, Triebspitzen, Holz, Wurzeln

Inhaltsstoffe: Bitterstoff Juniperin, Betulin, Kampfer, Zitronensäure, Flavone, Pentosan, Phosphor, Gallussäure, Gerbstoff, Gerbsäure, Harz, Linolensäure, Mangan, Menthol, Oxalsäure, Terpineol, Umbelliferon, Zink, ätherisches Öl

Die Heilwirkung des Wacholders, allen voran der Wacholderbeere, ist sehr vielfältig und betrifft fast alle gängigen Krankheiten.


Atemwege

Ein Dampfbad, dem ätherisches Wacholderöl beigefügt wurde, hilft gegen Bronchitis und infektiöse Lungenerkrankungen. Es erleichtert nicht nur die Atmung, fördert das Abhusten und vermindert die Schleimbildung, sondern wirkt auch stark antibakteriell.


Wacholdersirup gegen bakteriellen Husten

Für Kinder (und auch Erwachsene) kann man einen Wacholdersirup herstellen.

Dazu nimmt man 100 g Wacholderbeeren und 400 ml Wasser.

• Die Beeren zerquetscht man und gießt das Wasser kochend über die Beeren.
• Über Nacht lässt man die Mischung zugedeckt ziehen.
• Am nächsten Tag langsam erhitzen und kurz aufkochen.
• Anschließend durch ein Sieb streichen.
• Danach nochmal aufkochen.
• Zum Schluss Honig oder Zucker hinzufügen, wenn man mag.

Von diesem Sirup gibt man Kindern 2 TL pro Tag und Erwachsenen 4 TL.

Er ist vor allem bei bakteriellen Lungenkrankheiten zu empfehlen, weil er nicht nur den Husten lindert, sondern auch die Bakterien tötet.


Viren-Infektionen mit Wacholder behandeln

Wacholder hilft auch gegen Viren. Daher kann man verschiedene Virusinfektionen mithilfe von Wacholder behandeln. Wacholder hilft beispielsweise gegen Coronaviren und gegen Herpes-Viren. Man kann den Wacholder hierfür als Tee anwenden.

Wacholder-Tee: wird mit zerquetschten Beeren hergestellt. Je ein Teelöffel Beeren auf eine Tasse Aufguss. 5 bis 10 Minuten ziehen lassen, reicht aus.


Zerkauen der Beeren

Eine einfache Anwendung ist das Kauen der Beeren. Es soll gegen Ansteckung vor Infektionen helfen.


Vor der Ernte

Gilt es vor allem sicherzustellen, daß der Wacholder überhaupt Beeren trägt. Dazu werden ein männliches und ein weibliches Exemplar der Pflanze benötigt, damit die Bestäubung ihren Lauf nehmen kann. An jedem dieser Büsche sind schließlich grundsätzlich nur weibliche oder nur männliche Blüten zu finden. Sofern die Bestäubung erfolgreich war, dauert es dennoch drei Jahre, bis die bestäubten Pflanzen reife Beeren tragen werden. Technisch gesehen handelt es sich dabei gar nicht um Beeren, sondern vielmehr um Zapfen. Im Erntejahr sind die Wacholderbeeren an ihrer blauschwarzen Farbe zu erkennen.


Wann ist der perfekte Erntezeitpunkt für Wacholderbeeren?

Nachdem mehrere Jahre ins Land gegangen sind und sich die Zapfen des Wacholder blauschwarz gefärbt haben, bietet sich der Spätherbst für die Ernte an. Noch nicht reife Wacholderbeeren, die daher auch noch nicht geerntet werden sollen, sind im Übrigen an ihrer grünen Farbe zu erkennen. Somit kann man kinderleicht einschätzen, wann es an der Zeit ist, die frischen Wacholderbeeren zu ernten.

Meist ist dies ab Ende August oder Anfang September der Fall. Die grünen Beeren sollten unbedingt am Strauch verbleiben und bei der diesjährigen Ernte nicht entfernt werden. Denn diese Beeren brauchen noch ein Jahr, bis sie reifen und können dann im kommenden Spätherbst ebenfalls geerntet werden.
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#4
Wetterkerze / Großblütige Königskerze

   

Innerlich werden die Blüten genutzt. Wetterkerzenblätter können äußerlich die Wundheilung unterstützen.

Besondere Inhaltsstoffe
: ätherische Öle, Aucubin, Flavonoide, Saponine, Schleimstoffe
Eigenschaften: antibakteriell, antiviral, auswurffördernd, entzündungs­­hemmend, reizmildernd, schleim­haut­schützend, schleimlösend, schmerzstillend, schweißtreibend


Heilende Anwendungen

Tee
Zur Behandlung von Husten, besonders trockenem Husten sowie Reizhusten, Heiserkeit, Halsschmerzen, Lungenerkrankungen und anderen Atemwegserkrankungen kann ein Tee aus Wetterkerzenblüten getrunken werden. Die Schleimstoffe in den Blüten überziehen die Schleimhäute mit einer Schicht und schützen sie so auch vor Reizungen durch hohe Ozonwerte im Sommer und trockene Heizungsluft im Winter.

Darüber hinaus schafft der Teeaufguss Linderung bei Allergien, allergischem Asthma, viralen Infekten und krampfartigen Magen-Darm-Beschwerden. Wegen des milden Geschmacks ist er auch für Kinder geeignet.

Um die Schleimstoffe der Blüten nicht zu zerstören, wird Wetterkerzentee im Kaltaufguss zubereitet. Dazu einen Teelöffel getrocknete Königskerzenblüten mit 250 ml kaltem Wasser ansetzen und für zwei Stunden ziehen lassen. Abseihen und nach Wunsch leicht erwärmen oder kalt trinken.

Zur Unterstützung bei roten Augen und Bindehautentzündungen werden im Tee getränkte Umschläge auf die Augen gelegt.

Gegen schweren Husten wird manchmal auch eine Abkochung der Wurzel empfohlen. Dafür einen Teelöffel der Wurzel mit 250 ml kaltem Wasser übergießen und den Aufguss langsam bis kurz vor den Siedepunkt bringen. Etwa 15 Minuten ziehen lassen und dann abseihen.


Öl
Ein Ölauszug mit Wetterkerzenblüten kann nicht nur Juckreiz und Narbenbildung lindern, sondern auch bei leichten Verbrennungen die Haut bei ihrer Heilung unterstützen. Ebenso hilft das Öl bei Nervenschmerzen, wenn es als Massageöl angewendet wird. Ins Ohr geträufelt soll es die Heilung von Ohrenschmerzen und Tinnitus beschleunigen.

Für das Öl frische Blüten in ein Schraubglas geben und mit Bio-Olivenöl übergießen, so dass alle Blüten bedeckt sind. Täglich durchrühren, um Schimmelbildung zu vermeiden und an einem hellen, warmen Platz ohne direkte Sonneneinstrahlung für vier Wochen ziehen lassen. Danach abseihen und dunkel sowie kühl lagern.
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#5
Meerrettich

   

Fast jeder kennt die Schärfe des Meerrettichs, sowohl vom Geschmack als auch die Schärfe, die in die Nase steigt und diese befreit.

Heilwirkung: antibakteriell, antiviral, antibiotisch, schleimlösend, schweißtreibend, harntreibend

Verwendete Pflanzenteile: Wurzel

Inhaltsstoffe: Senföle, Allylsenföl, Vitamine (u.a. Vitamin C), ätherische Öle, Allicin, Glucosinolate, Singrin, Gluconasturtiin, Mineralstoffe, Flavone, Quercetin, Kämpferol, Pentosan, Alloxurbasen, Organische Schwefelverbindungen, Oxydase, Aminosäuren: Asparagin und Arginin

Sammelzeit: September bis März


Anwendungen

Die Meerrettich-Wurzel sollte frisch verwendet werden.

Beim Reiben der Wurzel wirken schon die ätherischen Öle des Meerrettichs in den Nasennebenhöhlen. Er regt die Sekretion aus den Nasenschleimhäuten an und reizt aber auch zu Tränen. Nach dem Reiben kann der Meerrettich so gegessen werden, oder als Würze im Meerrettich-Quark oder auch in Soßen.

Meerrettichkur
Eine Meerrettichkur kann man vorbeugend zur Stärkung des Immunsystems machen oder zur Linderung der Erkältung. Dazu nimmt man morgens und abends einen Teelöffel frisch geriebenen Meerrettich für mindestens 2 Wochen.

Meerrettichauflage bei Husten
Den Brustbereich mit Öl einreiben. Frisch geriebenen Meerrettich auf einem Baumwolltuch verteilen und mit der Seite auf der das Meerrettich ist auf die Brust (direkt auf die Haut) legen. Das Tuch solange liegen lassen, bis es anfängt zu brennen. Dann alles reinigen und bei Bedarf nochmal die Haut einfetten.

Meerrettichhonig
Für die Herstellung des Meerrettich-Honigs ein faustgroßes Stück Meerrettich reiben und in ein Glas füllen. Den Meerrettich dann gut mit Honig bedecken und verrühren. Man kann nun den Honig direkt essen oder noch etwas ziehen lassen. Dieses Gemisch hält sich im Kühlschrank eine Woche. Vor der regelmäßigen Anwendung testen, ob der Magen den Meerrettichhonig verträgt, da dieser sehr stark ist. Bei Verträglichkeit kann man morgens und abends einen Teelöffel von dem Honig zu sich nehmen.
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#6
Roter Sonnenhut / Echinacea purpurea

   

Der Sonnenhut hat die Fähigkeit, das körpereigene Immunsystem (die weißen Blutkörperchen, die Fresszellen im Blut und Gewebe) anzuregen. Diese weißen Blutkörperchen wehren Krankheitserreger ab.

Für die immunstimulierenden Effekte der Echinacea werden vor allem Alkylamide und Polysaccharide verantwortlich gemacht. Diese aktivieren cytotoxische T-Zellen des Immunsystems, die wiederum Viren attackieren und eliminieren. Auch bei wiederholter Anwendung bei Influenza-Viren entwickeln sich keine Resistenzen.

Daher wundert es nicht, dass der Sonnenhut eine sehr beliebte Heilpflanze ist, die gegen Infektneigung eingesetzt wird, beispielsweise wenn man zu Erkältungen neigt oder bei schleichenden chronischen Infektionen.

Außerdem hat der Sonnenhut eine antibakterielle Wirkung. Dadurch wirkt der Sonnenhut direkt auf bakterielle Infektionen, wie beispielsweise Hautinfektionen, Furunkel und dergleichen. Man kann den Sonnenhut dann wahlweise als Salbe oder als Umschlag mithilfe eines Tees anwenden. Bei solchen äußerlichen Anwendungen wirkt der Sonnenhut auch leicht schmerzstillend.
Vor allem, wenn eine Wunde schlecht heilt oder eitert, kann der Sonnenhut Abhilfe schaffen.

Eigenschaften: antibakteriell, antibiotisch, antiviral, entzündungshemmend, immunstimulierend, schleimlösend, schmerzstillend, wundheilend

Hilft bei: Bronchitis, Erkältung, Grippe, Halsschmerzen, Harnweginfekten, Husten, Immunabwehr, Mandelentzündungen, Ohrenschmerzen, schlecht heilende Wunden, Zahnschmerzen


Echinacea-Tee
Zur Immunsteigerung überbrüht man einen Teelöffel blühendes Kraut (v.a. die Blüten) mit 200 ml kochendem Wasser. Zehn Minuten abgedeckt ziehen lassen und den Aufguss dann abseihen.


Echinacea-Honig
Mit Honig können die immunstärkenden Inhaltsstoffe herausgezogen werden. Er eignet sich besonders für Kinder.

Zutaten:
• 500 g flüssigen Honig
• eine Handvoll blühendes Echinacea-Kraut
• Schraubglas

Zubereitung:
1. Die violetten Zungenblüten abzupfen und den Blütenkopf vierteln.
2. Alle Pflanzenteile in ein Schraubglas füllen, bis es zu etwa zwei Dritteln voll ist und mit dem Honig übergießen.
3. Vier bis sechs Wochen an einem dunklen Ort ziehen lassen.
4. Absieben und den Honig kühl aufbewahren.

Der Honig ist mindestens ein Jahr lang haltbar. Kinder können einen halben Teelöffel, Erwachsene einen Teelöffel dreimal pro Tag zu sich nehmen. Auch zum Süßen von Tee eignet er sich.


Echinacea-Presssaft
Auch ein Frischpflanzenpresssaft kann gewonnen werden.
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#7
Zistrose (Cistus)

   

Der Wirktstoffgehalt in der Zistrose, heimisch in der Mittelmeerregion, wirkt antioxidativ als Radikalfänger, zeigt aber auch starke antiviral und antibakteriell wirkende Eigenschaften und soll selbst gegen Pilzinfektionen helfen.

Das antiviral wirksame Harz in den Blättern der Zistrose ("Labdanum Harz") ist breit wirksam und kann auch gegen neu auftretende Erreger helfen sowie den Eintritt der Viren in die Körperzellen verhindern, wodurch das Risiko für Resistenzen reduziert wird. Auch in Hinblick auf die Wirksamkeit gegen Influenzaviren haben die Zistrose-Extrakte gute antiviral wirkende Eigenschaften gegen wichtige humanpathogene Viren.
Die Pflanze erfreut sich folglich bei Erkältungskrankheiten wie Grippe oder anderen durch Viren oder Bakterien ausgelösten Beschwerden großer Beliebtheit.

Eigenschaften: antibakteriell, antibiotisch, antiviral, antioxidativ, fungizid, entzündungshemmend, schleimlösend, anregend, tonisierend, Immunsystem stärkend, Neutralisiert freie Radikale, menstruationsfördernd

Hilft bei: Allergien, Dekubitus (Wundliegen), Durchfall, Ekzeme, Erkältungen, Geschwüre, Grippe, Hautprobleme, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Husten, Mundgeruch


Tee:
Innerlich: Die Blätter und Zweige der Zistrose kann man als Tee gegen Infektionskrankheiten trinken.
Äußerlich: Gegen vielerlei Hautprobleme kann man eine Zistrosen-Abkochung auch äußerlich als Waschung, Bad oder Umschlag einsetzen.

Küchen-Tipp:
Einige in das Basilikum-Pesto gemischte Blätter der Zistrose verhindern, dass das Pesto so schnell an der Luft oxidiert. So behält das Pesto eher seine grüne Farbe.

Kübelpflanze:
Die Pflanze ist bei uns nicht ganz frosthart und sollte kühl und hell überwintern. Sie eignet sich demzufolge hervorragend als Kübelpflanze, die bis zu einem Meter hoch wird. Die etwas geknautscht aussehenden rosa Blüten mit der gelben Mitte erscheinen im Juli und August.
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#8
Oregano-Öl

   

Oreganol-Öl gilt als natürliches und starkes Antibiotikum. Oregano wird bereits seit der Antike auch als Heilkraut verwendet. Es hilft gegen eine Vielzahl von gesundheitlichen Beschwerden. Als natürliches Antibiotikum kannst du das Oregano-Öl innerlich und äußerlich anwenden.


So wirkt das natürliche Antibiotikum

Oregano wächst nicht nur im Mittelmeerraum, sondern wird mittlerweile weltweit in gemäßigten Klimazonen angebaut. Durch ein Verfahren mit Wasserdampf wird das kostbare Öl gewonnen. Abhängig von der Bodenbeschaffenheit können die Inhaltsstoffe leicht variieren.


Die Inhaltsstoffe findest du im Oregano-Öl:

• Ätherische Öle wie Thymol und Carvacrol
• P-Cymol, einen starken schmerzlindernden Stoff
• Vitamin C, B und K
• Mineralstoffe wie Eisen, Kalium, Kalzium, Magnesium und Zink

Oregano-Öl wirkt als starkes natürliches Antibiotikum und kann bei einer Vielzahl gesundheitlicher Probleme angewandt werden. Das Öl wirkt antibakteriell, antiviral und fungizid. Es bekämpft also Bakterien, Viren und Pilze. Zusätzlich wirkt es durchblutungsfördernd, entzündungshemmend und schmerzstillend. Da Oregano-Öl reich an Antioxidantien ist, werden die Zellen vor freien Radikalen geschützt.
Die Wirkung von Oregano-Öl kann sich am besten entfalten, wenn das Heilkraut frisch verarbeitet wurde.

Aufgrund seiner vielfältigen Wirkung kannst du Oregano-Öl für die Linderung verschiedener Erkrankungen einsetzen.

• Entzündungen des Zahnfleischs oder Zahnschmerzen können sehr unangenehm sein. Eine Spülung mit Oregano-Öl wirkt entzündungshemmend und schmerzlindernd.
• Herpesbläschen sind sehr lästig. Laut einer Studie sorgt Oregano-Öl dafür, dass die Bläschen schneller abheilen.
• Eine ähnliche Wirkung konnte bei Pilzerkrankungen festgestellt werden. So klingen die Symptome bei der Anwendung von Oregano-Öl innerhalb von 72 Stunden wieder vollständig ab.
• Auch bei Hautproblemen wie Akne und unreiner Haut kannst du das Öl äußerlich anwenden. Der Heilungsprozess wird beschleunigt und Entzündungen abgebaut.
• Bei Erkrankungen der Atemwege, so wie Bronchitis, Mandelentzündung oder Ohrenschmerzen hat Oregano-Öl einen positiven Effekt: Es wirkt durchblutungsfördernd und schleimlösend, wodurch Krankheitserreger schneller abtransportiert werden können. Zusätzlich lindert es den Hustenreiz und Schmerzen, wodurch typische Symptome einer Erkältung reduziert werden können.
• Aufgrund der stark entzündungshemmenden Wirkung von Oregano-Öl kann das natürliche Antibiotikum auch bei der Behandlung von Lungenentzündungen eingesetzt werden.
• Oregano-Öl kann bei der Behandlung von Antibiotika-Resistenz eingesetzt werden, wie eine Studie von 2016 nachweisen konnte. Das hilft besonders MRSA-Patienten, die an multiresistenten Keimen erkrankt sind.
• Das natürliche Heilmittel hilft Parasiten abzutöten. Das gilt gleichermaßen für Läuse aber auch für Parasiten, die sich im Darm eingenistet haben.
• Aufgrund seiner durchblutungsfördernden Wirkung kurbelt Oregano-Öl die Magensaftproduktion an. Dadurch wird die Verdauung in Schwung gebracht und die Magenschleimhaut gestärkt.
• Oregano-Öl soll laut einer Studie die Teilung von Krebszellen verhindern und auf diese Weise das Wachstum der Tumore hemmen.


Darauf musst du bei der Anwendung achten

Da das Öl sehr hoch konzentriert ist, darfst du es aber auf keinen Fall unverdünnt nutzen. Auch mußt du auf die Qualität des Öls achten, unbedingt 100 % reines ätherisches Öl kaufen. Zudem gibt es sowohl bei der inneren als auch bei der äußeren Anwendung einiges zu beachten.


Anwendung von Oregano-Öl:

• Bei großflächiger Anwendung auf der Haut gibst du zwei Tropfen auf 250 Milliliter Wasser und etwas Speiseöl mitreingeben. Tränke Watte in die Flüssigkeit und tupfe sie anschließend behutsam auf die entsprechenden Bereiche. Das Öl musst du nicht abwaschen, sondern kannst es einziehen lassen. Da das Öl die Haut reizen kann, solltest du die Verträglichkeit vorab testen.
• Nutzt du das Oregano-Öl zum Inhalieren, dann gib maximal fünf Tropfen des ätherischen Öls auf einen Liter heißes Wasser. Das Wasser muss mindestens eine Temperatur von 80 Grad haben, damit sich die Wirkstoffe des Oregano-Öls richtig entfalten können.
• Um Entzündungen im Mundraum zu lindern, kannst du drei Tropfen des Öls auf ein Glas Wasser geben. Mit dem Gemisch kannst gurgeln oder den Mundraum spülen.
• Zur direkten Einnahme von Oregano-Öl gibst du einen Tropfen des Öls auf die bis zu 20fache Menge Olivenöl. Das Gemisch kannst du direkt mit einem Esslöffel einnehmen.
• Wenn du das Öl gern in Speisen verwenden magst, gib drei Tropfen Oregano-Öl auf 100 Milliliter Olivenöl.


Vorsicht bei Oregano-Öl:

• Oregano zählt zu den Lippenblütlern und kann Allergien auslösen. Wenn im Zusammenhang mit der Anwendung Juckreiz, Atemnot oder Hautausschläge auftreten, sofort damit aufhören.
• Das Öl hat eine blutverdünnende Wirkung.
• Oregano-Öl kann die Aufnahme von Eisen hemmen. Achte deshalb darauf, dass du das Öl zwei Stunden vor oder nach einer Mahlzeit einnimmst. Außerdem solltest du die Einnahmedauer nicht sechs Wochen überschreiten.
• Auf keinen Fall darfst du Oregano-Öl während der Schwangerschaft verwenden, da es frühzeitige Wehen auslösen und eine Geburt einleiten kann!
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#9
Was kann man jetzt gerade sammeln?

Jetzt blüht der gemeine Flieder, der süß duftet, aber sehr bitter ist. Bitterstoffe fehlen uns heute aber meist. Man kann die Blüten trocknen und einen Tee daraus machen, sie als Badezusatz verwenden oder einen Ölauszug daraus herstellen. Der Tee ist gut für die Verdauung, als Badezusatz oder Öl wirkt der Flieder gegen Rheuma. Benutzt man nur die Blütenblätter, ist das Bittere weg, dann kann man zum Beispiel einen Sirup daraus machen.

Auch Kastanien blühen jetzt. Sie haben vielerlei Wirkung, die Blüten als Tee zubereitet schenken jedoch einen beruhigenden Schlaf.

Der Giersch ist gerade noch recht jung und damit schmackhaft. Er ist ein unglaublich potentes Gemüse, ich bin froh, ihn vor dem Küchenfenster zu haben.
Nichtstun ist halber Tod. Das Leben äußert sich nur in der Tätigkeit.
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